Michael Aulfinger - Möllner Zeiten

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"Möllner Zeiten" ist ein unterhaltsamer historischer Roman über die Möllner Stadtgeschichte (Schleswig-Holstein) vom Ende des 12. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Die Geschichte einer fiktiven Familie zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. In 28 Kapiteln werden dabei wahre Ereignisse thematisiert, die von Kriegen, die Abhängigkeit von Lübeck, Stadtbelagerungen, Stadtbrände, Epidemien, Scharfrichtern, Hexenprozeßen, der Tod des Till Eulenspiegels und anderen interessanten Geschichten handeln. Auch die Liebe findet ihren Platz sowie die alltäglichen Sorgen und das Leben der jeweiligen Zeit. Es ist ein kurzatmiger Roman, der Spaß beim Lesen bereitet.
In sechs Jahren intensivster Recherche in den Archiven ist dabei ein außergewöhnliches und interessantes Buch entstanden. Die Möllner Stadtgeschichte wird äußerst lebhaft widergespiegelt.
Nicht nur für Möllner geeignet, sondern für alle, die sich für historische Romane und das Mittelalter interessieren.

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„Wir sind Westfalen. Unser früheres Land lag zwischen den Flüssen Ems, Lippe und Hunte.“

„Dann wisst ihr ja noch, wo ihr hin gehört, und wo der Weg dorthin lang geht. Folgt also einfach eurer eigenen Fährte zurück. Macht euch auf dem Weg nach Westfalen von dannen.“

„Ihr müsst meinen aufgebrachten Sohn entschuldigen. Er ist nicht sehr erfreut über die vielen fremden Menschen.“ Mistiwoi war wie gewöhnlich um ein friedliches Verhältnis bemüht.

„Von Westfalen habe ich schon einmal gehört, doch kann ich mir von den Flüssen und deren Lage kein Bild machen. Wie weit von hier ist den eure westfälische Heimat gelegen?“

„Mit einem Pferd benötigt ein guter und schneller Reiter vier bis fünf Tagesreisen. Mit den Wagen waren wir Wochen unterwegs.“ Reinolds Rücken schmerzte während er sprach.

„Und warum seid ihr nicht dageblieben, sondern dem gräflichem Werber gefolgt, um uns unser Land zu rauben?“ Prabislav konnte nicht davon ablassen, seinen Unwillen über die neuen Nachbarn zu äußern. Mistiwoi wollte deshalb gerade seinen leicht erregbaren Sohn zurechtweisen, als Reinold beschwichtigend die Hand hob.

„Lass ihn ruhig, guter Mann. Uns kann er damit nicht herausfordern. Aber wenn es ihn interessiert, kann ich ihm die Gründe erklären, die uns bewegten in ein neues Land aufzubrechen, und unser alte liebgewordene Heimat zu verlassen.

Seht, dass uns hier das Paradies auf Erden begegnen wird, hat sicherlich niemand von uns erwartet. Sicherlich waren die vielen Menschen in Westfalen ein Grund dafür. Es gab halt nicht mehr genug Grund und Boden, um alle zu ernähren. Aber der wichtigste Grund war, dass es hier genug fruchtbares Land gibt. Wir wollten einfach eine neue Heimat aufbauen. Nennt es Sehnsucht, oder die Suche nach einer besseren Zukunft. Und da kam es uns zugute, dass uns dieses große unbesiedelte Gebiet mit dem fruchtbaren Boden angeboten wurde.“

Vater und Sohn sahen sich darauf wortlos an. Dann fand Mistiwoi die Worte wieder.

„Das hört sich ja gut an aus eurer Sicht, doch sagtet ihr noch nicht, was ihr hier wollt?“

Reinold räusperte sich, und warf einen schnellen Blick auf den Lokator Konrad. Der nickte fast unbemerkt.

„Wir sind gekommen, um euch und eurem ganzen Dorf ein Angebot zu machen, welches ihr nicht ausschlagen könnt.“

„Dann lasst mal hören!“ Mistiwoi wurde neugierig.

„Nicht hier. Ich werde es euch allen im Beisein eures Starosta unterbreiten. Bis dahin übt euch in Geduld.“

„Dann lasst uns in unser Dorf gehen. Ich bin gespannt.“

Die fünf Reiter folgten den beiden Polaben den kurzen Weg ins Dorf. Die friedlichen Bewohner musterten die Westfalen aufmerksam. In ihren Augen war nicht nur Neugierde, sondern auch Misstrauen und eine Spur Furcht zu lesen.

Zwentepolch reagierte mit seinen Mannen jedoch anders. Augenblicklich stürmten sie in ihre Hütten und holten ihre Waffen, die aus Schwertern, Pfeil und Bogen, Äxten, Speeren und Dolchen bestand. Zügig waren sie wieder zur Stelle und drängten sich nach vorne. Sie standen den Reitern gegenüber. Unschlüssig saßen diese auf ihren Pferden. Ihnen war nicht wohl zu Mute. Das änderte sich, als Postwoi in würdevoller Haltung erschien und seiner Pflicht als Starosta nachkam. Mit lauter Stimme übertönte er das Gemurmel und rief zur Ruhe auf.

Brots , senkt die Waffen. Wir wollen unseren Gästen unsere Gastfreundschaft zuteil werden lassen, die sie verdienen. Sie sind in friedlicher Absicht gekommen. Es ziemt sich nicht, so ehrbare Männer ,die uns mit ihrem Besuch beehren, mit Waffen zu empfangen.“

Er wandte sich an die Westfalen und bat sie, von den Pferden zu steigen, um sich an dem kühlen Wasser zu erfrischen, welches ihnen gereicht wurde.

„Nun, was führt euch zu uns?“

Reinold, der als einziger die Sprache der Polaben beherrschte, führte auch hier das Wort. Konrad Wackerbart hielt sich zurück. Er hatte Vertrauen in dessen Verhandlungsgeschick.

„Wir sind vom Werder hergekommen, um euch ein Angebot zu machen, welches ihr nicht ausschlagen könnt. Es ist eine großzügiges Geste unseres Grafen Bernhard, und seines Lokators Konrad Wackerbart, den ihr hier an meiner Seite seht.“

Ein verschmitztes wissendes Lächeln, welches den linken Mundwinkel für den Bruchteil einer Sekunde dem Ohransatz näherbrachte, huschte über Postwois Gesicht. Er war sich sicher, dass er das Angebot schon kannte. Jedoch schien er der Einzige zu sein, denn alle Einwohner des slawischen Dorfes hatten sich derweil versammelt und hingen mit neugierigem und misstrauischem Blick an den Lippen des westfälischen Sprechers.

„Dann sprecht. Euch wird nichts geschehen.“ Dies sagte Postwoi wohlwissend in Hinsicht auf Zwentepolchs Gesellen, die sich in waffenstarrender Haltung unter das Volk gemischt hatten.

„Wir Westfalen sind aus einem fernen Land gekommen, um uns hier niederzulassen und in Frieden mit euch Slawen zu leben. Uns ist wohl bekannt, dass ihr hier schon lange eure Hüten aufgebaut hat. Aber das Land ist fruchtbar und groß genug, um für alle eine gute Ernte abfallen zu lassen. Deshalb liegt es uns am Herzen, mit euch friedlich zusammenzuleben.

Nun sind wir dabei, die Häuser zu errichten. Doch sie sind noch lange nicht fertig. Wir beabsichtigen zu Gottes Ehren ein großes Gotteshaus zu bauen. Dafür benötigen wir starke Männer, die Steine heranschleppen können und handwerklich geschickt sind. Wenn eure slawischen Männer gewillt sind, mit uns unser Gotteshaus und weitere Häuser zu errichten, so wird es euer Schaden nicht sein.“

Postwoi hatte aufmerksam zugehört. Ihn schien das Angebot wahrlich nicht zu überraschen.

„Warum sollten wir mithelfen? Sagt mir und meinem Stamm, welchen Nutzen wir davon hätten? Denn bedenkt, dass euer Gott nicht unser Gott ist.“

Reinold hatte diesen Einwurf erwartet. An alle Einwohner sprach er mit klarer Stimme:

„Einen großen Nutzen werdet ihr haben. Zum Einen bekommt ihr Lohn, zum Anderen erwerbt ihr das Recht in einigen von den errichteten Häusern wohnen zu dürfen. Und zum Dritten erlässt der Graf euch für drei Jahre lang die Zehntlast. Ihr könnt nicht nein sagen.“

Ein lautes Gemurmel ertönte bei den Umherstehenden. Der Dorfälteste hob beschwichtigend die Arme, um zu antworten. Doch sollte er nicht dazu kommen, denn unverhofft hatte sich Zwentepolch aus dem Pulk gelöst und war in die Mitte getreten, dem Lokator und seinem Sprecher genau vor die Augen. Dabei blieb seine Hand bereit, um sein Schwert schnell greifen zu können. Wie selbstverständlich ergriff er mit lauter Stimme das Wort.

„Ich glaubte mich verhört zu haben. Glaubt den krastajanin kein Wort. Jetzt versprechen sie uns alles, nur um billige Arbeitskräfte zu haben. Aber sie erfüllen nicht eins ihrer Versprechen.“

„Das ist nicht wahr. Wir Christen stehen zu unserem Wort. Wir können ein Bündnis schriftlich niederlegen, wenn es euch beruhigen sollte.“

Wutentbrannt stellte Zwentepolch sich genau vor Reinold auf, nahezu Kopf an Kopf. Seine Faust hatte dabei den Griff des Schwertes vollständig umfasst.

„Was ist wohl ein Vertrag mit den krastajanin wert? Ich sage euch, Volk der Polaben. Nichts. Es ist nur ihre Absicht unser Dorf zu zerstören. Seid nicht so dumm, darauf hereinzufallen. Ich warne euch. Seid keine lelek, Weichlinge, sondern erhebt euch, und schüttelt diese Fesseln ab, bevor sie uns allesamt vernichten. Am besten ist es, wir erledigen es gleich hier. Dann sind die anderen ohne vod, führerlos, und irren umher, wie ein kur, Huhn ohne Kopf.“

Mordlüstern funkelten seine Augen. Mit einem Ruck zog er sein Schwert aus der Scheide.

„Molc , schweig.

Aufgebracht, wie man Postwoi gar nicht kannte, gebot er mit einem einzigen Wort Zwentepolch, augenblicklich zu schweigen.

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