Karim Akerma - Antinatalismus

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Das vorliegende Antinatalismus-Handbuch dokumentiert und erörtert die Einsicht in das Nichtseinmüssen von Menschen als einen Gewinn von Freiheit gegen biosozionome Vorgaben. Und es verfolgt die ethische Absicht, fortzeugungswillige Leser davon zu überzeugen, dass es besser ist, nicht so zu handeln, dass neue Menschen zu existieren beginnen. Fortzeugungskritische Leser will es in ihrer antinatalistischen Haltung bestärken. Zu diesem Zweck bietet das Handbuch eine Vielzahl von Argumenten, Neologismen und Stellungnahmen zur Natalität aus Jahrtausenden auf. Auch wenn diese Stellungnahmen häufig gleichsam nur im Vorhof des Antinatalismus stehen, belegen sie doch, dass das Kulturwesen Mensch immer schon eine kritische Haltung gegen das biosoziale Radikal der Fortpflanzung einzunehmen wusste. Der von uns vertretene Antinatalismus ist universal, indem er alle leidfähigen Wesen berücksichtigt: Es ist zumeist besser so zu handeln , dass kein weiteres leidfähiges Tier zu existieren beginnt. Hier berührt sich der humanistische Antinatalismus mit dem ethischen Vegetarismus.

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Theologiebedarf der Anthropodizee

Die Fachwissenschaft sagt Richard David Precht (*1964) gern nach, er sei kein richtiger Philosoph; dabei ist er es, der die fundamentalphilosophische Einsicht schlechthin ausspricht: „Kein Philosoph und kein Ökologe vermag wirklich stichhaltig zu begründen, warum es alle die Millionen Tierarten auf diesem Planeten geben muss. Aber er wird, ohne einen erheblichen theologischen Aufwand, auch nicht begründen können, warum es Menschen geben soll.“ (Richard David Precht, Noahs Erbe, S. 367)

Unmöglichkeit aller Anthropodizee

In Ansehung von Auschwitz zeigt sich Hans Robert Schlette von der Unmöglichkeit aller Anthropodizee überzeugt: „Eine ‚Rechtfertigung‘ eine ‚Dizee‘ dessen, was ist, kann überhaupt nicht gegeben werden, weder als Theodizee noch als картинка 120Kosmodizee noch gar als Anthropodizee; anders, einfacher und offener gesagt: Wer könnte sich anheischig machen, die Leiden von Auschwitz, ja die Leiden überhaupt (man denke an Dostojewskis Iwan Karamasoff) um eines höheren Zwecks willen philosophisch zu verteidigen?“ (Hans Robert Schlette, Möglichkeiten der Veränderung des religiösen Bewusstseins in religionsphilosophischer Sicht, S. 126) Offenbar kannte Schlette nicht den von Hans Jonas unternommenen Versuch, Menschen metaphysisch „auschwitzfähig“ zu halten.

Technische Anthropodizee

Andeutungen zu einer zumindest aus heutiger Sicht bizarren Anthropodizee unter Rekurs auf den technischen Fortschritt finden sich in Wildgans‘ Gedicht „Phantastische Nacht“, worin er einen Mansardenbewohner sich in neganthropischen Gedanken ergehen lässt, um dann mit der aus Menschenhand stammenden Glanzleistung einer das wahre Leben (!) repräsentierenden sausenden Eisenbahn zu kontern:

„[…] Und dieses ist der Fluch, der auf uns lastet: / All unser Wirken mündet ins Entfernte. / Zum schweren Säen, nicht zu froher Ernte / Reicht unsre Kraft, wenn sie auch niemals rastet. / Wir setzen an den Weg, der uns bestimmt, / Den Meilenstein mit unsres Namens Kerben; / Doch wenn kein Zweiter unsre Straße nimmt, / So bleiben wir auf ewig ohne Erben, / Und weggewaschen wie ein Kreidestrich / Ist dies unendliche, dies arme Ich.

O dies Vergehen! Loos der Allzuvielen, / Die aus dem ewig-schwangern Schoße wimmeln! / Dumpfes Gelichter, das für Schweiß und Schwielen / Ein Leben fristet! Leben? Ein Verschimmeln / Ist ihnen Dasein, ein Zusammennisten / Von Wust und Unrat für den großen Räumer / Der Weltkloake, die nicht auszumisten!

[…]

Doch nun ein Brausen, und mit einemmal / Um Waldes Biegung nieder in das Tal / Ein Riesenwurm mit greller Feuerbrille! / Aus Eisennüstern Gischt und Purpurstrahl, / Ein jubelnd stürmender Gigantenwille, / Von Raum und Zeit, von Schwere und vom Fall / Die ewigen Gesetze aufzuheben - / Und Menschen lenken ihn! Das ist das Leben!!“ (Wildgans, Gedichte, S. 111–113)

Scheint Wildgans zunächst mit dem „armen Ich“ zu sympathisieren, das sich in ein wie immer zu „fristendes“ Dasein gestellt vorfindet, so widerruft er im nächsten Atemzug, um uns – manifestiert in einem donnernden Eisenbahnzug – den Menschen als Herrn über Raum und Zeit vorzustellen und damit das „Los der Allzuvielen“ zu kompensieren. Hieraus spricht eine heute unverständliche Technikbegeisterung, die Wildgans um den Preis einer Maschinisierung des Lebens („Das ist das Leben!!“) in Anschlag bringt.

Anthropofugale

Dichter oder Denker, die zwar ein Ende der Menschheit ins Auge fassen oder für erstrebenswert halten, aber auf anderem Wege als dem des картинка 121Verebbens.

Gewinn der anthropofugalen Perspektive

Eine Voraussetzung für den Gewinn der anthropofugalen Perspektive ist die Abstandnahme von den menschheitsverankernden Denkschemata der Theologie und Metaphysik. Der französische Soziologe Auguste Comte entwickelte diesbezüglich ein Dreistufenschema bestehend aus 1. Theologischer, 2. metaphysischer Philosophie und 3. positiver Wissenschaft. Nachdem die Menschheit in seiner Diagnose die dritte Stufe geistiger Entwicklung erreicht hat, werfe sie auch die bislang gepflegten chimärischen Hoffnungen, die übertriebenen Ideen zur Bedeutung des Menschen im Universum über Bord. (Comte, La science sociale, S. 131) Comte sollte sich täuschen: Theologie und Metaphysik traten mit stets erneuten Versuchen an, ein Seinsollen von Menschen zu konzipieren.

Hartmann, E. v. (1842–1906)

Anders als картинка 122Schopenhauer, erblickt v. Hartmann im angestrebten Verebben der Menschheit einen gefährlichen Irrweg, da es das Unbewusste unangetastet ließe, welches fortbestünde und auf dem Wege der Evolution abermals einen menschlichen Typus hervorbringen würde:

„Was hälfe es z.B., wenn die ganze Menschheit durch geschlechtliche Enthaltsamkeit allmählich ausstürbe, die Welt als solche bestände ja doch weiter und befände sich in keiner wesentlich andern Lage als unmittelbar vor der Entstehung des ersten Menschen auf Erden; ja sogar das Unbewusste würde die nächste Gelegenheit benutzen müssen, einen neuen Menschen oder einen ähnlichen Typus zu schaffen, und der ganze Jammer ginge von vorne an.“{14} (Hartmann, Phil. D. Unbew. Bd. 2, S. 399)

Hartmann ist folglich kein Antinatalist. Ihm schwebt mehr vor als ein bloßes Aussterben der Menschheit, nämlich eine Aufhebung des gesamten Weltgebäudes mittels Verneinung des Willens. Entscheide die Mehrheit aller Vernunftwesen – auf der Erde allein oder unter kommunikativer Einbeziehung extraterrestrischer Intelligenz (!) sich dereinst zu einer Aufhebung des Weltganzen, so werde dies eintreten:

„Die erste Bedingung zum Gelingen des Werkes ist die, dass der bei weitem grösste Theil des in der bestehenden Welt sich manifestirenden unbewussten Geistes in der Menschheit befindlich sei; denn nur dann, wenn die negative Seite des Wollens in der Menschheit die Summe alles übrigen in der organischen und unorganischen Welt sich objectivirenden Willens überwiegt, nur dann kann die menschheitliche Willensverneinung das gesammte actuelle Wollen der Welt ohne Rest vernichten, und den gesammten Kosmos durch Zurückziehung des Wollens, in welchem er allein besteht, mit einem Schlage verschwinden lassen.“ (A.a.O., S. 405)

Insofern Hartmann per „Universalwillensverneinung“ eine Aufhebung des Weltganzen vorschwebt, ist er weder bloßer Antinatalist noch bloß anthropofugal, sondern, das Nichts herbeiwünschend: onto-ethischer Nihilist.

Horstmann, Ulrich (*1949)

E. v. Hartmann argumentiert nicht allein gegen das Verebben der Menschheit, sondern antizipiert bereits eine anthropofugale Strategie wie diejenige Ulrich Horstmanns. Dieser begrüßt in seinem „Untier“ das Vorliegen von ABC-Waffen, weil es das Ende der Menschheit endlich – wie auch der gesamten Biosphäre – praktikabel mache, wovon Denker wie v. Hartmann nur geschwärmt hätten. Gegen den Einsatz neuartiger Massenvernichtungsmittel wusste Hartmann seinerzeit aus willensmetaphysischer Perspektive bereits vorzubringen:

„Was für das Aussterben des Menschengeschlechts durch geschlechtliche Enthaltsamkeit gilt, würde doch wohl erst recht für einen Kollektivselbstmord der Menschheit (etwa durch Dynamit oder noch aufzufindende Gewaltmittel) gelten. Der Prozess ginge in beiden Fällen nicht nur ruhig weiter, sondern wäre einfach auf das Stadium vor Entstehung der Menschheit auf Erden zurückgeschraubt.“ (Philosophie des Unbewussten, zweiter Teil, S. 561)

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