Michael Aulfinger - Möllner Zeiten

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"Möllner Zeiten" ist ein unterhaltsamer historischer Roman über die Möllner Stadtgeschichte (Schleswig-Holstein) vom Ende des 12. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Die Geschichte einer fiktiven Familie zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. In 28 Kapiteln werden dabei wahre Ereignisse thematisiert, die von Kriegen, die Abhängigkeit von Lübeck, Stadtbelagerungen, Stadtbrände, Epidemien, Scharfrichtern, Hexenprozeßen, der Tod des Till Eulenspiegels und anderen interessanten Geschichten handeln. Auch die Liebe findet ihren Platz sowie die alltäglichen Sorgen und das Leben der jeweiligen Zeit. Es ist ein kurzatmiger Roman, der Spaß beim Lesen bereitet.
In sechs Jahren intensivster Recherche in den Archiven ist dabei ein außergewöhnliches und interessantes Buch entstanden. Die Möllner Stadtgeschichte wird äußerst lebhaft widergespiegelt.
Nicht nur für Möllner geeignet, sondern für alle, die sich für historische Romane und das Mittelalter interessieren.

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Dann trat er vor den Rat. Ludolp und Hermann erwarteten ihn bereits. In ihren Augen war ein freudiges Lächeln erkennbar, aber auch alle zehn gewählten Ratsherren sahen ihn freudig an. Das irritierte Walter zunehmend. Was wollten sie von ihm? Schon auf dem Weg hatte er sich diese Frage immer wieder gestellt.

Ludolp lüftete das Geheimnis. „Walter, du bist uns als treuer, sorgfältiger und fleißiger Schreiber bekannt. Wir haben auch nicht vergessen, dass du uns den entscheidenden Tipp zur teilweisen Wiederbeschaffung des Stadtsäckels mit der gefundenen Scheibenfibel gegeben hattest. So war es uns möglich, fast die Hälfte der Kasse zurückzubringen und den Schaden noch erträglich zu halten. Dafür wollte der Rat sich bei dir bedanken. Aber das ist nicht der eigentliche Grund, warum wir dich rufen ließen.

Wie du sicherlich weißt, ist das Amt des Kämmerers vakant. Ulrich war nicht mehr tragbar und wurde demnach nicht noch einmal wiedergewählt. Also suchten wir einen geeigneten Nachfolger heute am Tag der Petri Stuhlfeier . Da hatte Friedrich die Idee, dich für das Amt des Kämmerers vorzuschlagen. Alle waren von der Idee angetan. Einstimmig haben wir dich ergo in dieses Amt gewählt. Deshalb frage ich dich als proconsules: Nimmst du das Amt des cameraij consulatus in Mulne an?“

Walter war perplex. Er meinte sich verhört zu haben. Sicherlich hatten sie sich geirrt. Freilich verfügte er auch über die Voraussetzungen, die ein Mann erfüllen musste, der in den Rat gewählt werden wollte. Hiernach musste ein Kämmerer oder Ratsherr frei geboren sein und durfte in keinem Hörigkeitsverhältnis stehen. Ebenfalls durfte er nin ammet hebbe van heren. Schließlich musste er ein erbeingesessener Bürger der Stadt sein. Zuerst gab es bei den Rats­herren die Einschränkung, dass kein Handwerker in den Rat gewählt werden dürfe, wie es in größeren Städten auch noch weiterhin galt. Das lag daran, dass der Handwerker wahrschein­lich zuerst an die Interessen seiner Zunft dachte. Aber dies war in Mulne nicht durchführbar, weil es sonst zu wenig wählbare Männer gegeben hätte. Es gab desgleichen zu wenig Kaufleute, Patrizier und Grundbesitzer, aus deren Reihen sich die Ratsherren hätten rekrutieren können.

Fragen kamen in ihm auf. Traute er sich das zu? War er der Aufgabe gewachsen? Der Bürgermeister hatte ihm die Option der Ablehnung gegeben. Würde er diesen Schritt wählen, wäre alles weiterhin wie bisher. Er könnte der Arbeit nachgehen, die er kannte und die er beherrschte. Was wäre, wenn er genauso versagen würde wie Ulrich? War es gewährleistet, dass es niemals mehr einen Raub der Stadtkasse geben würde?

Nein. Das war strikt unmöglich.

Aber er konnte dafür sorgen, dass es den Räubern nicht noch einmal so leicht gemacht werden würde. Er könnte die Vorkehrungen des Schutzes verstärken. Diese Fragen, gepaart mit einer gewissen Unsicherheit bei Dingen die neu für jemanden sind, stiegen in ihm auf. Einen Moment überlegte er. Schweigen herrschte im Saal des theatrum. Dann überstieg aber der Stolz die anfängliche Überraschung und die Unsicherheit. Er würde sein Bestes geben.

„Ja, ich nehme das Amt des Kämmerers an.“

„Der Rat der Stadt gratuliert dir zu deinem neuen Amt. Möge eine glückliche Hand dein Amt begleiten, und möge Gott mit dir sein.“ Es war Ludolp die Erleichterung anzumerken.

„Es gibt aber noch zwei Sachen zu besprechen.“ Walter wähnte sich mutig in der Position, Forderungen zu stellen.

„Welche denn, Walter? Sprich es nur aus.“

„Zum ersten verlange ich, dass die Stadtkasse mehr geschützt wird. Ich verlange, dass nach meinen Vorschlägen die Sicherheit des Geldes erhöht, und somit ein Raub nahezu undenkbar gemacht wird. Ich will es den Räubern nicht mehr gar so einfach machen.“

Ludolp sah sich um und gewahrte ein einheitliches Nicken.

„Du kannst nach deinem Gutdünken verfahren. Was du benötigst, wirst du erhalten. Ziere dich nicht nach Nötigem zu verlangen. Und was wäre dein zweites Anliegen?

„Ich gebe zu bedenken, dass die Stelle des Schreibers somit vakant ist. Ich kann sie nicht mehr ausüben. Haben die verehrten Ratsherren schon darüber gesprochen?“

Ludolp lächelte ihn an. „Es zeigt sich, dass du ein umsichtiger Mann bist und wir wohl mit dir als Kämmerer die richtige Wahl getroffen haben. Aber sei getrost. Auch daran haben wir gedacht. Da dein ältester Sohn Bruno schon bei dir als Schreiber in die Lehre geht, so haben wir beschlossen, ihn zum Schreiber der Stadt zu benennen. Bist du einverstanden?“

Walter Augen leuchteten auf. Für ihn zählte dieser Tag der Petri Stuhlfeier am 22. Februar A.D. 1255 mit zu den schönsten Tagen seines Lebens.

Walter betrat zu später Stunde sein Haus. Besorgt stürmte seine Frau Sieglinde zu ihrem Mann. Aber auch die drei Kinder hatten sich gesorgt.

„Was wollten sie von dir? Ich habe mir Sorgen gemacht.“

Walter lächelte angesichts der Fürsorge seiner Frau. So war sie eben. Stets ängstlich und besorgt. Aber andererseits eine herzensgute Frau und Mutter.

„Mach dir keine Sorgen. Ich werde nicht mehr als Schreiber arbeiten.“

Sofort verfinsterte sich Sieglindes Gesicht.

„Bist du entlassen? Wir werden hungern.“ Furcht stand ihr ins Gesicht geschrieben.

„Nein, werden wir nicht. Ich werde sogar mehr verdienen als vorher. Denn ich bin der neue Kämmerer der Stadt.“

Den letzten Satz brüllte Walter hervor und riss jubelnd die Arme hoch. Ungläubige Freude zeichnete sich auf den Gesichtern der Frau und der Kinder ab, wo kurz vorher noch Furcht und Ungewissheit geherrscht hatten.

„Aber das ist noch nicht alles an guten Nachrichten“, fuhr Walter im gemäßigtem Ton fort, „denn für meinen erstgeborenen Sohn habe ich eine noch viel bessere Nachricht. Er wird mein Nachfolger als Schreiber.“

Ungläubigkeit verwandelte sich in reine Freude. Bruno fing am nächsten Tag gleich als Schreiber an. Er setzte die inzwischen schon als Familientradition geltende Zunft der Schreiber fort.

Walter ging in seiner Arbeit als Kämmerer auf. Er setzte seine Vorschläge zur Sicherung der Stadtkasse durch. Vom Rat erhielt er angesichts der Erlebnisse jegliche Unterstützung. In seiner Amtszeit sollte es zu keinem Raub der Gelder mehr kommen.

Der ehemalige Kämmerer Ulrich jedoch verließ die Stadt nach Norden, auf einer Fracht­kutsche. Er ward nie wieder in der Stadt gesehen.

Der Landesherr Herzog Albrecht verstarb sieben Jahre darauf. Angetrieben von der Unge­wissheit über die Zukunft der Stadt, ließ der Bürgermeister Ludolp bei der Witwe des Herzogs Helene nachfragen, ob die damals von Herzog Albrecht bestätigten Stadtrechte, die als Weichbildrecht bekannt waren, weiterhin Gültigkeit haben sollten. Es war wenige Tage vor der Petri Stuhlfeier am 17. Februar 1262, als die Herzogin Helene die Stadtrechte mit dem Satz ius quod welge wicbeldesrecht dicitur bestätigte.

Im folgendem Jahr kamen dann die neuen Herzöge, die Söhne Johann und Albrecht II. nach Mölln. Die beiden Brüder wohnten im Slot. Der Grund ihres Aufenthaltes war nicht nur die erneuerte Bestätigung der Weichbildrechtes.

Es hatte sie ein wichtiger Grund nach Mulne geführt. Sie lagen im Zwist mit dem Bischof von Ratzeburg, Ulrich de Bluchere. Ulrich war zuerst Priester in der Prämonstratenserabtei von Racisburg, bevor er 1257 zum Bischof gewählt wurde.

Seine Wurzeln hatte Ulrich de Bluchere in dem alten Adelsgeschlecht, dessen Stammsitz bei Louwenburg an der Elbe lag. Der Urahn war ein mutiger wendischer Edelknappe, der mit Herzog Heinrich dem Löwen einst nach Rhodos gezogen war, und dort wegen seiner Tapferkeit den Ritterschlag erhalten hatte. Wieder in der Heimat half er Heinrich, als dessen Schwiegersohn Borwin von Mecklenburg von Nikolaus und seinen Abortriten bedrängt wurde. Seine Tapferkeit wurde legendär, als er ganz alleine eine Kapelle verteidigte. Nachdem die Abortriten vor seinem Schwert geflohen waren, überreichte er, gänzlich vom eigenen und fremden Blut überzogen, dem Herzog die Kirchenschlüssel. Da nannte der Herzog ihn Bluchere, den Blutigen. Die Schlüssel wurden seitdem das Wappenzeichen 9des Geschlechts.

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