Sabrina Schmid - Das Kreuz im Apfel

Здесь есть возможность читать онлайн «Sabrina Schmid - Das Kreuz im Apfel» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Das Kreuz im Apfel: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das Kreuz im Apfel»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Wien in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Das Gebär- und Findelhaus soll die hohe Mordrate an unerwünschten Neugeborenen senken. Ein Assistenzarzt sucht verzweifelt nach der Ursache des tödlichen Kindbettfiebers. Die Studenten erheben die Waffen und kämpfen gegen die absolutistische Unterdrückung. Eine Baronin gründet den ersten demokratischen Frauenverein und schafft sich damit mächtige Feinde.
Dieses Umfeld bildet den historischen Hintergrund für die Geschichte von Katharina, eine bildungshungrige und mutige Frau, die die Liebe an einen Scheideweg bringt.

Das Kreuz im Apfel — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das Kreuz im Apfel», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

»Wir versuchen es in zwei Tagen«, lenkte Mila sachlich ein. »Wenn wir dann nichts erreicht haben, musst du alleine zurück nach Ottakring. Du kannst nicht ewig vom Bauern wegbleiben. Die machen sich bestimmt Sorgen um dich.«

Ignaz Semmelweis las sich das von ihm angefertigte Protokoll durch.

Der erste Tag des Wochenbettes verlief ohne wesentliche Besonderheiten. Nachts jedoch klagte die Patientin, wie sie der Nachtpflegerin mitgeteilt hatte, über Bauchschmerzen. Am darauffolgenden Morgen kam leichtes Fieber hinzu. Im Laufe des Tages zeigte sich der Bauch aufgebläht und war empfindsam gegen die leichteste Berührung. Am vierten Tag verfiel die Wöchnerin in ein heftiges Delirium, die Haut war mit klebrigem Schweiß bedeckt und glühte förmlich, aus den Augen sprach das Fieber, Respiration war erschwert.

Angeordnet wurden Aderlässe und Brechmittel. Die Gabe von Opium zur Schmerzlinderung schaffte nur kurzzeitige Erleichterung. Am Morgen des sechsten Tages, dem 15. November 1841, verstarb die Wöchnerin.

Ignaz legte den abschließenden Untersuchungsbericht auf die bereits verfassten Protokolle. Er war mit seiner Genauigkeit und seinen Formulierungen zufrieden und konnte sie guten Gewissens dem Professor zur Beurteilung übergeben. Heute standen keine universitären Verpflichtungen mehr an. Was könnte er mit dem restlichen Tag noch anfangen? Sein Freund hatte keine Zeit, das wusste er. Dieser war im Lehrplan ein Jahr voraus und hatte einen anderen Stundenplan. Seiner Bekanntschaft verdankte er gewissermaßen die Entscheidung für ein Studium der Medizin.

Eigentlich war er mit 19 Jahren für das Rechtsstudium nach Wien gekommen. Sein Vater hatte für ihn das Leben eines Militäranwaltes vorgesehen. Nachdem er den befreundeten Medizinstudenten in eine Anatomievorlesung begleitet hatte, war seine Entscheidung klar. Der Vortrag von Professor Josef Berres hatte ihn dazu gebracht, sich neu zu orientieren. Im darauffolgenden Herbst ließ er die Rechte sausen und schrieb sich für Medizin ein.

Sein Freund war vermutlich unterwegs zu seiner Vorlesung von Carl von Rokitansky. Er bewunderte Rokitansky, obwohl er momentan nur die Stellung eines außerordentlichen Professors bekleidete.

Vielleicht könnte er Mila einen Besuch abstatten. Er wusste von einer Wärterin, dass das seltsame Mädchen am Tag vor dem Tod seiner Patientin, hartnäckig auf Einlass bestanden hatte. Die Aufseherin war an diesem Tag mildtätig gelaunt und ließ sie ein. Das Delirium war zu weit vorgeschritten, als dass die Todgeweihte ihren Besuch noch wahrnehmen hätte können.

»Unser zufälliges Zusammentreffen vor dem Gebärhaus hat Sie offenbar daran erinnert, dass Sie mich schändlich vernachlässigen«, beklagte sich Mila bei Ignaz.

»Die Verpflichtungen, die Verpflichtungen …«, rechtfertigte er sich. Er erkannte einen Scherz meistens nicht.

»Recht so, aus Ihnen soll etwas werden«, lobte Mila ihn. »Ich hoffe, Sie vergessen mich dann nicht ganz.« Sie mochte ihn, er war ein angenehmer Kunde aus gutem Hause. Seinem Vater, einem angesehenen Geschäftsmann, gehörte ein riesiges Gemischtwarengeschäft im ungarischen Tabán. Soweit sie sich erinnern konnte, irgendetwas mit einem Elefanten. Dort konnte man, laut Ignaz’ Aussage, so gut wie alles erstehen. Er erzählte ihr häufig von seiner Familie, die er in einsamen Momenten vermisste. Seine Mutter hatte zehn Kinder zur Welt gebracht, das letzte tot. Die beiden jüngsten Kinder, zwei Mädchen, kamen nicht über das Kleinkindalter hinaus. Ignaz war der Fünftgeborene. Alle sechs Söhne wurden auf das erzbischöfliche Gymnasium geschickt. Ein älterer Bruder ergriff das Amt des Priesters, einer wurde Beamter und der älteste trat in die Fußstapfen des Vaters. Seine einzige lebende Schwester heiratete vor ein paar Jahren einen Bekannten der Familie, einen Apotheker. Was er ihr über die beiden jüngeren Brüder erzählt hatte, daran konnte sie sich nicht mehr erinnern. Dem geschäftlichen Erfolg des Vaters war es zu verdanken, dass Ignaz sich hin und wieder das Vergnügen leisten konnte, ihr einen Besuch abzustatten.

»Sollte ich die Medizin revolutionieren und Geschichte schreiben, Sie werde ich ganz bestimmt nicht vergessen!«, schmeichelte er ihr.

»Weniger tote Frauen in den Gebärkliniken wären erstrebenswert.«

»Die Geburtshilfe ist nicht gerade ein angesehenes Fachgebiet. Dort für Furore zu sorgen, wird ein Schweres.«

»Lässt Sie der Tod Ihrer letzten Patientin so kalt, dass Ihnen nur Ihr künftiges Ansehen in den Sinn kommt?«

»Es tut mir leid, ich vergaß Ihre indirekte Verbindung zu der Verstorbenen.« Das mochte sie auch an ihm; alles was er sagte, meinte er aufrichtig.

»Sie ist nur eine von vielen, die jährlich den Tod im Kindbett finden.«

»Wie hat das Mädchen den Tod der Frau aufgenommen?«, hakte er nach.

»Sie hat sich auf den Weg zurück zu ihren Dienstleuten gemacht und ich hoffe, sie bleibt dort. Der Tod dieser Frau hat zumindest etwas Gutes. Ihr Dienstherr braucht einen Ersatz und Katharina kann dieser Ersatz sein. Wenn sie nur will.« Nachdenklich blickte Mila durch den Raum. »Woran sterben all diese Frauen?«

»Man weiß es nicht, allgemein ist die Rede von zeitweisen Epidemien, von Miasmen, die über den Gebärenden schweben, Verunreinigung des Inneren. Die Erklärungsversuche sind mannigfaltig und sehr vage.«

»Es wäre jedenfalls ein Verdienst an der Menschheit, dem Ursprung dieses Massensterbens auf den Grund zu gehen«, warf Mila ein. Sein betrübter Gesichtsausdruck erregte ihr Mitleid.

»Genug der Worte, Herr Doktor, schreiten Sie zur Tat!« Dabei spreizte sie einladend ihre Beine, bereit, ihn in sich aufzunehmen.

10

»Dem Herrn sei Dank!«, rief Johanna Sperl am Freitagabend aus, als Katharina durch die Tür trat. »Wo hast dich so lange herumgetrieben?« Die Bäuerin war von der Eckbank aufgesprungen, auf der sie mit Margarethe gesessen hatte. Die beiden Frauen waren alleine in der gut geheizten Stube. Die Kinder schliefen zu dieser Stunde bereits. »Der Pfarrer hat mir die Hölle heiß gemacht, als ich ihm gestehen musste, dass ich dir die Erlaubnis erteilt habe, Maria zu begleiten.« Johanna und Margarethe blickten Katharina in Erwartung einer altklugen Rechtfertigung an.

»Was ist mit dir, Kind? Ist dir nicht gut?», fragte die Bäuerin.

»Die Maria ist tot.«

Einige Sekunden sagte keine von ihnen etwas. Die Bäuerin fasste sich als Erste und forderte Katharina auf, sich hinzusetzen. Danach befahl sie Margarethe, ein Nachtmahl und ein Häferl warmer Milch herzurichten. Erst nachdem das Mädchen das dargereichte Essen hinuntergeschlungen hatte, drang die Bäuerin in sie.

»Meinen Besuch hat sie nicht mehr mitbekommen«, sagte Katharina leise.

»Ihre Dummheit mit dem Tod zu strafen, ist wahrhaftig ein harter Donnerschlag Gottes«, klagte die Bäuerin und bekreuzigte sich zum fünften Male.

»Mit Gott hat das nichts zu tun«, widersprach Katharina.

»Der Tod ist Gottes Wille«, wiederholte Johanna die vertrauten Worte des Pfarrers.

»Maria ist gestorben, weil sie in die erste Abteilung gebracht wurde.«

Normalerweise hätte die Bäuerin Katharina für solch eine blasphemische Äußerung gescholten, heute sah sie es dem Mädchen nach.

»Arme, dumme Maria. Gott hab sie selig«, betete Johanna zum Herrgottswinkel. »Wir werden Ersatz für sie brauchen.«

Katharina fixierte die glänzende Milchhaut.

»Du bist wohlbehalten zurück!«, stellte Pfarrer Lutner nach der Sonntagsmesse erleichtert fest. »Was machst du für Sachen, mein Kind? Genug, dich trifft nur die halbe Schuld. Ich habe der Sperlbäuerin die Leviten gelesen. Da ist das resolute Weib ganz klein geworden.« Der Pfarrer schmunzelte. »Komm, heute lesen wir aus dem Evangelium.« Mit diesen Worten schob er sie in das Pfarrhaus.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Das Kreuz im Apfel»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das Kreuz im Apfel» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Stefan Zweig - Das Kreuz
Stefan Zweig
Christa Schmid - Das Selbstwertgefühl
Christa Schmid
Helmut Gredofski - Das Kreuz mit dem Kreuz
Helmut Gredofski
Rüdiger Küttner-Kühn - Das Kreuz mit dem Kreuz
Rüdiger Küttner-Kühn
Nannerle La Soeur - Das Kreuz mit dem Kreuz
Nannerle La Soeur
Astrid Seehaus - Das Kreuz
Astrid Seehaus
Martin Lohmann - Das Kreuz mit dem C
Martin Lohmann
Отзывы о книге «Das Kreuz im Apfel»

Обсуждение, отзывы о книге «Das Kreuz im Apfel» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x