Sabrina Schmid - Das Kreuz im Apfel

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Wien in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Das Gebär- und Findelhaus soll die hohe Mordrate an unerwünschten Neugeborenen senken. Ein Assistenzarzt sucht verzweifelt nach der Ursache des tödlichen Kindbettfiebers. Die Studenten erheben die Waffen und kämpfen gegen die absolutistische Unterdrückung. Eine Baronin gründet den ersten demokratischen Frauenverein und schafft sich damit mächtige Feinde.
Dieses Umfeld bildet den historischen Hintergrund für die Geschichte von Katharina, eine bildungshungrige und mutige Frau, die die Liebe an einen Scheideweg bringt.

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Katharina war darauf bedacht, den Ort ihres Kennenlernens nicht zu erwähnen. Eine Gefängnisbekanntschaft wurde nach ihrer Erfahrung nicht besonders hoch geschätzt.

Die Sperlbäuerin erklärte sich widerwillig bereit. Das Kind würde in einem halben Jahr das vierzehnte Lebensjahr erreichen. Schon des Öfteren hatte sie über die Zukunft des Mädchens mit dem Bauern gesprochen. Johanna hatte ihrem Mann vorgeschlagen, Katharina als Magd bei ihnen zu behalten. Sie war eine fleißige Hand und kam gut mit den Kindern zurecht. Der Bauer lehnte ihren Vorschlag mit der Begründung ab, er habe keine Verwendung für eine weitere Magd. Dass sie selbst vielleicht eine helfende Hand bei der wachsenden Kinderschar benötigte, daran dachte er nicht. Johanna war sich nicht sicher, ob sie den Bauern noch überreden konnte, Katharina in Stellung zu nehmen. Ihr wäre jedenfalls leid.

Sie konnten einen Teil des Weges auf einem Wagen mitfahren, was es nicht weniger beschwerlich machte. Häufig mussten sie von dem Gespann absteigen. Katharina zog am Zügel, während der Fuhrmann von hinten anschob. Immer wieder blickte er auf die stöhnende Maria. Man sah ihm an, dass er inständig betete, sie möge sich mit der Niederkunft Zeit lassen. Durchgefroren erreichten sie das Allgemeine Krankenhaus.

Nachdem der Pförtner die ärmliche Erscheinung der Frau und des Mädchens erfasst hatte, erklärte er ihnen den Weg durch die zahlreichen Höfe zum Haupteingang der Gebärklinik im östlichsten Trakt des Areals. Es war augenscheinlich, dass sich diese Schwangere den Zutritt durch das Schwangerentor nicht leisten konnte, welches von außen in das Gebärhaus führte und in einem versteckten Winkel der Rotenhaus Gasse lag. Den tausenden Frauen, die jährlich die Gratisabteilung des Allgemeinen Krankenhauses in Anspruch nahmen, standen nur etwa hundert Frauen in der Zahlklasse gegenüber.

»Welcher Hof war es?«, stöhnte Maria.

»Einfach den roten Laternen nach. Es ist bestimmt nicht mehr weit«, ermunterte Katharina die keuchende Schwangere neben sich.

Unter einiger Mühsal zog sie Maria die letzten Stufen zum Eingang der Gebärabteilung hinauf. Unschlüssig blieben sie für einen Moment stehen. Klopfen oder einfach hineingehen? Ihre Frage erübrigte sich in dem Augenblick, als sich das Tor öffnete und ihnen die Aufseherin entgegenblickte.

»Bist du über die Aufnahmebedingungen unterrichtet?«

Maria öffnete den Mund, blieb aber stumm. In gebotener Eile eröffnete die Aufseherin ihren Redeschwall.

»Grundsätzlich sind Schwangere dazu angehalten, verschiedene Arbeiten im Haus zu verrichten. Außerdem wird erwartet, dass sie sich für den geburtshilflichen Unterricht für die Ausbildung von Hebammen und Geburtshelfern zu Verfügung stellen. Für die unentgeltliche Aufnahme des Kindes verpflichten sie sich außerdem, bei Bedarf einen viermonatigen Ammendienst im Findelhaus zu leisten. Verstanden? Dann wollen wir mal.« Mit diesen Worten schickte sich die Frau an, den Weg in den Saal der Gratisklasse anzutreten. Katharina wollte den beiden Frauen folgen, wurde aber schnell von ihrem Vorhaben abgehalten. Katharina merkte, dass Widerspruch sinnlos war. Sie drückte Maria die Hand und versprach ihr, sie zu besuchen. Zu einer Pflegerin gewandt sagte die Aufseherin: »Die zweite Abteilung ist voll. Bring sie in die erste.«

Es war mittlerweile Nachmittag geworden und Katharina war hungrig. Das Brot, das ihr die Bäuerin mitgegeben hatte, musste sie wohl oder übel im Gehen essen. In drei Stunden wäre es stockdunkel und sie hatte noch keinen Schlafplatz.

8

Spittelberg

Misstrauisch wurde Katharina von der Frau beäugt, die sich mit ihrer rußigen Hand am Türrahmen abstützte.

»Was willst du?«

»Guten Abend, mein Name ist Katharina. Ich möchte bitte zu Mila, ähm, Milleta.«

»Ach, möchtest du das? Wie nett«, sagte sie mit gesüßter Stimme und keifte gleich darauf: »Verschwinde!«

Bevor die unfreundliche Gestalt ihr die Tür vor der Nase zuschlagen konnte, schob Katharina ihren Fuß zwischen Tür und Rahmen. Erstaunt über die Frechheit der Kleinen, baute sie sich erneut im Eingang auf.

»Mila ist eine Freundin und …«

»Willst mich verarschen?« unterbrach sie die Frau.

»Ich muss sie dringend sprechen«, vervollständigte Katharina unsicher ihren Satz.

»Sie ist nicht hier. Ist bei der Arbeit.«

»Ich habe sie vor drei Jahren im Gefängnis kennengelernt und sie hat mir diesen Zettel mit ihrer Adresse gegeben und gemeint, ich kann mich an sie wenden, wenn ich Hilfe brauche.«

»Ist ja interessant.« Nun war sie wirklich interessiert, was das Gör mit Mila zu schaffen hatte. »Hätte ich dir nicht zugetraut, so pippifein wie du daherredest«, spöttelte die Frau. »Ich hoffe, du sitzt nicht schon wieder mit halbem Arsch im Gefängnis und willst dich verstecken. Probleme haben wir hier genug, das kannst mir glauben.«

»Ich habe nichts angestellt, weder heute noch damals. Ich habe jemanden ins Gebärhaus begleitet und suche einen Schlafplatz. Ich dachte …«

Die Frau, die bis dahin unbeweglich im Türrahmen ausgeharrt hatte, trat einen Schritt zurück.

»Mila würde mir meinen knochigen Arsch aufreißen, wenn ich ihre Gefängniskameradin in der Gosse liegen lassen würde.« Erleichtert betrat Katharina das heruntergekommene Gebäude. «Wir müssen rauf ins Dachgeschoss. Du kannst heute Nacht auf Milas Plätzchen schlafen. Sie arbeitet sowieso bis zum Morgen«, erklärte sie um einiges mitteilsamer.

»Danke, recht freundlich. Ich werde Ihnen nicht zur Last fallen«, beeilte sich Katharina zu sagen.

»Um sicherzugehen, kannst du dich nützlich machen.« Die Frau hielt inne. »Aber davor: Ich bin die Josephine, Sepherl tut’s. Den Namen, unter dem ich bei den Kunden bekannt bin, lassen wir lieber mal«, dabei grinste sie und entblößte zu Katharinas Überraschung makellos gerade Zähne. »Eigentlich hast du richtig Glück. Hätte ich nicht meine G’schicht, wär’ ich auch am Schuften.« Sepherl reichte Katharina Streichhölzer und trug ihr auf, den kleinen provisorischen Ofen in der Ecke zu beheizen. In wenigen Sekunden brachte Katharina eine stete Flamme zum Züngeln. Mit gebührendem Respekt nickte Sepherl ihr zu. Wirklich Wärme spendete der Ofen zwar nicht, aber immerhin konnten sie damit Wasser für einen wässrigen Malzkaffee erwärmen. Katharina holte das restliche Brot aus ihrem Umhängebeutel und teilte es mit Sepherl, die versonnen an ihrem schmutzbraunen Gebräu schlürfte.

»Erzähl mir was von dir. Ich kann nicht neben dir schlafen und so wenig über dich wissen. Da weiß ich ja mehr über meine Kunden.«

»Es geht dir auf dem Sperlhof nicht schlecht«, schloss Sepherl Katharinas Bericht ihrer dreizehnjährigen Lebenserfahrung. »Stell ich mir schön vor, auf einem Hof. Zumindest immer was zu beißen.«

»Der Bauer hat keine Verwendung für mich«, warf Katharina ein. »Bei einem anderen Bauern will ich nicht in Stellung gehen. Eigentlich will ich überhaupt nicht als Magd in Stellung gehen.«

»Kannst in eine Fabrik. Rate ich dir aber nicht. Hab ich versucht, du weißt schon, sozusagen um einer ehrenhaften Arbeit nachzugehen. Die saugen dich dort mehr aus als ein Freier.«

»Ich will frei und nicht mehr der Gnade oder Ungnade anderer ausgeliefert sein!«, rief Katharina.

»Frei?«

»So wie ihr! Ich brauche nicht viel. Eine kleine Dachkammer wie diese würde mir reichen. Ihr könnt gehen, wann ihr wollt und …«

»… und jeder kann uns vögeln, wenn er genug Geld hat.«

Katharina blickte die Frau fragend an.

»Du hast keine Ahnung, welchem Gewerbe Mila und ich nachgehen, richtig? Wir sind alles andere als frei«, dabei spie sie das letzte Wort förmlich aus. »Wir sind die niedrigsten Mägde der Männer. Wir sind die Untersten der Gesellschaft, wir sind frei zu sterben, und kein Hahn würde danach krähen.«

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