Wulf Köhn - Drachenkinder

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Der Schwerpunkt dieses fantastischen Romans liegt trotz der vielen Abenteuer in dem gefühlsbetonten Erleben des Helden, der alles andere als ein Held im klassischen Sinn ist. Immer stärker entstehen in ihm Zweifel an den Worten der Alten, und er will nicht mehr blindlings glauben, sondern den Sinn des Überlieferten verstehen.

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Sicherheitshalber informierte er sich vorher über die Situation oberhalb der Fels­wand. Er ließ sich Zeit, wanderte die Schlucht nach oben bis zum Hochplateau und ging dann bis zu den Höhlen zurück. Er genoss die Ruhe, die er dabei empfand. Sie gab ihm Gelegenheit, auf das Erreichte zurückzublicken. Dank Lewins Entdeckung hatten sie das Vorhandensein einer bisher unbekannten Tierart bewiesen, die vor etwa 10 Millionen Jahren lebte und von ihnen wegen der Ähnlichkeit mit den Fabelwesen des Mittelalters als „Drachen“ bezeichnet wurde.

Diese Entdeckung allein war schon die archäologische Sensation des Jahrhunderts und würde ihm viel Ruhm einbringen. Er durfte dabei natürlich nicht den Anteil Lewins schmälern.

Dank des hervorragenden Zustandes der Knochen war eine ungewöhnlich exakte Rekonstruktion und Computersimulation des Drachen möglich gewesen, was sich gegenüber der Presse bei der Veröffentlichung auszahlen würde. Das Münchner Insti­tut, dem er vorstand, würde wohl in Zukunft keine Geldsorgen mehr haben. Was aber noch mehr zählte, war die innere Befriedigung, die ihn jetzt noch stärker mit seiner Arbeit verband. Er fühlte sich durch und durch glücklich.

Der Felsen oberhalb der Felskante schien nicht weiter unsicher zu sein. Gemeinsam mit Lukas, der es vorgezogen hatte, auf einer Steckleiter nach oben zu klettern, unter­suchte er den Untergrund. Sie fanden aber keinerlei Risse, die auf eine weitere Abspal­tung hindeuteten.

Sie versetzten die Verankerung der Leiter so, dass sie über den neu entdeckten Höhleneingang zu liegen kam, und Koster nutzte den Rückweg, um einen ersten Blick in die Höhle zu werfen. Vorsichtig stieg er Sprosse für Sprosse ab.

Die Mittagssonne beleuchtete nur den Eingangsbereich der Höhle, die sehr dürftig erhellt wurde. Es schien sich kein Skelett darin zu befinden. Koster ging vorsichtig wei­ter und sah schnell, dass sie erheblich größer war als alle anderen bisher. Sie hatte die Ausmaße eines kleinen Saales. Ansonsten war sie leer.

Auf dem Boden entdeckte Koster jedoch mehrere braune Flecken, ähnlich dem, den er schon in der anderen Höhle gesehen hatte. Die von Lewin gesicherte Probe war noch nicht analysiert worden. Er ging zum Höhleneingang zurück und bat den unten stehenden Menzel, ihm eine Handlampe nach oben zu bringen. Mit zwei großen Akkulampen kam dieser nach oben. Nun konnten sie die Höhle bei Licht betrachten.

Die dunklen Flecken am Boden erregten aber nur kurzfristig ihr Interesse, bis das Licht auf die gegenüberliegende Wand fiel. Sprachlos starrten sie auf das, was sich ihnen dort darbot. Die ganze Wand war übersät mit Bildern in ungewöhnlicher Klarheit. Es waren nicht nur gemalte Bilder, wie man sie in anderen Höhlen, zum Beispiel in der Höhle von Las­caux, entdeckt hatte, sondern sie waren plastisch in die Wand gemeißelt.

Alle Bilder waren in Reihen angeordnet, als wären sie prähistorische Comics. Auf den ersten Blick war auch eine künstlerische Weiterentwicklung zu erkennen. Während die ersten Bilder oben links beginnend, noch als Strichzeichnungen ausgebildet waren, wurden sie von Reihe zu Reihe figürlicher und plastischer. Am verblüffendsten aber waren die Motive. Koster und Menzel sahen nicht nur eine Reihe von Drachen – womit auch die bisherige Arbeit bestätigt wurde – sondern auch aufrechtstehende Lebewesen in verschiedenen Situationen. Es schienen Menschen zu sein. Die Darstellungen zeigten sie beim Kampf mit Drachen, wie sie sich mit langen Lanzen und Schwertern verteidig­ten. Sie stellten aber auch die gefährlichen Ungeheuer dar, die mit aufgerissenen Rachen und spitzen Klauen auf sie eindrangen.

Auch weniger spektakuläre Bilder waren zu sehen, die einen guten Eindruck von dem täglichen Leben der Menschen widerspiegelten: Menschen, die am Feuer saßen als würden sie sich unterhalten, bei der Jagd auf rinderähnliche Tiere und sogar beim Schmieden von Metall. Ein Dorf mit mehreren Hütten war genauso abgebildet wie eine Reihe von Palisaden, die es schützten. Es waren Bilder von unglaublicher Klarheit und Ausdruckskraft.

Koster schnappte nach Luft. Sein Blick fiel wieder auf den Boden mit den dunklen Flecken. Was er dort sah, bestätigte die Bilder an der Wand.

Es waren Werkzeuge.

Sie waren zwar nicht mehr erhalten, weil der Rost sie völlig aufgelöst hatte, doch sie waren seit 10 Millionen Jahren nicht bewegt worden und hatten deutliche dunkel­braune Spuren auf dem Boden hinterlassen.

Er erkannte Messer und Speerspitzen und eine Vielzahl von Werkzeugen, die wahr­scheinlich Meißel gewesen waren. Selbst verschieden große Hämmer waren zu erken­nen – alle als zweidimensionale Abbildungen auf dem Boden. Am bemerkenswertesten aber war die Tatsache: Sie waren aus Eisen gewesen.

Koster stöhnte und Menzel wagte kaum zu atmen. Was sie hier entdeckt hatten, widersprach allen archäologischen Erkenntnissen. Bisher war man davon ausgegangen, dass sich die Vorfahren des Menschen vor etwa 5 Millionen Jahren herausbildeten. Darauf deuteten die spärlichen Funde des „Australopithecus“ hin. Dabei handelte es sich aber höchstens um eine Übergangsform vom Primaten zu einer aufrecht gehenden Form mit ersten Anzeichen der Werkzeugbenutzung durch aufgefundene Gegenstände.

Die sogenannte Eisenzeit des Neuzeitmenschen lag sogar nur etwa 2500 Jahre zurück.

In dieser Höhle lagen aber die Beweise für eine intelligente Rasse, die schon vor 10 Millionen Jahren Eisenwerkzeuge benutzte, Viehzucht betrieb und gegen Drachen kämpfte. Durch die Eisenherstellung war auch bewiesen, dass die Rasse das Feuer gezielt einsetzte.

Warum hatte der Mensch sich seit damals nicht weiterentwickelt. Nur eine große Katastrophe konnte die Ursache gewesen sein.

Oder war die Spezies von den Drachen ausgerottet worden?

Hatte sich die Angst vor den Drachen über Jahrmillionen im Unterbewusstsein der keimenden Menschheit verankert und in den Urängsten von Generation zu Generation weitervererbt, bis sie in den Fantasien des Mittelalters wieder zum Ausbruch kamen? Eine Menge Fragen türmten sich auf.

Koster betrachtete nachdenklich die Bildreihen an der Felswand und hatte den Ein­druck, der Künstler wollte der Nachwelt bewusst etwas mitteilen. Vielleicht lag dort die Antwort auf die vielen Fragen, die Kosters Kopf fast zu sprengen drohten.

Während sie noch standen, war es in der Höhle immer heller geworden, und die tiefstehende Sonne fiel durch den Höhleneingang direkt auf die Bilderwand. Nun wusste Koster, warum sich der Künstler gerade diese Wand ausgesucht hatte.

Am nächsten Morgen fuhr er persönlich nach Sevilla, besorgte die beste Flasche Portwein, die er bekommen konnte und besuchte seinen Freund Lewin, um ihn über die neue Entdeckung zu informieren.

Dann begann er mit den Vorbereitungen, die Höhle gut auszuleuchten und alle Zeichnungen zu fotografieren.

Es würde Monate, vielleicht sogar Jahre dauern, die eingemeißelte Geschichte in ihrer ganzen Bedeutung zu verstehen.

Vater und Sohn

Trent hoffte, dass ihm die Männer seines Dorfes entgegenkommen würden, um ihm den Rückweg zu erleichtern. Die Suche nach dem Heuler hatte er allein unternehmen müssen, da dieser den ersten Mann, den er sah und hörte, als seinen Vater erkennen würde. Trent wusste, dass der alte Kaan die Männer des Dorfes in den Morgenstunden informiert hatte, um einen Suchtrupp loszuschicken. Da sie jedoch keinerlei Signale empfangen konnten, mussten sie seiner Spur folgen.

Er wickelte den kleinen Körper in das mitgebrachte – inzwischen getrocknete – Fell. Die wohlige Wärme ließ ihn sofort einschlafen. Sorgfältig verstaute ihn Trent in dem weiten Beutel, den er sich umhängte, um dann langsam zurückzugehen. Er selbst genoss die Anwesenheit der Mutter, die ihm den Sohn geschenkt hatte und ihn nun wärmte und seinen Weg beleuchtete. Es war jedes Mal wie ein Wunder, wenn die Große Mutter einen neuen Sapi ablegte und dem Vater den Weg wies, ihn zu finden. Viele Männer hatte Trent im Laufe der Jahre mit ihren Söhnen heimkehren sehen, doch nun war er selbst Vater geworden.

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