Thomas Plörer - Der Mann im Mond

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Als Angie Morrison an ihrem Geburtstag erschlagen wird, ist ihr Täter nicht allein. Was verbirgt sich hinter diesem Hut, der nur ein viel zu großes Grinsen preisgibt?
Jahre später macht es sich auf, das zu Ende zu bringen, was es begonnen hat.

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Peter war auch schon wieder da. Seine Zimmertür stand offen. Er saß auf seinem Sofa und studierte einige Blätter. Neben ihm lagen mehrere Ordner, teils aufgeschlagen, teils geschlossen.

„Hey, Pete“, grüßte ihn Herb und steckte einen Kopf in das Zimmer. „Was treibst du da?“

Peter hob den Kopf und nickte ihm zu. „Die Unterlagen der letzten zwei Jahre. Buchhaltung, so wie du gesagt hast.“

„Spannend?“

„Wie die Bibel.“

Herb nickte. Peter hatte sich schon wieder von ihm abgewandt und las weiter. Er hatte einen Kugelschreiber hinter sein rechtes Ohr geklemmt und wirkte jetzt mehr denn je wie ein Streber. Anstatt noch etwas zu sagen, hob er nur die Hand und verschwand wieder. Irgendwie war er froh darum, dass seine Kinder die ihnen zugeteilten Arbeiten so pflichtbewusst erledigten, obwohl sie dafür weder bezahlt wurden noch irgendetwas anderes davon hatten – zumindest im Augenblick nicht. Als Ausgleich dafür, dass sie dieses Jahr nicht zu Schule gehen mussten, hatten sie sich dazu verpflichtet, Praktika im Hotel zu machen. Peter war in der Buchhaltung, die Herb übernommen hatte. Aufgrund seiner langen Erfahrung in diesem Bereich war er sich sicher, seinem Sohn so einiges beibringen zu können. Vielleicht half ihm das später, wenn er mal ein College besuchte. Nein, vielleicht war das falsche Wort: es half ihm sicher !

Sarah sollte mit Louise Gallagher und Patricia Perry arbeiten. Zimmer fertig machen, putzen, servieren, in der Küche aushelfen, Geschirr spülen, Gäste betreuen usw. Er wusste zwar noch nicht, für was seine Tochter das später mal brauche konnte, aber ein bisschen Lebenserfahrung war bestimmt nicht schlecht. Louise war eine strenge, aber freundliche Person. Bei ihr würde sie bestimmt lernen, was es hieß, diszipliniert und gründlich zu arbeiten. Und Patricia war ja ungefähr in ihrem Alter – vielleicht fand sie in ihr so etwas wie eine Freundin. Katharine hatte diesbezüglich einige Zweifel geäußert, aber Herb hoffte für alle Beteiligten, dass es sich zum Positiven entwickeln würde.

Herb öffnete die Tür zum Badezimmer immer noch ganz in Gedanken versunken. Vielleicht hätte er sonst den schmalen Lichtstreifen am Türspalt gesehen und vorher geklopft. So erwischte er jedoch einen der denkbar ungünstigsten Momente.

Die Tür schwang auf und noch ehe Herb realisier hatte, dass das Licht brannte, wurde er von einem quiekenden Schrei aus seinen Gedanken gerissen.

„Dad!“, schrie Sarah und packte sich ein Handtuch. Sie stand nackt vor dem Spiegel und hatte irgendetwas auf ihrem Gesicht, das Herb aber in seinem Schrecken nicht richtig identifizieren konnte. Später, wenn er mit einem mulmigen Gefühl an diesen Augenblick zurückdachte, glaubte er, dass es eine Gesichtsmaske gewesen war. So eine, wie sie Frauen eben auflegte, um ihrer Haut mehr Feuchtigkeit zu spenden, damit sie im Alter nicht aussahen wie ein durchgesessener Ledersitz in einem Oldtimer.

So sehr er sich in diesem Augenblick auch wünschte, nicht alles zu sehen, so wurde sein Wünschen doch nicht erhört. Wie bei einem Autounfall, wo man in den letzten Augenblicken alles noch viel genauer wahrnehmen konnte als sonst, konnte er jedes noch so kleine Detail sehen. Sarah hatte ein Bauchnabel-Piercing, mit einem hellblauen, glitzernden Anstecker darin. Auf ihrer linken Brust war ein Muttermal, an das er sich noch erinnern konnte, als er sie früher immer gebadet hatte. Nur war es mittlerweile eben nicht mehr auf der Brust eines kleinen Kindes, sondern auf der Brust einer bildschönen Teenagerin. Es sprang auf und ab, mehr als ihm in diesem Moment lieb war.

Sie erreichte ihn etwa in dem Moment, in dem sie es schaffte, zumindest das Handtuch vor die nackte Brust zu halten. Im selben Augenblick warf sie sich mit ihrem ganzen Körper gegen ihn und drängte ihn damit zurück durch die Tür. Immer noch völlig verblüfft und unter Schock stehend vergaß Herb, dass er eigentlich sein Gleichgewicht halten musste, weil das ja bekanntlich nicht von alleine passierte. So landete er jedoch unsanft auf dem Hintern und knallte mit dem Hinterkopf an die gegenüberliegende Wand. Seine Tochter schlug die Badezimmertür mit einem lauten Donnern zu und drehte den Schlüssel im Schloss.

„Dad!“, schrie sie durch die geschlossene Tür. „Spinnst du eigentlich?“

Herb, völlig unfähig etwas zu sagen, schüttelte nur den Kopf. Er tat weh, aber das war nicht so schlimm. Vielleicht würde der Schmerz die Erinnerung ja schneller löschen.

„Weißt du eigentlich, was eine geschlossene Tür bedeutet? Sie bedeutet: besetzt, nicht reinkommen! Und wenn du schon unbedingt da rein musst, dann klopf‘ doch wenigstens vorher an! Schau dir mal das Schild an.“

Er hob den Kopf und da war es: ein großes Schild aus Holz, aufgehängt an einem Haken, der in die Tür gedreht worden war.

Besetzt .

Ein einzelnes Wort, aber doch ziemlich einleuchtend. Wann hatten sie denn das da hin gehängt? Oder war ihm das nur noch nie aufgefallen? Schließlich benutzte er für Gewöhnlich das Bad am anderen Ende der Wohnung, weil es für ihn irgendwie so war, dass die Kinder ein Bad hatten und er und Katharine sich eines teilten. Das war so eine Art ungeschriebene Hausordnung gewesen, genauso wie sie niemals bei ihren Kindern in die Zimmer gingen, wenn die Türen nicht offen standen.

„Entschuldigung, Schatz“, stöhnte er und stemmte sich in die Höhe. Sein Kopf brummte wirklich mehr als ihm lieb war, aber sein Steißbein hatte auch ganz schön was abbekommen. Zum Glück hatte er einen weichen Bürosessel: braunes Leder, dick gepolstert. Da konnte er sich zumindest den Sitzkringel sparen, den er in seiner alten Arbeit mit Sicherheit gebraucht hätte. „Hab‘ nicht aufgepasst.“

„Hättest du aber sollen, verdammt nochmal!“, rief Sarah. An ihrer Stimme konnte er erkennen, dass sie den Tränen nahe war und er bekam noch mehr Schuldgefühle. Er musste an das Muttermal denken, das auf und ab gesprungen war – eine beträchtliche Strecke auf und abgesprungen war, und schüttelte sich. An seinen Armen konnte er eine Gänsehaut spüren.

„Es tut mir leid“, sagte er und hob seine durchnässte Jacke auf, die neben ihm auf dem Boden lag. Sie hatte bereits eine mittelgroße Pfütze auf dem Boden hinterlassen und er hoffte irgendwie, dass das Wasser auf dem Holzboden keine Flecken oder ähnliches Hinterlassen würde. Wahrscheinlich würde er es aufwischen müssen, aber das war ihm egal. Hauptsache auf andere Gedanken kommen.

Der Schlüssel in der Tür wurde abrupt gedreht und die Klinke energisch heruntergerissen. Sarah stand in der Tür und für einen schlimmen Augenblick, einen Moment in dem Herb das Herz ein weiteres Mal stehen blieb, glaubte er, sie hätte schon wieder nichts mehr an. Doch als seine Augen sich an das helle Licht gewöhnt hatten konnte er sehen, dass sie zumindest ein Handtuch umgebunden hatte. Außerdem fielen ihre Haare ihr jetzt über die Brust und nicht mehr über den Rücken, was so eine Art zweite Schutzschicht für ihn aufbaute. Innerlich atmete er durch, äußerlich wurde er vor Scham etwas rot.

„Das sollte es auch!“, stöhnte Sarah und schlug sich die Hand vors Gesicht. Das komische Zeug hatte sie wohl wieder abgewaschen, aber nicht besonders gründlich: an ihren Ohren und am Kinn hing noch etwas davon. Herb verbiss sich jeden Kommentar und versuchte, noch ein bisschen schuldbewusster zu schauen. „Oh Gott, davon krieg‘ ich bestimmt Albträume!“

„Ich auch“, murmelte Herb. Als er den abgrundtief bösen Blick seiner Tochter auf ihn gerichtet sah, zog er es vor, in den nächsten Stunden gar nichts mehr zu sagen. Ein Gefühl sagte ihm, dass er es nur noch schlimmer machen würde. So versuchte er, den schlimmen Moment einfach nur auszusitzen und hoffte, dass Sarah vor Wut schäumend in ihr Zimmer gehen würde und die Sache dann morgen beim Frühstück nicht mehr sein würde, als eine weitere kleine Kerbe in ihrem Bettpfosten, an die man sich irgendwann gar nicht mehr erinnern würde. Er selbst hingegen hatte da weniger Hoffnung: sein Gedächtnis war wie das eines Elefanten. Er wusste zum Beispiel immer noch, wie sein allererster Kinderarzt geheißen hatte und wie er ihn genannt hatte, als er ihm die erste richtige Spritze, damals noch in seinen Hintern, gegeben hatte. So etwas prägte die Seele eines kleinen Kindes, aber bei ihm war das noch heute ein traumatisches Erlebnis, an das er sich nur zu gut erinnern konnte.

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