Manfred Lafrentz - Blutschwertzeit

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Von einem zauberkundigen Schmied wird der junge Folke gegen seinen Willen zu einem Blutschwertmann gemacht, zum Mitglied einer Gilde von gefürchteten Kriegern, deren einziger Lebensinhalt das Töten ist. Mit seinem Schwert muss Folke in den Krieg gegen die verrufenen Aelfen ziehen, deren Land von den Menschen begehrt wird. Aber seine härteste Prüfung wird der Kampf gegen den Rausch der Gewalt und gegen den Wahnsinn, dem sein Anführer Iri längst erlegen ist …

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„Kann sein”, sagte Biarki gutmütig, und Folke hasste ihn für diese Gutmütigkeit. Er vergaß keinen dieser Momente, in denen der Spott ihn traf, auch wenn sie für alle anderen ohne Bedeutung waren. Sie lagen in seinen Gedanken herum und scheuerten sie wund. Biarki hatte bestimmt keine wunden Gedanken. Sie mussten groß und kräftig sein wie er selbst, und sie hatten sicher helle Haare und waren die Anführer aller anderen Gedanken.

Atli grunzte unwillig. „Diese Schmiede haben keine Heimat”, fuhr er unbeirrt fort. „Wenn kein Erz mehr in der Gegend gefunden wird und die Wälder abgeholzt sind, ziehen sie weiter und hinterlassen Ruinen, über die das Gestrüpp wächst. Die Häuser, in denen sie gearbeitet haben, kann keiner mehr benutzen. Böse Feuergeister gehen darin um.”

„Sind sie wirklich Zauberer?”, fragte Egli. „Wieso lässt man sie gewähren?”

Atli spuckte aus. „Wenn die Fürsten sie nicht schützen würden, könnten sie sich nirgendwo sehen lassen. Eine schwarze Kunst ist das Schmieden! Man kann ihnen nicht trauen. Sie haben ihr Wissen von den Dunkelaelfen gelernt.”

„Aber sie stellen die Waffen her, die für den Krieg gebraucht werden”, beharrte Folke.

Atli spuckte nochmal aus. „Sie sind Zauberer”, sagte er und wandte sich ab.

Bald forderten die Schmiedegesellen Folke und die anderen Jungen auf, Eisenerz heranzuschaffen. Es gab viele Senken in der Umgebung, in denen eisenhaltiges Wasser zusammengespült wurde und an die Oberfläche trat. Wenn es mit Luft in Berührung kam, bildete sich Erz. Die Jungen sammelten es und schleppten es zur Schmiede. Doch bald mussten die Frauen das Erzsammeln übernehmen, denn die Schmiede schrien nach Holz, und die Jungen mussten Bäume fällen.

„Warum brauchen sie so viel Holz?”, fragte Egli Folke unzufrieden.

Sie stapelten Holzscheite, die sie nach dem Spalten der Stämme zur Schmiede tragen mussten. Trotz des Waldesschattens schwitzten sie in der Wärme des Spätsommers bei ihrer Arbeit. Die Schmiede hatten ihnen neue Äxte gegeben, die gierig wie Raubtiere an den Stämmen nagten. Wenn man sie ins Holz schlug, spritzten die Späne weithin. Ein kleiner Teil des Waldes neben dem Dorf war schon abgeholzt. Es sah hässlich aus. „Kriegswunden”, dachte Folke.

Hier hatte er oft mit Egli und den anderen Jungen gespielt, und es war ihm nie in den Sinn gekommen, dass der Wald so zerbrechlich, so leicht zu zerstören war. Er dachte an Atlis Warnungen vor den Ruinen, die die Schmiede hinter sich zurückließen. Aber auch dort, wo das Dorf stand, war früher Wald gewesen. Selbst die Felder und Weiden waren ihm abgetrotzt worden. Das Holz der vielen abgeschlagenen Bäume steckte in den Häusern, in den Zäunen und den Wagen. Doch das Holz der Stämme, die sie nun abschlugen, verschwand in den Öfen der Schmiede, die Stahl ausspuckten. Der Krieg veränderte alles. Die Männer verschwanden, die Bäume verschwanden. Es war traurig und doch auch erregend. Mit dem Wald verschwand Folkes Kindheit. Er war nicht mehr weit davon entfernt, ein Mann zu sein. Ein Mann, der Stahl in die Hand nahm und kämpfte, wie sein Vater. Holz und Stahl, Kind und Mann. Er spürte die Veränderung. Sie wehte wie ein kratziger staubiger Wind durch seine Gedanken, ein Wind, von dem er noch nicht wusste, wohin er ihn tragen würde. Er fürchtete die Veränderung ein wenig und sehnte sie doch auch herbei. Wenn er kämpfte, wie sein Vater, dachte er, würde er sich vielleicht in einen Mann wie Farli verwandeln. In einen Fels.

„Die Öfen”, sagte er. „Sie müssen Tag und Nacht brennen. Es ist schon eine Wagenladung mit Schwertern und Schilden nach Norden geschickt worden.”

Egli nahm eine Ladung Scheite hoch. „Krieg bedeutet einfach nur mehr Arbeit”, brummte er. „Meine Arme schmerzen, meine Hände sind voller Blasen. Ich wünschte, die Schmiede würden bald wieder abziehen.”

Folke lachte. Er war nicht weniger erschöpft von der Arbeit als der Freund.

„Was glaubst du”, fragte Egli nachdenklich, „ob die Aelfen Zauberei gegen die Männer einsetzen, gegen die sie kämpfen?” Der Gedanke schien ihn zu beunruhigen. Folke juckte es, ihn zu necken.

„Glaubst du, du wirst deinen Vater wiedererkennen, wenn er als Schwein zurückkommt?”

Egli knallte einen Stapel Holzscheite auf einen anderen. „Das ist nicht witzig.” Er zögerte. „Machst du dir keine Sorgen um deinen Vater?”

Folke zuckte mit den Achseln. „Er hat schon früher in Schlachten gekämpft. Er ist ein erfahrener Krieger.”

„Mag sein”, sagte Egli. „Aber was ist mit Zauberei?”

„Warum denkst du so viel über Zauberei nach?”

Egli sah ihn überrascht an. „Es ist das Schlimmste. Es nimmt dir deine Seele. Du wirst wie sie, wie die Aelfen.”

Folke dachte darüber nach. „Vielleicht hast du Recht. Aber was kann man dagegen tun?”

„Dieser Krieg bringt Unheil”, sagte Egli düster. „Ich wünsche nicht mehr, dass die Schmiede bald abziehen, ich wünschte, sie wären nie gekommen.” Er sah Folke missmutig an. „Du bist oft bei der Schmiede.”

„Und?” Folke wusste nicht, worauf sein Freund hinauswollte.

„Was hast du da zu suchen? Die anderen Jungen reden über dich.”

„Was sagen sie?”

„Nichts Gutes. Sie sagen, die Zauberei zieht dich an.”

„Blödsinn!”

„Geh nicht mehr zur Schmiede, das ist ein guter Rat.” Egli wandte sich ab und wollte nichts mehr sagen.

Folke ärgerte sich, aber vor sich selbst musste er zugeben, dass Egli Recht hatte. Insgeheim zog die Schmiede ihn an. Wenn er das Holz ablieferte, stand er oft an ihrem Eingang und beobachtete die Arbeit der muskulösen Männer, folgte mit den Blicken den Funken, die bis zum Gebälk des Daches aufstiegen, lauschte dem Gesang der Hammerschläge, auch wenn er ihm in den Ohren wehtat. Es war etwas Wildes um das Schmiedehaus, etwas Gewalttätiges. Es war wie das Herz des Krieges, verwandelte Holz und Erz in Waffen, in Macht. Es war wie ein Tor in die Welt der Männer, der Krieger. Folke wagte nicht, sie zu betreten, verharrte unschlüssig draußen, wo er ein Junge bleiben konnte, aber er war unzufrieden damit und kam sich feige vor.

Einmal bemerkte einer der Schmiede, wie Folke an der Tür herumlungerte, und kam zu ihm herüber. Der Mann war fast zwei Köpfe größer als er. Schweiß verklebte ihm die Haare und glänzte auf der Haut seiner nackten dicken Arme. Er stank fürchterlich, und Folke wich unwillkürlich einen Schritt zurück. Dann aber kam er sich albern vor und blieb verlegen stehen.

„Wie heißt du, Junge?”, fragte der Schmied mit dröhnender Stimme. Sein schwarzer Bart reichte hinab bis zu dem Seil, mit dem er seinen Kittel um die Hüften gegürtet hatte. Alles an ihm war schwarz oder glänzend. So konnte man sich einen Zauberer vorstellen.

„Folke Farlissohn.”

„Willst du vielleicht Schmied werden, Folke Farlissohn?”

Folke schüttelte den Kopf und wurde rot, als der Schmied lachte. Die Aufmerksamkeit des Mannes schmeichelte ihm, aber er fühlte sich, als ob er bei etwas Verbotenem ertappt worden wäre, etwas, das ihm nicht zustand.

„Warum nicht? Es ist etwas für richtige Männer.” Der Schmied schlug ihm auf die Schulter. „Willst du wirklich lieber dein ganzes Leben lang ein Viehhirte sein?” Er packte Folke am Arm und zog ihn in die Schmiede. „Komm her, sieh es dir an! Das Holz, das ihr uns bringt, brauchen wir für die Holzkohle. Sechzehn Teile Holzkohle für ein Teil Eisen. Deshalb brauchen wir so viel.”

Sein Griff war hart und schmerzte, aber Folke ließ sich nichts anmerken. Die Kraft des Mannes musste enorm sein, und er bewegte sich in der Schmiede wie ein Vertrauter oder sogar Bruder des Feuers. Folke konnte sich nicht vorstellen, wie man es den ganzen Tag in diesem verrauchten, zischenden, dampfenden und brodelnden Höllenloch aushalten konnte, in dem die Hitze wie eine riesige Fackel war, die ihm dicht vors Gesicht gehalten wurde.

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