Maxi Hill - Die Rache des Faktotums

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Der Arbeitslose Bodo F. und die Altenpflegerin Lola G. sind ein merkwürdiges Paar. Ihr benachteiligtes Vorleben schmiedet sie zusammen – bis Lola die Exklusiv-Pflege gutsituierter alter Herren übernimmt und so manch einen von ihnen beerbt.
Lolas körperliche Nähe zu diesen Männern bringen Bodo in Rage … Als Lola dann Professor Rochus von Anger heiratet, ist Bodos Hoffnung dahin …
In der Lausitz versetzen seit geraumer Zeit mysteriöse Leichenfunde die Menschen in Angst und Schrecken. Die Mordkommission tappt im Dunklen, weil niemand vermisst wird und weil die Leichen bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sind.
Als Bodo Fichtner auf die kleine City-Wache zu einer Routinebefragung geladen wird, geht er mit dem Vorsatz: «Wenn ich dort fertig bin, klicken die Handschellen.»

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Dieses Leben mit Paul war nie nach ihrem Geschmack. Ihre Sehnsucht nach ein bisschen Besitz, nach Zufriedenheit, musste ihr schon in die Wiege gelegt worden sein, sofern sie je in einer Wiege gelegen hatte, was sie nicht wusste und was sie auch nicht für möglich hielt. Zufrieden war sie noch nie, und das war für Paul Grund genug, schnell mal seine Hand gegen sie oder einen der beiden Jungen zu erheben. Wenn sie gekonnt hätte, wäre sie längst getürmt, aber Paul verwaltete die Familienkasse und hielt sie kurz. Sie hatte sich in den ersten Ehejahren nicht dagegen gesträubt. Sie kannte es nicht besser. Bei ihren Eltern war es nicht anders – eigentlich noch schlimmer – was ihre Einsicht zu bleiben bewirkte.

Ihre Gedanken grenzten an Selbstkasteiung. Jetzt und hier musste sie nicht mehr daran denken. Jetzt und hier begann ihr neues Leben, und wenn sie etwas gelernt hatte in der letzten Zeit - was sie sogar Paul zu verdanken hatte - dann war es das: Sie beurteilte die Männer nur noch nach Maßstäben, die mit Männlichkeit nichts zu tun haben.

Die Einförmigkeit dieser fremden Gegend machte Lola traurig. Auch hier waren die Häuser kaum voneinander zu unterscheiden, und sogar Licht und Schatten gab es hier nur total. Es gab keinen Schatten neben dem Licht, weil die Häuserfronten keine Nischen besaßen, keine Erker oder Dauben. Nicht einmal die flachen Dächer waren zu sehen. Zur Sonnenseite hin gab es gleichförmige Balkone. Wenigstens hatten die Bauherren in den siebziger Jahren ein paar Kiefern des Wäldchens stehen lassen, das den sozialistischen Wohnbauten Platz machen musste. Ein Segen waren diese Bäume nicht, aber immer noch besser, als von den fremden Menschen gegenüber beobachtet zu werden, die sich Einheimische nannten, die sich aber untereinander auch nicht grüßten und auch nicht mochten. Kürzlich erst war sie hierher gezogen. Nicht gern, aber es gab im ganzen Stadtteil keine kleineren Wohnblöcke, und die Wohnungen in besserer Lage waren nicht erschwinglich.

Hier in der großen Stadt kannte sie keiner und sie kannte noch niemanden, aber hier war es endlich möglich, ihr Leben zu leben, wie sie es viel zu lange vermisst hatte, eigentlich ein Leben lang. Vielleicht würde es ihr hier schneller gelingen, die letzte Zeit und vor allem Pauls Sterben zu vergessen. Einige Wochen lang hatte sie Albträume gehabt. Noch immer trug sie das Bild des Schreckens in seinen Augen mit sich herum, das Bild des Hinscheidens mit Schaum vor den Lippen. Sie hatte es sich leichter vorgestellt, und sie ahnte, dass es keinen friedlichen Tod geben konnte. Der Tod war immer ein Kampf …

Nie wieder wollte sie einen Menschen sterben sehen. Sie hatte kaum noch Fragen an das Leben. Eines nur hätte sie zu gerne erfahren: Was hat Paul gedacht, als er merkte, dass er sterben musste?

Lola ging schneller. Der Korb mit allerlei Wäsche und Kleinkram zog an ihren Armen, die Brille rutschte über die verschwitzte Haut zur Nasenspitze hin, und sie war außerstande, eine Hand frei zu bekommen. Wieder einmal lag ihr Schlüssel ganz unten in der Tasche. Wenn sie jetzt ihre Brille zurückschieben wollte, müsste sie den Korb absetzte und dann würde sie ihn nur schwerlich wieder aufnehmen können. Aber den Schlüssel zu suchen kam sie nicht umhin.

Für einen Moment kroch ein fremder Geruch in ihre Nase. Irgendwie nach kaltem Rauch und Männerschweiß, irgendwie auch nach nasser, modernder Wäsche. Zuletzt hatte Paul so gerochen, und sie ärgerte sich über ihre verdammt schlechten Nerven, die nicht nur die Bilder sondern auch die alten Gerüche nicht zu verdrängen verstanden. Lola fuhr herum. Eine kalte Hand berührte ihren Oberarm. Sie gehörte zu diesem Mann, der den Mief verströmte.

»Sind Sie verrückt geworden? «, schrie sie ihn an. Das Gesicht des Mannes zuckte nervös und sofort tat es ihr leid, so laut geschrien zu haben. »Sie haben mich vielleicht erschreckt«, sagt sie einigermaßen ruhig.

»Ich hab ΄n Schlüssel«, lallte der Mann, und das erklärte, warum ihr nun auch noch dieser Fuselgestank in die Nase stieg. Sie ließ den Kerl gewähren, der sich an ihr vorbei zur Haustür schob und nun vergebens versuchte, seinen Schlüssel in das Schlüsselloch zu zirkeln.

»Sie sind die Neue? «

»Der Schein trügt. So neu bin ich gar nicht. «

Es war nicht zu erwarten, dass der Kerl in seinem Delirium verstand, worum es ihr ging. Vermutlich würde er es nicht einmal im nüchternen Zustand kapieren. Aber der Kerl verdrehte seinen Kopf und nicht minder die Augen, und er entblößte sein Gebiss. Das Gebiss war das Einzige an ihm, was man getrost als intakt beschreiben konnte.

Im Hausflur gleich neben den wenigen Stufen, die zu den untersten Wohnungen führten, stand wie üblich ein Kinderwagen. Mitsamt breitem Korb kam sie nicht unbeschadet daran vorbei, und überdies fürchtete sie, die erste Stufe zu verpassen und womöglich zu stürzen. Lola versuchte, den Korb längs zu drehen, doch da rutschte auch noch ihre Tasche von der Schulter und ihr blieb nichts, als einen kleinen Fluch über die Lippen zu lassen. So zugedröhnt schien der Mann nicht zu sein, dass er ihre Misere nicht erkannt hätte. Er nahm wortlos einen Griff des Korbes und Lola den anderen. Rasch saß auch ihre Brille wieder korrekt und ihr fiel ein, dass dieses Teil bald Geschichte sein wird. Eine moderne Brille war bereits in Anfertigung. Diese Ausgabe war dringend nötig.

In dem Moment stand ihr Aussehen gar nicht zur Debatte. Jetzt war ihre Befürchtung einfach größer, der Kerl könnte samt Korb über die Stufen stürzen.

Auch wenn der Mann nicht in ihr Bild von einem Mann passte, es war ein Moment der Freude in ihr, ahnte sie doch, dass er sich nur ihretwegen anstrengte, anstatt den schnellsten Weg in die rettende Horizontale zu suchen, wie Paul es vorgezogen hätte. Eine Freundlichkeit wollte dennoch nicht in ihr Gesicht kommen, glaubte sie doch nicht an die Uneigennützigkeit des Mannes. Wenn er in diesem Eingang wohnte - das sagte ihre feine Nase, die sie für diese Art Männer hatte - dann würde er über kurz oder lang vor ihrer Türe stehen und sie der guten Nachbarschaft wegen um Schnaps anbetteln. Soviel stand fest.

Solange sie die Stufen hinauf stapften, sah sie ihn genau an. Die nachlässige Kleidung war es nicht, die sie dauerte. Es war nicht erkennbar, ob in dem faltigen Hinterteil der Hose überhaupt noch ein wenig Fleisch zu finden war. Der Mann bestand nur aus Haut und Knochen, wie ihr Paul. Und einen wie Paul wollte sie zuallerletzt in ihrer Nähe wissen. Wäre es nicht der kurze Moment ihrer Hilflosigkeit gewesen, sie wäre bei ihrer eingeübten Kratzigkeit geblieben.

Ohne ein Wort von ihr abzuwarten, stoppte der Kerl trotz Trunkenheit vor der richtigen Tür. Sein unkontrolliertes Mienenspiel verwirrte Lola. Sie wollte ihn in kein weiteres Gespräch verwickeln, obwohl sie doch letztlich von seiner Hilfe überrascht war. Weil auch er gar nicht reden wollte, blieb nur der Dunst des Mannes zurück, der die Luft im Treppenhaus in muffiger Bewegung hielt.

Lola summte vor sich hin, während sie das Kaffeepulver in den Automaten löffelte. Sie war sehr zufrieden mit sich und der lockeren, schulterlangen Frisur, zu der auch die schmale Brille mit extra breiten Seitenbügeln vortrefflich passte, an denen winzige Strasssteinchen blitzten. Zum ersten Mal seit vielen Jahren fühlte sie sich sanft und weiblich und auch die jugendliche Mode stand ihr unerwartet gut. Seitdem sie hier war, hatte sie ihr Spiegelbild wohl an die hundert Mal betrachtet, mehr als in ihrem ganzen früheren Leben zusammen.

Die Morgennachrichten im regionalen Rundfunk liefen gerade, und sie hatte noch Mühe, die Informationen den richtigen Plätzen der Stadt, vor allem aber den Orten der Region zuzuordnen. Inzwischen wusste sie, dass sie im Süden der Stadt wohnte. Dass dieser Stadtteil Sachsendorf hieß – Sachsendorf im Land Brandenburg - das wusste sie, seit sie den Mietvertrag in den Händen gehalten hatte. Die Miete war erschwinglich, der Stadtteil lag weit vom Zentrum entfernt. Er war im Arbeiter- und Bauernstaat als große soziale Wohnstadt gepriesen worden und damals in der Tat begehrt. So hatte man ihr auf dem Einwohnermeldeamt erzählt. Inzwischen zogen mehr und mehr Menschen von hier weg. An Lebensqualität war nicht mehr viel zu erwarten. Hier wohnten offenbar nur noch Menschen wie sie, die mit ihrem Geld keine großen Sprünge machen konnten. Und es wohnten viele Ausländer hier. Und es wohnten Menschen wie dieser Kerl, der irgendwo in einer Bude über ihr vegetierte, der todsicher keine Arbeit hatte und der sich womöglich mehr auf dem Arbeitsamt und in gewissen Lokalitäten herumtrieb, als in seiner Wohnung.

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