Thomas Plörer - Der Mann im Mond
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Jahre später macht es sich auf, das zu Ende zu bringen, was es begonnen hat.
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„Die Geschichten aus dem Dschungel? Mowgli und Balu, der Tiger und die Schlange, der Oberst und King Louis? Soll ich dir von denen erzählen? Sam, es gibt nichts was ich in diesem Moment lieber machen würde. Aber zuvor musst du mir noch kurz zuhören, es gibt da nämlich noch was, was wir beide besprechen müssen. Ich bin nicht nur gekommen, um dir eine Geschichte zu erzählen. Geschichten sind toll, aber wir können auch unsere eigene Geschichte schreiben, mit all deinen Freunden. Willst du das machen, Sam? Sollen wir gemeinsam eine Geschichte schreiben?“
„Ich weiß nicht, Doc. Mit unseren ganzen Freunden?“
„Mit jedem einzelnen, Sam. Sie werden alle dabei sein und dir helfen.“
„Gut.“ Sam musste lächeln. Es sollte ein glückliches Lächeln sein, aber für Pete und Jeffrey, die alles mit gespannten Mienen beobachteten, war es das Lächeln eines Irren, kurz davor, sein letztes bisschen Verstand noch zu verlieren.
Nicht abwegig.
In der Folgezeit kam der Doc öfter vorbei. Er erzählte Sam Geschichten, die ihm nicht mal in seinen kühnsten Träumen eingefallen wären. Von großen Tieren mit unzähligen Armen, von Schiffen und Walen und Männern mit Holzbeinen, von bösen Wölfen und hübschen Mädchen, von Schweinchen und Stiefmütterchen, von Prinzessinnen und groben Vätern, sogar von einer Fabrik, die so viel Schokolade herstellte, dass er sie in hundert Jahren nicht aufessen konnte. Der Doc erzählte die Geschichten gut: er verstellte seine Stimmen, manchmal schrie er laut wenn es die Handlung von ihm verlangte, ein anderes Mal tanzte und sang er zu Musik, die Sams Kopf spielte, aber niemand außer ihnen beiden hören konnte. Der Doc nannte das ihr kleines Geheimnis , die Dinge, die nur Sam und er hören und sehen konnten. Er sollte es für sich behalten, schließlich war es ein Geheimnis. Von den anderen in der Anstalt, waren es nun Aufseher oder die ganzen anderen Verrückten, würde das keiner verstehen. Sie würden ihn auslachen - oder ihm wehtun.
„Pass gut auf, was du sagst, Freund. Die meisten anderen Menschen sind Freaks, verstehst du?“
Sam schüttelte den Kopf. Er kannte das Wort nicht.
Der Doc lächelte. Er verspottete ihn niemals oder verlor die Geduld mit ihm. Irgendwie schaffte er es immer die Dinge so zu erklären, dass auch Sam sie verstand.
„Sie sind anders als du. Dümmer als du!“
Das verstand Sam sehr wohl, aber er konnte es nicht glauben. Er hatte in seinem Leben eine ganze Menge Schulen und andere Einrichtungen besucht, deren Aufgabe hauptsächlich darin bestanden hatte, ihn zu erziehen und ihm so viel mit auf den Weg zu geben, dass er selbstständig leben konnte. Hatte er in den ersten Schulen noch sehr viel Aufmerksamkeit bekommen so war das Interesse an ihm mit jedem Jahr weiter gesunken. Zum Schluss hatten seine Lehrer sich schon damit zufrieden gegeben wenn er eine halbe Stunde lang ruhig sitzen geblieben war und ein Bild gemalt hatte.
„Ich bin dumm“, flüsterte Sam. In seiner Kindheit und Jugend hatte er oft zu weinen angefangen, auch wenn er niemals richtig begriffen hatte, was es eigentlich hieß, schlau zu sein. Es war die Art, wie die Menschen ihn ansahen oder es aussprachen. Der Spott oder das gutgemeinte Mitleid in ihren Augen. Einer seiner frühen Freunde, ein Junge namens Bill, hatte immer gesagt: „Es ist eigentlich ganz egal wie schlau wir in den Augen dieser Leute sind. Die Hauptsache ist doch viel mehr, dass sie uns nicht wegsperren können, nur weil wir anders sind. Das macht ihnen Angst, weißt du? Viele von denen glauben, dass die Dummen schuld sind am Untergang der Welt. Das die Dummen gefährlich sind.“
„Warum?“
„Weil es keine dummen Leute gibt, Junge! Wir sind nur anders intelligent, und das verstehen sie nicht.“
Sam war das damals sehr logisch vorgekommen. Bill war ein guter Freund gewesen. Er hatte das Heim einige Wochen vor ihm verlassen weil er eine nette Familie gefunden hatte, die sich um ihn kümmern wollte. Viele Jahre später hatte Sam in einem Bericht in den Nachrichten gesehen dass Bill festgenommen worden war, weil er einen Kindergarten angezündet hatte und sieben Kinder darin gestorben waren.
„Sam?“
Sam hob den Kopf. Der Doc stand am Fenster und schaute nach draußen. Es war noch kein Schnee gefallen, aber das konnte nicht mehr lange dauern. Die Nächte in der Anstalt waren kälter geworden, die Heizung noch nicht angestellt. Kosteneinsparung.
„Ja?“
„Sam, es wird Zeit, dass wir anfangen, unsere eigene Geschichte zu schreiben. Verstehst du, was ich damit meine?“
Sam schüttelte den Kopf.
„Dann lass es mich dir erklären“, erwiderte der Doc ruhig und drehte sich zu ihm. „Hör mir jetzt genau zu.“
Er wirbelte den Spazierstock mit dem großen Kopf in seiner Hand hin und her. Sam folgte gebannt der Bewegung, bis er in eine Art Trance zu verfallen schien. Der Doc lächelte und setzte sich mit überkreuzten Beinen vor ihn. Dass er dabei einen halben Meter über dem Boden schwebte, fiel Sam nicht auf.
Hol’s dir zurück hat er gesagt.
Es ist deins. Dein ganzes Leben hast du darauf gewartet und jetzt wollen sie es dir stehlen. Dein ganzes Leben, Samuel, verstehst du?
Zurückholen.
Aber wie?
Zurückholen.
Tu
was ich dir sage.
„Ich hol’s mir zurück.“
Die Nacht war ruhig. Draußen wehte nur ein leichter, aber umso eisigerer Wind. Das Wetter würde umschlagen in den nächsten Tagen, es würde Schnee fallen, die Straßen würden vereist sein. Kein guter Zeitpunkt, um eine Geschichte zu beginnen hatte Sam gesagt, aber der Doc hatte geantwortet, dass es nur dann zu schaffen war. Wenn die dämlichen Menschen nicht ohne Angst nach draußen gingen weil die Schatten immer länger wurden. Wenn ihre modernen Hilfsmittel ihnen nicht mehr helfen konnten weil die Natur ihnen einen Strich durch ihre unfaire Rechnung machte. Dann, wenn der Mond hinter den Wolken verschwand, hinter Wolken, die nicht mehr verschwanden, weil der Wind sie immer wieder aufs Neue aufpeitschte und vor sich hier trieb. Keine gute Zeit für eine Geschichte? Nicht für die anderen, richtig.
„Zurück was mir gehört.“
Sam saß auf seiner Pritsche. Immer wieder ballte er die rechte Hand zur Faust, öffnete sie wieder, schloss sie wieder. Die Adern an seinem nackten Unterarm traten so dick wie Strohhalme hervor. Er hatte eine Gänsehaut, obwohl er schwitzte. Sein Körper klebte vor heißem Schweiß, der aus all seinen Poren trat. An seiner Stirn stand das Wasser und lief ihm über sein Gesicht herunter. Auf dem Boden hatte sich eine dunkle Pfütze gebildet, in der sich das sanfte Licht des Mondes wiederspiegelte. Der Doc stand auf der anderen Seite des Raumes. Er hatte seinen Hut tief ins Gesicht gezogen, so dass man nur das Lächeln seiner Lippen sehen konnte. Er trug einen feinen Anzug und glänzende, weiße Schuhe, die einen Beschlag aus Metall an der Spitze hatten. Neben ihm stand ein kleiner Koffer, der Koffer eines Büroangestellten. Er war verschlossen und mit einem Zahlencode gesichert.
„Holst du’s dir wieder, Sam? Schreiben wir deine Geschichte?“ Seine Stimme klang düster und Sam bekam ein wenig Angst, aber er nickte trotzdem.
„Gut“, flüsterte der Doc. Dann schrie er feierlich heraus: „Lasst die Spiele beginnen! Die Athleten in die Arena!“
Sam stand auf, packte seine Pritsche und riss sie aus der Verankerung. Seine Muskeln spannten sich unter seinem engen, nassen Shirt, aber letztendlich war es keine große Herausforderung für ihn. Er war groß und kräftig, war er schon immer gewesen.
Mit einem lauten Brüllen schmiss er sich dann gegen die Tür. Zweimal, dreimal. Nach dem vierten Mal ging auf dem Gang das Licht an und er konnte Stimmen hören. Keine fünf Sekunden später fingen auch die anderen Gefangenen auf der Station an, zu brüllen. Sie riefen vor Freude und Erregung seinen Namen, endlich etwas, was den tristen Alltag in diesem Loch ein wenig durcheinander wirbelte.
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