Reiner Kotulla - Ausstand

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Jonas Bogner erbt ein Haus in der Wetzlarer Sandgasse. Endlich kann er seiner Leidenschaft, der Geschichte des Industriezeitalters, nachgehen. Doch immer wieder wandern seine Gedanken zu Vera Dauer zurück. Er will sie vergessen, versucht es mit räumlichem Abstand und fährt in die Toskana. Doch auch dorthin verfolgt sie ihn. Er lernt eine Frau gleichen Vornamens kennen. Auch sie ist auf der Flucht. Sie lädt ihn ein, und er folgt ihr in den Norden Sardiniens, wo sie in einer Ferienanlage eine neue Aufgabe gefunden hat.
Dort gibt es bald Probleme, die zu sozialen Spannungen führen, denen sich Jonas Bogner nicht entziehen kann. Er lernt Mascha Rudow kennen, eine scheinbar leichtlebige Studentin. Den Schriftsteller zieht es zurück nach Wetzlar, wo er die Arbeit an seiner Bergarbeitererzählung fortzusetzen gedenkt. Seinen Protagonisten, Alfred Karella, lässt er die erste große Liebe erleben, die Blütezeit der Eisenerzgrube «Amanda» bei Nauborn um das Jahr 1906 und deren Ende.
Schließlich kann Jonas Bogner in der Frühlingssonne Sardiniens, seine Arbeit an dem Bergarbeiterroman zu Ende führen. Elena, eine Kollegin, lässt ihn auf andere Gedanken kommen.

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„Stimmt, Jonas, das hätte ich beinahe vergessen, dann wollen wir mal.“

Sie verabschiedeten sich betont freundlich, doch kaum waren sie außer Hörweite, sagte Vera Galina: „Das mit den Berlinern war eine gute Ausrede, Jonas, ich hätte dieses Arschloch nicht länger ertragen können. Und wäre ich nicht hier angestellt, hätte ich das alles nicht so locker hingenommen.

Wissen Sie, dass viele Reisebüros in Deutschland billige Leiharbeiter beschäftigen? Ich bekam am Ende so wenig Lohn, dass ich Hartz IV beantragen musste, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Hier habe ich einen Zeitvertrag, mache unbezahlte Überstunden und komme auf eintausendzweihundert Euro monatlich. Was im Winter wird, weiß ich noch nicht.“

Da erzählte Jonas Bogner von dem Glück, das ihn durch den Tod der Tante ereilt hatte.

„Aber noch ein Wort zu dem Wiegler und der Haller“, wechselte Vera Galina das Thema, auch weil sie nichts über ihre sonstigen finanziellen Verhältnisse sagen wollte. „Haben Sie den Blick der Frau Wiegler gesehen, als sie von dem roten Wickelkleid sprach?“

„Aber ja, Vera.“

„Da läuft etwas zwischen den beiden, garantiert.“

Elf

„Wir könnten heute ein Abschiedsgrillen veranstalten“, schlug Dieter Haller vor, als man sich nach dem Mittagessen zum inzwischen zur Tradition gewordenen Espresso bei den Hallers vor dem Wohnwagen traf. Dieter Haller, sonst eher zurückhaltend mit derartigen Angeboten, sagte das mit einer für ihn ungewohnten Bestimmtheit. „Schließlich sind wir hier Freunde geworden und sollten uns, wenn wir übermorgen auseinandergehen, fürs nächste Jahr hier verabreden. Ich jedenfalls habe für uns schon mal unseren Platz gebucht.“

Vera Galina wird später sagen, dass das nicht der Wahrheit entsprochen hätte.

Man war mit seinem Vorschlag einverstanden. Die beiden Kinder konnten nicht gefragt werden, die waren schon seit ein paar Tagen eh nur noch zu den Essenszeiten anwesend. Maria Wiegler hatte nur zögernd zugestimmt, was ihrem Mann wohl aufgefallen wäre, wenn er nicht mit seinen Gedanken ganz woanders gewesen wäre.

Heute Vormittag hatten sie Abschied gefeiert, in ihrer Bucht, wie sie das Stückchen Strand insgeheim nannten. Zum letzten Mal waren sie dorthin gepaddelt.

Kaum dort angekommen waren sie im Bewusstsein, dass es das letzte Mal sein würde, übereinander hergefallen. Danach hatten sie sich ihrer Liebe versichert und einander ein Wiedersehen geschworen. Es sei ja schließlich nur ein Katzensprung von Basel nach Karlsruhe, hatte Josef Wiegler gemeint, wofür ihn Jennifer Haller mit einem langen Kuss bedachte. Dabei beließ sie es nicht, und es gelang ihr so, ihn ein zweites Mal zu stimulieren. Für Josef Wiegler war es das erste Mal, dass ihn eine Frau auf diese Weise in höchste Erregung versetzte.

Vielleicht, weil bisher alles gut gegangen war, vergaßen die beiden alles um sich herum, gewahrten die Beobachter nicht, die ganz kurz nur oben von den Felsklippen aus heruntergeblickt hatten.

Dieses Mal fand das Grillen bei den Hallers vor dem Wohnwagen statt. Während seine Frau mit Josef Wiegler Abschied gefeiert hatte, war er in die Stadt gefahren, um alles Nötige einzukaufen. Das hatte er auch als Begründung, nicht mit seiner Frau hinauspaddeln zu wollen, angeführt. Für ihn ging ein erholsamer Urlaub zu Ende. Oft war er zum Angeln auf ein Felsplateau geklettert, das sich am östlichen Rand ihrer Bucht befand. Dort hatte er die Ruhe genossen, der er nach den Anstrengungen der letzten Monate in der Firma so sehr bedurfte. Dass er keinen einzigen Fisch gefangen hatte, störte ihn überhaupt nicht.

Es lief nicht gut mit dem mittelständischen Unternehmen, Einsparungen allenthalben. Auch im Süden Deutschlands zeigte die allgemeine Krise Wirkung. Einsparungen bedeuteten auch hier Entlassungen. Dieter Haller war Abteilungsleiter, verdiente recht gut, konnte so den Ansprüchen seiner Frau in Sachen Mode, Haus und Garten noch gerecht werden.

Doch es ging das Gerücht um, dass zwei Abteilungen zusammengelegt werden sollten. Das hieß für ihn, mehr Arbeit und Zeit zu investieren, wollte er im Konkurrenzkampf mit dem anderen Abteilungsleiter bestehen. Der Kollege war ein paar Jahre jünger als er, hatte von daher gesehen bessere Chancen.

Da sollte dieser Urlaub dem Kräftesammeln dienen für den zu erwartenden Zweikampf. Deshalb hatte er auch nichts dagegen gehabt, wenn Jennifer ihn in Ruhe gelassen und Josef Wiegler für sich eingespannt hatte. Er kannte seine Frau gut genug, um zu wissen, dass sie Abwechslung und Unterhaltung liebte. Angeln empfand sie als absolut langweilig. Und doch war er schon ein wenig eifersüchtig, wenn sich Jennifer extrem in Szene setzte, zum Beispiel mithilfe dieses Wickelkleides, das sie dem Neger abgekauft hatte. Wie sie den Kerl angesehen hatte, dass der mit dem Preis um zwei Euro runter gegangen war. Man wusste ja, was die für Schwänze haben. Hatte nicht die bayerische Fürstin bestätigt, dass diese Typen gerne schnackselten. Da würde er im nächsten Jahr Acht geben müssen. Dagegen hatte er bei Josef Wiegler keine Bedenken. Der war so harmlos, wie seine Maria – Maria und Josef eben.

Heute Abend würde er den Hallers einmal zeigen, was ein zünftiges Barbecue war. Sardische Schweineschnitzel, Prosecco und später echten Champagner, das war man als Schweizer diesen Bierbayern schon schuldig.

Aha, da kamen sie ja zurück von der Bootsfahrt, der Wiegler und die Jennifer. Jetzt konnte es bald losgehen.

Zwölf

Jonas Bogner absolvierte wieder einmal seinen, ihm schon zu einer lieben Gewohnheit gewordenen, Spaziergang rund um die Halbinsel. Den Weg vorbei bei den Wieglers und Hallers nahm er seit dem letzten Besuch dort nicht mehr.

In der Bucht, die er die „Seine“ nannte, der üblich Halt, schwimmen und sonnen.

Auf dem Weg zu seiner Unterkunft machte er einen Plan, womit er sich heute beschäftigen würde. Eine umfassende Antwort auf die Frage wollte er finden, warum sich die industrielle Revolution in England, Frankreich und in den Deutschen Staaten zeitlich unterschiedlich entwickelt hatte. Im Tal der Lahn über einhundert Jahre später als in England.

Dass sie nicht mit der Erfindung der Dampfmaschine einsetzte, war ihm schon klar, dass es etwas mit dem Wechselverhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Markt zu tun hatte, dass eine Steigerung der Arbeitsproduktivität notwendig geworden war und so weiter.

Der Innenhof war zu seinem bevorzugten Arbeitsplatz geworden, ruhig, schattig, nicht zu warm und nicht zu kalt. Nach zwei Stunden intensiven Lernens ließ seine Konzentrationsfähigkeit nach.

Immer öfter schweiften meine Gedanken in eine andere Richtung, in die Vergangenheit: unsere erste Nacht in meiner Wohnung. Wir trafen uns in „unserer“ Kneipe, wie wir das Lokal am Schillerplatz bald nannten, wo wir uns kennengelernt hatten. Vera sprach von ihrem Mann, mit dem sie schon einige Jahre zusammen war. Dass sie nicht wusste, ob es noch Liebe war, was sie miteinander verband. An eine Trennung dachte sie jedoch nicht. Nun sei er oft beruflich unterwegs, und ihr fiele zu Hause die Decke auf den Kopf, weshalb sie hin und wieder um die Häuser zöge.

Ich war hingerissen, von der Art, wie sie sprach, von ihrer Mimik und Gestik, wie sie lachte.

Dann standen wir unschlüssig auf der Straße. „Machs gut, Jonas“, sagte sie, wandte sich um und ging. Kurz blickte ich ihr nach, ehe auch ich mich entfernte.

Noch keine einhundert Meter, da war sie neben mir, griff nach meiner Hand. In meiner Wohnung angekommen, zogen wir uns sofort bis auf Höschen oder Unterhose aus und stiegen in mein Bett. Wir küssten uns. Als ich versuchte, ihre Schenkel zu streicheln, hielt sie meine Hand fest und flüsterte: „Jonas bitte, noch nicht.“

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