Michael Aulfinger - Möllner Zeiten

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"Möllner Zeiten" ist ein unterhaltsamer historischer Roman über die Möllner Stadtgeschichte (Schleswig-Holstein) vom Ende des 12. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Die Geschichte einer fiktiven Familie zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. In 28 Kapiteln werden dabei wahre Ereignisse thematisiert, die von Kriegen, die Abhängigkeit von Lübeck, Stadtbelagerungen, Stadtbrände, Epidemien, Scharfrichtern, Hexenprozeßen, der Tod des Till Eulenspiegels und anderen interessanten Geschichten handeln. Auch die Liebe findet ihren Platz sowie die alltäglichen Sorgen und das Leben der jeweiligen Zeit. Es ist ein kurzatmiger Roman, der Spaß beim Lesen bereitet.
In sechs Jahren intensivster Recherche in den Archiven ist dabei ein außergewöhnliches und interessantes Buch entstanden. Die Möllner Stadtgeschichte wird äußerst lebhaft widergespiegelt.
Nicht nur für Möllner geeignet, sondern für alle, die sich für historische Romane und das Mittelalter interessieren.

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Winfried wachte auf. Es war kurz vor Sonnenaufgang an diesem Wochentag im Monat März des Jahres 1281. Im Osten verfärbte sich der Himmel hell. Vogelgezwitscher und das frühe Krähen des Hahnes war zu vernehmen. Winfried erhob sich von seiner Schlafstelle, die eine flache Pritsche aus grob behauenen Fichtenbrettern war. Als Unterlage diente ihm und seiner Frau ein Strohsack. Mit einem Schaffell deckten sie sich stets zu.

Als er aufgestanden war, reckte er sich und gähnte. Aber er tat dies leise, denn er wollte seine hochschwangere Frau Jolanthe nicht wecken. Sein Blick fiel auf seine vier Kinder, die auf dem aufgeschütteten Stroh direkt neben der Feuerstelle schliefen. Das Feuer in dem aus Lehm erbauten Kochofen war erloschen. Graue Aschereste und ein halb verkohltes Buchenholz zeugten davon, dass an dem vergangenen kalten Märzabend das Feuer für wohlige Wärme gesorgt hatte. Der Kochofen war nach oben offen, sodass der Rauch bis unter das Dach aufsteigen, sich dort sammeln und durch eine Luke entweichen konnte.

Winfried zog sein leinenes dunkelgraues Hemd über. Alle Bauern trugen dunkelgraue Kleider. Bunte Farben waren im Allgemeinen bei den Bauern nicht üblich.

Bevor er sein Wohnhaus verließ, schlüpfte er noch in seine Schuhe. Zwei Paar nannte Winfried sein Eigen. Das eine war aus Lindenholz geschnitzt. Vom vorigen Tag auf dem Feld hingen noch verkrustete Erdklumpen daran.

Sein zweites Schuhpaar, welches noch in seiner Truhe lag, in der sich seine wenigen Habseligkeiten befanden, war aus braunem Leder gefertigt und wurde am Knöchel gebunden. Diese Truhe war eine aus rohem Holz gezimmerte Kiste, die neben der Bettpritsche, den Schemeln und dem Tisch eines der wenigen Möbelstücke in dem Wohnhaus war.

Winfried weckte seine Kinder, indem er von jedem einzelnen den Namen rief. Dennoch tat er dies so leise, dass Jolanthe nicht wach wurde. In dieser für sie schweren Zeit benötigte sie ihren Schlaf. Es war ihre siebte Schwangerschaft. Ein Kind kam bisher tot zur Welt, und ein anderes verstarb nach wenigen Wochen. Der Sterben von Säuglingen war bei den Bauern nichts Außergewöhnliches, doch hoffte Winfried, dass diesmal das Kind gesund geboren und überleben würde. Er betete zu Gott deswegen, und wollte sie selbst in jeder Weise unterstützen.

Nachdem er sah, dass die Kinder dabei waren sich von ihrem Strohlager zu erheben, schlurfte er durch den Raum. Er öffnete die Tür, welche aus einfachen zusammengenagelten Brettern bestand. Die Tür wurde durch Lederriemen, welche als Scharniere dienten, bewegt.

Das erste was er jeden Morgen tat, war der Gang zum Misthaufen. Dort hockte er sich hin und verrichtete seine Notdurft.

Sein Hof bestand aus zwei Gebäuden. Das erste war das Wohnhaus. Behauene Holzstangen bildeten das Gerippe, deren Lücken mit Strohlehm ausgefüllt waren. Im Inneren bildete ein großer Raum das Zentrum, welcher gleichzeitig als Küche, Wohn- und Schlafraum diente. Lediglich ein kleiner abgetrennter Raum diente der Lagerung von Vorräten. Gedeckt war das Dach mit Reet, welches am Rand des Lutowe- und Drusensees reichlich wuchs.

Das zweite Gebäude war viel kleiner, und beherbergte den Ochsen, fünf Schweine und zwei Kühe. Abgetrennt war noch ein Raum, in dem Winfried sein Arbeitsgerät aufbewahrte. Dies war sein gesamtes Eigentum. Gesichert hatte er dies mit einem kreisrunden und mannshohen Palisadenzaun, welcher noch von einem eigenhändig ausgebuddelten Graben umgeben war. Eine zwei Meter lange kleine Holzbrücke führte in das Innere seines Hofes, nachdem zwei schwenkbare Holztüren aufgetan worden waren. Wie sein Hof, so waren alle anderen zehn Höfe des Dorfes Lutowe vor räuberischen Überfällen geschützt.

Sein Blick fiel auf die Holzstämme des Hausgerippes. Sie begannen direkt über der Erdoberfläche zu faulen, weil Nässe und Frost dort leichtes Spiel hatten. Irgendwann, so sagt er sich, müsste er sie einzeln auswechseln, bevor das ganze Haus zusammenbrach. Winfrieds Vater hatte es erbaut, als er in jungen Jahren zusammen mit anderen Männern das Dorf gründete. Winfried hatte sein Leben in diesem Dorf verbracht. In der nahen, großen Stadt Mulne war er bisher nur sporadisch gewesen. Nicht so sein Bruder Gregor, der seit Jahren in Mulne wohnte, und dort als Zimmermann arbeitete. Aber Gregor war schon immer anders.

Eckhard, sein ältester Sohn, kam aus dem Haus, und molk die Kühe. Eigentlich tat dies Jolanthe täglich, doch zur Zeit hatte Eckhard ihr die Arbeit abgenommen. Winfried holte seinen Ochsen aus dem Stall sowie seinen Pflug aus Eichenholz, welcher mit einer hölzernen Deichsel und einem eisernen Dorn ausgerüstet war. An diesem Tag hatte er sich vorgenommen, seine Hufe zu pflügen. Um dorthin zu gelangen, musste er eine kleine Anhöhe oberhalb des nordöstlichen Drusensees erklimmen. An seinem abgesteckten Acker angekommen, schirrte er den Ochsen ein. Während der Arbeit besah er sich das nebenan liegende Feld, welches auch seines war. Zufrieden sah er die fingerlangen grünen Keime der Wintersaat, welche schon aufgegangen war.

Seine fünfjährige Tochter Sieglinde brachte ihm am Vormittag einen Korb mit Brot und Wasser. Sie war stolz darauf ihren Vater versorgen zu können. Er gönnte sich und auch dem Ochsen eine Pause und genoss mit Sieglinde zusammen die Speise.

Die Arbeit des Pflügens war am Nachmittag geschafft. Er besah sich die Furchen, und sein Blick wanderte gen Himmel. Keine Wolke war zu sehen. So war noch mit der Aussaat zu warten, bis sich endlich Regen ankündigte. Das war nicht so schlimm, weil er am nächsten Morgen etwas anderes vorhatte. Etwas, das mit seinem Sohn Eckhard zu tun hatte. Dies beschäftige ihn schon lange Zeit, und morgen wollte er sich endlich einmal darum kümmern.

Nachdem er den Ochsen wieder auf seinen Hof geführt hatte, betrat er sein Haus. Der Rauch des Feuers sammelte sich wie gewohnt unter dem Dach. Der Abzug war zu klein, aber Winfried und seine Familie hatten sich daran gewöhnt. Er trat hinter Jolanthe und umfasste ihren Bauch. Beinahe gelang es ihm nicht mehr, dass seine Fingerkuppen sich berühren konnten, so dick war der Bauch inzwischen geworden.

„Wie geht es dir?“

Jolanthe drehte sich um und gab ihm einen Kuss. Eine nasse Haarsträhne hing ihr über das rechte Auge unter dem Kopftuch hervor. Behutsam wischte Winfried sie weg.

„Wie soll es mir schon gehen? Ich bin froh, wenn der Junge endlich da ist.“

Jolanthe lächelte. Sie war sich absolut sicher, dass es ein Junge werden würde, denn sie hatte als Probe jeweils einen kleinen Haufen Gersten- und Weizensaat mit ihrem Urin benässt. Nur die Weizensaat war aufgegangen. Dies war ein untrügliches Zeichen auf einen Sohn.

Hungrig setzte er sich mit seiner Familie auf Schemeln um den Tisch.

In der Mitte der Platte stand ein Kochkessel, der mit breiigem Brot gefüllt war. Jeder hatte vor sich einen Holznapf stehen. Wie üblich sprach der Herr der Familie ein Gebet und dankte Gott für die Speise. Nachdem er geendet hatte, löffelte jeder für sich seinen Brei. Er bestand aus Mehl, welches aus der nahen Lutower Mühle stammte. Das Mehl war von Jolanthe mit der Milch der eigenen Kühe aufgekocht und mit Honig gesüßt worden. Dies war die übliche Mahlzeit. Abwechslung gab es höchstens von den Eiern der eigenen Hühner, oder wenn eines der Hühner geschlachtet wurde. Falls eine der Säue geschlachtet wurde, gab es tagelang Schweinefleisch. Aber auch Schinken wurden geräuchert. Unter dem Dach gab es schließlich genügend Rauch, sodass der Schinken dort aufgehängt wurde. Ansonsten war Fleisch als Mahlzeit rar. Zwischendurch tranken sie aus hölzernen Bechern Molke dazu.

Nach dem Essen wandte sich Winfried an seinen ältesten Sohn Eckhard.

„Hilfst du mir noch, die Holzstämme aus dem Wald zu holen? Wir müssen Holz für die nächsten Winter machen.“

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