Julius Wolff - Julius Wolff - Der Raubgraf

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Julius Wolff: Der Raubgraf: краткое содержание, описание и аннотация

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Der Raubgraf von der Burg Regenstein weitet rücksichtslos seinen Machtbereich aus. Mit jedem erfolgreichen Eroberungszug rund um die Stadt Quedlinburg wächst seine Angriffslust. Doch langsam formiert sich der Widerstand.
"Der Raubgraf" schildert mit anschaulichen Bildern das Leben in der Harzregion während des Mittelalters. Julius Wolff hat für seinen historischen Roman umfassend in geschichtlichen Originalquellen recherchiert.

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Diese große Auszeichnung erhöhte Bocks Selbstbewußtsein gewaltig, und er gewöhnte sich nach dem Vorbilde des Grafen ein ritterliches Benehmen an, ohne hoffärtig gegen das Gesinde und reisige Volk zu werden, mit dem er nach wir vor Mühen und Gefahren brüderlich teilte.

Er hatte nichts. Sein Roß, sein Eisenkleid und Schwert und Schild waren und blieben, wie er es auffaßte, des Grafen, von dem er sie bekommen hatte, und als dessen unbeschränktes, jeden Augenblick nach Belieben zu nutzendes oder wegzuwerfendes Eigentum betrachtete er auch sein Blut und Leben. Ein Mann des Grafen von Regenstein zu sein, war seine Ehre und sein Stolz, und mit gleicher Treue wie früher dem Vater diente er jetzt den Söhnen, von denen Albrecht sein Stern und Spiegel, Siegfried aber sein Herzensliebling war.

Der Ritter hielt Stadt und Stift Quedlinburg streng voneinander getrennt. Der ersteren war er feindlich gesinnt, weil sie die Rechte seines Herrn schmälern wollte; in der Äbtissin dagegen erblickte er als Dienstmann ihres Schirmvogtes eine Fürstin, die auf die Kraft seiner Lanze einen ebenso begründeten Anspruch hatte wie seiner Meinung nach er selber und sein Roß auf ihr Bier und ihren Futterhafer.

Als die Reiter auf dem Münchenhofe ankamen, stieg Bock vom Pferde und rief einem seiner Knechte zu: „Hängt ab, Nothnagel! wir bleiben hier.“

Willekin und Florencius taten einen Stegreiftrunk von dem kräftigen Bier, das sie dem darreichenden Meier loben mußten, und setzten sich wieder in Bewegung.

„Ich wünsche Euch einen gnädigen Empfang bei dem hochwürdigsten Herrn Bischof, Herr Stiftshauptmann!“ höhnte ihnen der Ritter nach. „Aber ich sorge, Ihr werdet mit Eurer Botschaft so viel Mühe haben, als wenn Ihr einem Tauben ein Märlein erzähltet.“

„Ich denke, er wird es in beide Ohren nehmen, was ich ihm zu sagen habe“, entgegnete Herr Willekin sich im Sattel umwendend.

„Und Euch zum Dank dafür zu Gaste laden, nicht wahr?“

„Wartet es ab, Herr Bock von Schlanstedt, wer die Zeche zu bezahlen haben wird.“

„O, wir leben bei ihm auf Kreide“, rief Bock lachend.

„Und sitzt tief genug drin, das weiß ich!“ gab der Stiftshauptmann ebenso zurück.

„Dann machen wir einen Strich durch – hiermit!“ sagte Bock und schlug mit der Hand ans Schwert.

Aber die Reiter waren schon zu entfernt, um die Worte des Zurückbleibenden noch verstehen zu können.

„Daß dich der Bock stößt! mich will bedünken, Ihr laßt Euch in seltsam krumme Händel ein, Herr Willekin!“ murrte der hagere Recke mit einem mißtrauischen Blicke nach dem dahinreitenden Stiftshauptmann. „Wir zwei stehen nicht in einem Stall. – Weiter, Hasenbart!“ sagte er dann zu einem anderen seiner Gesellen und hielt ihm den leeren Krug hin, um ihn wieder füllen zu lassen, „aber heute nicht mehr als drei für jeden! Bis wir die heruntergespült haben, sind die beiden Quedlinburgischen außer Sicht. Sie müssen denken, daß wir hier bleiben, darum sagte ich euch, ihr solltet abhängen. Nachher reiten wir ein bißchen scharf zu über Wegeleben und ziehen uns rechts an der Bode um Emersleben herum. Unsere Grafen kommen über Derenburg, und in der Gegend von Schwanebeck an der Holtemme sollten wir sie treffen; die von Crottorf und Schlanstedt kommen auch.“

„Na, da werden wir's ja wohl schaffen!“ brummte Nothnagel.

„Eselskopf! schaffen!“ sprach Bock, ehe er den frischen Krug an die Lippen setzte, „Graf Albrecht ist ja dabei und –“ nach einem langen Zuge – „und wir sieben!“

Sie tranken gemächlich und legten während des dritten Kruges die Sättel wieder auf.

Eine Stunde vor Mittag trafen Willekin und Florencius vor dem Petershofe, der großen bischöflichen Burg in Halberstadt ein, die sich dem Dome gegenüber, hochgelegen und stark bewehrt, mit ihren Umfassungsmauern an die viertürmige Liebfrauenkirche lehnte.

Der Stiftshauptmann sprach absitzend: „Bringe die Rößlein zu meinem werten Freunde, dem Domherrn Herbord Moor, Florencius, und melde mich und dich bei ihm zu Mittag an; sage ihm mit meinem Gruße, ich würde nicht lange auf mich warten lassen, er könnte mittlerweile mal in den tiefsten Winkel seines Kellers leuchten.“

Der Schreiber griff nickend den Zügel des anderen Pferdes und ritt zur Kurie des Domherrn.

Der Stiftshauptmann aber schritt durch das düstere Tor und wandte sich über den Schloßhof nach dem Portale der bischöflichen Residenz.

4.

Ein junger Kleriker führte den Stiftshauptmann über Treppen und durch steingraue Hallen in einen gewölbten, von einer Hängelampe nur matt erleuchteten Gang, an dessen Ende still und zurückgezogen die Wohngemächer des Bischofs lagen. Dort in einem geräumigen, üppig ausgestatteten Zimmer ließ er den Gast in Erwartung des Hausherrn allein, und Herr Willekin war nicht leicht zumute, als er nun unmittelbar und in einer ihn fremd anschauenden, seltsam befangenden Umgebung vor einer vielleicht verhängnisvollen Unterredung stand.

Bald trat der Bischof ein, in bis auf die Füße reichendem violettem Gewand, eine jugendlich schlanke Gestalt mit bleichen, edel geformten Zügen, denen zwei große dunkle Augen einen vornehm gebietenden Ausdruck verliehen.

Der Stiftshauptmann verneigte sich tief, und Bischof Albrecht redete ihn mit den Worten an: „Seid mir willkommen, Herr Stiftshauptmann! Wie geht es unserer gnädigen Frau von Quedlinburg?“

„Sie sendet Euch durch Euren gehorsamen Diener ihren freundnachbarlichen Gruß, hochwürdigster Herr!“ erwiderte der Stiftshauptmann mit einer neuen Verbeugung.

„Und meldet mir ihr und ihrer hochgeborenen Damen erfreuliches Erscheinen am Tage meiner feierlichen Inthronisation“, sprach der Bischof, während ein zufriedenes Lächeln über sein Antlitz glitt.

Der Stiftshauptmann schwieg und blickte verlegen zu Boden.

„Nun? Ihr schweigt?“ frug der Bischof betroffen. „Ihr wollt mir doch nicht sagen, sie käme nicht?“

„Ich wollte, ich brauchte es Euch nicht zu sagen, hochwürdigster Herr“, entgegnete der Stiftshauptmann etwas kleinlaut.

„Sie kommt nicht?!“ wiederholte der Bischof mit strafendem Blick, jedes Wort laut betonend.

Willekin schüttelte langsam das Haupt.

Der Bischof machte einen Gang durch das Zimmer, seine Erregung zu bekämpfen. Dann blieb er halb abgewandt mit verschränkten Armen stehen und warf hochmütig über die Schulter: „Ich werde doch erfahren, womit sie ihr Ausbleiben entschuldigen will, Herr Stiftshauptmann?“

Der andere zögerte mit der Antwort und sagte dann: „Hochwürdigster Herr, – es sind Bedenken und notwendige Rücksichten, welche die gnädige Frau bestimmen, – der heilige Vater ist der geistliche Oberherr, und –“

„Hahaha! also darum!“ lachte der Bischof, „weil das hochheilige Kollegium Papst Johanns, das in seiner babylonischen Gefangenschaft zu Avignon sich so lustige Tage macht, mir seinen Segen versagt! – Ein so zartes Gewissen hätte ich unserer schönen Schwester Jutta nicht zugetraut. Nun, ich hoffe, die scrupuli werden noch zu besiegen sein.“

„Ich bezweifle es, gnädigster Herr!“

„Wie? weil ich als deutscher Kirchenfürst mich unter die Vormundschaft des bis zur Machtlosigkeit heruntergekommenen Papstes nicht bücken und beugen, sondern meine Herrlichkeit und Freiheit, mein eigen Regiment und Willen mir wahren will, darum, darum verweigert mir die Äbtissin eines freiweltlichen Stiftes, selber eine reichsunmittelbare Fürstin, die nachbarliche Höflichkeit?“ eiferte der Bischof mit unwilligem Erstaunen. „Herr Stiftshauptmann, das ist nicht der wahre Grund.“

„Und weiß kaum, hochwürdiger Herr, wie ich es Euch –“

„O besinnt Euch nur! Ihr wißt noch einen anderen“, unterbrach ihn der Bischof mit spottender Überlegenheit und fügte, da keine Antwort erfolgte, herrisch hinzu: „Seht mir ins Gesicht, Herr Willekin von Herrkestorf! kommen diese Bedenken aus der Äbtissin eigener Seele?“

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