Martin Pfaff - Grenzgänger

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Professor Dr. Martin Pfaff beschreibt in seinem Buch seine einzigartige Reise: Ein Weg, der eine lange Suche wurde, mit dem Ziel, den Sinn des Lebens zu erkunden. Auf allen Ebenen hat der Autor Grenzen überwunden: spirituelle, kulturelle, politische Grenzen ebenso wie Mauern im Inneren.
Das Buch beginnt mit der Jugend eines Mannes, dessen Kindheit vom Katholizismus geprägt ist, der nach Indien gelangt und dort die großen Religionen des Landes entdeckt. Professor Dr. Martin Pfaff berichtet dem Leser über seinen äußeren und inneren Weg. Darüber, wie er sich immer wieder selbst neu erfinden muss, um die Welt um sich herum mit zu gestalten. Er ist dabei der ehrenamtliche Mitbegründer von Blindenschulen in Indien, wird Student an einer US-amerikanischen Eliteuniversität und schafft eine außerordentliche wissenschaftliche Karriere in den USA und Deutschland. Durch sein politisches Engagement wird er schließlich Mitglied des Deutschen Bundestages in mehreren Legislaturperioden.

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Die Eltern Maria und Anton Pfaff anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit 1986 - фото 2Die Eltern, Maria und Anton Pfaff, anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit (1986)

Die Brüder Pfaff im Jahr 1962 von links nach rechts Mathias 21 Martin - фото 3Die Brüder Pfaff im Jahr 1962 (von links nach rechts): Mathias (21), Martin (23) und Anton (19)

Anita und Martin sowie Anitas Mutter Emilie beim Anschneiden der Hochzeitstorte - фото 4Anita und Martin sowie Anitas Mutter Emilie beim Anschneiden der Hochzeitstorte (5.7.1965)

Anitas Vater Subhas Chandra Bose 1942 Anita Frühjahr 1961 - фото 5Anitas Vater Subhas Chandra Bose (1942)

Anita Frühjahr 1961 Anita und Martin Sommer 1962 An - фото 6Anita (Frühjahr 1961)

Anita und Martin Sommer 1962 Anita und Martin Sommer 1962 - фото 7Anita und Martin (Sommer 1962)

Anita und Martin Sommer 1962 Unsere Kinder im Jahr 1976 Peter Arun 8 - фото 8Anita und Martin (Sommer 1962)

Unsere Kinder im Jahr 1976 Peter Arun 8 Mitte Thomas Krishna 2 und Maya - фото 9Unsere Kinder im Jahr 1976: Peter Arun (8, Mitte), Thomas Krishna (2) und Maya Carina (9 Mon.)

Mit Reverend Father Abraham in der Blindenschule 1958 Reverend Father - фото 10Mit Reverend Father Abraham in der Blindenschule (1958)

Reverend Father Abraham mit blinden Schülern 1959 In der BrailleKlasse - фото 11Reverend Father Abraham mit blinden Schülern (1959)

In der BrailleKlasse sitzend der blinde Lehrer CDP Vittal In einer - фото 12In der Braille-Klasse (sitzend: der blinde Lehrer C.D.P. Vittal)

In einer Handwerksklasse hier in der RohrgeflechtKlasse Martin schenkt dem - фото 13In einer Handwerksklasse (hier: in der Rohrgeflecht-Klasse)

Martin schenkt dem indischen Premierminister Pandit J Nehru einen von den - фото 14Martin schenkt dem indischen Premierminister Pandit J. Nehru einen von den blinden Kindern geflochtenen Teller (1960)

Martin mit Professor Kenneth E Boulding und mit Professor Nicholas - фото 15Martin mit Professor Kenneth E. Boulding und mit Professor Nicholas Georgescu-Roegen (1972)

1. Die erste Grenze: Ausbruch und Aufbruch

Der Wind spielt mit den Wolken wie ein Kätzchen mit Wollknäueln. Bald schiebt er sie weiter, bald reißt er Öffnungen auf, durch die der Mond das Feld vor uns beleuchtet wie eine Bühne: Die Maispflanzen werfen dunkle Schatten auf den Acker, wechselnde Muster. Einmal fahl, einmal hell beleuchtet. Dann wieder wird es dunkel. Es ist kühl.

„Du musst ganz still sein: kein Reden, kein Husten, keinen Laut! Die Grenzwachen können jederzeit kommen!“ Mein Vater flüstert mir eindringlich zu. Wenn der Mond wieder sein Licht auf das Maisfeld wirft, kann ich die Anspannung in seinem Gesicht sehen. Sie überträgt sich auf mich.

Durch die dichten Maispflanzen können wir den Weg vor uns gerade noch sehen: zwei hellere Bänder, von den Kufen der Ochsenkarren geformt, dazwischen Gras. „Hier kommen die Grenzer auf ihrer Patrouille regelmäßig vorbei. Manchmal sogar mit Hunden. Aber das ist eher selten. Denn sie erwarten nicht, dass sich jemand über diese Grenze traut!“ Auch wenn ich es meinem Vater nicht zeigen will: Ich habe Angst.

Wir liegen jetzt schon bald eine halbe Stunde auf dem Ackerboden. Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor. Neben dem Rascheln des Windes in den Maisblättern dringt der Geruch der Erde in mein Bewusstsein.

Meine Gedanken schweifen zurück zu den Ereignissen der letzten Tage: Wie mein Vater aus Wien „schwarz“ über die Grenze nach Ungarn kam, um mich – den Siebenjährigen – von unserem Heimatort Tevel gegen Ende meines zweiten Schuljahrs abzuholen. Ich sollte in Wien zur Schule gehen.

Schon vorher, auf dem Weg zur Grenze, waren mein Vater und ich nur knapp einer brenzligen Situation entkommen: In Budapest mussten wir einen Zwischenstopp einlegen. Nach der Kindheitserfahrung in unserem Dorf und im nahe gelegenen Fünfkirchen war Budapest eine überwältigende Erfahrung. Ein Höhepunkt war der Zoo mit seinen exotischen Tieren: So etwas hatte ich noch nie gesehen! Beim Verlassen des Zoos flüsterte mir mein Vater plötzlich eindringlich auf Ungarisch zu: „Red auf Ungarisch weiter! Kein Wort Deutsch!“ Bald war mir klar, warum: Die Polizei kontrollierte die Papiere der Passanten sporadisch. Die einen winkten sie durch, die andern wurden sorgfältig überprüft.

Ich plauderte laut auf Ungarisch, das ich damals fließend sprechen konnte, vor mich hin, über die Tiere und wie niedlich die kleinen Löwenbabys waren. Die Polizisten warfen nur einen kurzen Blick auf uns beide und ließen uns passieren. Ein Glück, dass unsere Volksschule nach Ende des Krieges nur noch in ungarischer Sprache unterrichtete, sodass wir sie recht gut beherrschten. Und dass der strenge Lehrer ein drakonisches Regime führte. Denn wir liebten den Ungarischunterricht nicht. Viel lieber hätten wir auf Deutsch gelernt. Zu Hause bei den Großeltern und im Haus meines Onkels wurde weiterhin ein schwäbischer Dialekt gesprochen, wie schon von vielen Generationen von Einwanderern aus dem deutschen Sprachraum zuvor. Unsere Eltern redeten wir Kinder mit „Vater“ und „Mutter“ an.

Während des Zweiten Weltkriegs gab es Unterricht in deutscher sowie in ungarischer Sprache. Zudem wurde auch gemischter „Deutsch-plus-Ungarisch“-Unterricht gehalten: Der „Probst-Lehrer“ auf Ungarisch, der „Stängli-Lehrer“ gemischt und der „Galosch-Lehrer“ wie die „Olga-Lehrerin“ auf Deutsch. Dieses Arrangement war wohl der damaligen politischen Situation geschuldet.

Die Worte meines Vaters beenden meine Gedankenreise jäh. „Gleich kommen sie!“, flüstert er mir zu. Tatsächlich kann ich Wortfetzen und dazwischen Lachen hören. Bald sind zwei Gestalten in Uniform im Mondlicht zu erkennen. Sie unterhalten sich angeregt, ihre Zigaretten glimmen. Sie kommen auf uns zu. Dann entfernen sie sich. Bald ist nichts mehr von ihnen zu hören.

„Wir müssen noch ein paar Minuten warten, damit sie uns nicht sehen oder hören, wenn wir die Grenze überschreiten.“ Nach einiger Zeit stehen wir auf. Ich strecke meine steifen Glieder, klopfe die trockene Erde von den Kleidern ab und blicke angespannt auf meinen Vater.

„Jetzt geht‘s los! Nicht auf trockene Blätter steigen!“ Als wir den Weg erreichen, blickt mein Vater besorgt nach links und rechts und gibt das Zeichen zum Weitergehen.

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