Tullio Aurelio - Die letzte Beichte von Maria Magdalena

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Die letzte Beichte von Maria Magdalena: краткое содержание, описание и аннотация

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Das Buch handelt von Gott, Jesus und dem Teufel. Aber auch von den Menschen, die sich mit ihnen drei abmühen, ohne es zu müssen. Existiert Gott, existiert der Teufel, ist Jesus von den Toten auferstanden?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich Maria von Magdala, die Jüngerin Jesu und angeblich erste Zeugin seiner Auferstehung nicht. Noch weniger tangieren diese Zweifel die Florentiner Karmelitin Maria Magdalena, die – wie dieses Buch unterstellt – sich einbildet die wiedergeborene Maria von Magdala und neue Freundin Jesu zu sein.
Der Teufel, Satan oder Luzifer, wie er auch heißen mag, muss die Aufgabe übernehmen, den Zweifel im Herzen vom Maria Magdalena zu säen. Und der Zweifel bringt Früchte: Gott bleibt eine Frage ohne Antwort, und ob Jesus vom Tod auferstanden ist, ist auch unsicher geworden, denn er besucht seit ihrer letzten Beichte Maria Magdalena in ihrer Klosterzelle in Florenz auch nicht mehr.
Die fiktionalen Elemente dieses Thema haben das Buchgenre fiction erzwungen, auch wenn dieses Buch als das dritte einer Trilogie des Autors bezeichnet werden kann. Es geht hier, wie auch in Gott, Götter und Idole und in Wir sterben und wissen nicht wohin, um die Frage, ob unsere Bilder von Gott und dem Jenseits einer von uns erwünschten Wirklichkeit entsprechen oder nicht. Der Zweifel bleibt. Echt teuflisch! Obwohl: Der Teufel meint, er selbst sei auch nur eine unserer Projektionen. Und er wäre auch nicht sehr begeistert, so zu sein, wie wir ihn gern hätten.

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„Nein, Pater, ich bilde es mir nicht ein, ich bin es. Zu Beginn meines neuen Lebens spürte ich es stark, konnte aber einige Zweifel nicht beseitigen. Seit meinem zwölften Lebensjahr weiß ich es einfach.“

Als sie gerade 12 Jahre alt war, war ihr der von ihr geliebte Jesus erschien. Sie musste dieses Mal nicht so lange warten wie damals vor tausendfünfhundert Jahren in Palästina.

Sie war gerade dabei, den Sonnenuntergang zu betrachten. Das Schauspiel der untergehenden Sonne über den florentinischen Dächern zog sie seit ihrer frühen Kindheit stark an. An dem Abend war es ihr, als ob die Sonne besonders groß und besonders tiefrot am Himmel schiene. Aber sie senkte sich nicht nieder hinter dem Hügel vom Piazzale Michelangelo, sie kam ihr sozusagen entgegen. Die Sonnenscheibe wurde ein Gesicht, und sie erkannte das Gesicht ihres geliebten Jesus, der ihr entgegenstrahlte. Und als sie aufstehen, ihn umarmen und küssen wollte, verschwand er. Erst dann ging die Sonne langsam herunter am Horizont.

Sie war sprachlos.

2

Maria Magdalena lernt den Teufel kennen

„Damals, vor fünfzehn Jahrhunderten, zur Zeit, als Jesus auf Erden weilte“, erzählte Maria Magdalena dem Beichtvater, „saß ich fast jeden Tag am Straßenrand, in ein rotes Kleid gehüllt, und genoss die Sonnenuntergänge in Palästina, die rote Scheibe über den Dächern von Magdala und über dem Wüstensand. Es waren die schönsten Augenblicke meines damaligen Lebens, wenn die Männer mich in Ruhe ließen und ich die Zeit hatte, die Sonnenuntergänge zu genießen. Gleichzeitig war ich nach den Männern süchtig und, blieben sie zu lange weg, bekam ich richtig hysterische Anfälle, genauso wie jetzt in meinem Bett im Karmeliterkloster, wenn mein geliebter Jesus eine mir unendlich lange vorkommende Zeit nicht zu mir kommt. Ob ich eventuell auch heute so wie damals an hysterischen Anfällen leide?“

„Vor fünfzehn Jahrhunderten“, sagte der Beichtvater, „warst du höchstwahrscheinlich gar nicht unter den Lebenden. Und damals hatte man für solche Phänomene zwei Erklärungen: Die Frau — es waren ja fast immer Frauen, die solche Anfälle hatten, während die Ärzte fast immer Männer waren — hatte nicht genug Geschlechtsverkehr mit Männern und deshalb wurde sie unruhig und hysterisch. Die andere Ansicht war, dass die Frau von Dämonen besessen war. Bei Maria von Magdala hatte man damals sogar sieben Dämonen diagnostiziert.“

„Genau“, fügte Maria Magdalena, von der ersten Bemerkung des Beichtvaters unbeeindruckt hinzu. „Wegen der hysterischen Anfälle, besonders aber wegen der vermuteten und gefürchteten Dämonenbesessenheit, hielten sich viele Männer von mir fern. Sie hatten Angst. Und das machte mich noch ausfälliger. Andere Männer hingegen fühlten sich von mir noch stärker angezogen. Sie versuchten durch die Vereinigung mit mir dem Geheimnis meiner Besessenheit und vielleicht sogar des Teufels selbst, der dahinter steckte, auf die Spur zu kommen.“

„Wie schön du die Sachen erklären kannst“, bestätigte sie Satan.

Maria Magdalena war ob des häufigen Wechsels der Person, mit der sie sich unterhielt, sehr irritiert.

Satan sprach unbeirrt weiter. „Ich merke schon, dass du dich nicht genau auskennst oder nicht genau erinnerst. Ich war damals wohl dabei, deshalb erzähle ich nun selbst weiter. Einer, der Maria von Magdala auf die Pelle rückte, hieß Raphael. Er war aber, wie sie sofort spürte, kein gewöhnlicher Mann. Er verfügte nicht über die physischen Mittel der Männer, um sich mit Maria von Magdala zu vereinen, denn er war ja — wie ich — ein Engel, und Engel wissen nicht mal, ob sie männlich oder weiblich sind. Aber Engel haben gegenüber Männern gewisse Vorteile: Sie verfügen über ein besonderes Einfühlungsvermögen, und Raphael konnte wohl in Maria von Magdala eindringen, wenn auch nur geistig, und sich mit ihr vereinigen. Sie fühlte sich zwar unbefriedigt, konnte aber ein tiefes Glücksgefühl nicht leugnen.“

Satan erzählte weiter:

„Raphael konnte sich erinnern, einige Jahrzehnte davor seinen Bruder Gabriel ein Stück des Weges nach Nazareth begleitet zu haben. Gabriel hatte eine geheime Mission, er sollte Gotteshilfe bei der Zeugung eines Gottessohnes verheißen, denn Gott ist mächtiger als ein Mann, meinte Gabriel. Gabriel heißt selbst ‚Gott ist mächtig’, oder, knapp formuliert, ‚Gott kann’s’. Ihre Wege hatten sich aber dann getrennt. Gabriel wollte nach seiner Mission in Nazareth unbedingt in den Himmel zurück. Er war unter den Erzengeln für punktuelle, kurze Aufträge vom obersten Chef zuständig. Er konnte oder musste nach Erfüllung des Auftrags und der Übergabe der Botschaft direkt wieder heim. Raphael hingegen hatte sich dazu entschieden, auf der Erde zu bleiben.

Er selbst war für die Heilung der Menschen zuständig. Er wurde deswegen Raphael genannt, was ‚Gott heilt’, ‚Gott macht gesund’ bedeutet. Und die Heilung ist kein schneller Prozess. Manchmal dauert es Jahre, bis der Erfolg einsetzt. Er war also gewohnt, auf Erden zu weilen, hatte aber weiterhin ständigen Kontakt mit dem Himmel. Hatte! Zuletzt ließ der Kontakt leider ein wenig zu wünschen übrig“, meinte Satan.

„Vor langer, langer Zeit“, fügte der Teufel hinzu, „hatte Raphael Maria von Magdala von einer früheren Reise erzählt. Er hatte einen Mann Namens Tobias auf einer fernen Reise zu seiner Verwandten Sara begleitet. Auch Sara war keine einfache Frau. Wie Maria von Magdala war sie von einem Dämon besessen. Der Dämon liebte sie und ließ es nicht zu, dass Männer ihrem Rock zu nahe kamen. Sieben Männer, die sie zur Frau nehmen wollten, hatte er eigenhändig abgemurkst. Schon damals fühlte sich Raphael von der dunklen Welt der Dämonen angezogen und wollte deren Geheimnis enträtseln. Schließlich war es ihm gelungen, Sara von ihrem Dämon zu befreien, sodass Sara und Tobias in jener Nacht Mann und Frau werden konnten.

Das Gegenmittel gegen Dämonen war ein erprobtes und bereits unter der ägyptischen Göttern bekannt. Dämonen mögen den Geruch von Fisch einfach nicht. Besonders den Geruch und den Rauch des auf Kohlen gegrillten Herzens und der Leber eines Fisches verabscheuen sie. Dies geschah, seitdem der Gott Seth wie von Dämonen besessen, es handelte sich in seinem Fall um den Dämon der Eifersucht, der nicht selten zu furchtbaren Wutausbrüchen führt, seinen göttlichen Bruder Osiris regelrecht zerstückelt und die Teile ins Wasser geworfen hatte — man wusste nicht mehr, ob in den Nil oder in eines der zahlreichen Meere, die Ägypten umgeben. Isis, die Schwester und Frau von Osiris hatte zwar alle Stücke wiedergefunden und zusammengesetzt, aber den Penis fand sie nicht wieder. Der Penis des Osiris wurde ein Fisch, aus einem Fisch wurden zwei Fische, zwei Fische wurden viele Fische, die Nahrung und Fruchtbarkeit brachten. Auf diese Weise rächen sich die guten Götter. Seitdem ist der Fisch ein Symbol der Fruchtbarkeit und wird von den Dämonen wie die Pest gehasst. Die Dämonen, Mächte der Sterilität, der Unfruchtbarkeit und der Zerstörung, verabscheuen seitdem alle Arten von Fisch, besonders wenn sie geräuchert sind. Fischer sind deshalb, wenn sie oft Fisch räuchern, grillen und essen, frei von dämonischer Ansteckung.

Raphael war während der ganzen Zeit der Vermählung von Tobias und Sara Pate gestanden — so hatte er Maria von Magdala erzählt — und er war froh, dass ihnen der Dämon nichts mehr antun konnte. Der Rauch des Fisches hatte ihn in die Flucht geschlagen. Der Dämon war in ihre alte Heimat, nach Ägypten, geflohen, aber Raphael hatte ihn bis dorthin verfolgt und erdrosselt“. Der Teufel machte eine kleine Pause und beobachtete die Reaktion von Maria Magdalena. Sie war von der Erzählung des Teufels fasziniert und wartete geduldig, dass er weitersprach.

„Raphael“, meinte der Teufel, „war seit damals vom Geheimnis des Dämonischen ungeheuer fasziniert. Fast beneidete er Frauen, die von einem Dämon besessen waren. Und auch jetzt, während er die Nähe von Maria von Magdala suchte, war er nicht nur von ihrer schönen Haut fasziniert. Man spricht den Engeln zwar jeglichen Fleischgenuss zu Recht ab, aber ein gutes ästhetisches Empfinden haben sie wohl alle, und damit können sie auch Lust am Schönen empfinden. Besonders wenn sie längere Zeit auf Erden weilen, werden sie für die Anziehungskraft von schönen Frauen und — warum denn nicht, wir sind ja geschlechtlich nicht einpolig bestimmt — Männern empfänglich.

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