Reiner Kotulla - Ausstand

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Jonas Bogner erbt ein Haus in der Wetzlarer Sandgasse. Endlich kann er seiner Leidenschaft, der Geschichte des Industriezeitalters, nachgehen. Doch immer wieder wandern seine Gedanken zu Vera Dauer zurück. Er will sie vergessen, versucht es mit räumlichem Abstand und fährt in die Toskana. Doch auch dorthin verfolgt sie ihn. Er lernt eine Frau gleichen Vornamens kennen. Auch sie ist auf der Flucht. Sie lädt ihn ein, und er folgt ihr in den Norden Sardiniens, wo sie in einer Ferienanlage eine neue Aufgabe gefunden hat.
Dort gibt es bald Probleme, die zu sozialen Spannungen führen, denen sich Jonas Bogner nicht entziehen kann. Er lernt Mascha Rudow kennen, eine scheinbar leichtlebige Studentin. Den Schriftsteller zieht es zurück nach Wetzlar, wo er die Arbeit an seiner Bergarbeitererzählung fortzusetzen gedenkt. Seinen Protagonisten, Alfred Karella, lässt er die erste große Liebe erleben, die Blütezeit der Eisenerzgrube «Amanda» bei Nauborn um das Jahr 1906 und deren Ende.
Schließlich kann Jonas Bogner in der Frühlingssonne Sardiniens, seine Arbeit an dem Bergarbeiterroman zu Ende führen. Elena, eine Kollegin, lässt ihn auf andere Gedanken kommen.

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Als er näher herankam, erkannte er vor dem Zelt, um einen Tisch sitzend, die Schweizer Familie wieder, die er auf der Fähre getroffen hatte.

Der Vater hatte ihn ebenfalls erkannt, winkte ihn sogleich heran. Jonas Bogner, nicht besonders an einem Gespräch interessiert, näherte sich zögernd, wurde aber mit großem Hallo begrüßt, so als träfen alte Freunde aufeinander.

„So ein Zufall“, meinte der Vater, klappte einen Stuhl auf und bat ihn, sich zu ihnen zu setzen. Die Mutter war aufgesprungen und im Zelt verschwunden, kehrte aber sogleich mit einer Tasse in der Hand zurück. Einen Kaffee würde er doch nicht ablehnen, meinte sie, zumal es nun an der Zeit sei, sich einander vorzustellen. Sie wartete seine Antwort erst gar nicht ab, fragte, ob er Milch und Zucker nähme.

Also fügte er sich, bedankte sich für die Einladung. Derweil übernahm der Vater die Vorstellung seiner Familie, indem er der Reihe nach auf die Personen zeigte: „Meine Frau, Maria Wiegler, meine Tochter Patrizia, mein Sohn Torben und ich Josef Wiegler.“

„Jonas Bogner“, nannte er schließlich auch seinen Namen.

Alle waren sie von dem Campingplatz begeistert, lobten das Wetter, den Strand und die netten Nachbarn. Am Abend würde man zusammen mit dem Paar von nebenan grillen, wozu er herzlich eingeladen sei, sagte Josef Wiegler.

Zuerst wollte Jonas Bogner höflich ablehnen, hätte schon etwas vor, als ihm in den Sinn kam, das Wissen über Campinggewohnheiten möglicherweise nutzen zu können.

„Kann ich etwas beisteuern?“, fragte er der Höflichkeit halber.

„Nein, natürlich nicht“, lehnte Maria Wiegler kategorisch ab, alles läge schon im Kühlschrank bereit. Gute Laune sei angebracht, lachte Josef Wiegler.

Man fragte ihn nach seiner Unterkunft und ob er damit zufrieden sei. Er bejahte und beschrieb ihnen sein Apartment, berichtete auch von seiner Bekanntschaft mit Vera Galina. Er wusste nicht, warum er das tat. Vielleicht auch, um zu zeigen, dass er nicht allein war und deshalb eingeladen werden musste.

„Dann bringen Sie Ihre Freundin doch einfach mit“, schlug Maria Wiegler sogleich vor.

Das ginge nicht, da sie Spätdienst hätte, meinte er, ohne es zu wissen.

„Na, vielleicht ein andermal“, meinte die Mutter.

Das ließ er offen, empfahl sich, nachdem er seinen Kaffee getrunken hatte, mit der Begründung, den Platzbereich zu Ende erkunden zu wollen.

„Dann bis später“, verabschiedete ihn Maria Wiegler und griff wieder nach ihrem Häkelzeug, das sie aus der Hand gelegt hatte, als er gekommen war.

Vom Hauptweg zweigte ein Trampelpfad ab, der durch das für die Gegend typische Macchiagestrüpp führte. Ihm folgend, gelangte er in eine kleine Bucht mit weißem Sand, die noch unbewohnt war. Er zog sich bis auf die Unterhose aus, legte sich in den warmen Sand, genoss die Sonne. Es wehte kein Lüftchen und er war deshalb bald so aufgeheizt, dass er sich des letzten Kleidungsstückes entledigte und vorsichtig, nach Seeigeln Ausschau haltend, ins Wasser stieg. Kalt empfand er es, schließlich war es erst Ende April. Er schwamm ein Stück, bis er aus der Bucht hinaus war. Jetzt hatte er einen freien Blick aufs Meer, das von ihm aus gesehen, einen grünlichen Ton angenommen hatte.

Wieder zurück, ließ er sich von der Sonne trocknen und zog sich an. Es war an der Zeit, die nötigen Einkäufe zu tätigen. Frau Wiegler hatte zwar einen Beitrag seinerseits abgelehnt, doch so ganz ohne etwas wollte er dort nicht erscheinen. Einen Vermentino di Gallura und einen Cannonau di Alghero, die wohl bekanntesten Weine Sardiniens, gedachte er mitzunehmen.

Es blieb ihm noch eine Stunde Zeit, die er nutzte, in der relativen Dunkelheit seines Zimmers zu ruhen. Was für ein Leben, ging es ihm durch den Kopf. Geldbesitz kann auch Unabhängigkeit fördern. War er auch weit davon entfernt, zum Müßiggänger zu werden, allein die Möglichkeit, darüber bestimmen zu können, wann er arbeiten wollte und wann nicht, bedeutete ein hohes Maß an Freiheit. Schließlich machte er sich auf den Weg.

Fünf

„Sie waren eingeladen, und sollten doch nichts mitbringen“, meinte Maria Wiegler und tat vorwurfsvoll, bemächtigte sich aber sofort der beiden Flaschen und deponierte sie im Zeltinneren. Dann beorderte sie ihn an die Tafel, zu der man drei Campingtische aneinandergereiht hatte.

„Darf ich vorstellen“, wandte sie sich an das Paar, das dort schon Platz genommen hatte. „Das ist Jonas Bogner, unser Schriftsteller und das sind Jennifer und Dieter Haller, unsere Nachbarn.“

Die beiden Vorgestellten hatten sich erhoben, und man gab sich artig die Hände. Dieter Haller setzte sich wieder, während seine Frau anscheinend unschlüssig stehen blieb. Jonas Bogner wunderte sich, dass die Nachbarin noch in Badebekleidung war.

„Dann will ich mir mal etwas anziehen“, sagte sie in einem Ton, als sei sie nackt. Jonas Bogner riskierte einen zweiten Blick. Ein roter Bikini bedeckte sowohl ihre Brüste als auch die Scham nur notdürftig. Mit ihrer Bemerkung hatte sie alle Blicke auf sich gezogen, registrierte Jonas Bogner. Man schaute ihr hinterher, als sie sich in Richtung Wohnwagen entfernte.

Ein raffiniert geschneidertes Höschen. Dessen Rückteil war im Verlauf ihrer Hinternspalte leicht gerafft, was ihren Po noch runder erscheinen ließ und die Kerbe verstärkte.

Mit einer Ausnahme kehrten alle Blicke wieder zurück. Josef Wiegler brauchte etwas länger, um sich von dem zugegebenermaßen geilen Abgang der Frau Haller zu lösen.

Jonas Bogner sah sich eher in der Rolle eines Zuhörers. Man sprach über die von ihnen besuchten Stellplätze auf dem Weg nach Livorno. Die Wieglers kamen aus dem schweizerischen Basel, während die Hallers in Karlsruhe zu Hause waren. „Einen Sprung nur voneinander entfernt“, bemerkte Josef Wiegler. Weiter tauschte man sich über die verschiedenen Fährpreise aus, darüber, ob es günstiger sei, von Livorno nach Olbia oder nach Golfo Aranci überzusetzen. Wo man am günstigsten einkaufen und essen gehen könnte. Die beiden halbwüchsigen Kinder der Wieglers führten eher flüsternd ein eigenes Gespräch, verzogen sich bald. Die Animation wollten sie nicht versäumen, begründete Patrizia Wiegler.

Jonas Bogner fiel auf, dass Dieter Haller ohne süddeutschen Dialekt.

„Keinen Hunger!“, meinten die beiden Kinder gleichzeitig, als Frau Wiegler ihnen nachrief, dass es bald ans Grillen ginge. Das war das Stichwort für Herrn Wiegler, der sogleich den Gasgrill in Betrieb setzte, einen sogenannten Holländergrill, wie er erklärte, der Grillrenner überhaupt. Sofort begann eine Diskussion darüber ein, welches wohl das Beste unter den Bratgeräten sei.

„Kann ich helfen?“, rief Jennifer Haller schon von Weitem. Wieder richteten sich alle Blicke auf sie. Ein knallrotes Wickelkleid hatte sie sich um den Körper gewunden. Frau Wiegler, die eine Art Kittelschürze mit Blümchenmuster trug, schaute missbilligend drein, während Herrn Wiegler die Augen übergingen. Jonas Bogner, der sich schon vorgenommen hatte, es bei diesem Besuch zu belassen, änderte seine Meinung, als er Josef Wieglers Blick registrierte. Das könnte noch spannend werden und Stoff für den Unterhaltungsteil seiner Geschichte liefern. Die Sache würde er im Auge behalten, zumal auch er nicht umhin konnte, die Attraktivität der Frau Haller zu bewundern. Zum Essen setzte er sich so, dass er Josef Wiegler und Jennifer Haller im Blick hatte.

Es gab Schnitzel, die, wie Maria Wiegler kundtat, von hiesigen halbwilden Schweinen stammten, die sich noch von den Früchten der Korkeichen ernährten.

Alle sprachen sowohl dem Grillgut als auch dem Bier zu. Deutsches, noch aus den mitgebrachten Beständen, wie Dieter Haller betonte. Man wisse ja nie, vom Wein verstünden sie ja was, die Italiener, jedoch vom Bier …

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