Sabrina Schmid - Das Kreuz im Apfel

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Wien in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Das Gebär- und Findelhaus soll die hohe Mordrate an unerwünschten Neugeborenen senken. Ein Assistenzarzt sucht verzweifelt nach der Ursache des tödlichen Kindbettfiebers. Die Studenten erheben die Waffen und kämpfen gegen die absolutistische Unterdrückung. Eine Baronin gründet den ersten demokratischen Frauenverein und schafft sich damit mächtige Feinde.
Dieses Umfeld bildet den historischen Hintergrund für die Geschichte von Katharina, eine bildungshungrige und mutige Frau, die die Liebe an einen Scheideweg bringt.

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»Und warum schaut ihr so verschreckt?«

»Mama aua.«

»Ja, Karl. Frauen müssen unter Schmerzen Kinder gebären. Dies wurde ihnen durch die Sünde Evas auferlegt.« Der Vierjährige blickte den Pfarrer verständnislos an und versteckte sein Gesicht hinter Katharinas Schürze.

»Was für eine Sünde hat Eva begangen?«, fragte Katharina. Der Pfarrer freute sich über die Wissbegierde des Mädchens und schickte sich sogleich an, von den Verfehlungen Evas zu erzählen.

»Und Gott straft die Frauen mit dem Tod?«

»Gott ist gerecht, aber nicht grausam. Er straft sie mit Schmerzen bei der Geburt«, bemühte sich Johann Lutner, dem unwissenden Mädchen das Wort Gottes näherzubringen.

»Meine Mutter ließ er zuerst leiden und dann sterben«, entgegnete sie tonlos.

Der Pfarrer öffnete den Mund, um Katharina zu berichtigen, aber ihm fielen die richtigen Worte nicht so recht ein.

Das wachsende Unbehagen des Pfarrers wurde durch das Eintreffen der Hebamme vertrieben.

»Gott zum Gruß, Büttin. Viel zu tun in diesem Jahr, nicht wahr?«

»Keine Zeit«, rief Maria Bütt, die etwa fünfzigjährige Hebamme, als sie mit gerafftem Rock an dem Pfarrer und den Kindern vorbeieilte.

Nach wenigen Minuten erschien der Sperlbauer vor dem Haus und wischte sich die Schweißperlen von der Stirn. Man hätte meinen können, er hätte die Schmerzen ertragen müssen.

»Was stehst so blöd herum? An die Arbeit mit dir!«, fuhr er den Knecht an, der wahrscheinlich mehr Grund hatte, erschöpft zu sein als der Bauer und eine kleine Verschnaufpause nötig gehabt hätte. Als er den Pfarrer erblickte, stammelte er: »Herr Pfarrer! Sie hier?« Der Pfarrer suchte seine Schäfchen nur in kirchlichen Angelegenheiten auf. Die alten Ottakringer nahmen es ihm übel, dass er sich nicht wie sein Vorgänger der Gemeinde anschloss und in den Familien verkehrte. Die Bewohner des neuen Ortsteils waren meist die Nachsichtigeren, obwohl auch diese die Seelsorgequalitäten eines Pfarrers in der Häufigkeit seines Wirtshausbesuches maßen. Demnach war er ein miserabler Seelsorger, denn die Schenken besuchte er nie. Der Konsum von Alkohol verschlimmerte seine Gicht nur. Am meisten trug zur Verschlechterung der Beziehung der ewige Streit um den Hausgulden bei, auf welchen er nicht verzichten konnte, ohne sein Einkommen empfindlich zu schmälern. Die Eigentümer der neuen Häuser hielten sich anfangs dazu gar nicht verpflichtet. Die Rückstände waren immer größer geworden, bis er eine Beschwerdeeingabe bei der Landesregierung machte. Diese verfügte, dass der zu entrichtende Betrag aus der Gemeindekasse zu erfolgen hatte. Die Gemeinde nutzte diese Gelegenheit, ihn bei der Bevölkerung noch unbeliebter zu machen.

»Ich wollte nur kurz nach dem Pflegling Ausschau halten«, dabei deutete er auf Katharina. »Es trifft sich zufällig, dass ich zeitgleich zur Niederkunft komme.« Sichtlich beruhigt entspannte sich der Bauer. »Wie geht es deinem Weib?«, erkundigte sich Johann Lutner.

»Bei den anderen Kindern hat sie nie so geschrien.«

»Das ist schön zu hören!«, freute sich Pfarrer Lutner und schenkte allen Anwesenden ein aufmunterndes Lächeln.

»Ich brauche Hilfe«, unterbrach sie die Büttin. Der Bauer und der Pfarrer blickten sich an. »Ist keine Magd da, die zulangen könnte?«

Der nächste Schrei der Sperlbäuerin durchbohrte die dunstige Mittagsluft.

»Beide Mägde sind auf dem Feld«, stotterte der Bauer.

»Was ist mit dir?«, sagte die Hebamme mehr auffordernd als fragend. Panik ergriff von Katharina Besitz. »Die Bäuerin braucht ein wenig Unterstützung. Komm, bist fast kein Kind mehr.«

Der Pfarrer nahm Katharina die einjährige Johanna ab und tätschelte ihr aufmunternd den Kopf. »Es wird alles gutgehen, du wirst sehen. Die Sperlbäuerin ist ein gutes Weib. Gott wird ihr beistehen.«

»Meine Mutter war eine gute Frau. Gott hat ihr trotzdem nicht beigestanden. Stattdessen hat er ihr den Teufel ins Bett geschickt und später den Tod.« Katharina folgte der Büttin ins Haus. Karl Sperl blickte den Pfarrer fragend an, erhielt aber keine Erklärung für Katharinas gotteslästerliche Aussage.

Am darauffolgenden Sonntag nach der Messe besuchte Katharina zum ersten Mal das Grab ihrer Mutter. Der Pfarrer hatte sie dazu ermutigt. Er meinte, die Mutter freute sich sicher darüber und ihr selbst täte es vielleicht ebenfalls gut. Büschel von Unkraut wuchsen auf dem Grab, die Katharina sorgfältig auszupfte und stattdessen einige Wiesenblumen drauflegte. Nachdem sie damit fertig war, blieb sie unschlüssig knien. Was machte man an einem Grab? Ein Gebet sprechen. Sie suchte in ihrem Gedächtnis nach etwas Passendem. Es wollte ihr kein Psalm einfallen. So entschied sich Katharina, ihrer Mutter die Geschichte von der verärgerten Karotte und dem dicken Erdapfel zu erzählen.

»Die Sperlbäuerin hat auch einen Gemüsegarten. Ich arbeite dort oft mit den Kindern. Ich erzähle ihnen dann immer deine Geschichte von der Karotte. Johanna versteht es noch nicht, aber Karl lacht, genau wie ich. Und der Franzl lacht, weil wir so lachen«, nachdenklich hielt Katharina in ihrer Erzählung inne. »Die Sperlbäuerin hat letzte Woche noch zwei Kinder bekommen. Ich wusste, dass es zwei sind. Zwei Buben. Das wusste ich freilich nicht im Vorhinein. Wolfgang und Georg. Wolfgang ist der ältere, um fünf Minuten. Die Büttin - das ist die Hebamme - hat an seinem Handgelenk ein kleines Bändchen befestigt, um die beiden nicht zu verwechseln. Nachdem wir die beiden Buben gesäubert haben, habe ich darauf gewartet, dass die Bäuerin die Augen schließt und für immer einschläft. Wie du. Du bist einfach eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. So kam es nicht. Am nächsten Tag stand die Bäuerin auf und kommandierte gleich wieder alle herum. Ich glaube, dass sie mir ein bisschen freundlicher zugetan ist, weil ich ihr während der Schmerzen die Hand gehalten und ihr gesagt habe, dass Gott in seiner Weisheit sehr nachtragend sein muss, wenn alle Frauen wegen Evas Sünden solche Schmerzen ertragen müssen. Da hat sie gelacht und schon ist das erste Kind hinausgeflutscht. Der Pfarrer hat mir heute gesagt, dass ich im Herbst in die Schule gehen darf. Darüber freue ich mich am meisten.«

6

Juni 1841

Auf den ersten Blick war die Schwangerschaft nicht sichtbar, aber Katharina verstand die verräterische Wölbung des Bauches, wenn sich Maria das Nachtgewand überstreifte. Sie sagte nichts dazu. Anders Margarethe, die sie ohne Umschweife danach fragte, wie lange ihr das Geblüt schon ausgeblieben sei. Zuerst leugnete Maria heftig, meinte, alles sei wie immer. Erst als ihr Margarethe eine Ohrfeige versetzte, schien sie sich ihrer Lage bewusst zu werden.

»Vielleicht geht es noch weg«, hoffte Maria. »Ich habe gehört, es gibt bestimmte Sude, die Krämpfe verursachen. Weißt du darüber Bescheid?«

»Gehört habe ich davon. Was du genau einnehmen musst, weiß ich nicht. Könntest die Büttin fragen, die kennt sich damit sicher aus«, beratschlagte Margarethe sie.

»Das lässt sie mich sicher etwas kosten.« Über Gespartes verfügte sie nicht. Wovon sollte man bei dem geringen Lohn etwas sparen? Keiner von ihnen besaß mehr als eine Garnitur Unterwäsche. Im Sommer ging man eben ohne, wenn man keine Lust hatte, sie zu waschen. In der kalten Jahreszeit mussten sie die Leibwäsche abends waschen, damit sie morgens etwas zum Anziehen hatten.

»Geh zum Wengler und bitte ihn darum. Auf dich draufhüpfen wollte er auch.«

Maria schwieg.

»Überlege nicht blöd hin und her. Wenn du das Kind erst spürst, hast du dich vor dem Herrn nicht nur der Unzucht schuldig gemacht, sondern des Kindsmordes.«

»Kindsmord? Aber …«

»Das Kind lebt, wenn du es spürst, oder etwa nicht?« Margarethe verlor langsam die Geduld mit der dummen Gans. Sie löschte das Licht und schlüpfte unter die Decke. Erst gestern hatten sie die Strohsäcke in die Scheune getragen und das alte Stroh gegen frisches getauscht. Dies war die insgeheime Belohnung für die mühselige Getreideernte.

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