Karim Akerma - Antinatalismus

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Das vorliegende Antinatalismus-Handbuch dokumentiert und erörtert die Einsicht in das Nichtseinmüssen von Menschen als einen Gewinn von Freiheit gegen biosozionome Vorgaben. Und es verfolgt die ethische Absicht, fortzeugungswillige Leser davon zu überzeugen, dass es besser ist, nicht so zu handeln, dass neue Menschen zu existieren beginnen. Fortzeugungskritische Leser will es in ihrer antinatalistischen Haltung bestärken. Zu diesem Zweck bietet das Handbuch eine Vielzahl von Argumenten, Neologismen und Stellungnahmen zur Natalität aus Jahrtausenden auf. Auch wenn diese Stellungnahmen häufig gleichsam nur im Vorhof des Antinatalismus stehen, belegen sie doch, dass das Kulturwesen Mensch immer schon eine kritische Haltung gegen das biosoziale Radikal der Fortpflanzung einzunehmen wusste. Der von uns vertretene Antinatalismus ist universal, indem er alle leidfähigen Wesen berücksichtigt: Es ist zumeist besser so zu handeln , dass kein weiteres leidfähiges Tier zu existieren beginnt. Hier berührt sich der humanistische Antinatalismus mit dem ethischen Vegetarismus.

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In einer zweiten Betrachtung zur Dizee-Transformation zeichnen wir exemplarisch nach, wie in manchen literarischen Werken auf das Scheitern der Theodizee reagiert wurde, in denen dem nicht länger guten Gott verschiedentlich negative Attribute zugeschrieben wurden, die mit zurückgehendem Glauben an Gott an den menschenschaffenden Menschen (Eltern) und somit ebenfalls eine Anthropodizeepflicht konstituieren. In der Literatur wurden aus dem Scheitern der Theodizee resultierende negative Attribute Gottes in Gestalt der Mythologeme vom „gelangweilten“, „bösen“ oder gar „sadistischen“ Schöpfer geltend gemacht und zur Darstellung gebracht{53}, die auf all jene natalistisch aufgeklärten ( картинка 404Aufklärung, nativistische) Eltern zurückfallen, die der jeder Zeugung impliziten Anthropodizeepflicht nicht nachgekommen sind.

Dizee-Transformation bei Kant

Seit der „Kritik der reinen Vernunft“ von 1781gilt für Kant, was er in der Kritik der Urteilskraft von 1790 folgendermaßen resümiert: „dass für das Dasein des Urwesens, als einer Gottheit, oder der Seele, als eines unsterblichen Geistes“ kein theoretischer Beweis möglich ist. (vgl. Kant, Werkausgabe, Bd. 10, S. 433) Wenn Kant gleichwohl auch nach seiner alle metaphysischen Aussagen tangierenden kritischen Wende an Gott und der Unsterblichkeit der Seele als Postulaten festhält, so ist dies mit Bezug auf praktisch-ethische Aspekte seines Denkens zu begründen. Wobei uns diesbezüglich Kants Blick auf die bisherige menschliche Geschichte interessiert: Ohne diese Postulate nämlich wären die Greuel der menschlichen Geschichte derart überwältigend und unvermittelt, dass man sich nur entsetzt von ihr abwenden könne, wie ein scheinbar unbefangen metaphysischer Kant in seiner Schrift „Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht“ von 1784 es ausdrückt:

„Denn was hilft’s, die Herrlichkeit und Weisheit der Schöpfung im vernunftlosen Naturreiche zu preisen und der Betrachtung zu empfehlen: wenn der Teil des großen Schauplatzes der obersten Weisheit, der von allen diesem den Zweck enthält, – die Geschichte des menschlichen Geschlechts – ein unaufhörlicher Einwurf dagegen bleiben soll, dessen Anblick uns nötigt, unsere Augen von ihm mit Unwillen wegzuwenden…“ (Kant, Schriften zur Geschichtsphilosophie, S. 38)

Soll die Vorsehung gerechtfertigt werden (Theodizee), müsse ein besonderer „Gesichtspunkt der Weltbetrachtung“ (ebd.) gewählt werden. Betrachtet man die Geschichte so, als unterliege ihr eine „vernünftige Absicht“ (ebd.), so müsse man an ihrem Lauf nicht verzweifeln und den Blick nicht abwenden, sondern könne sich Hoffnung machen, dass es einst besser sein wird: „Man kann sich die Geschichte der Menschengattung im Großen als die Vollziehung eines verborgenen Plans der Natur ansehen, um eine innerlich - und zu diesem Zwecke auch äußerlich - vollkommene Staatsverfassung zu Stande zu bringen, als den einzigen Zustand, in welchem sie alle ihre Anlagen in der Menschheit völlig entwickeln kann.“{54} (A.a.O., S. 33)

In seiner Schrift „Mutmaßlicher Anfang der Menschengeschichte“ von 1786 erläutert Kant den „verborgenen Plan“ und spricht (wie es scheint wiederum unter Hintanstellung von Einsichten seiner metaphysikkritischen Philosophie) „von der größten Wichtigkeit: mit der Vorsehung zufrieden zu sein“ (a.a.O., S. 81): „Der denkende Mensch fühlt einen Kummer, der wohl gar Sittenverderbnis werden kann…: nämlich Unzufriedenheit mit der Vorsehung, die den Weltlauf im Ganzen regiert, wenn er die Übel überschlägt, die das menschliche Geschlecht so sehr und (wie es scheint) ohne Hoffnung eines Bessern drücken.“ (Ebd.) Als das größte Übel nennt Kant hier Kriege und die Kriegsrüstung. Gleichwohl sei auf unserer Kulturstufe „der Krieg ein unentbehrliches Mittel, diese noch weiter zu bringen; und nur nach einer (Gott weiß wann) vollendeten Kultur würde ein immerwährender Friede für uns heilsam und auch durch jene allein möglich sein. Also sind wir, was diesen Punkt betrifft, an den Übeln doch wohl selbst schuld, über die wir so bittere Klage erheben.“ (A.a.O., S. 82) Diesem Argumentationsgang kann man eine gewisse Ungeheuerlichkeit nicht absprechen: Einerseits soll die bisherige Geschichte einem verborgenen Plan/der Vorsehung unterliegen (die für den metaphysikkritischen Kant längst hinfällig und nur mehr ein Als-Ob ist), andererseits seien die Menschen aufgrund ihrer Freiheitsbegabung selbst daran schuld, es noch nicht zu „vollendeter Kultur“ gebracht zu haben und sich bis auf Weiteres bekriegen zu müssen. Wobei der „ewige Friede“, dem Kant später eine eigenständige Schrift widmet, zuallererst verdient werden muss und nicht auf jeder Kulturstufe „heilsam“ wäre.

Eine von Kant registrierte „zweite Unzufriedenheit des Menschen“ (a.a.O., S. 82) betrifft die Kürze des Lebens, mit der sich jeder gezeugte Mensch konfrontiert sieht. Doch erhofft Kant sich nichts von einer „Verlängerung eines mit lauter Mühseligkeiten beständig ringenden Spiels“ (S. 82) und malt aus, zu was für Zuständen die ungesellige Geselligkeit auf unserer niedrigen Kulturstufe führen würde, wenn die Lebenszeit auf 800 Jahre erhöht würde. Er gelangt zu dem Schluss, „dass die Laster eines so lange lebenden Menschengeschlechts zu einer Höhe steigen müssten, wodurch sie keines bessern Schicksals würdig sein würden, als in einer allgemeinen Überschwemmung von der Erde getilgt zu werden.“ (a.a.O., S. 83)

An diesem Befund zur Nichtswürdigkeit der Gattung auf dem derzeitigen Kulturstand hält Kant noch in seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“ von 1795 fest. Es sei nicht möglich, Gott zu rechtfertigen, derartige Wesen geschaffen zu haben. Eine Theodizee wäre also dann unmöglich, wenn gewiss wäre, dass keine höhere Kultur möglich ist. Da aber diese Gewissheit nicht gegeben sei, bestehe Hoffnung:

„Die Schöpfung allein: daß nämlich ein solcher Schlag von verderbten Wesen überhaupt hat auf Erden sein sollen, scheint durch keine Theodizee gerechtfertigt werden zu können (wenn wir annehmen, daß es mit dem Menschengeschlechte nie besser bestellt sein werde noch könne); aber dieser Standpunkt der Beurteilung ist für uns viel zu hoch, als daß wir unsere Begriffe (von Weisheit) der obersten uns unerforschlichen Macht in theoretischer Absicht unterlegen könnten.“ (Zum ewigen Frieden, S. 325)

Kant begab sich offenbar in eine Pattsituation: Gibt es Gott, so ist nicht zu rechtfertigen, dass er derart miserable Wesen erschuf, wie wir es derzeit sind. Was bleibt, ist jedoch die vage Hoffnung auf eine nicht auszuschließende bessere Zukunft des Menschengeschlechts. Aus dieser Pattsituation heraus weisen Ausführungen Kants in seiner Schrift „Über das Misslingen aller philosophischen Versuche in der Theodizee“ von 1791. Dieser Schrift kommt ein herausragender Rang zu, da ihre Reflexionen Kant dichter an einen historisch informierten Antinatalismus heranführen als andere seiner Schriften. Auch in seiner Misslingensschrift macht Kant in kritischer Manier geltend, dass wir es bei Gott mit einem Gegenstand zu tun haben, „der auf dem Wege des Wissens (theoretischer Einsicht) gar nicht erreichbar ist…“ Weil nun aber das Postulat der Existenz Gottes für den moralischen Haushalt der Menschen unverzichtbar sei, baut Kant seinen Text zum Misslingen der Theodizee so auf, als sei eine Verhandlung über die Taten und Unterlassungen Gottes (dessen Existenz/Nichtexistenz ihm zugleich als unbeweisbar gelten) vor dem Gerichtshof der Vernunft möglich. Kant bringt Argumente der Verteidiger Gottes vor, um sie dergestalt zu widerlegen, dass sie das Scheitern aller Theodizee anzeigen.

Ein Verteidiger Gottes vor dem Gerichtshofe der Vernunft kann vorbringen, so Kant, das Leben sei gar nicht so schlimm und schmerzerfüllt, wie die Ankläger Gottes behaupten, die eine Theodizee verlangen. Kant formuliert diese Position so, „dass in den Schicksalen der Menschen ein Übergewicht des Übels über den angenehmen Genuß des Lebens fälschlich angenommen werde, weil doch ein Jeder, so schlimm es ihm auch ergeht, lieber leben als tot sein will…“ Dieser Gottesverteidigung stellt Kant nun anklagend gegenüber:

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