Inge Elsing-Fitzinger - Erkämpfte Träume

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Zwei junge Menschen sehen einander nur für wenige Augenblicke. Zwillingsseelen, die sich in unterschiedlichen, oft dramatisch bewegten Momenten begegnen und wieder verlieren.
Zwei Zeitebenen, die in einander verschmelzen. Ein Sehnen. Die Natur des Verlangens, die überwältigende Intensität der Begierde – und dennoch schrecken beide in ihrer abgeklärten Modernität davor zurück. Selbst wenn Körperlichkeit und Sexualität längst aller Schamhaftigkeit beraubt sind, das Herz bleibt scheu. Empfindungen die verwirren, warnen, fordern gelebt zu werden, versinken im Morast der Konventionen. Verzweifelte Moral siegte über zwei Herzen. Das Feuer lodert, droht zwei Menschen zu verbrennen, bis….

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So kniete Theresa tagaus, tagein um sechs Uhr morgens in der Klosterkapelle, leierte inbrünstig Gebete und Bitten herunter, in der Hoffnung ein Gott hätte Erbarmen. Doch da war scheinbar auch wenig Verständnis zu erwarten. Es tat sich einfach nichts, was in irgendeiner Form ihren Wünschen entsprochen hätte. Fromme Sprüche ballten sich zentnerschwer auf das gemarterte Kinderherz.

Irgendwann kam für kurze Zeit der Wunsch auf Ordensfrau zu werden und Medizin zu studieren. Albert Schweizer war in aller Munde, fand auch den Weg hinter die meterhohen Steinmauern des Klosters. Theresa, wie sie nun allerorts genannt wurde, wollte als Missionsärztin nach Afrika.

„Schaut doch nur, diese armen, niedlichen Heidenkinder. Denen will ich unbedingt helfen. Das kann doch nicht allzu schwer sein.“ Triumphierend hatte sie damals stapelweise Bilder in der Runde geschwenkt, die die frommen Frauen ihr mit Begeisterung schenkten. Sie wollte den Ärmsten der Armen Glück und Frieden bringen.

„Außerdem haben die Schwestern so wunderschöne, wallende Kleider an.“ Eine Feststellung, die selbst Papa nicht widerlegen konnte.

Tess betete also fleißig weiter, lernte seitenweise Bibelsprüche auswendig, und wurde bald eine hoffnungsvolle Anwärterin.

Mit wachsender Besorgnis beobachtete Papa den Wandel seines geliebten Kindes, und begann nun doch systematisch dagegen anzukämpfen.

Eines Tages, es war an Theresas vierzehntem Geburtstag, fasste er sich ein Herz, überhörte alle Protestrufe der frommen Frau Mama, beschloss seine einzige Tochter aus dem Internat zu nehmen, um sie vor dem „drohenden Klosterleben“ zu bewahren.

„Hast du dir eigentlich schon einmal ernstlich Gedanken über deine Zukunft gemacht?“, fragte der fürsorgliche Vater nach einer ungemütlichen Jause mit diversen Onkeln und Tanten, die alle gekommen waren, um nach dem Seelenheil des jungen Mädchens zu sehen.

„Du hast doch so gerne deinen Puppen neue Kleidchen genäht, und dich dabei äußerst geschickt angestellt. Möchtest du nicht auf eine höhere Schule gehen, wo du alles über Schneiderei, Mode und Design lernen könntest?

Erstaunt hatte ihn Tess angeblickt. Zweifelnd, ratlos. Die einseitige Erziehung im Kloster hatte sie völlig vergessen lassen, dass es auf der Welt auch noch andere Dinge, andere Berufe, andere Maßstäbe gab, die es lohnte zu bedenken.

„Nächsten Donnerstag fahre ich mit dir in die Modeschule Hetzendorf. Die Frau Direktor hat uns freundlicher Weise eine Sonderführung mit ausgiebigen Erklärungen und Hinweisen zugesichert. Eine zukunftsträchtige Branche“, fügte Vater mit Überzeugung hinzu.

Tess war begeistert. Spontan beschloss sie zu Beginn des nächsten Schuljahres dort einzutreten. Zum Geburtstag wünschte sie sich eine Nähmaschine.

Völlig aufgewühlt, streifte das Mädchen in den weiten Räumen der vielleicht künftigen Schule umher. Erinnerungen überwältigten sie.

Sie war etwa drei Jahre alt, als Mama eine Periode der Selbstverwirklichung hatte. Modistin. Den Beruf hatte sie einst erlernt. Diese verrückten, untragbaren Hüte, die Mama in dieser Zeit auf ihrem Kopf herumschleppte, in der tiefsten Überzeugung die Schönste zu sein. Obstkörbe, dann wieder Vogelnester oder Blätterranken in Herbsttönen. Entsetzlich kitschig aber sehr spaßig.

„Ich habe mir damals wirklich alle Mühe gegeben, diese guten Stücke auseinander zu nehmen“, lachte sie herzlich auf. „Was für ein Spaß, an ihnen herumzuschnippeln, oder das schrecklichste Ereignis; eines dieser einmaligen Modelle in den Ofen zu stecken, wo es ein Raub der Flammen wurde.“

Erbarmungslos prügelte Mutter mit dem Teppichklopfer damals auf sie ein, kreischte hysterisch. Sie war wirklich bitterböse. Ein Schauer überlief sie heute noch.

Tess hatte zu dieser Zeit täglich viele Stunden bei den drei Buresch – Schwestern verbracht. Die unverheirateten Damen wohnten auf der gleichen Etage. Sie führten einen seriösen Schneidersalon, und gaben den perfekten Babysitter ab. Liebevoll umhegten sie den kleinen Spatz mit allem nur Erdenklichen. Hier fühlte das Kind, bislang erdrückt von kühler Zuwendung, das erste Mal aufrichtige Zärtlichkeit. Ausgehungert nach Liebe und Verständnis, hineingepresst in das Wunschschema einer unbefriedigten, egozentrischen Frau, empfand sie Wärme, Verständnis und Geduld als himmlische Wohltat.

Tante Willy, die älteste, riesengroß und ziemlich beleibt, mit lustigen Grübchen in den Wangen. Richtige kleine Löcher, weil sie immer lächelte. Sie sorgte souverän für das leibliche Wohl des Frauenhaushaltes.

„Die köstlichen Kuchen und die vielen kleinen Überraschungen“, seufzte Tess nachdenklich. Manchmal tauschte Tante Willy das große Transchiermesser mit der überdimensionalen Zuschneidschere, und half Tante Fini, der Meisterin, die schönen Stoffe in Teile zu zerlegen. Tante Mia nähte diese geschickt zusammen. Im Nu zierte ein neues Teil die Kleiderpuppe. Fröhlichkeit breitete sich auf Tess Gesicht aus bei den Gedanken an längst verflossene Tage.

Frau Wunderlich , wie Tess die wundersame, armlose Lady liebevoll nannte, hatte tatsächlich fast jeden Tag ein neues, und immer schöneres Kleid an.

„Und erst die Schatzkiste unter dem riesigen Tisch. Die bunten Stofffetzchen, aus denen ich so hübsche Kleidchen gebastelt habe. Meine ersten Kreationen“, murmelte sie verklärt.

Tante Fini war wirklich ziemlich dürr, erinnerte sie sich. Aber so geduldig. Sie half mir immer. Da ein Säumchen, dort ein Rüschchen. Meine Puppe Helga wurde mal zur Sportlerin, mal zur eleganten Dame, je nach Farbe und Modell. Zu meinem vierten Geburtstag, das herrliche Puppenballkleid, von Tante Mia persönlich genäht. Rosaroter Satin und ein prächtige Perlengürtel. Ein alter Rosenkranz. Eine heroische Opfergabe von Tante Willy.

Selbstverständlich kam auch Tessy nicht zu kurz. Aus verbliebenen Stoffresten fertigten die Damen immer wieder neue Blusen, Röcke oder Kleider für das rasch heranwachsende Mädchen an.

An diese wunderbare Zeit erinnerte sich Theresa jetzt, als sie durch die Klassenräume der Schule schritt. Ihr Herz vollführte Luftsprünge, und sie fiel Papa um den Hals.

„Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie glücklich ich bin, Vati. Das war die beste Idee, die du jemals hattest. Ich werde dir auch keine Schande machen. Nie sollst du von deiner Tochter enttäuscht werden. Ich schwörs!“

Mutter Hofer stand den jüngsten Hirngespinsten reichlich skeptisch gegenüber. Die Euphorie der Tochter ließ sich nicht mehr bremsen.

Damals schwor sich Theresa; sollte sie einmal eigene Kinder haben, diese eher zu fördern als fordern, ihnen alle Toleranz der Welt zukommen zu lassen. Sie würde keine jener Mütter sein, deren Kinder das erreichen sollten, was sie selbst nie geschafft haben. Sie wollte ihnen mit Verständnis und Großzügigkeit begegnen, nie in ein Wunschschema pressen. Ein Vorsatz, geformt aus Entbehrtem, Ersehntem, unerfüllten Kindheitsträumen.

Jetzt redete ihr schon lange niemand mehr drein. Theresa war selbständig geworden, verdiente ihr eigenes Geld. Ihre Persönlichkeit formte sich aus Erfahrungen, guten und weniger guten, hilfreichen und warnenden.

„Nun ist mein Leben ein Traum!“ Tess sagte es ganz nüchtern, und es hörte sich kein bisschen kitschig an.

„Ich tue das, was ich immer schon wollte, seit ich ein kleines Mädchen war: ich zeichne Modelle, führe sie vor und habe Erfolg.“

Ein Lächeln lag auf ihren ebenmäßigen Zügen, tanzte in ihren Augen. Der offene Blick, der relaxte Sexappeal einer Frau, die wusste wie ihr Weg zu verlaufen hatte. Sie fühlte sich erwachsen und zufrieden. Abgesehen von den immer wieder auftretenden Störfaktoren, die sich unverschämt und penetrant einzuschleichen drohten.

Als junges Mädchen wollte sie immer älter aussehen und setzte auch alles daran, dies mit Lippenstift und Wimperntusche zu realisieren. Ihr erstes Erfolgserlebnis, mit vierzehn. Die dick bebrillte Billeteuse im Haydnkino auf der Mariahilferstraße ließ sie anstandslos passieren.

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