Michael Aulfinger - Möllner Zeiten

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"Möllner Zeiten" ist ein unterhaltsamer historischer Roman über die Möllner Stadtgeschichte (Schleswig-Holstein) vom Ende des 12. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Die Geschichte einer fiktiven Familie zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. In 28 Kapiteln werden dabei wahre Ereignisse thematisiert, die von Kriegen, die Abhängigkeit von Lübeck, Stadtbelagerungen, Stadtbrände, Epidemien, Scharfrichtern, Hexenprozeßen, der Tod des Till Eulenspiegels und anderen interessanten Geschichten handeln. Auch die Liebe findet ihren Platz sowie die alltäglichen Sorgen und das Leben der jeweiligen Zeit. Es ist ein kurzatmiger Roman, der Spaß beim Lesen bereitet.
In sechs Jahren intensivster Recherche in den Archiven ist dabei ein außergewöhnliches und interessantes Buch entstanden. Die Möllner Stadtgeschichte wird äußerst lebhaft widergespiegelt.
Nicht nur für Möllner geeignet, sondern für alle, die sich für historische Romane und das Mittelalter interessieren.

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„Hm.“ Der alte Mann war verunsichert und strich seinen grauen Bart. Er wandte sich zu den anderen Männern um, und besprach sich mit ihnen in der fremden Sprache. Bald drehte er sich wieder um.

„Verschwinde. Aber sei gewarnt. Dein junges Alter hat dich zwar diesmal vor dem Strick gerettet. Aber wenn wir dich noch einmal bei unserem Vieh sehen, wirst du augenblicklich aufgehängt. Der Baum dahinten ist immer für dich da, und wird nicht gefällt. Jetzt hau ab.“

„Danke.“ Mehr sagte Prabislav nicht dazu und lief den gleichen Weg, den er gekommen war, so schnell zurück, als ob ihn eine Horde Feinde verfolgen würde. Er hatte einfach nur Angst und war überglücklich, den fremden Männern entkommen zu sein.

Eine ganze Woche lange traute sich Prabislav nicht mehr zum Werder. Seinem Vater hatte er nichts von dem Zwischenfall erzählt. Peinlichkeit war der Grund dafür gewesen.

Doch dann obsiegte seine Neugier. Aber diesmal schlich er sich nicht wie ein Viehdieb heran, sondern ging aufrechten Ganges mit erhobenem Haupt auf dem Weg über den schmalen Zugang zum Werder. Schon von weitem erkannte er, dass die Häuser immer mehr Gestalt annahmen. Haus für Haus entstand, eins nach dem anderen. Dies war möglich, weil jeder jedem half. Zuerst wurde ein hölzernes Gerüst auf der ebenen Erde gebaut. Dann wurden die Zwischenräume mit Steinen und Mörtel aufgefüllt. Als er auf der staubigen Straße zwischen den ersten Häuser ging, waren die Mauern bis in Höhe seines Kopfes errichtet. Prabislav kam aus dem Staunen nicht heraus. Mit offenem Mund ging er durch die Straßen.

Es wurde ihm zuerst gar nicht bewusst, dass sich niemand über seine Anwesenheit aufregte. Deshalb wurde sein Schritt immer sicherer, und das anfänglich unsichere Gefühl in der Magengegend verschwand alsbald. So stolzierte er durch die Straßen der für ihn ungewohnten im Bau befindlichen Stadt. Seine Augen saugten förmlich die wachsenden Gebäude auf.

Als er am nördlichsten Punkt des Werders angelangt war, sah er, wie fünfzehn Männer weiterhin damit beschäftigt waren, eine neue hölzerne Brücke bis ans nördlich gehende Ufer zu errichten. Stück für Stück versenkten sie angespitzte Pfähle in den Grund des Sees, um auf deren Enden Bretter und Balken quer zu befestigen. Auf beiden Seiten sollten hölzerne Geländer der drei Meter breiten Brücke folgen. Sie war so stabil gebaut, dass sie die mit Salz und anderen Gütern schwerbeladenen Fuhrwerke sicher tragen konnte.

Aufmerksam verfolgte Prabislav die Arbeitsweise der geschickten Handwerker. Sein Blick war deshalb so von der Tätigkeit gefangen, dass er nicht bemerkte, wie sich ihm von hinten jemand näherte. Eine breite knöcherige Hand legte sich plötzlich auf seine noch nicht gänzlich ausgebildete Schulter. Prabislav zuckte zusammen.

Dann drehte er sich um und sah in gütig dreinschauende Augen, die er sofort erkannte. Die Augen gehörten zu dem Mann, der mit ihm polabisch auf der Wiese gesprochen hatte.

„Es überrascht mich nicht, dich hier zu sehen. Obwohl ich dich eigentlich schon früher erwartet habe. Dir ist wohl der Schreck gehörig in die Glieder gefahren, oder war gar deine Hose gefüllt? Ha, ha. Na ja, jedenfalls hast du dich diesmal nicht wie ein gewöhnlicher Viehdieb herangeschlichen.“

Das Lachen überzog das Gesicht des alten Mannes, während Prabislav sofort errötete, als er an diese Peinlichkeit erinnert wurde.

„Ich wollte kein Vieh stehlen.“ Prabislav betonte noch einmal seine Unschuld.

„Ist schon gut, mein Junge. Wir hatten nicht vorgehabt, dich aufzuhängen. Wir wollten dir nur einen gehörigen Schrecken und eine Warnung verabreichen, damit du oder sonst jemand von deinen Leuten niemals auf den Gedanken kommt, sich an unserem Eigentum zu vergreifen.“

„Das war nicht nötig“, regte Prabislav sich auf. „Unser Volk ist kein räuberisches. Wir sind ein friedlich bäuerliches.“

„Da ist mir aber schon anderes zu Ohren gekommen. Die Slawen sind dafür bekannt, die westlichen Dörfer hinter dem Limes Saxoniae zu überfallen. Hamburg haben sie zweimal zerstört. Das und andere Überfälle waren ja auch die Gründe für die Entstehung des Limes. Aber das ist lange her, also reden wir nicht mehr darüber.“

„Nein alter Mann, das kann ich so nicht stehen lassen. Das ist nämlich gar nicht wahr. Wenn hier jemand klaut, dann ihr, und zwar unser slawisches Land, auf dem wir seit unendlichen Generationen leben.“

Der alte Mann sah diesem Gefühlsausbruch des jungen Polaben gelassen entgegen.

„Du brauchst dich nicht aufzuregen. Wir haben nicht vor, irgend jemandem hier Land wegzunehmen. Es ist genug Land für euch Slawen und uns da. Das Land auf dem wir jetzt stehen, wurde uns einst vom Grafen Heinrich von Racisburg versprochen, als seine Werber in unsere ehemalige Heimat kamen. Sein Enkel Bernhard III. von Racisburg hat uns selber unter Führung eines von ihm eingesetzten Lokators hierher geführt, und uns dieses Land, auf dem wir jetzt stehen, zugewiesen. Es ist also alles rechtens.“

„Nichts ist rechtens. Ihr gehört hier nicht hin und sollt gehen. Es ist unser slawisches Land.“

Der aufkommende Zorn ließ bei Prabislav jegliches Verständnis vermissen. Mit seinem jugendlichen Hitzkopf verurteilte er alle Siedler pauschal als Landräuber. Es erschien dem alten Mann sinnlos, Prabislav die Umstände der Besiedelung des Werders vernünftig zu erklären. Deshalb ließ der alte Mann Prabislav ohne ein weiteres Wort gehen. Dieser ging auf dem kürzesten Weg in sein slawisches Dorf zurück. Zorn verspürte er plötzlich auf alle Siedler. Sie hatten hier nichts zu suchen, und sollten wieder dorthin zurückkehren, wo sie hergekommen waren, wo immer diese Land auch sein mochte.

Als er sein Dorf erreichte, sollte sich sein Zorn noch steigern.

Alle Männer des Dorfes standen im Inneren des Rundlings herum und redeten aufgebracht durcheinander. Das war nicht gewöhnlich, denn bei den Polaben war der Starosta der Wortführer bei Versammlungen. An diesem Tag war diese Regel wohl außer Kraft gesetzt worden. Ihre Aufgeregtheit war nur zu offensichtlich.

Prabislav, der immer noch nicht wusste worum es eigentlich ging, stellte sich unauffällig hinter die im Kreis stehenden Männer und folgte gespannt ihren lauten Einwürfen.

„Wie ich vorhin schon sagte, dürfen wir uns das nicht gefallen lassen. Jetzt nehmen sie uns den Slawenzins weg, und erhöhen uns die Abgaben. Aber dies ist nur der Anfang. Wer weiß, was dann noch alles kommt. Deshalb sage ich euch: wir müssen uns wehren. Ab heute wird gar keine Steuer mehr bezahlt. Ich werde niemals ihren Zehnten entrichten. Den Slawenzins habe ich schon unter Magenknurren und mit anschließendem Hunger entrichtet. Aber nun ist Schluss. Ich sage euch, Männer von Mulne, wir müssen kämpfen für unser Recht.“

Der dreißigjährige Zwentepolch mit dem narbigem Gesicht war außer sich. Seine Augen standen vor Wut weit hervor. Seiner Meinung nach wurde sein Volk von dem Grafen Bern­hard III. und seinen Schergen nur ausgesaugt. Und er stand mit seiner aufrührerischen Meinung nicht alleine da. Ungefähr die Hälfte der Männer war für einen Widerstand gegen die Einführung des Zehnten, und die andere Hälfte hatte unter Berücksichtigung des friedlichen Zusammenlebens die erschwerten Bedingungen notwendigerweise geschluckt.

Nun war endlich eine Pause eingetreten. Die Männer der Polaben mussten erst einmal die bis dahin gehörten Worte verdauen, bevor sie weitersprachen.

Dann ergriff Postwoi beschwichtigend das Wort, wobei er fast beschwörend beide Arme mit offenen Handflächen nach vorne haltend, erhob.

Clawak , Menschen von Mulne. Hört mir zu. Was Zwentepolch anführt entspricht nicht der Wahrheit. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wir werden letztlich nicht mehr, sondern weniger Abgaben zahlen. Die Abschaffung des Slawenzinses ist kein Nachteil, wie er so unwissend behauptet, sondern eine zukünftige Verbesserung für uns. Ich werde es euch beweisen.

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