Wulf Köhn - Drachenkinder
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Noch gefährlicher schien aber der dolchartige Hakenschnabel zu sein, der am Oberkiefer saß. McCulloch bleckte den Rachen so dramatisch nach vorne, dass Koster und Bone vor Schreck zurückzuckten.
Wie gefährlich musste das Tier in seiner Umwelt gewesen sein! McCulloch ließ es zur Ruhe kommen, damit sie weitere Einzelheiten erkennen konnten. Oberhalb des Rachens saßen zwei Augen, die offensichtlich nach vorn und zur Seite sehen konnten. Dahinter fächerte sich ein Hautlappen auf, der bei Bedarf aufgestellt werden konnte, vermutlich um den Kopf größer erscheinen zu lassen. Vom Kopf bis zum Ende des Schwanzes zog sich eine Reihe von Höckern hin, die im Nacken am höchsten waren und zum Schwanz immer kleiner wurden.
Interessant waren auch die Stummelflügel am Schulteransatz, die zu klein zum Fliegen erschienen, aber trotzdem kräftig ausgebildet waren.
„Konnte der Drache fliegen?“, fragte Koster die beiden Experten.
„Das ist so ohne weiteres nicht zu sagen“, antwortete Bone nachdenklich.
„Das müsste noch durch andere Berechnungen ermittelt werden. Zunächst haben wir nur die Bewegungsmöglichkeiten auf einer ebenen Fläche dargestellt.
„Aber die Flügel sind viel zu klein zum Fliegen“, wandte McCulloch ein.
„Das haben die Wissenschaftler früher auch von der Hummel behauptet“, entgegnete Bone.
„Los, an die Arbeit! Bringen wir den Drachen zum Fliegen!“
Lächelnd wandte er sich dem fassungslosen Koster zu:
„Schließlich weiß jedes Kind, dass Drachen fliegen können.“
Er verließ das Labor, und McCulloch machte sich wieder an die Arbeit. Selbstverständlich waren auch alle Daten der Aerodynamik, des Auftriebs etc., im Zentralrechner gespeichert. Er musste sie nun mit dem Modell in Verbindung bringen.
Zunächst berechnete er das wahrscheinliche Gewicht des Drachen. Das ließ sich anhand der Muskelmasse leicht ermitteln. Die Simulation ergab jedoch keinerlei Hinweise über die inneren Organe des Tieres. Wie groß, wie schwer waren Lungen, Herz, Darm, Leber und was er sonst noch für Organe gehabt haben mochte.
Auf welche Weise pflanzte er sich fort? Legte er Eier oder trug er möglicherweise Nachwuchs in seinem Körper, der bei der Gewichtsberechnung auch noch eine Rolle spielte?
Das waren Fragen, die McCulloch nicht beantworten konnte. Er fügte einfach ein geschätztes Gewicht hinzu. Dann gab er die Werte der Luftdichte ein, die auf die Flächen der kurzen Flügel einwirkten und die Anziehungskraft.
Die ersten Simulationsversuche zeigten aber eindeutig, dass der Drache mit seinen Flügeln flattern konnte, soviel er wollte. Er hätte sich keinen Zentimeter vom Boden erhoben. Alles wies darauf hin, dass der Drache nicht fliegen konnte.
McCulloch wusste keinen Rat mehr. Die Nacht war schon fortgeschritten. Er stand auf, um sich eine Tasse Tee aufzubrühen. Genüsslich trank er ihn in kleinen Schlucken. Aus einem Blatt Papier faltete er geistesabwesend einen Flieger, wie er es schon als Kind getan hatte und gab ihm einen leichten Stoß. Der Papierflieger startete leicht nach oben, beschrieb eine elegante Kurve durch das Labor und stürzte dann ab.
Das war es! dass er daran nicht früher gedacht hatte! Der Flieger flog, ohne mit den Flügeln zu flattern. Jedes Flugzeug konnte dies, und er war nicht darauf gekommen.
Er setzte den Drachen auf eine simulierte Felsenklippe.
Koster war schon lange auf seinem Stuhl mit dem Kopf auf der Tischplatte eingeschlafen, als McCulloch sich schließlich räusperte.
„Professor, ich hab´s!“, rief er behutsam.
Koster hob den Kopf und war sofort hellwach. Fragend schaute er McCulloch an.
„Ich bin mir nicht sicher“, zögerte dieser.
„Aber wenn eine Hummel fliegt, kann es dieser Drache auch. – Vielleicht!“, fügte er hinzu. Dann erläuterte er seine Theorie.
„Eindeutig sind die Stummelflügel zu klein, um genügend Auftrieb zum Fliegen zu erzeugen. Sie sind aber groß genug für einen Gleitflug bei hoher Geschwindigkeit. Die Frage ist nun, ob es dem Drachen auf andere Weise gelungen ist, diese Geschwindigkeit zu erreichen.“
Koster lauschte interessiert, und McCulloch fuhr fort.
„Mir sind die leichten Lamellenknochen, wie man sie nur bei flugfähigen Lebewesen findet und die ungewöhnlich starken Muskeln des Schwanzes aufgefallen.“
Mit einigen Tastaturbefehlen entfernte er die Oberfläche und alle anderen Muskeln aus der Simulation, bis nur noch die Schwanzmuskeln übrigblieben.
„Die Muskulatur ist stärker ausgeprägt, als es zur Benutzung des Schwanzes auf der Erde erforderlich gewesen wäre.“
Er zeigte auf mehrere diagonal angeordnete Muskelstränge und erläuterte weiter.
„Diese Muskeln haben offensichtlich die Aufgabe, den Schwanz mit ungeheurer Wucht seitlich zu peitschen. Der dadurch entstehende Luftwiderstand könnte einen genügend hohen Auftrieb erzeugen, der in Verbindung mit den Stummelflügeln ausreicht, den Drachen fliegen zu lassen, ähnlich wie sich eine Kaulquappe im Wasser fortbewegt.“
Er tastete ein vorbereitetes Programm ein und ließ den Drachen davonfliegen.
Andächtig schauten beide auf den Bildschirm, auf dem sich der Drache mit weit ausgestreckten Flügeln durch die Luft schlängelte.
„Das ist ja fantastisch!“, entfuhr es Koster. McCulloch programmierte die Bewegungen mit dem Spaß eines Kindes, das sich in Computerspielen übt. Er ließ den Drachen landen und mit verschiedenen Techniken wieder starten. Sie lachten wie die Kinder, wenn sich der Drache mühte, hopsend und flügelschlagend in die Luft zu kommen und dabei auf den platten Bauch fiel.
Sie versuchten, ihn zweibeinig laufen zu lassen, was ebenfalls missglückte, da der schwere Schwanz dabei störte. Es gelang ihm nur, sich aufzurichten. Der Drache bewegte sich offensichtlich auf dem Boden vierbeinig vorwärts. Koster bewunderte das Muskelspiel, das sich plastisch unter der Haut zeigte. Noch immer war diese gelbbraun gefärbt.
„Welche Hautfarbe wird der Drache gehabt haben?“, fragte er für sich selbst. Inzwischen hatten sie wie selbstverständlich das Wesen als „Drachen“ eingestuft, obwohl diese bisher als reine Fantasiewesen gegolten hatten.
„Wir können jede Hautfarbe simulieren“, stellte McCulloch fest, öffnete eine Farbpalette in einer Ecke des Monitors und wählte ein kräftiges Grün. Sofort überzog sich die Oberfläche des Drachen mit dieser Farbe. Nun sah er noch mehr wie ein echter Drache aus.
„Wie wird die Oberflächenstruktur der Haut gewesen sein?“, fragte Koster weiter.
„Das ist nicht genau zu rekonstruieren“, überlegte McCulloch. Wir haben keinerlei Anhaltspunkte dafür. Wir können nur versuchen, die Umweltbedingungen vor 10 Millionen Jahren zu ermitteln, um daraus eine Hypothese aufzustellen. Doch das wäre reine Spekulation.
Gehen wir aber von ähnlich aussehenden Lebewesen der damaligen Zeit aus, dürfte die Haut hornartig geschuppt gewesen sein oder zumindest stark verhärtet, wie es zum Beispiel bei Krokodilen der Fall ist. Die Bewegungsmöglichkeiten des Skelettes lassen aber keine großflächigen Panzerplatten wie zum Beispiel bei der Schildkröte oder beim Gürteltier zu. Möglich wären starke Schuppen, die wie Schindeln auf der Oberfläche gelegen haben.
Er gab einen neuen Befehl ein und beobachtete das Ergebnis. Das Ungeheuer wurde noch plastischer und detaillierter.
„Donnerwetter!“, entfuhr es Koster. Inzwischen war der Drache für ihn mehr als nur ein Haufen Knochen.
Er lebte!
Mit seinen Zauberhänden hatte McCulloch ihn wahrhaftig zum Leben erweckt.
Koster ließ sich von McCulloch die Animationsbeispiele auf eine Videokassette überspielen, um sie auch anderorts auswerten und vorführen zu können. Das Skelett ließ er vorläufig bei Bone in London und versprach diesem, einige weitere Knochen zur Altersbestimmung zu schicken. McCulloch sagte zu – notfalls in seiner Freizeit – weitere virtuelle Experimente anzustellen. Auch ihn würde der Drache in Zukunft nicht mehr loslassen.
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