Manfred Lafrentz - Blutschwertzeit

Здесь есть возможность читать онлайн «Manfred Lafrentz - Blutschwertzeit» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Blutschwertzeit: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Blutschwertzeit»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Von einem zauberkundigen Schmied wird der junge Folke gegen seinen Willen zu einem Blutschwertmann gemacht, zum Mitglied einer Gilde von gefürchteten Kriegern, deren einziger Lebensinhalt das Töten ist. Mit seinem Schwert muss Folke in den Krieg gegen die verrufenen Aelfen ziehen, deren Land von den Menschen begehrt wird. Aber seine härteste Prüfung wird der Kampf gegen den Rausch der Gewalt und gegen den Wahnsinn, dem sein Anführer Iri längst erlegen ist …

Blutschwertzeit — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Blutschwertzeit», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ebenfalls schon lange kannte er die ohnmächtigen Träume der Männer, die davon raunten, den Vogt auf grausame Weise zu töten. Träume, die unerfüllt bleiben mussten, und die deshalb den Hass noch heftiger brennen ließen. „Wenn wir alle zusammenhielten, wäre er machtlos”, murmelten die Männer, wenn sie beieinander saßen, leise in ihre Bierkrüge hinein. Aber Folke hatte schon vor einiger Zeit begriffen, dass niemals alle zusammenhielten. Jedes Dorf suchte seinen Vorteil. Keines würde zögern, sich auf Kosten der anderen zu bereichern. Wenn eines halbherzig gegen die Anordnungen des Fürsten rebellierte, schmeichelte sich das andere um so enger an die Ordnung des Herrn und lachte sich ins Fäustchen, wenn die eigenen Abgaben zur Belohnung für kurze Zeit gesenkt wurden. Widerstand gegen den Fürsten war ohnehin sinnlos. Er unterhielt ein stehendes Heer, das groß genug war, um seine Macht im Land zu sichern.

„Aber”, dachte Folke, „offenbar nicht groß genug, um gegen die Aelfen in den Krieg zu ziehen.”

Das längliche, bartlose Gesicht des Vogts blieb unbewegt, nur seine Finger spielten hektisch mit der Verschlusskette seines Mantels. Es war offensichtlich, dass er sich in dieser Umgebung unwohl fühlte. Die Augen hatte er stets halb zugekniffen, als würden sie an Stelle der spitzen Nase den Geruch des Dorfes wahrnehmen und sich dagegen sperren. Sonnenlicht verfing sich in seinem krausen, rötlichen Haar, entzündete es zu Funken, die im leichten Wind über den Kragen seines vornehmen, dunklen Mantels tanzten. Alle wussten, was kommen würde. Männer, Frauen, Kinder standen schweigend um die Eiche herum und warteten.

„Ich verkünde euch im Namen des Fürsten und seiner Verbündeten, dass der Krieg gegen die Aelfen begonnen hat!”, rief der Vogt. „Alle Männer, die mindestens sechzehn und nicht mehr als sechzig Sommer gesehen haben, werden aufgerufen, sich beim Heer des Fürsten zu melden. So lautet das Gesetz.”

Er machte eine Pause, wahrscheinlich um seine Worte wirken zu lassen, aber die Dorfleute blieben still.

Die Augen des Vogts zwinkerten hektisch, bevor sie sich wieder zusammenzogen. „Die Aelfen bedrohen unsere Siedlungen im Norden”, fuhr er fort. „Immer wieder hat es Angriffe gegeben. Das können wir nicht länger hinnehmen. Würden wir es tun, dränge das Aelfenpack immer weiter nach Süden vor; auch Dörfer wie dieses würden bald angegriffen werden. Die Fürsten haben beschlossen, jetzt zu handeln. Es ist höchste Zeit. Die Aelfen müssen vertrieben, am besten vernichtet, das Land bis weit nach Norden gesichert werden. Alle müssen dazu ihren Beitrag leisten.”

Er drehte sich im Sattel um und wies auf den Wagen, der hinter ihm zum Stehen gekommen war. „Die Schmiede werden im Dorf einquartiert. Das Eisenerz dieser Gegend wird von den Frauen und Kindern gesammelt, damit die Schmiede Waffen für das Heer des Fürsten herstellen können. Das Heer wird das Land verteidigen. Es wird euch verteidigen.”

„Was ist mit unseren Feldern?”, rief Farli, Folkes Vater. „Wer soll sie bestellen, wenn wir in den Krieg ziehen? Wer wird das Vieh versorgen?”

Folke betrachtete das grimmige Gesicht seines Vaters, die leicht gebeugte, aber kräftige Gestalt. Das Haar über seinen Ohren war schon ein bisschen grau, aber seine besorgte, mürrische Miene ließ ihn älter erscheinen als er war.

Die anderen Dorfleute nickten und murmelten ihre Zustimmung

„Die alten Leute werden das tun”, sagte der Vogt knapp. „Der Krieg geht vor.”

Die Leute murrten, aber Folke wusste, keiner würde es wagen, sich gegen das Gesetz des Fürsten aufzulehnen.

Als der Vogt außer Hörweite war, fluchten die Männer.

„Es ist Irrsinn, gegen das Aelfenpack zu ziehen”, brummte Meili, Eglis Vater. „Das wird kein ehrlicher Kampf. Sie werden uns verzaubern, vielleicht sogar in Schweine verwandeln!”

Die Männer lachten, aber es klang angespannt.

„Sie sind wie Schatten”, sagte Atli, der zu alt war, um in den Krieg zu ziehen. „Wer ist so dumm, gegen Schatten zu kämpfen?”

Die Männer schwiegen unbehaglich. Folke stellte sich vor, wie sie mit ihren Schwertern gegen Geister kämpfen würden. Er schauderte und einen Moment lang war er froh, dass er erst fünfzehn Sommer gesehen hatte, einen zu wenig. Aber dann schämte er sich dafür.

„Schatten oder nicht”, sagte Farli, „was wird aus unseren Höfen werden, wenn wir fortgehen?” Er spuckte aus. „Das ist nicht unser Krieg. Uns haben die Aelfen nichts weggenommen.”

Die anderen nickten.

„Ich habe noch niemals Aelfen gesehen”, sagte Meili. „Man sollte sie in Ruhe lassen.”

„Was ist, wenn sie tatsächlich in den Krieg ziehen?”, fragte einer der jüngeren Männer. „Wer weiß schon, was Aelfen denken? Wenn sie nach Süden ziehen und unser Land verwüsten, ist es zu spät. Vielleicht ist es besser, der Fürst zieht ihnen entgegen, bevor es dazu kommt.”

„Wir haben sowieso keine Wahl”, sagte Farli. „Ich bleibe dabei, es ist nicht unser Krieg, aber wir werden am Teuersten dafür bezahlen müssen.”

Die Männer schauten düster zum Vogt hinüber, der auf der anderen Seite des Platzes mit den Schmieden sprach. Folke spürte ihren Hass, ihr Verlangen danach, den Vogt fortzujagen, die Träume, die sie nahezu erstickten.

Schon am nächsten Tag führte der Vogt die Männer des Dorfes, von denen viele nur alte und halb verrostete Waffen besaßen, nach Norden. Die Schmiede würden für Nachschub sorgen, wie überall im Land, und die neuen Schwerter würden den Männern folgen.

Folke sah zu, wie sein Vater mit den anderen über die Waldstraße davonzog. Der Abschied war kurz gewesen. Farli hatte ihm aufgetragen, den Hof so gewissenhaft wie möglich zu versorgen. Die alten Männer würden helfen. Folke hatte die Sorge in seinen Augen gesehen und war wild entschlossen, ihm zu beweisen, dass er sich auf ihn verlassen konnte.

Farli hatte fremd ausgesehen. Hart. Wie ein Krieger. Er hatte schon früher gekämpft, wenn der Fürst von seinen Nachbarn angegriffen wurde. Es waren kurze Kriege gewesen, meist nur eine einzige Schlacht, die schnell entschieden war und nicht viele Leben kostete. Farli hatte eine Narbe unter dem linken Auge davongetragen, eine Kerbe, die immer weiß in seinem braunen Gesicht leuchtete und die Haut von den Rändern faltig nach innen zog. Als kleiner Junge hatte Folke sich immer vorgestellt, dass ein winziger Kobold an dieser Stelle saß und von innen an der Haut zog. Einmal, dachte Folke lange Zeit, einmal, musste der Kobold sie loslassen, wenn sein Arm erlahmte, und er schaute jeden Tag ins Gesicht seines Vaters, um festzustellen, ob der Augenblick gekommen war. Irgendwann erzählte ihm Farli von dem Schwertstreich, der ihn getroffen hatte, von dem Splitterstückchen, das stecken geblieben und nie wieder herausgekommen war. Der Kobold verwandelte sich in ein hartes, kaltes Körnchen Stahl, das Folke noch unheimlicher war. Wie ein wildes, giftiges Tier hatte ein Schwert es in seinen Vater hineingespuckt, und es würde dort bleiben bis er starb. Vielleicht würde es zum Vorschein kommen, wenn man seinen Leichnam verbrannte. Das einzige, was übrig blieb. Folke verscheuchte den Gedanken. Er war wie ein schlechtes Vorzeichen.

Farlis Besorgnis hatte sich deutlich in seiner verschlossenen Miene abgezeichnet, als er loszog. Er war kein großer Mann, aber er hatte breite Schultern und sein untersetzter Körper strotzte vor Kraft und vermittelte den Eindruck einer überwältigenden Masse. Folke dachte immer, er selbst sei ein unvollkommenes, abgestoßenes Teilstück seines Vater, das dieser verschmerzen konnte, weil noch so viel von ihm da war.

„Ein Fels und ein Steinchen”, sagte seine Mutter oft über Vater und Sohn, lachte und strich Folke über das immer wirre Haar. „Ein Steinchen mit einer Nase und Moos oben drauf. Mehr ist von dir nicht zu sehen.”

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Blutschwertzeit»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Blutschwertzeit» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Blutschwertzeit»

Обсуждение, отзывы о книге «Blutschwertzeit» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x