Reiner Kotulla - Ausstand

Здесь есть возможность читать онлайн «Reiner Kotulla - Ausstand» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ausstand: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ausstand»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Jonas Bogner erbt ein Haus in der Wetzlarer Sandgasse. Endlich kann er seiner Leidenschaft, der Geschichte des Industriezeitalters, nachgehen. Doch immer wieder wandern seine Gedanken zu Vera Dauer zurück. Er will sie vergessen, versucht es mit räumlichem Abstand und fährt in die Toskana. Doch auch dorthin verfolgt sie ihn. Er lernt eine Frau gleichen Vornamens kennen. Auch sie ist auf der Flucht. Sie lädt ihn ein, und er folgt ihr in den Norden Sardiniens, wo sie in einer Ferienanlage eine neue Aufgabe gefunden hat.
Dort gibt es bald Probleme, die zu sozialen Spannungen führen, denen sich Jonas Bogner nicht entziehen kann. Er lernt Mascha Rudow kennen, eine scheinbar leichtlebige Studentin. Den Schriftsteller zieht es zurück nach Wetzlar, wo er die Arbeit an seiner Bergarbeitererzählung fortzusetzen gedenkt. Seinen Protagonisten, Alfred Karella, lässt er die erste große Liebe erleben, die Blütezeit der Eisenerzgrube «Amanda» bei Nauborn um das Jahr 1906 und deren Ende.
Schließlich kann Jonas Bogner in der Frühlingssonne Sardiniens, seine Arbeit an dem Bergarbeiterroman zu Ende führen. Elena, eine Kollegin, lässt ihn auf andere Gedanken kommen.

Ausstand — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ausstand», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Was er schreibt, wüsste ich schon gerne“, meinte Jennifer Haller. Sie war aufgestanden und an den Rand des Lichtkreises getreten, den die Vierzig-Watt-Birne verbreitete.

„Schau, wie das Meer das Mondlicht spiegelt“, sagte sie halblaut. Josef Wiegler verstand die Aufforderung, neben sie zu treten. Dieter Haller hatte sich schon verabschiedet, er sei müde, hatte er gemeint. Maria Wiegler war gegangen, Torben und Patrizia von der Disco abzuholen. Im Urlaub gaben sich die Eltern weniger streng. Da durften die Kinder länger unterwegs sein, zumal man wusste, wo sie sich aufhielten. Es gab nur den einen Ort, der für Jugendliche am Abend attraktiv war, wo man unter sich war. Offiziell wurde dort kein Alkohol ausgeschenkt.

Im Wissen, nicht viel Zeit zu haben, griff Josef Wiegler nach ihrer Hand, hielt sie, und fühlte ihr Einverständnis. Er zog sie aus dem Lichtkreis und nahm sie in seine Arme, spürte ihren warmen Körper unter dem dünnen Stoff. Jennifer umfing ihn, ließ ihre Hände auf seinem Hintern ruhen und schmiegte sich an ihn, spürte seine Erregung an ihrem Bauch. Jede Vorsicht außer Acht lassend, zerrte er an ihrem Kleid.

„Nicht jetzt, Josef, sie können jeden Moment zurückkommen. Es gibt ein Waschhaus, das noch nicht geöffnet ist, am selben Weg wie unseres, ein Stück bergan. Wer zuerst dort ist, wartet zehn Minuten.“

Und schon hörten sie die Stimmen der beiden Kinder. Gerade noch rechtzeitig konnten sich Jennifer und Josef in gehörigem Abstand an den Tisch setzen. Als Mutter und Kinder näherkamen, unterhielten sich Jennifer Haller und Josef Wiegler über die Qualität der Speisen im platzeigenen Restaurant. Nicht lange, dann verabschiedete sich Jennifer Haller. Sie sei müde, log sie.

Auf dem Gelände gab es mehrere Waschhäuser, mit Toiletten- und Duschkabinen, Handwaschbecken, Möglichkeiten für die kleine Wäsche und zum Geschirrspülen. Diese Einrichtungen wurden, um Reinigungspersonal einzusparen, je nach Platzbelegung geöffnet. Das Haus, das Jennifer Haller als Treffpunkt vorgeschlagen hatte, würde erst im August, dem italienischen Hauptreisemonat, in Betrieb genommen werden. Die Eingänge waren mit Planen zugehängt, die sich aber zur Seite schieben ließen.

Als ginge sie zum Zähneputzen ins Waschhaus, hatte sich Jennifer Haller lediglich einen Bademantel angezogen. Vor dem kleinen Waschhaus, das sie täglich benutzten, blieb sie kurz stehen, vergewisserte sich, dass niemand sie beobachtete. Sie betrat die Sanitäranlage, durchquerte sie, um sie auf der Rückseite wieder zu verlassen. Völlige Dunkelheit umfing sie, doch hatten sich ihre Augen bald daran gewöhnt. Sie kannte den Weg.

Als sie sich als Nachbarn bekannt gemacht hatten, wusste sie, dass sie ihn wollte, registrierte erfreut seine kurzen, begehrlichen Blicke. Später inszenierte sie eine Testsituation.

Als Josef Wiegler einmal vor dem Zelt saß und hinaus aufs Meer blickte, nahm sie eine Decke, lief hinunter zum Strand und legte sich zum Sonnen so, dass er zwischen ihre leicht geöffneten Schenkel schauen konnte. Er schaute nicht nur, er starrte. Nachträglich noch beglückwünschte sie sich zum Kauf des neuen roten Bikinis.

„Sehen Sie“, hatte die Verkäuferin gesagt, „hier die Doppelnaht, durch die ein Gummizug verläuft, das rüscht und betont die Poform – ein Hingucker, Sie werden sehen. Die Frau hatte recht behalten.

Sie wollte diesen Mann. Ihr Dieter war zu einem Reinfall auf der ganzen Linie geworden. Das waren ihre Worte gegenüber ihrer besten Freundin gewesen, der sie sich anvertraut hatte. Wenn sie hier am Strand einen Mann beobachtete, der ins Wasser rannte, sich mit einem Hechtsprung in die Fluten stürzte, um sich im Kraul- oder Delfinstil etwa zehn Meter durchs Wasser zu wühlen, dachte sie an Dieter. So war der im Bett.

Fünf Minuten etwa musste sie warten, bis sie ihn herankommen sah. Sie lief ihm entgegen und sie fielen sich in die Arme, küssten sich innig. Jennifer ergriff seine Hand, zog ihn zum Eingang, schob die Plane zur Seite, dass sie eintreten konnten. Weiter zerrte sie ihn hinter sich her, bis zu einer Duschkabine, öffnete die Tür, um sie sogleich hinter ihnen wieder zu schließen. Hier konnten sie sich sicher fühlen.

Kein Vorspiel. Jennifer wandte sich um, stützte sich mit beiden Armen an der gekachelten Wand ab und streckte ihm ihren Hintern entgegen.

Als sie später die Wohnwagentür öffnete, registrierte sie beruhigt Dieters Schnarchen.

Acht

„Worum geht es eigentlich in deiner Geschichte?“

Gegen elf, in der Annahme, dass sie bis dahin gefrühstückt hätten, spazierte er oberhalb der Bucht entlang. Sie saßen und lagen vor ihrem Zelt, die Wieglers und die Hallers. Maria Wiegler hatte ihn sofort ausgemacht, lud ihn lauthals zu einem Espresso ein.

Auf die Frage war er nicht vorbereitet. Natürlich war er in der Lage, den Inhalt seines Romanvorhabens zu benennen. Und selbstverständlich hatte er einen Plan, doch was im Einzelnen an Handlung passieren würde, musste sich noch ergeben. Was würde zum Beispiel aus der Bekanntschaft mit Vera Galina werden? Wie entwickelte sich die Affäre zwischen Josef Wiegler und Jennifer Haller? Wohin führten ihn seine historischen Studien und Recherchen? Viele offene Fragen. Das Einzige, was unwiderruflich feststand, war seine eigene Vergangenheit, war Vera. Würde er auf die Frage von Maria Wiegler so antworten, er war sich sicher, Unverständnis zu ernten.

Frau Wiegler goss aus der Diabolokanne ein wenig von dem schwarzen Gebräu in eine kleine Tasse, legte ein Tütchen mit braunem Zucker daneben, bat ihn sich zu bedienen. Während er den Zucker in den Kaffee rührte, entschloss er sich.

„Ich habe zwar einen groben Plan, doch vieles ist noch in der Schwebe.“ Er berichtete über den Bergbau im Lahntal des vergangenen Jahrhunderts, dass er eine Geschichte nacherfinden wolle, von der ein Freund berichtet hatte, eine Liebesgeschichte, wie sie sich auch damals zugetragen haben könnte.

Da hakte Maria Wiegler nach, wollte mehr wissen. Neben sich hatte sie einen Korb mit verschiedenen Garnen stehen, aus dem sich ein Faden zu ihren Händen erhob – sie häkelte, automatisch, ohne hinzusehen. Etwa zwei Meter von ihm entfernt, auf einem Tuch mit afrikanisch anmutenden Motiven lag, jetzt ihm zugewandt auf einer Hüfte, Jennifer Haller, heute mit einem gelben Bikini notdürftig bekleidet. Die beiden Männer saßen mit am Tisch, Josef Haller seiner Frau den Rücken zeigend. Wie unbeabsichtigt wendete sich Jonas Bogner so, dass er Jennifer und Josef im Blick hatte.

„Eines Abends saß ich mit dem besagten Freund an der Theke unseres Stammlokals in Wetzlar. Nach ein paar Gläsern Bier erzähle der mir seine Leidensgeschichte.

Vor Jahren hatte er eine Frau kennengelernt und sich sofort in sie verliebt. Sie wohl auch in ihn. Doch wie das so ist, wenn sich Menschen mittleren Alters treffen, sind sie schon gebunden. Die Frau war verheiratet, nicht unglücklich, wie sie ihm gestand. Und doch ließ sie sich auf meinen Freund ein, führte fortan ein Doppelleben, mit für beide tragischem Ausgang.

Mehr möchte ich nicht vorwegnehmen. Wenn Sie wollen, teile ich Ihnen mit, falls das Buch erscheint, was ja noch gar nicht sicher ist.“

Die Sitzhaltung der beiden Männer hatte sich, während er erzählte, nicht verändert. Anders die der Frauen. Maria Wiegler hatte ihr Häkelzeug in den Korb gelegt, sich ihm interessiert zugewandt. Jennifer Haller, die zuvor wie locker dahingeblättert lag, hatte sich aufgerichtet, wirkte jetzt auf ihn etwas angespannt.

Josef Wiegler, der anfangs immer dann, wenn Jennifer Haller ihre Liegehaltung auch nur um einen Deut verändert hatte, hingeschaut hatte, unterließ das, als Jonas Bogner auf die tragische Liebesgeschichte zu sprechen kam. Der hatte, während er sprach, so unauffällig wie möglich versucht, die beiden zu beobachten.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ausstand»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ausstand» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Reiner Kotulla - Dagebliebene
Reiner Kotulla
Reiner Kotulla - Aufruhr in Loynmitte
Reiner Kotulla
Reiner Kotulla - Carina
Reiner Kotulla
Reiner W. Netthöfel - Der Nobelpreis
Reiner W. Netthöfel
Reiner Kotulla - monique
Reiner Kotulla
Reiner Kotulla - Marijana
Reiner Kotulla
Reiner Kotulla - Morina
Reiner Kotulla
Reiner Kotulla - Michelle
Reiner Kotulla
Reiner Hänsch - Rotzverdammi!
Reiner Hänsch
Отзывы о книге «Ausstand»

Обсуждение, отзывы о книге «Ausstand» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x