Roland Enders - Die neue Macht

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Nachdem Traigar den Schwarzen Abt, welchen er für den mächtigen Magier Semanius hielt, getötet hat, erfährt er vom Betrug seines Auftraggebers Lord Gadennyn: Der Lord selbst entpuppt sich als Reinkarnation des gefährlichen Magiers. Traigar und seine Gefährten treten dem Schwarzen Orden bei und schwören, Gadennyn bei seinem Vorhaben, die Welt zu unterjochen, aufzuhalten.
Während dieser durch politische Intrigen bald den Thron an sich reißt, ziehen Traigar und Duna, die junge Feuermagierin, begleitet von den Kämpfern des Schwarzen Ordens nach Süden in Richtung Koridrea. Sie rekrutieren erst Hunderte, dann Tausende, und ihre «Schwarze Armee» wächst für Gadennyn zu einer Bedrohung heran. Doch ein Heer ist nicht genug, um ihn aufzuhalten. So entwickeln sie mit ihren Verbündeten einen Plan …
Zweiter Teil einer Trilogie.

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„Ich habe ihn getötet.“ Aus Gothers Stimme klang unverhohlener Stolz.

Gormens Hand schoss nach vorn, seine Finger krümmten sich in der Luft zu Krallen, als würgten sie einen unsichtbaren Gegner. Der etwas entfernt sitzende Gefangene schnappte nach Luft, die Augen traten aus den Höhlen.

„Gormen!“, zischte Duna scharf.

Der Schwarze Mönch ließ die Hand sinken. Röchelnd sog Gother die Luft ein.

„Vollende doch, was dein Herr begonnen hat, und töte mich“. Seine Stimme klang rau und gepresst. „Oder will er es selbst zu Ende führen?“

„Du Scheusal!“, schrie Duna. „Er wäre niemals zum Mörder geworden, nicht einmal an dir. Ihr seid die Meuchelmörder!“

Gother runzelte nachdenklich die Stirn, dann begriff er. Für einen Moment erschien ein Ausdruck von Triumph auf seinem Gesicht.

„Dann ist er also tot? Der Junge hat seinen Auftrag demnach doch erfüllt!“

„Ja, Nunoc Baryth ist tot“. Gormen klang müde. „Euer Herr, Athlan Gadennyn, hat sein Ziel erreicht.“

Gother lächelte. „Nun steht ihm kein würdiger Gegner mehr im Weg. Semanius vereint das Alte Königreich bald wieder unter seiner Herrschaft.“

Duna starrte Gormen mit blitzenden Augen an. „Du kanntest also das wahre Gesicht Gadennyns! Im Gegensatz zu Traigar, den sein Herr getäuscht hat.“

***

Gadennyn biss gerade in eine blaue Weinbeere und verschluckte sich fast daran, als er es spürte: das unbändige Triumphgefühl des Hauptmanns. Der Lord, mit seinem Untergebenen über ein schwaches geistiges Band verbunden, konnte über zweitausend Meilen hinweg nicht mit Gothers Augen sehen und auch nicht dessen Gedanken lesen. Er empfand jedoch einen Hauch von dessen Emotionen. Das Unternehmen schien bisher unter einem schlechten Stern gestanden zu haben, denn bis eben hatte er nur Gothers Zweifel, Ärger, Wut und Frustration gespürt. Doch jetzt erkannte er deutlich die Freude über den Sieg. Nunoc Baryth musste also tot sein!

Eine Furcht fiel von Gadennyn ab, doch Gothers triumphales Glücksgefühl konnte er nicht teilen. Eigentlich hätte er große Erleichterung verspüren sollen, aber seine Gefühle blieben seltsam gedämpft und widersprüchlich. Es stand außer Frage: Traigar, Gother und die anderen würden den Schwarzen Mönchen nicht entkommen und für diese Tat bezahlen. Er empfand ein wenig Mitgefühl für seine Untergebenen, weil er sie in den sicheren Tod geschickt hatte. Doch es hatte sich als notwendig erwiesen. Er konnte nicht einmal Genugtuung darüber empfinden, dass sein ehemaliger Lehrer und gefährlichster Widersacher Nunoc Baryth nun nicht mehr unter den Lebenden weilte.

Gadennyn schüttelte seine seltsamen und beunruhigenden Empfindungen ab, wie jemand, der den Staub von seiner Kleidung klopft. Jetzt musste er sich der Zukunft und seinen Plänen widmen. Aturo Pratt sollte nun seine Schuld bei ihm begleichen.

Der Lord erinnerte sich: Nachdem Traigar und Harold seinen Burgverwalter des Mordes an Wingers Frau überführt hatten, lehnte er eine Gerichtsverhandlung in der Burg mit der Begründung ab, sein Sekretär fiele als Beamter des Königs unter die Gerichtsbarkeit des Hofes. Er ließ ihn von einer Eskorte aus Soldaten nach Inay überführen und gab dem Offizier einen Brief an den König mit. Der Mann glaubte, er übermittele mit dem Brief die Mordanklage und ritt mit seinen Leuten nach der Überstellung des Gefangenen zurück nach Shoal. In dem Brief stand jedoch nichts von einem Mord. Stattdessen enthielt er ein von Pratt unterzeichnetes und von Gadennyn bewilligtes Versetzungsgesuch an den königlichen Hof. Der Lord von Shoala hatte Pratt angeboten, für ihn als Spion zu arbeiten und ihm im Gegenzug Straffreiheit versprochen. Doch er hatte viel mehr mit Pratt vor. Es genügte ihm nicht zu wissen, was am Hof vorging. Der ehemalige Burgverwalter würde als sein verlängerter Arm dienen und für ihn – wenn die Zeit reif war – nach der Krone greifen.

Gadennyn ließ sich Feder und Pergament bringen und setzte einen Brief an Pratt auf, den er persönlich verschloss und versiegelte.

***

Gormen war mit Duna in den Versammlungsraum des Klosters zurückgekehrt.

„Es ist wahr“, berichtete er den anderen Ordensmitgliedern. „Gother ist der Einzige, der von der wahren Identität seines Herrn wusste. Traigar und seine Begleiter waren tatsächlich fest davon überzeugt, Nunoc sei der wiedergeborene Semanius. Das hat uns der Gefangene bestätigt.“

„Und was ändert das?“ meldete sich die ältere Frau zu Wort.

„Sie könnten sich als wertvolle Verbündete gegen Gadennyn erweisen. Sie kennen seine Burg und das Land, das sie umgibt. Traigar scheint eine beachtliche magische Begabung zu besitzen. Sie haben ihre Fähigkeit und Entschlossenheit schon bewiesen. Semanius konnte sie davon überzeugen, sich auf die lange und gefährliche Reise zum Land des vermeintlichen Feindes zu begeben. Sie hätten ihr Leben für diese Mission geopfert – leider für die falsche Seite. Vielleicht sind sie ja bereit, das Gleiche für die richtige zu tun.“

„Meinst du denn, wir können ihnen vertrauen?“

„Das wird sich erweisen. Wir wollen sehen, wie sie reagieren, wenn wir ihnen mitteilen, dass sie von ihrem Herrn verraten wurden.“

Traigar befindet sich in der Unterwelt, der Heimat der Geister und Dämonen, dem Reich Wathan-Khas, Fürst der Schatten. Dunkelheit und Kälte herrschen an diesem Ort. Er wandert ziellos in einer grauen Ödnis umher. Kein Strauch, kein Halm wächst in dieser steinernen Wüste, keine Vogelstimme, kein Summen von Insekten durchbricht die Grabesstille. Er wandelt im Reich des Todes. Er fühlt, sein Körper lebt noch, aber seine Seele spürt er nicht. Ist sie verloren?

Er ahnt, er hat etwas Schlimmes getan, bloß was? Er erinnert sich nicht. Soll er büßen für ein Verbrechen, dessen er sich nicht entsinnen kann? Er hat sein Gedächtnis von der frühen Kindheit an durchforscht, aber es endet abrupt bei seinem Artistenleben im Wanderzirkus. Was ist danach geschehen?

Grausame Eindrücke aus einem Krieg erscheinen vage vor seinem inneren Auge. Die Bilder schärfen sich: Leichen und Verstümmelte ringsumher. Eine gesichtslose Gestalt mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf taumelt über die Schlachtfelder, der einzige Überlebende weit und breit. Ist er es selbst, der da durch dieses Land des Schreckens wandelt? Ist er es, der diese furchtbaren Taten begangen hat?

Traigar verjagt die Traumbilder und setzt seinen Weg durch die trostlose Einöde fort, folgt ziellos seinem Schatten. Schatten? Am düsteren Himmel scheint doch gar keine Sonne! Woher kommt dann der dunkle Scherenschnitt, der ihn begleitet? Die schwarze Silhouette auf dem Boden vor ihm materialisiert und richtet sich auf: Ein seltsames Wesen, diese bleiche und ausgemergelte, fast durchscheinende Gestalt mit dem Insektenkopf. Große, schwarze Facettenaugen, stumpf und matt, bar jeden Lebenfunkens, starren ihn an.

Wer bist du?“, fordert Traigar zu erfahren.

Als der Fremde spricht, bewegen sich die Mandibeln des Insektenmauls, und die Fühler wippen auf und ab.

Dein Schatten, das was von dir in der wirklichen Welt noch übrig ist.“

Ich bin ein Insekt?“

Dummkopf! Du weißt, du warst ein Mensch. Du erkennst dich in dieser Gestalt wieder, weil du keine Gefühle mehr besitzt. Dein Herz ist so kalt wie das eines Ungeziefers.“

Aber ich fühle doch etwas!“

Wenn ich von Gefühlen spreche, dann meine ich Empfindungen für andere, nicht Angst und Selbstmitleid, wie sie alle Wesen in der Unterwelt verspüren. Sag mir: Spürst du Reue, Liebe, Mitleid?“

Traigar schweigt. Jetzt erkennt er, er bedauert wirklich nur sich selbst. Doch für wen soll er sonst etwas empfinden, wenn er sich an keine Person aus seinem Leben erinnert? Was soll er bereuen, wenn er nicht weiß, was er getan hat? Wütend erwidert er:

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