Inge Elsing-Fitzinger - Erkämpfte Träume

Здесь есть возможность читать онлайн «Inge Elsing-Fitzinger - Erkämpfte Träume» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Erkämpfte Träume: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Erkämpfte Träume»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Zwei junge Menschen sehen einander nur für wenige Augenblicke. Zwillingsseelen, die sich in unterschiedlichen, oft dramatisch bewegten Momenten begegnen und wieder verlieren.
Zwei Zeitebenen, die in einander verschmelzen. Ein Sehnen. Die Natur des Verlangens, die überwältigende Intensität der Begierde – und dennoch schrecken beide in ihrer abgeklärten Modernität davor zurück. Selbst wenn Körperlichkeit und Sexualität längst aller Schamhaftigkeit beraubt sind, das Herz bleibt scheu. Empfindungen die verwirren, warnen, fordern gelebt zu werden, versinken im Morast der Konventionen. Verzweifelte Moral siegte über zwei Herzen. Das Feuer lodert, droht zwei Menschen zu verbrennen, bis….

Erkämpfte Träume — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Erkämpfte Träume», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Frau Mara Hofers Leben verlief in penetrant geregelten Bahnen. Tödlich langweilig, phlegmatisch, moralisierend, wie Tess bald herausfand. Trotz ständigem Lamento über Familie, Freunde und Bekannte, die sich mit unverschämter Selbstverständlichkeit regelmäßig bei ihr ein Stelldichein gaben, wurde kein Fest übersehen. Sie fühlte sich für die ganze Verwandtschaft verantwortlich. Ein Versäumnis wäre ihrer unmaßgeblichen Meinung nach, einem mittleren Weltuntergang gleichzusetzen gewesen.

In der geräumigen Küche prangte ein nicht zu übersehender, etwa vierzig Zentimeter langer Geburtstagskalender. Über und über voll gekritzelt mit roten, blauen, gelben und grünen Namen. Durch verschiedene Farben nach Wichtigkeit, wie Verwandtschaft, Freunde, Bekannte oder sonst wen, geordnet. Nicht zu vergessen, die in Schwarz geschriebenen, mit einem Kreuz und dem genauen Datum des jeweiligen Todesjahres versehenen. An solchen Tagen stand dann ein Bild des Onkels, der Tante oder eines Freundes im ersten Fach der Anrichte. Davor flackerte eine kleine Kerze.

Damals als Kind häufig belächelt, musste Theresa sich eingestehen: „Ich habe doch tatsächlich auch solch ein Ding an der Wand hängen. Zwar wesentlich kleiner, aber immerhin. Meine Aktionen und Sehnsüchte, ein kaum zu bewältigendes Arbeitspensum. Termine und Sessionen, Auftritte, Meetings“, stöhnte sie auf.

Das Telefon schrillte störend.

„Der Termin für die Modenschau wurde um zwei Stunden vorverlegt.“ Ein Keuchen in Intendant Möllers Stimme ließ sie das Schlimmste befürchten. „Tess, sie müssen um fünfzehn Uhr auf der Matte stehen, sonst gibt es eine Katastrophe.“

„Immer ich. Habt ihr denn kein anderes Zugpferd mehr.“ Den Termin im Kosmetikstudio konnte sie wieder einmal vergessen.

„Aber ich habe doch noch…“

„Es gibt nichts Wichtigeres. Sie sind vertraglich gebunden. Bitte Tess, machen sie mir das Leben doch nicht so schwer.“ Von wegen , dachte die gestresste Frau verbittert. Möller kreischte hektisch weiter.

„Außerdem fliegen sie für zwei Tage nach Mailand. Das habe ich heute Vormittag mit Belluzzi arrangiert. Die neue Kollektion ist fertig. Packen sie das Notwendigste zusammen. Ich bringe sie nach der Show persönlich zum Flughafen. Tschüss bis später. Ich kann mich doch auf sie verlassen?“ War das nun eine Frage , überlegte Tess leicht schockiert. Eher ein Befehl .

Wo blieb da noch Zeit für einen Gedanken an Tante Emmas Namenstag?

Mutters zweite Leidenschaft galt ausschließlich ihrer Wunschtochter. Mit diesem Kind stillte sie ihr Sehnen nach etwas, das ausschließlich ihr gehören sollte. Dem Etwas, das sie besitzen, formen, manipulieren konnte. Dem sie ihren Willen aufzwingen, es beherrschen wollte. Ihr Ehemann blieb meist zurückhaltend, um unnötigen Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen.

Leopold hatte seine eigene Lebensphilosophie, die er mit akribischem Eifer verfolgte. Quälte ihn das Weib zu sehr, verschwand er stillschweigend. Reichte das Nebenzimmer nicht aus, und verfolgten ihn ihre Sticheleien und zänkischen Beschimpfungen selbst bis auf das kleinste Örtchen der nicht allzu großen Wohnung, packte er Hut und Mantel, suchte Zuflucht bei Freunden aus vergangenen Jugendtagen. Häufig seufzte er schweren Herzens längst verlorenen Illusionen nach.

„Die liebenswerte, fröhliche Hansi! Einstmals Solotänzerin an der Staatsoper. Und der gutmütige Karl, mittlerweile ein begehrter Volksschauspieler“, träumte er. „Den Fritz mag ich am allerliebsten. Was für herrliche Witze erzählte er doch stets, ohne die Miene zu verziehen.

In ihrer Runde konnte er unbeschwert und herzlich lachen. Auch das ein oder andere Gläschen Wein durfte er sich genehmigen, ohne eine ätzende Rüge befürchten zu müssen. Manchmal durfte ihn Tess begleiten. Glücksmomente, von denen es nicht allzu viele zu Hause gab. Mutter fühlte sich unverstanden, verschmäht, und ließ dies auch alle hören, ob es sie interessierte oder nicht. Sie nervte mit bewundernswerter Ausdauer.

Ihr Kind, für sie von Anfang an klar, dass es nur ein Mädchen sein konnte, sollte alle unerfüllten Träume erfüllen, alle heimlich ersehnten Wünsche Wirklichkeit werden lassen. Sie imaginierte einen Homunkulus, geschaffen aus ihr, geformt von ihr, gelebt einzig nach ihrem Reglement.

Theresa war selbstverständlich ein Mädchen, auch ein Sonntagskind, wie gewünscht. Die erste Enttäuschung, die sie Mama gleich bei der Geburt bereitete, war ein Kranz kohlrabenschwarzer, etwa fünf Zentimeter langer Haare, anstatt der ersehnten blonden Löckchen. Nach etwa drei Monaten fielen auch diese, missmutig bereits akzeptierten schwarzen Borsten aus.

„Leopold, was soll ich nur machen“, kreischte die Frau einst panisch. „Das Kind sieht ja schrecklich aus. Ich werde noch verrückt. So kann ich den Wurm doch keinem Menschen zeigen.“ Ein erstickter Verzweiflungsschrei durchdrang die Wohnung. Tess strahlte als rosiger Skinhead in den Tag. Totale Panik seitens der Mutter, über Monate.

„Das Kind braucht unbedingt Ersatzhaare. Ich habe mich schon diesbezüglich erkundigt. Morgen wird eine Kinderperücke angeschafft. Koste es was es wolle.“ Diesen Irrsinn verhinderte Papa überraschender Weise.

Endlich, als Einjährige, sprossen Härchen als zarter Flaum, die sich, je länger sie wurden, in winzigen Ringellöckchen um das hübsche Gesicht legten. Selbstverständlich weißblond, wie gewünscht.

Stolz nahm Mutter die entzückten Vergleiche von Nachbarn und Bekannten entgegen, denen sie ihr wunderschönes Töchterchen nun präsentierte.

Häufig dehnte Mara ihre Einkäufe stundenlang aus, und hörte sich nicht satt an den Verzückungen der Leute, die sie traf.

Tess konnte sich des Gedankens nicht erwähren, Mutter hätte sie mit Freuden unter einen Glassturz gestellt, im Naturhistorischen Museum als Unikat bewundern lassen.

Dabei wäre mein einziger Wunsch nur etwas aufrichtige Liebe gewesen. Ein wenig Zärtlichkeit, Streicheleinheiten, eine innige Umarmung, Verständnis und später, ja später oft auch Nachsicht , sinnierte sie bisweilen.

Doch solcher Gefühle war die Mutter nicht fähig. Sie erwartete Perfektion. Wozu hätte sie sonst all die hübschen Kleidchen, Stiefelchen, Maschen und Rüschen, die sündteuren Geburtstagspartys finanziert? Ausgaben müssen sich schließlich lohnen.

Mit weißen Strumpfhosen, weißen Handschuhen und einem pastellfarbenen Schürzchen stand Tess oft sehnsüchtig vor der Sandkiste, beneidete ihre Altersgenossen. Im Gatsch planschten, Sandburgen bauen. Doch da war kein Erbarmen seitens der gestrengen Mama zu erwarten. Ein einziges Mal stürzte sie sich mit heroischem Mut mitten in das Kindergetümmel. Kurz darauf wurde sie unter Beschimpfungen und Ohrfeigen vom Spielplatz gezerrt. Soviel zur wunderbaren Kindheit.

Theresas sechster Geburtstag war gleichzeitig auch ihr erster Schultag. Freudige Erregung erfüllte das Kinderherz. Nun aber mussten beste schulische Leistungen erbracht werden.

Wenigsten diesbezüglich gab es keine nennenswerten Probleme, erinnerte sie sich. Aber Mutters krankhafter Ehrgeiz, aus ihr eine Nobelpreisträgerin zu machen, ein Hirngespinst. Lernen bis spät in die Nacht. Unzählige herausgerissene Seiten, wenn auch nur ein einziger Buchstabe etwas aus der Reihe tanzte. Ungerechte Prügel mit dem Kochlöffel oder dem Teppichklopfer. Völlig überflüssig, trotzdem nicht weniger schmerzhaft.

„Wenn du dich weiter so renitent anstellst, du undankbarer Fratz, kommst du ins Internat, das verspreche ich dir.“ Sie hörte Mutters schrille Stimme, als stünde sie neben ihr.

Tess wurde immer aufmumpfiger, begann sich vehement den felsenharten Maßstäben der ehrgeizigen Mutter zu widersetzen. Fazit: Internat. Klosterschule. Papas schwache Gegenargumente wurden völlig ignoriert.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Erkämpfte Träume»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Erkämpfte Träume» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Inge Elsing-Fitzinger - Dein Schutzengel
Inge Elsing-Fitzinger
Inge Elsing-Fitzinger - Teufelsspuk
Inge Elsing-Fitzinger
Inge Elsing-Fitzinger - Bittere Wahrheit…
Inge Elsing-Fitzinger
Inge Elsing-Fitzinger - Wichtelmännchens Abenteuer
Inge Elsing-Fitzinger
Inge Elsing-Fitzinger - Ein Leben für den Wein
Inge Elsing-Fitzinger
Inge Elsing-Fitzinger - Geister und Feen
Inge Elsing-Fitzinger
Inge Elsing-Fitzinger - ENGELSGESCHICHTEN
Inge Elsing-Fitzinger
Inge Elsing-Fitzinger - Nikolaus und Christkind
Inge Elsing-Fitzinger
Inge Elsing-Fitzinger - Prinzenträume
Inge Elsing-Fitzinger
Inge Elsing-Fitzinger - Tumult am Himmel
Inge Elsing-Fitzinger
Отзывы о книге «Erkämpfte Träume»

Обсуждение, отзывы о книге «Erkämpfte Träume» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x