Elisa Scheer - Ein gestörtes Verhältnis

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Vor zwölf Jahren wurde sie entführt, misshandelt und schließlich wieder freigelassen. Verarbeitet hat die Informatikerin Judith Schottenbach diese traumatische Erfahrung niemals. Weder ihr Vater, ein Software-Unternehmer, noch ihre Mutter, die alternde Schauspielerin Jessica Rother, finden Zugang zu ihr. Dass ihre Mutter ihre Sorgen und Befürchtungen hemmungslos in jedes Pressemikrofon posaunt, macht das Mutter-Tochter-Verhältnis nicht besser.
Als der Entführer aus dem Gefängnis entlassen und kurz darauf tot aufgefunden wird, eskaliert die Situation.
Ein Team um Kommissar Waldmann (aus früheren Bänden bereits bekannt) verzweifelt schier an Jessica Rothers unglaubwürdig-übertriebenen Aussagen, widersprüchlichen Informationen aller anderen Beteiligten und den Lücken in der Akte über die Entführung – denn in der Vergangenheit scheint die Lösung des Falls zu liegen.
Ein neuer Kollege aber findet ganz langsam einen Weg, Judiths Misstrauen zu überwinden und ihr beim Kampf gegen ihre Mutter beizustehen, so dass sich allmählich zartere Bande entwickeln…

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Immerhin gelang es ihr, ungesehen aus der Tiefgarage zu kommen und zu einem Supermarkt in Selling zu fahren. Dort rechnete bestimmt niemand mit ihr, und die Junkiemütze wirkte hoffentlich entstellend genug.

Sie eilte mit dem Einkaufswagen durch die Gänge und lud eher wahllos Gemüse, Fertigsalate, Knäckebrot, etwas Trostschokolade und ein Paket Wiener Würstchen ein, zahlte dann hastig und verkroch sich wieder in ihren Wagen. Als sie wieder an ihrem Hofeingang vorbeifuhr, sah sie, dass zumindest die Zecken von Local One noch da standen. Nun, die Garageneinfahrt war glücklicherweise in der Seitenstraße. Also rauschte sie die Zufahrt hinunter, parkte ein, schnappte sich ihre Einkäufe und eilte zum Aufzug.

Sobald sie ungesehen wieder in ihrer hermetisch verriegelten Wohnung saß, atmete sie heftig, als sei sie gerade vor einer tödlichen Gefahr geflohen. So kam es ihr auch tatsächlich vor. Himmel, was das hier ein Krieg?

Als ihr Herzschlag wieder normal war, verräumte sie ihre Einkäufe und betrachtete die Ausbeute eher lustlos. Noch einen Salat? Nö. Gemüse? Müsste sie kochen… lästig. Schließlich nahm sie sich zwei von den Würstchen und eine Scheibe Knäckebrot. Das reichte ja wohl!

Eigentlich nicht, musste sie zugeben, als sie mit Brot und Würstchen – ohne Teller – am Spiegel im Flur vorbeikam. In der schmalen schwarzen Hose sah sie wirklich mager aus. Aber wenn sie mehr äße, hätte sie Rundungen. Das gefiel dann den Kerlen – und dann? Lieber nicht!

Der Gedankengang war blöde, das wusste sie auch, und sie weigerte sich auch, ihn richtig zu durchdenken, um nicht zugeben zu müssen, dass ihr mangelnder Appetit nicht das Resultat kluger Entscheidung, sondern eher nicht aufgearbeiteter Traumata war. Ach, Unsinn, welche Traumata denn? Nach zwölf Jahren?

Sie aß die beiden Würstchen und das Knäckebrot – vorsichtig, um keine Krümel auf dem Sofa zu hinterlassen – und beschloss, dass morgen sicher alles wieder gut sein würde. Zwei C-Promis würden sich tränenreich trennen und alle Teleobjektive und Mikros wären auf ein anderes Haus gerichtet. Oder man würde eine neue Flüchtlingsunterkunft in Leisenberg bauen und HOT! würde versuchen, die Anwohner dagegen aufzuhetzen. Fremdenfeindliches Dreckspack. Wenn sie das nächste Mal einem Mikro von denen nicht mehr auskam, würde sie genau das sagen, jawohl!

Der Gedanke gefiel ihr so lange, bis sie sich gezwungen sah, zuzugeben, dass sie sich wahrscheinlich doch nicht trauen würde.

Nein, Judith – Stellung beziehen! Nicht immer nur Nabelschau betreiben! So wichtig war Schmiedl auch wieder nicht. Nicht nach zwölf Jahren – und mit neunundzwanzig war es wirklich höchste Zeit, wieder zu leben. Zu leben anzufangen, besser gesagt.

Sie fuhr ihren Laptop hoch und machte sich auf die Suche nach den Flüchtlingsunterkünften in Leisenberg. Vielleicht konnte man da ja Hilfe brauchen…

Sie notierte sich die Adressen und schrieb über den Kontaktlink, dass sie gerne spenden oder helfen wollte, aber nicht wusste, was wirklich gebraucht und gewünscht wurde.

Gut. Und jetzt würde sie endlich einmal in den Briefkasten schauen, auch wenn sie wahrscheinlich dabei durch die Tür fotografiert wurde. Nun, sie war ja noch ordentlich gekleidet! Ein Grinsen huschte über ihr Gesicht, als sie sich vorstellte, sie ginge in Jogginghosen vor die Tür… Rother-Tochter: Vernachlässigt sie sich? Hat sie Depressionen? Nachwirkungen der Entführung? Mindestens! Oder, noch besser: Schock für die schöne Jessica: Tochter völlig verwahrlost!

Genau. Den Gefallen würde sie ihnen aber nicht tun. Gepflegt und arrogant, das war das richtige Auftreten!

Sie strich ihre schmalen Hüften entlang. Hm… Jessica Rothers Tochter: Magersucht!

Aber deshalb wollte sie sich keinen Speck anfuttern, dann landete sie bloß auf dem Cover eines anderen Magazins. Einem, das genüsslich die Cellulite-Dellen von Hollywoodstars veröffentlichte. Allerdings hatten die den Namen Judith Schottenbach noch nie gehört, da war sie ganz sicher.

Los jetzt, zum Briefkasten! Im Treppenhaus war niemand, und als sie vorsichtig durch die Haustür hinausspähte, standen zwar einige Leute vor dem Gittertor, das das alte Vordergebäude zur Straße hin abschottete, aber die unterhielten sich gerade und Judith gelang es, unbemerkt den Briefkasten aufzuschließen und einen dicken Packen herauszufischen. Erst als sie sich wieder aufrichtete, drehte sich jemand zu ihr um, aber da konnte sie schon zurückhuschen.

Gut gelungen!

Es sei denn, irgendein Idiot öffnete das Gittertor, wenn er nach Hause kam. Für diese Fälle konnte sie ja die Sache mit dem fremdenfeindlichen Dreckspack – Mist! Dazu mussten die leider erst einmal eine Vorlage liefern.

Na, mal sehen. Local One hatte vielleicht schon etwas auf der Pfanne – und gehörten diese beiden Schmierfink-Vereine nicht zum gleichen Medienkonzern?

Leider bot Local One nichts Aufregendes – ein paar unbedeutende Skandälchen in der Stadtpolitik, wieder mal dieses Filmfestival, bei dem ein Streifen preisgekrönt worden war, von dem Judith noch nie gehört hatte, zwei rührende Tiergeschichten aus dem Umland, ein Schauspieler, den man völlig zugekokst in einer Disco erwischt hatte.

Und ein möglicher Vergewaltigungsfall. Judith schauderte kurz und ärgerte sich dann: Sofort wurde gefragt, ob der Täter vielleicht ein Muslim…? Die hatten ja ein anderes Frauenbild, nicht wahr? Wollten die deutsche Leitkultur nicht anerkennen… waren nicht dankbar dafür, in Deutschland im Frieden leben zu dürfen… sollte man nicht über Ausweisungen nachdenken? Na bitte, sogar eine Steilvorlage! Diese populistischen Brandstifter, als ob Leisenberg sich nicht ein paar Flüchtlinge leisten konnte!

Sie lehnte sich zurück und sah flüchtig die Post durch. Ein Klamottenkatalog von einem Versand, von dem sie noch nie gehört hatte – woher hatten die bloß ihre Adresse? Egal, Altpapier.

Rechnung von der Hausärztin… bezahlen. Einladung. Huch? So nobel, Fotodruck auf Hochglanzpapier? Ach so, Jerry, Party in der Agentur… übernächste Woche. Vielleicht. Sie angelte nach ihrem Handy und rief Jerry an.

„Du kommst doch?“, fragte er sofort.

„Vielleicht. Warum bist du so heiß darauf?“

„Na, du bist doch meine kleine Schwester!“ Das klang entrüstet.

Judith lachte spöttisch. „Jerry, du lädst mich doch sonst auch nicht so dringend auf so etwas ein, und ich bin seit fast dreißig Jahren deine kleine Schwester. Also warum jetzt?“

„Einfach so.“

Das klang nicht wirklich überzeugend. „Du willst mich aber nicht der Presse zum Fraß vorwerfen?“

„Bitte?“

Das hörte sich nun fast authentisch an. Fast.

„Schmiedl hat seine Haft abgebüßt, und seit gestern belagert mich die Presse in der Hoffnung auf einen Live-Nervenzusammenbruch.“

„Scheiße. Was du jetzt fühlst und so?“

„Genau. Das einzige, was ich fühle, ist der dringende Wunsch, für ein Verbot sämtlicher Klatschmagazine einzutreten.“

„Leisenbergs Antwort auf Prinzessin Caroline?“

„Was? Wer?“

„Caroline von Monaco. Oder Hannover. Die hat da einen Anwalt, der holt echt Geld aus der Klatschpresse raus. Google das mal und frag, ob der dir nicht auch helfen kann. Aber Presse beschimpfen bringt nicht viel, die rächen sich bloß. Und ganz ehrlich, ich bin schon auch auf die angewiesen, wie soll ich sonst meine Leutchen promoten?“

„Dann sollte ich vielleicht doch lieber nicht auf deine Party kommen?“

„Quatsch, Presse ist kaum da. Nur ein, zwei Film- und Musikjournalisten – die interessieren sich nicht die Bohne für dich.“

„Dein Wort in Gottes Ohr“, seufzte Judith. „Na, bis übernächste Woche treibt hoffentlich jemand eine andere Sau durchs Dorf. Also, wenn nicht das Riesendrama angesagt ist, komme ich vielleicht. Gibt´s einen Dresscode?“

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