Inge Elsing-Fitzinger - Erkämpfte Träume

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Zwei junge Menschen sehen einander nur für wenige Augenblicke. Zwillingsseelen, die sich in unterschiedlichen, oft dramatisch bewegten Momenten begegnen und wieder verlieren.
Zwei Zeitebenen, die in einander verschmelzen. Ein Sehnen. Die Natur des Verlangens, die überwältigende Intensität der Begierde – und dennoch schrecken beide in ihrer abgeklärten Modernität davor zurück. Selbst wenn Körperlichkeit und Sexualität längst aller Schamhaftigkeit beraubt sind, das Herz bleibt scheu. Empfindungen die verwirren, warnen, fordern gelebt zu werden, versinken im Morast der Konventionen. Verzweifelte Moral siegte über zwei Herzen. Das Feuer lodert, droht zwei Menschen zu verbrennen, bis….

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Mit Paukenwirbel und Tschinellegeschmetter brach die schwarze Hülle auseinander. Kugelhagel prasselte auf das Zugdach. Sintflutartige Bäche schwappten über angelaufene Scheiben. Aufgrellende Blitze. Für Bruchteile von Sekunden war die Düsternis erhellt.

Unbeirrt raste der Zug weiter. Ein mühseliger Versuch dem verderblichen Schicksal zu entfliehen. Wie Zündhölzer brausten Strommasten vorbei. Zischende Luftböen in der angespannten Stille. Das Gefährt hetzte in gleichmäßigem Rhythmus von Bahnschwelle zu Bahnschwelle. Ein Tunnel. Schlagartig verstummte der Trommelwirbel.

Die westfälische Landschaft, satte Weiden blieben in dichten Nebelschwaden zurück. Wiesen, die sich in Windeseile zu endlosen Seen wandelten, lagen hinter ihnen.

Der Zug flutschte durch die dunkle Röhre ans Tageslicht. Die Welt war verändert. An den Scheiben zerplatzten dicke Tropfen. Das Dröhnen flaute in Sekundenschnelle ab. Feierliche Stille, nur die regelmäßigen Stöße der Achsen.

Jetzt war der Himmel blau, mit hellen, pfützenähnlichen Wolkenfetzen bekleckert. Vom Horizont spannte sich ein prächtiger Regenbogen bis zu den Gleisen. Triumphierendes Pfeifen und Schnalzen. Nach Süden, immer weiter, immer weiter nach Süden.

Zu fünft saßen sie im Abteil. Unterschiedlich an Alter, Geschlecht und Aussehen. Ein fettleibiges männliches Ungetüm schnaufte in der linken hinteren Ecke. Ein Walross, nicht nur an Umfang. Ein zerrupfter Schnauzer wölbte sich über wulstige Lippen, verdeckte eine tiefe Hasenscharte.

Der rundlichen Bauersfrau gegenüber rutschte der voll gestopfte Proviantkorb vom Schoss. Wurstbrote und Äpfel kollerten zu Boden. Der Nachbar grunzte. Sein hochrotes Gesicht verzerrte sich unwillig. Die klebrige Brille glitt von der Nasenwurzel zur knolligen Spitze. Im letzten Moment fassten ungeschickte, verhornte Händen danach.

Beim Fenster saß ein junger Mann. Anfang, höchstens Mitte zwanzig. Üppiges, dunkelbraunes Haar fiel keck über die hohe Stirn. Der Rest lag zurückgekämmt über einem wohlgeformten Schädel. Graugrüne Augen fixierten starr einen undefinierbaren Punkt.

Schiefergrauer Anzug, makellos, nahtglatt. Eine etwas auffällige Weste aus rotem Baumwollstoff, mit eingewebten, silbernen Sternchen. Silberne Knöpfe. Die ebenso rote, mit silbernen Querstreifen durchwirkte Krawatte, korrekt zwei Daumenbreit geknotet. Socken in etwas dunklerem grau als die Hose. Auf Hochglanz poliertes Schuhwerk. Der Anzug war selbst gefertigt. Sein Meisterstück. Dementsprechend gab er sich, selbstbewusst und sicher.

So passend sich das Erscheinungsbild auch zusammenfügte, so unpassend schien es für diesen Anlass. Im Netz über ihm zusammengepfercht zwei große Koffer aus hellem Schweinsleder, eine prall gefüllte Reisetasche. Die Gepäcksstücke ließen eine länger dauernde Reise vermuten.

Ein heftiges Rucken des Zuges. Aus seinem Traum gerissen, hörte er plötzlich die Worte seiner Mitreisenden. Plattdeutsch. Ausdrucksweise und Tonart variierten unwesentlich. In jedem Ort des Münsterlandes wandelte sich der Dialekt geringfügig. Mit ihm änderten sich auch Gehabe und Mentalität der Menschen. Manche waren zurückhaltender als andere, wortkarger, stiller. Gesprächig oder überschwänglich war wohl kaum einer. Mit wenigen Worten kam man rasch auf den Punkt. Eine romantische Liebeserklärung zu formulieren lag nicht in der Wesensart der Westfalen. Trotzdem liebten sie.

Eduard Behring, der junge Mann mit dem eher unpassenden, doch perfekt passenden Anzug, saß schweigend inmitten der Gruppe. Feingliedrig dünnhäutige Hände ruhten kraftvoll auf der makellosen Bügelfalte. Die Schmachtlocke auf der ebenmäßigen Stirn verlieh ihm ein abenteuerliches Aussehen.

Auch er kam aus dem Norden, aus einem kleinen Städtchen an der holländischen Grenze. Die meisten Männer dieser Gegend waren Nachkommen der Wikinger. Eduards dunkler Haarschopf bildete eine löbliche Ausnahme. Sein hoher Wuchs, sein schmales, wohlgeformtes Gesicht, die breiten Schultern zeigten Rasse. Er war stolz Westfale zu sein, geboren im Frühling 1936, in einer verträumten Kleinstadt.

Wie nah noch an Kilometern, und doch schon so fern im Herzen.

„Die Heimat werde ich nie vergessen“, säuselte er kaum hörbar vor sich hin.

„Es ist an der Zeit die Geborgenheit abzustreifen, sich von der Familie zu lösen.“ Eine Tatsache, die die meisten seiner Landsleute als Sakrileg bezeichnet hätten.

In der vergangenen Nacht hatte er die Nabelschnur mit einem scharfen Schnitt durchtrennt. Jetzt war er auf der Flucht vor der Einberufung zur Bundeswehr.

Im Ernstfall würde er sein Herzblut für das Vaterland lassen. Er liebte seine Heimat. Den Humbug, dieses großkotzige Training zur Verteidigung wollte er einfach nicht mitmachen. Krieg führen ja, Krieg spielen bestimmt nicht.

Ein Entschluss, den er lange überdacht, alle Fürs und Wider erwogen hatte. Letztlich stand seine Entscheidung fest.

Ein Deserteur der deutschen Fahne, doch reinen Herzens.

Drei Jahre später: Frühling 1 9 6 0 in Wien

Theresa wickelte eine Locke ihrer Prachtmähne verträumt um den Finger. Melancholie lag in ihrem Blick, Sehnsucht und Zuversicht.

„Den Mut könnte man schon verlieren bei soviel Jugendwahn in der Modeszene“, sinnierte sie vor sich hin. „Sechzehnjährige drängen unermüdlich vorwärts. Da sehe ich mit meinen fast zweiundzwanzig Lenzen bisweilen ganz schön alt aus. Aber ich bin glücklich und das ist doch das Wichtigste.“

Die junge Frau strahlte von Innen. Liebe! Begeisterung für ihren Beruf! Ein Sehnen, mehr zu geben, als ihr gerade in letzter Zeit möglich gewesen war. Selbstverwirklichung, einen stets wiederkehrenden Traum umzusetzen.

Kritisch betrachtete sie ihr Spiegelbild. „Die Lockenpracht? Pure Berechnung? Bestimmt nicht“, klang ihre Stimme überzeugt. „Ich liebe meine langen Haare. Schon als Mädchen war ich stolz auf seine üppige Fülle“.

Mühevoll hatte einst die allzu strenge Frau Mama sie zu Zöpfen zusammengewürgt. Mutter hielt es für unschicklich und absolut unangebracht, mit wallender Mähne zur Schule oder zum Klavierunterricht zu gehen.

Unglücklich ließ Tess dieses Martyrium damals über sich ergehen, löste jedoch bei jeder sich bietenden Gelegenheit das quälende Geflecht auf. Die krausen Locken fielen dann schon bei der kleinsten Bewegung übermütig über Stirn und Nacken.

„Lass sie doch ihre herrlichen Haare offen tragen. Die meisten Mütter wären stolz, wenn ihre Töchter eine solche Mähne aufzuweisen hätten“, kam der verständnisvolle Einwand Papas öfters zaghaft durch. Doch leider hatte Papa im Hause Hofer nur die Funktion des zweiten Geigers. Um d es lieben Friedens willen , wie er sich meist auszudrücken pflegte, und resigniert die Schultern hob. Gegen die Autorität seiner allgewaltigen Frau konnte und wollte er nicht ankämpfen.

Mittelmäßigkeit feierte Triumph. Risiken wurden gescheut. Durch jahrelange Knechtschaft mürbe gemacht, fungierte er als treusorgender Familienvater, plante das leibliche Wohl seiner Lieben. Zu Hause hielt er sich eher im Hintergrund. In gehobener Beamtenstelle zeigte er sich stets verständnisvoll und zuverlässig der kleinen Gruppe gegenüber, die er väterlich betreute.

„Wo sind nur meine Träume geblieben“, grübelte er oft. „Große, schöne Träume. Schauspielschule. Burgtheater. Filmstar. Große Karriere.“

Irgendwann einmal stand Leopold Hofer kurz davor, ein zukunftsträchtiges Engagement zu bekommen. Just in dem Augenblick hatte das Schicksal erbarmungslos zugeschlagen, ihm Mara über den Weg geschickt. Zielstrebig schaltete die junge Frau die Hirngespinste ihres Geliebten aus, verdonnerte ihn zu lebenslangem Staatsdienst. Als Lohn durfte er sie, die alles Beherrschende, zum Traualtar führen. So geschehen am 3. September l933. Ein denkwürdiger Tag im Leben des leider allzu schwachen, seelenguten Mannes.

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