Manfred Lafrentz - Blutschwertzeit

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Von einem zauberkundigen Schmied wird der junge Folke gegen seinen Willen zu einem Blutschwertmann gemacht, zum Mitglied einer Gilde von gefürchteten Kriegern, deren einziger Lebensinhalt das Töten ist. Mit seinem Schwert muss Folke in den Krieg gegen die verrufenen Aelfen ziehen, deren Land von den Menschen begehrt wird. Aber seine härteste Prüfung wird der Kampf gegen den Rausch der Gewalt und gegen den Wahnsinn, dem sein Anführer Iri längst erlegen ist …

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„Mein Name ist Brokk”, sagte der Schmied. Seine kleinen schwarzen Augen unter den buschigen Brauen, die über der Nase zusammengewachsen waren, bohrten sich wie Widerhaken in Folkes.

„Sieh her, Folke Farlissohn, das ist der Ofen!” Er zeigte auf ein zylindrisches Gebilde aus Lehm und Steinen, das offenbar hastig und ohne Kunstfertigkeit errichtet worden war. Es gab mehrere davon. In allen loderte das Feuer und sie strahlten diese unglaubliche Hitze aus.

„Das Eisenerz, mit Holzkohle vermischt,

wird geschmolzen bis es zischt!”, sang Brokk mit tiefer Stimme.

Er zeigte Folke einen grauen Barren. Obwohl er entsetzlich schwitzte und die Schläge der schweren Hämmer auf die Ambosse um ihn herum seine Ohren fast betäubten, sah Folke interessiert zu. Brokks Schmiedelied klang wie ein Zaubergesang, eintönig und dröhnend, wie eine Beschwörung. Folke lief es kalt über den Rücken, aber er lauschte gebannt.

„Roheisenbrocken mit der Schlacke, der groben,

werden ans reine Eisen gewoben.

Ein Tuch drum gewickelt und Lehm drauf geziegelt,

so wird das Eisen vor der Luft versiegelt.

Die Brocken, verlobt in der Glut zum Barren,

gefaltet wie Teig, und bevor sie erstarren,

drauf gehämmert an die zwanzig Mal,

bis die Schlacke verweht, so entsteht der Stahl!”

Während er sang, führte Brokk Folke alles an dem Stück vor, das er gerade bearbeitete. Fasziniert beobachtete der Junge, wie sich unter den Schlägen des Schmiedehammers eine flache Klinge ausbildete.

„Siehst du, Junge?”, schrie Brokk begeistert. „Jetzt kann man den Stahl zu Schwertern verarbeiten. Oder zu Kettenhemden oder Helmen.” Mit einer Zange hielt er die halbfertige Klinge in die Höhe. Sein Mund stand offen, als hungerte ihn nach dem Stahl. „Das ist etwas für ganze Männer!”, rief er und lachte. „Schmied oder Krieger, für etwas anderes taugt ein Mann nicht. Alles andere ist Weiberarbeit!”

Folke lachte. Er fühlte die Wahrheit der Worte. Hier in der Schmiede konnte man ein Mann werden. Hier waren die Waffen. Hier war die Macht. Es tat gut, ihr nahe zu sein.

Die anderen Dorfjungen verfolgten Folke mit bösen Blicken, und es schien sich etwas zusammmenzubrauen. Er hatte Eglis Warnung nicht ernst genommen, merkte aber nun, dass die Jungen ihn genau beobachteten. Es scherte ihn nicht. In der Schmiede träumte er vom Kämpfen; inmitten der Schwerter, Schilde und Helme fühlte er sich wie ein Krieger, weit weg von Egli, Biarki und den anderen. Vielleicht merkten sie, dass Männer wie Brokk Folke als ihresgleichen behandelten, und waren neidisch.

Wenn er konnte, beobachtete Folke weiterhin die Arbeit der Schmiede. Immer wieder trieb es ihn dorthin, trotz der Hitze, trotz des ohrenbetäubenden Gehämmers. Im flackernden Licht des Feuers und im Halbdunkel der Schmiede erschienen ihm die Männer manchmal wie Schwarzzauberer aus einem aelfischen Schattenreich. Folke dachte an Atlis Geschichten und schauderte, aber es hielt ihn nicht fern. Das Entstehen von Schwertern aus einem grauen Klumpen war vielleicht Zauberei, aber es war auch harte Arbeit. Folke versuchte herauszufinden, ob die Schmiede Feuergeister beschworen, aber es schien, als läge ihre ganze Macht in den Schlägen der schweren Hämmer.

Brokk sprach Folke oft an. Einmal hielt er ihm lachend eine frisch geschmiedete Schwertklinge hin, von der noch der Dampf des kühlenden Wassers aufstieg.

„Na, Junge! Bekommst du nicht Lust zu kämpfen, wenn du das siehst? Was lungerst du noch hier im Dorf herum? Geh zum Heer des Fürsten! Zeig, dass du ein Mann bist!”

Folke verlangte es danach, das Schwert zu nehmen, aber er schüttelte verlegen den Kopf. „Ich habe erst fünfzehn Sommer gesehen.”

„Ach was!”, rief Brokk wegwerfend. „Fünfzehn Sommer sind genug!”

Folke überlegte. Vielleicht hatte Brokk Recht. Ein Schwert würde ihn zum Mann machen. Der Krieg war weit weg, ein Abenteuer voller Schatten, aber hier, im Dorf, würde ein Schwert ihm Macht verleihen. Niemand könnte dann bezweifeln, dass er in der Lage war, sein Heim zu verteidigen, nicht einmal sein Vater. Er könnte der Anführer bei den Jungen sein. Keiner von ihnen hatte ein Schwert. Selbst Biarki müsste ihm folgen.

Er streckte die Hand nach dem Schwert aus, aber dann fiel sein Blick auf Brokks Gesicht, und er schrak zurück. Etwas Lauerndes, Gieriges war in den Augen des Schmieds, wie ein Tier, das kurz davor war, seine Beute zu reißen.

„Zauberer!”, dachte Folke und fürchtete sich plötzlich. Der Krieg schien auf einmal ganz nah, eine Armeslänge entfernt. Das Töten und Getötetwerden. Es prallte ihm entgegen, kalt und fremd, rätselhaft und beängstigend.

Folke wandte sich ab und lief aus der Schmiede. Brokks dröhnendes Lachen folgte ihm wie ein Schatten.

Nicht lange danach kam es zur Konfrontation mit den anderen Jungen des Dorfes. Als Folke mit Egli vom Holzfällen zurückkam, stellten sie sich ihm in den Weg, sechs oder sieben Burschen, alle in seinem Alter oder etwas jünger. Er kannte jeden von ihnen gut, aber sie sahen ihn an wie einen Fremden.

„Was wollt ihr?”, fragte Folke, als sie ihn nicht vorbeiließen.

„Was lungerst du immer bei der Schmiede herum?”, fragte Biarki Gautissohn.

„Was geht´s dich an?”, fragte Folke zurück. Er sah Egli an, aber der schaute verlegen weg.

„Die Schmiede sind Zauberer”, sagte Biarki. „Was hast du mit denen zu schaffen? Hast du nicht gehört, was der alte Atli gesagt hat?”

„Sie machen einfach nur Waffen”, brummte Folke.

„Sie gehören nicht zum Dorf. Sie bringen Unheil. Sie pflanzen das Unheil in dich, und wenn sie weggehen, wird das Unheil bei uns bleiben.”

„Lass mich in Ruhe”, sagte Folke und wollte sich an Biarki vorbeidrängen.

Da fielen sie über ihn her, schlugen und traten ihn, alle außer Egli, der aber nichts dagegen unternahm. Er wehrte sich, aber es waren zu viele. Sie schlugen nicht besonders hart zu, wollten ihm offenbar nur eine Lektion erteilen. Bald gab Biarki das Zeichen zum Aufhören.

„Halt dich von der Schmiede fern, Folke Farlissohn”, sagte er. „Das ist zu deinem eigenen Besten.”

Dann gingen sie fort, und Egli mit ihnen.

Fluchend rieb sich Folke seine schmerzenden Stellen. Die Träume in der Schmiede hatten ihn betrogen. Er war kein Krieger, auch inmitten all der Waffen nicht, weil er sich nicht getraut hatte, nach ihnen zu greifen. Er war ein Steinchen unter den anderen Jungen, die wie Felsen waren, und sie konnten ihn verprügeln, wenn sie Lust dazu hatten, ihn demütigen und bevormunden. Sie konnten verbieten und ermahnen, wie sein Vater, und er konnte nichts dagegen tun.

Unheil! Er spuckte aus. Sie wollten nicht, dass er mehr war als sie, darum ging es. Sie wollten verhindern, dass er ein Krieger wurde, ein Anführer.

Ohnmächtige Wut ergriff ihn. Und auf einmal war es wieder da, das Kalte, Fremde, das von dem Schwert in Brokks Händen ausgegangen war. Es war wieder da, aber diesmal schrak Folke nicht zurück. Jetzt, in diesem Augenblick, hätte er danach gegriffen, nach der Waffe, nach der Macht, die sie verlieh, der Furcht, die sie verbreitete.

Er ahnte plötzlich, wie sie war, die Lust zu töten, die ihn zum Krieger machen konnte.

3

In allen Schlachten werden zuerst die Augen besiegt.

Iri glaubte fest an diese alte Binsenweisheit. Er sah es an den Soldaten, die mit ihm zogen. Wenn man sie überhaupt so nennen konnte. Die meisten waren einfache Bauern, dem Kriegshandwerk fremd wie Weiber. Ihre Köpfe zuckten unbehaglich hin und her. Sie sahen nur Schatten, immer nur Schatten. In den verlassenen Bauernhütten am Wegrand. Zwischen den Bäumen. Im Unterholz der Wälder, durch die sie marschierten. Schatten waren überall, und alle Bauernsoldaten sahen darin nichts als Aelfen. Nichts als Tod.

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