Ursula Tintelnot - Tatjana - Stadt am Strom

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Tatjana, Besitzerin eines kleinen Antiquariates, ist immer auf der Suche nach kostbaren Büchern, Noten oder verschwundenen Manuskripten. Als sie den Auftrag bekommt, eine private Bibliothek zu betreuen nimmt sie an, und ein Strudel von unerwarteten, nicht ungefährlichen Ereignissen reißt sie mit. Die alleinerziehende Mutter eines kleinen Sohnes macht sich auf die Suche nach den Originalnoten des Urhebers einer Messe, die einem anderen Komponisten zugeschrieben wird.

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Tatjana ging vor Adam her ins Büro. »Gar nichts, oder doch. Gestern war der Mann im grauen Mantel wieder hier. Er interessiert sich offensichtlich für Tschaikowsky.« Sie reichte Adam einen Becher Kaffee. »Als ich fragte, ob ich ihn benachrichtigen soll, wenn ich etwas finde, hat er abgelehnt. Im Moment begegnet mir Tschaikowsky dauernd im Netz.« Sie seufzte. »Irgendwie ist die Branche in Aufruhr. Anfragen nach Noten häufen sich. Ich verstehe es nicht.« Sie sah kurz auf den Bildschirm und klappte ihn dann zu.

»Die beiden Männer, die so schnell gegangen sind, als du den Laden betreten hast, das kann doch kein Zufall sein.« Fragend sah sie zu ihm auf. »Und der Überfall auf das Antiquariat Muller & Töchter? Ich weiß, dass die eine riesige Musikaliensammlung besitzen.«

Adam fragte sich, ob er ihr sagen sollte, was er wusste, entschied sich aber dagegen. I ch muss sie nicht noch mehr beunruhigen , dachte er.

In diesem Moment öffnete sich die Tür lautlos und erinnerte Tatjana an das fehlende Gebimmel der kleinen Glocke darüber. Sie vergaß es allerdings sofort wieder, als sie in das glückliche Gesichtchen ihres Sohnes sah.

»Mamam.« Er streckte ihr beide Arme entgegen.

Monika gab Max an seine Mutter weiter. »Morgen um die gleiche Zeit?«

»Ja, bis morgen, danke Monika.«

Monika schob die Kinderkarre neben den Eingang, winkte und ging. Tatjana nickte ihr zu und gab Max einen Kuss. Als sie aufblickte, sah sie Adams amüsierten und gleichzeitig zärtlichen Ausdruck.

»Hallo Maximilian.« Er legte ihm den Finger an die Nase. Max patschte begeistert auf Adams Nase.

Dieses Begrüßungszeremoniell liebte Max. »Da dada.« Er strahlte Adam an und ließ sich von dem großen Mann auf den Arm nehmen. In seinen Armen, dachte Tatjana, sieht mein Baby winzig aus.

»Erzählst du mir, was du in Paris gemacht hast?«

»Ja, aber nicht heute, ich muss noch arbeiten.« Er überließ ihr Max und verabschiedete sich, indem er sie auf beide Wangen küsste.

Sie roch den angenehmen Duft seiner abgewetzten Lederjacke.

»Ciao, bis Samstag, ich hol dich ab.«

Adam war ein halber Italiener. Seine Mutter, eine schöne Römerin, hatte ihm dunkelgraue Augen und ein klassisches Profil vererbt. Das Interesse an Musik, Kunst und Literatur war ohne Frage das Erbe seines Vaters.

~~~

»Wow!« Freddy stieß einen bewundernden Pfiff aus, als Tatjana die Tür öffnete.

»Reiß dich zusammen, Freddy«, drohte Fritzi und umarmte sie, »du siehst toll aus, Tanja.«

»Danke. Bier steht im Kühlschrank. Nehmt euch zu essen, was ihr mögt.« Freddy balgte sich bereits mit Max auf dem Sofa und kitzelte ihn durch.

»Adam muss jeden Moment kommen.« Als es klingelte, warf sie sich ihren Mantel über und lief die Treppe hinab. Noch auf den letzten Stufen hörte sie das glucksende Lachen ihres Sohnes. Freddy war verrückt nach Kindern. Fritzi liebte Max, aber eigene Kinder wollte sie nicht.

Dreieinhalb Stunden später, an der Garderobe, noch ganz erfüllt von der Musik Tschaikowskys und einer herzerweichenden, tragischen Liebesgeschichte, ließ Tatjana sich von Adam den Mantel über die Schultern legen.

»Ich habe einen Tisch im 'Opera' reserviert.«

»Wunderbar, ich habe einen Bärenhunger.«

»Kein Wunder, nach dem, was wir gerade auf der Bühne gesehen haben.«

Tatsächlich hatte die Regie geschwelgt in bäuerlichen Gelagen zum Erntedank und einem äußerst appetitanregenden Fest im Haus des Fürsten Gremin.

Tatjana lachte. »Das wird dich einiges kosten, mein Lieber.«

Adam betrachtete sie. Sie trug ein schmales hochgeschlossenes Kleid mit langen Ärmeln, einem geschlitzten Rücken, raffiniert und schlicht. »Vielleicht sollte ich dich doch gleich nach Hause bringen, dann musst du dir keine Sorgen um die Figur machen.«

»Geizhals.«

Das Restaurant lag auf der anderen Straßenseite, gegenüber der Oper. Es war laut, und die Gespräche drehten sich, soweit sie hören konnten, um die Aufführung. Tatjana griff nach der Karte. Aber in Gedanken war sie weit weg. Sie dachte an die Zeit, die sie auf einem Gut in der Nähe von Rom verbracht hatte.

Sie war sieben Jahre alt gewesen, als sie zum ersten Mal mit ihrem Vater dorthin gefahren war. Die Zeit des Erntedankfestes. Und dort war sie Adam begegnet. Die erste Liebe meines Lebens, dachte sie. Sie hatte es ihm nie gestanden.

»Tatjana!« Sie sah auf. »Woran denkst du?« Adam lächelte sie an. »Was willst du bestellen?«

»Oh, ich war ganz wo anders.« Sie sah noch einmal in die Karte. »Ich nehme das Cordon bleu von der Maispoularde.«

Adam bestellte für sie beide.

»Und wo genau ist ‘ganz wo anders’?« Seine Finger drehten den Stiel seines Weinglases, während er sie abwartend ansah.

»Cascina Posa.« Der Name kam weich, fast zärtlich aus ihrem Mund.

Damals, vor mehr als zwanzig Jahren, war er siebzehn gewesen. Er konnte sich gut an Tatjana erinnern. An ihr kastanienbraunes üppiges Haar, das in der Sonne wie flüssiges Gold schimmerte, ihre grünen Augen, ihre zierliche Gestalt. Ein zauberhaftes Kind, wie eine Elfe aus einer anderen Welt, wenn sie unter den silbernen Olivenbäumen mit den weißen Welpen seiner Hündin Zita tobte. Ihr Vater war ein freundlicher ruhiger Mann, der mit seiner Tochter sprach, als sei sie eine Erwachsene. Er wusste nicht, wann seine Mutter die Geliebte dieses Mannes geworden war. Es hatte eine Weile gedauert, bis er es begriff.

‘Cascina Posa’ war das Landgut seiner Mutter in der Nähe Roms. Seine Eltern lebten seit zehn Jahren getrennt. Die Römerin hatte sich im kalten Norden nicht wohlgefühlt und war mit ihm zurück in ihre Heimat gegangen. Acht Jahre lang verbrachte Tatjana mit ihrem Vater alle Ferien in Italien. Auch nach dem frühen Tod seiner Mutter war der Kontakt nicht abgerissen. Tatjanas Vater war für ihn ein väterlicher Freund geworden, auf dessen Rat er nicht verzichten wollte.

»Du warst ein süßes kleines Mädchen.«

»Und du eine Art großer Bruder, der mir kaum Beachtung schenkte.«

Ja, dachte Adam, bloß ein großer Bruder.

»Nachtisch?«

»Danke, nein, ich möchte nur noch einen Espresso. Dann muss ich nach Hause, damit Fritzi und Freddy ins Bett kommen.

~~~

»Moin«, grummelte Freak, als Tatjana ihren Laden betrat.

Die Glocke läutete wieder nicht, verdammt. Sie hatte Max zu Monika gebracht. Er würde dort auch seinen Mittagsschlaf halten. Zeit, sich um ihren Laden zu kümmern. »Kaffee?«

Freak blickte auf. »Sieh mal, das ist doch Adam?« Er drehte den Monitor zu ihr.

The Daily Mirror berichtete vom spektakulären Wiederauftauchen einer verschwundenen Handschrift. Unter dem Artikel ein etwas unscharfes Bild. Eine Gruppe von Männern in Anzügen lächelte zufrieden in die Kamera. Adam in seiner zerschlissenen Lederjacke starrte verdrießlich ins Objektiv.

Tatjana lachte. »Er wird sich ärgern. Seinem Beruf ist es eher abträglich, wenn man ihn erkennt.«

»Idioten.« Freak ließ offen, wen er damit meinte, die Männer auf dem Foto oder die Fotografen.

»Such mir doch bitte die Adresse raus, die …«

»Wir haben kein Geld, Tanja.«

»Ich habe noch zwei Jobs bei Theo, das krieg ich schon hin. Außerdem ist noch gar nicht gesagt, dass ich was kaufe.« Sie drückte ihm eine Tasse Kaffee in die Hand. »Ich will doch nur mal sehen, was genau die anbieten.

»Ich kenn dich«, seufzte Freak und suchte die Mails von letzter Woche heraus. »Da ist sie, ich schreib sie dir auf. Und denk an meine Worte, wir haben kein Geld.« Er streckte die Hand nach ihrem Handy aus. »Ich geb dir die Daten ins Navi ein.«

»Danke.«

Tatjana genoss die Fahrt. Noch hatte sich der Hochnebel nicht verflüchtigt. Aber die Sonne suchte sich schon ihren Weg. Felder und Wiesen lagen ganz verwaschen da.

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