Hildegard Becker - Die Überquerung der Feuerzangenbowle

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Die Überquerung der Feuerzangenbowle: краткое содержание, описание и аннотация

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Was tun, wenn orthopädische Odysseen versagen? Von Rückenschmerzen geplagt, greift Frau B. zur Selbsthilfe und verordnet sich zur Ablenkung ein Bildungsrezept: Sie möchte das Abitur nachholen. Wider Erwarten stößt sie in ihrer neuen Schule ausschließlich auf junge Mitschüler. Bunt aus verschiedenen Nationalitäten zusammengewürfelt, haben sie sich für einen höheren Bildungsabschluss entschieden, um nicht in die Arbeitslosigkeit zu geraten. Der Schreck sitzt tief: Frau B. ist der absolute Schul-Oldie und wird von ihren neuen Schulkame-raden vollkommen ignoriert!
Leider nicht ihr einziges Problem. Vater Willi, ehemaliger Profikicker, leidet an beginnender Demenz und kommt mit den Neuerungen im Leben seiner Tochter nicht zurecht. Und zu allem Überfluss fallen die geliebten Reisen nun in die teuren Ferien. Zwar sorgt hier die Maxime, «0 Sterne buchen-10 Sterne Spaß haben», für rasche Abhilfe, doch die anderen Hürden lassen sich nicht so einfach überwinden. Schafft es Frau B., die scharfen Klippen aus schulischer Anforderung, Außenseiterstatus, sowie familiärer Belastung zu umschiffen?
Zunächst sieht es nicht danach aus, aber dann sorgt der harte Schulalltag mit seinen haarsträu7,benden Geschehnissen für einen Richtungswechsel und greift Frau B. unter die Arme.

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Im Chemiesaal stank es. Schon aus diesem Grund war ich froh, wenn die Stunde vorüber war. Der Lehrer war höflich, sympathisch und ich konnte seinen Ausführungen folgen. Er war so ohne Ecken und Kanten, dass ich seinen Namen vergessen habe. Das Schloss der Toilettentüre im oberen Stockwerk klemmte. Man durfte sie nicht abschließen, denn sonst kam man nur mit blauen Fingern heraus- oder nie wieder. Zweimal kam ich deshalb in den ersten Tagen nach der Pause nicht mehr zurück. Neben der Toilette lag der Biologiesaal. Biologie bei Veit Meinrad! Er war mit der Gabe gesegnet, selbst einfache Sachverhalte dermaßen kompliziert zu erklären, wie ich es niemals für möglich gehalten hätte. Als ich erfuhr, dass er neben Biologie auch Latein und Philosophie unterrichtete, wurde mir der hohe Level seines Drei-Fach-Mix-Unterrichtes klar. Bereits in der ersten Stunde trug er lächelnd zur allgemeinen Verwirrung bei, als er jeden Schüler bat, sich als Blume vorzustellen. Ich entschied mich für ein Stiefmütterchen. Leider interpretierte er meine Wahl in eine falsche Richtung: „Sie sehen doch nicht aus wie ein Stiefmütterchen, oder werden sie aufgrund des Altersunterschiedes von ihren Mitschülern stiefmütterlich behandelt?“ Just in diesem Moment hörte ich Tobi seinem Nachbarn zuflüsterten: „Hoffentlich schafft Stiefmütterchen das Abi noch vor dem Verwelken.“ Das saß. Welch dreister Affe! Am liebsten hätte ich ihm auf der Stelle eine rein gehauen. Ehe ich dahingehend tätig werden konnte, forschte Herr Meinrad bereits weiter: „Ein Stiefmütterchen, hm. Haben sie Stiefkinder, sind sie also tatsächlich eine Stiefmutter? Aber hoffentlich keine Rabenmutter! Welcher Jahrgang sind sie denn?“ Veit Meinrad holte noch weiter aus und ließ seiner Phantasie freien Lauf. Irgendwann kam ich dann zu Wort: „Mein Opa war Maler. Er liebte Blumen. Seine besondere Liebe galt den Stiefmütterchen, die er oft mit mir zusammen malte, als ich noch ein Kind war. Aus diesem Grund ist mir diese Blume spontan eingefallen.“ Zur Vorsicht verschwieg ich, dass mich das charakteristische Herzstück der Blüte durch seine dunklen Markierungen anzog wie ein magisches Auge, von dessen Wimpernkranz ich leider nur träumen konnte.

„So, so“, säuselte Herr Meinrad lächelnd und holte aus zu einer biologischen Beschreibung des Stiefmütterchens, philosophierte anschließend über Stempel und Blüten aller Art, schwenkte zu den Bienchen über, und landete beim Menschen, mit dem er seinen Rundkurs beendete. In der Fünfminutenpause nach jener denkwürdigen ersten Stunde nahm er mich beiseite, um mich zu fragen, ob ich mich denn für Kunst interessiere. Es entspann sich ein Gespräch, aus dem hervorging, dass wir ein Jahrgang waren, Rückenprobleme hatten, sein Freund, ein namhafter Künstler gestorben sei, und dass in früheren Zeiten das Unterrichten schöner war, als noch mehr ältere Schüler wie ich das Institut bevölkerten. Auf meine Frage, warum das so sei, erklärte mir Herr Meinrad, dass die hohe Arbeitslosigkeit junge Menschen veranlasse, meist nach einer Lehre ohne anschließende Übernahme, doch noch einen höher qualifizierten Schulabschluss anzustreben.

Bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich berufliche Schwierigkeiten Jugendlicher nur aus zweiter Hand. Meine Anteilnahme an dieser Problematik war aus diesem Grund noch nicht sonderlich angekurbelt. De Facto erschien es mir aber ab diesem Moment auch nicht erstrebenswert, das Zeiträdchen zurückzudrehen. Außer, ja, außer an dem Ort wo ich täglich mit meinem Alter konfrontiert wurde: Auf der Toilette! Nach Möglichkeit vermied ich den Gang dorthin, denn das Abschließen war mir aus bereits erwähnten Gründen zu gefährlich. Daneben hatte ich anfänglich Schwierigkeiten jemand zum Aufpassen an der Türe zu bewegen. Aus diesem Grund benutzte ich wenn nötig, die große, aber stark frequentierte Toilettenanlage im Erdgeschoss. Beim Händewaschen erfolgte unvermeidlich der prüfende Blick in den Spiegel. Saubere Nase? Zahnzwischenräume? Frisur? Lippenstift nachlegen nötig? Selbst wenn alle Parameter zu meiner vollsten Zufriedenheit ausfielen, ging eine der Türen auf, ein weibliches Wesen diesseits der Fünfundzwanzig kam heraus, schaute flüchtig mit Vorgerecktem Kinn über meine Schulter in den gleichen Spiegel- und entschwand. Jener direkte Vergleich traf mich jedes Mal wie ein Keulenschlag. Auch der Gedanke, „dass die da auch mal hinkommt wo ich jetzt bin“, oder, „ob die in meinem Alter noch mit ihrem dicken Po durch ein Gartentor passt“, oder, „die Ärmste ist zwar schön, war aber bestimmt arbeitslos“, konnten mich in diesen Momenten nicht aufmuntern. Wenn mich zu diesem fatalen Zeitpunkt nicht gerade jeder anstarrte als hätte ich mich verlaufen, wurde ich völlig ignoriert. Wohlgemerkt, nicht mit Verachtung gestraft, dafür lag kein Grund vor, sondern schlimmer, mir wurde keinerlei Beachtung geschenkt. Ich war sozusagen nicht vorhanden- ich war älter als die Eltern- ich war schon scheintot. Und sosehr ich mich auch in diesen ersten Tagen und Wochen um Kommunikation bemühte, war es mir fast unmöglich auch nur die Spur einer sozialen Vernetzung aufzubauen. Ich rauchte sogar einige Selbstgedrehte in der Raucherecke, weil Raucher gerne alle zwischenmenschlichen Unterschiede durch ihr gemeinsames Hobby überbrücken. Leider mit dem Erfolg, dass ich ständig angeschnorrt, aber danach sofort wieder verlassen wurde. Ein wenig entsetzte mich, dass es unter meinen jungen Mitschülern Schleimer gab. Diese Spezies, an der Schule gerecht auf beide Geschlechter verteilt, grüßte honigsüß lächelnd und hielt mir die gleichen Türen auf, die sie mir einige Tage später vor der Nase zufallen ließen. Dann nämlich hatten diese Typen bemerkt, dass ich keineswegs Lehrerin wie angenommen, sondern eine Mitschülerin war.

Klaus-Willi entging mein Frust nicht. Jeden Abend vor dem Zubettgehen nahm er den Wecker in die Hand und fragte: „Morgenfrüh wieder um sechs Uhr?“

„Ja“. Heftiges Kopfnicken.

„Sicher?“

„Sicher!“ Nicht ganz so heftiges Kopfnicken.

Diesem Dialog folgte meistens das obligatorische „Gutenachtbussi“ - manchmal auch mehr…wenn ich nicht gerade schwächelte. Der Schulstress.

Morgens eröffnete ich die Konversation:

„Kaffee?“

„Hmmmm.“ Nicken mit geschlossenen Augen.

„Wann? Jetzt?“

„Nein, erst wenn du geduscht hast.“ Es folgte ein wohliges Schnauben mit sofortigem Weiterschlafen.

Erklärend muss hier angeführt werden, dass wir unseren Hausstand einige Zeit zuvor um einen Kaffeeautomaten der Luxusklasse erweitert hatten. Dieses Meisterwerk der Technik, gesponsort durch die alljährliche Weihnachtszuwendung meiner Schwiegereltern, zauberte nicht nur auf der Stelle köstlichen Kaffee, nein, es war auch kinderleicht zu handhaben. Dermaßen glücklich über soviel Komfort, wurde es bei Klaus-Willi und mir Gang und Gäbe, dass derjenige, der zuerst aufstand, dem anderen einen Kaffee ans Bett servierte. Ganz klar machte ich dank meiner frühen Weckzeit auf diese Weise den sozialen Aufstieg zum Service-Chef. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir aber noch nicht der Tatsache bewusst, dass ich diesen Rang, mit Ausnahme der Wochenenden und Ferien, für die nächsten drei Jahre bekleiden durfte. Ein krisenfester Job.

Mit der Lehrerschaft klappte es besser als mit den Klassenkameraden. Sogar in meinem Angstfach Mathematik. Unsere Lehrerin war freundlich, äußerst schlagfertig, mit schulterlangen blonden Haaren und ebenso langen Haaren auf den Zähnen, die noch länger wurden, wenn man die Hausaufgaben nicht gemacht hatte, die von ihr immer und ohne Ausnahme kontrolliert wurden. Sie hieß Sabine Piczynski, präsentierte ihr Fach wie ein Stück zart schmelzende Schokolade und erstellte so wunderbare Tafelbilder mit Wölkchen, dass sogar ich sie verstand. Bei den meisten Jungs hatte sie sofort einen Stein im Brett, da sie nicht nur über ein attraktives Erscheinungsbild verfügte, sondern daneben auch die Basketball-AG leitete, deren männliche Mitgliederzahl drastisch in die Höhe schnellte. Ich staunte nicht schlecht über mich. Die Hausaufgaben erschienen mir wie interessante Rätsel. Ich erwischte mich dabei, dass ich mich regelrecht freute, die Nuss zu knacken. Aber das war noch nicht alles. Ich meldete mich, wenn auch jedes Mal ziemlich aufgeregt, im Unterricht. Ich! In Mathematik! Seit meiner Kindheit glaubte ich fest an meine mathematische Begriffsstutzigkeit. Es war wie eine Offenbarung, und eine Stimme säuselte mir ständig ins Ohr: „Du bist gar nicht so blöde!“ Den größten Teil dieser Erkenntnis verdankte ich allerdings meiner Klassenlehrerin Annilore Frenken. Nach den ersten paar Tagen fragte sie mich auf dem Gang: „Na, haben sie sich denn schon eingelebt?“

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