Jay Baldwyn - Sie kommen nachts

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Leh, der Hauptort der indischen Region Ladakh ist Schauplatz eines Dramas. Ein kleiner Junge verschwindet schon als Baby mehrmals, um anschließend wieder aufzutauchen. Bis er nicht mehr wiederkommt. Die verzweifelte Mutter glaubt, ihn nach sieben Jahren in einem fremden Jungen wiederzuerkennen. Fortan lässt sie nichts unversucht, ihr Kind zurückzubekommen. Ein geheimnisvoller Mann, dessen beide Töchter ebenfalls vermisst werden, nimmt sie zu einer Selbsthilfegruppe nach Neu-Delhi mit. Schnell stellt sich dabei heraus, dass es sich bei den Betroffenen um Hinterbliebene handelt, deren Angehörige zu großer Wahrscheinlichkeit von Außerirdischen entführt wurden. Voller Skepsis erschließt sich der jungen Inderin eine neue, geheimnisvolle Welt. Als ihr gestattet wird, den Jungen kurzzeitig in Pflege zu nehmen, erweist sich dieser als verhaltensauffällig. Auch besitzt er Talente und Fähigkeiten, die seine Umgebung verstören und ängstigen. Ein spannender Mystery-Roman, der neben guter Unterhaltung und sanftem Gruseln viel indisches Lokalkolorit vermittelt und die Leser mit auf eine Reise nimmt, die ihnen eine gewisse Toleranz abverlangt. Wer sich darauf einlässt, erfährt womöglich Dinge, von denen er bisher keine Ahnung hatte.

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»Allerdings, nur glaubt mir niemand, und es gibt bis heute nicht die geringste Spur von ihm. Alles, was der Polizei einfiel, war, meinen Mann zu verdächtigen, weil wir seit einigen Jahren getrennt leben. Aber Bhavin würde mir das nie antun, seit …«

»Dieses Argument konnte man bei mir nicht anbringen, denn meine Frau hat sich nicht von mir getrennt. Sie ist an dem Leid, gleich unsere beiden Töchter verloren zu haben, buchstäblich zugrundegegangen. Nach langer Krankheit ist sie vor zwei Jahren verstorben.«

»Das tut mir leid. Seien Sie sich meines aufrichtigen Mitgefühls gewiss.«

»Danke. Damals haben wir noch in der Nachbarregion Himachal Pradish gelebt. Ich bin erst im vorigen Jahr nach Leh gezogen. Haben Sie zufällig die Meldungen über Himachal Pradish verfolgt? Man sprach von Spionagesatelliten, wie immer in solchen Fällen.«

Ananda Tsomo schüttelte den Kopf, was nicht zwangsläufig verneinend bewertet werden musste, denn in Indien verbat ein Gebot der Höflichkeit, eine Frage mit einem klaren „Nein“ zu beantworten. Deshalb nahm es Paigam Kalzang wohl auch als Zustimmung.

»Sie meinten, Sie könnten mir helfen«, sagte sie schließlich. »Wissen Sie etwas über den Verbleib von Irshalu?«

»Leider nicht, aber Sie sind nicht allein. Es gibt ein Betroffenengruppe, die einmal im Monat zusammenkommt.«

»Ja, ich weiß nicht, ob ich mich freimachen kann …«

»Die Flugzeit von Leh nach New Delhi beträgt nur knapp eineinhalb Stunden. Oder stellt der Flugpreis von etwa viertausendfünfhundert Indischen Rupien (knapp sechzig Euro) ein Problem dar?«

Ananda lachte ein seltsames, trockenes Lachen, wobei sich ihr Gesicht kaum veränderte. »Nein, gewiss nicht. Das Geschäft läuft sehr gut. Nur würde ich ja doch den ganzen Tag ausfallen. Meine Brüder müssten … Wann sagten Sie, ist das nächste Treffen?«

»In zwei Wochen. Wir können doch telefonisch in Kontakt bleiben. Ich gebe Ihnen meine Karte.«

»Danke, ich muss jetzt wieder nach vorne. Nicht dass man denkt, ich drücke mich vor der Arbeit. Vielen Dank für Ihren Besuch.«

»Es war mir eine Freude.«

Wenige Tage später kam ein indisches Ehepaar ins Geschäft, weil der etwa zehnjährige Junge in ihrer Begleitung draußen in der Auslage einen Oldtimer mit Spieluhr entdeckt hatte, die er unbedingt haben wollte. Während Ananda das Spielzeug in Seidenpapier einwickelte, musste sie den Jungen immer wieder ansehen. Sie stand mit zitternden Händen und weichen Knien hinter dem Ladentisch und fürchtete, jeden Moment das Bewusstsein zu verlieren. In dem Kind erkannte sie Irshalu wieder. Sicher, sein Gesicht hatte sich etwas verändert, er war jetzt weniger pausbäckig, aber es war unzweifelhaft ihr Sohn, wie sie mit Mutterinstinkt festzustellen glaubte.

Der Kleine schenkte ihr kaum Beachtung. Es gab zuviel interessante Dinge im Laden zu sehen, und seine Eltern (?) suchten normalerweise keine Touristenshops auf. Deshalb war alles neu und reizvoll für ihn.

Nachdem das Paar gezahlt hatte und mit dem sich heftig sträubenden Kind nach draußen ging, löste sich Ananda aus ihrer Erstarrung und griff nach ihrem Autoschlüssel.

»Ich bin mal eben kurz weg«, rief sie ihren Brüdern zu, ohne eine Antwort abzuwarten. Vor dem Geschäft machte sie sich scheinbar auf dem schmalen Tisch, auf dem allerlei Nippes aufgebaut war, zu schaffen, sah aber aus den Augenwinkeln, wie das Paar mit dem Kind in einen silbergrauen Pkw der Marke Hyundai einstieg und auf dem Highway in Richtung Srinagar abfuhr. Ananda Tsomo stieg in ihren weißen Tata Nano und fuhr ihnen hinterher.

Die über vierhundert Kilometer lange Straße, im 17. und 18. Jahrhundert noch einspurig und hauptsächlich von Ponys genutzt, die vor allem Pashminawolle für die Kaschmirschal-Industrie transportierten, war im 19. Jahrhundert verbessert worden, so dass sie von da an auch Wohnwagen nutzen konnten. Heute war die Straße als moderner Highway entlang des Indus der historischen Handelsroute folgend zwar malerisch, weil sie Einblicke in historische und kulturell wertvolle Dörfer vermittelte, trotzdem nicht untückisch, da sie mitunter bei starkem Schneefall blockiert war. Deshalb blieb sie in der Regel nur von Anfang Juni bis Mitte November für den Verkehr geöffnet. Die anderen Monate war Leh von Srinagar abgeschnitten.

Ananda musste zwei Pässe überqueren. Zuerst den höheren Fotu-la mit 4.100 Metern, dann den in 3.719 Metern Höhe gelegenen Namika-la. Sie passierte die Dörfer Saspul, Lamayuru mit seinem Kloster, Saraks und den Ort Shagole, in dem es ebenfalls ein berühmtes Kloster gab. Unterwegs kamen ihr Zweifel, ob ihre Entscheidung richtig gewesen war, dem silbergrauen Hyundai zu folgen. Allein die Fahrt bis nach Kargil würde an die sieben Stunden dauern, und wenn die Familie womöglich in Srinagar wohnte …

Srinagar, das wie ein ländliches Venedig wirkte mit Einkaufsstraßen und Gemüsemarkt auf dem Wasser, war zwar äußerst reizvoll, denn dort waren Tradition und Moderne verknüpft, so konnte man Mönche mit Handys telefonieren sehen und Frauen, die zwar ein traditionelles Gewand, aber dazu Turnschuhe trugen, nur würden noch einmal sechs Stunden Fahrtzeit hinzukommen, was ohne Übernachtung in Kargil kaum zu bewältigen war. Unterwegs plagte sie der Durst, und so langsam musste sie auch etwas essen, aber sie reagierte wie eine Getriebene, die keine andere Wahl hatte.

Erleichtert stellte Ananda fest, dass der Hyundai in Kargil den Highway verließ und kein Hotel, sondern einen Bungalow in der Baroo Khanka Road ansteuerte, vor dem kurz darauf die Familie ausstieg, um hinein zu gehen.

Jetzt weiß ich also, wo Irshalu wohnt, dachte Ananda und beschloss, erst einmal etwas trinken zu gehen und eine Kleinigkeit zu essen.

Da es sich bei Kargil um eine konservative Muslim-Stadt handelte, gab es keine Bars. Tee konnte man in einem der Dhabas trinken, aber dort wollte sie als Frau alleine nicht einkehren. Es gab auch keine Souvenirläden, dafür konnte man reichlich Trockenobst und frisches Gemüse kaufen. In den Läden duftete es nach Aprikosen und Tandoori Naan.

In der Nähe des Hauptbazars fand Ananda schließlich ein tibetisches Restaurant im dritten Stock eines Gebäudes an der Hauptstraße gelegen, das relativ preiswerte tibetische Gerichte wie Momo und Thugpka anbot. Während sie aß, überlegte sie, ob sie in der Stadt übernachten oder gleich zurückfahren sollte.

Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt von Ladakh, mit Straßen nach Leh, Srinagar und Padum in Zanskar und als inoffizielle Hauptstadt des muslimischen Ladakh sowie der Hauptstadt des Kargil Bezirks, war Kargil immer noch eine verhältnismäßig kleine Stadt mit knapp 150.000 Ein-wohnern, wobei nur zehn Personen auf den Quadratkilometer kamen. Da viele Reisende dort Zwischenstopp machten und übernachteten, gab es auch einige Hotels, die allerdings keinen guten Ruf genossen, wie Ananda wusste. So bekam man für den Preis eines schönen Doppelzimmers in Leh hier nur eine unsaubere, dunkle Box.

Aber sollte sie sich das wirklich antun, sofort wieder den langen Rückweg anzutreten, um morgen oder an einem der nächsten Tage wiederzukommen, dachte sie. Vielleicht fand sie ja doch eine halbwegs saubere Unterkunft. Der Inhaber des Restaurants empfahl ihr dann das Hotel Siachen, das kürzlich renoviert worden war.

Der dreistöckige Bau mit Laubengängen stellte sich weniger schlimm als erwartet heraus. Das Zimmer war einfach, zweckmäßig und relativ sauber. In der Anlage gab es sogar ein Geschäftszentrum mit Internetzugang und kostenlosem Highspeed-WLAN, und man konnte ohne zusätzliche Gebühr parken.

Als Erstes rief Ananda ihre Brüder an, die sich bestimmt schon Sorgen machten. Sie hoffte, Kumar Sangpo ans Telefon zu bekommen, da er leichter zu händeln war und alles so nahm wie es kam. Doch es meldete sich sein älterer Bruder Pouya Gönpo, der gelegentlich etwas oberlehrerhaft agierte.

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