Klaus J. Hennig - DIE HAVARIE

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Man schreibt das Jahr 62 n. Ch. – am Seeamt Ostia wird die Havarie eines nach Rom bestimmten Getreideschiffes untersucht. Der Untersuchungsbeamte ist überfordert, und als ein merkwürdiger Augenzeuge, der in Rom als Gefangener der Staatssicherheit auf seinen Prozess vor Kaiser Nero wartet, sich im Verhör als mitschuldig am Untergang des Schiffes erweist, ist der Beamte nur noch daran interessiert seinen eigenen Hals zu retten.

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Am linken Ufer wurde eine Nekropole sichtbar, dann eine gut befestigte, massiv aufgeführte Toranlage mit einem Aquädukt dahinter - Ostia. Auf den Kais wimmelte es wie in einem Ameisenhaufen auf dem der Specht hockt. Rechts vom Tiber Claudius' neuer Hafen, weitläufig in flaches Land gelegt und kaum ausreichend Schutz vor einem plötzlichen Seesturm zeigend. Die Masten standen dicht wie Waldbäume, Tullius sah kaum Himmelsblau zwischen ihnen. Wie Arme bogen sich die neuen Molen zu dem stufigen Turm hinaus, auf dessen oberster Plattform nachts das Feuer brannte. Leicht hinkend, ging er steifbeinig durch die fuchtelnden, zeternden Orientalen über die Piers. Doppelstreifen aus der Feuerwehrkaserne standen an jeder Ecke, Speer und Schild eng am Körper, den Blick auf niemand gerichtet. Seinem Auge waren sie wohlgefällig, es war dies auch sein Leben gewesen, in ihnen fand er sich wieder. Doch war es an der Mosel ruhiger zugegangen, gemessener, dort wußten sie, was sie an ihren Römern hatten, benahmen sich entsprechend. Nicht alle natürlich. Aber hier? Floß durch dieses Ostia noch der Tiber, nicht schon der Orontes?

VII

Das lag nun Jahr und Tag zurück er war jetzt Mitte vierzig und hatte sich - фото 7Das lag nun Jahr und Tag zurück; er war jetzt Mitte vierzig und hatte sich damit abgefunden, daß es hier im Maul der ewig hungrigen, gierigen Stadt Rom so zuging, wie es die Judäer von der Stadt Babylon weit hinten im Osten erzählten, in der ihr Gott die Turmbauer bestraft hatte. Standen hier auf dem Forum, im Bad oder in der Basilika, drei Männer zusammen, hatten sie die Wahl zwischen fünf Sprachen.

»Name? Beruf? Wohnsitz?«

»Das hat der da schon alles aufgeschrieben. Bin ich Schauspieler oder Rindvieh, daß ich alles immer wieder kauen muß?«

Tullius sah von seiner Akte auf. Der Kerl vor seinem Tisch war nicht unsympathisch. Kein Soldat natürlich, zu klein dafür, zu dick. Ein Zivilist, der sich keine Sorgen machen mußte, in der nächsten Woche noch etwas zu beißen zu haben. Er war auch nicht wirklich wütend oder aufgeregt, ein bißchen Losblubbern lag wohl in seiner Art. Strohfeuer, schnell wieder gelöscht. Schauspieler war der bestimmt nicht, zu klein auch dafür, zu dick, und dann diese Aussprache, verhaspelt, irgendein fremder Akzent darin.

»Schauspieler also nicht. Was sind Sie denn?«

»Das hab ich doch gesagt! Ihm da drüben. Oder?«

Er zeigte auf den Schreiber. Tullius klopfte auf seine Tischplatte. Wer hatte hier das Sagen?

»Nun mal bitte! Also?«

»Phidon. Oder Fidus, je nachdem. Kaufmann in Mdina-Rabat, auf Malta. Kennen Sie die Stadt?«

»Selbstverständlich nicht. Also - was wissen Sie über die hier anstehende Schiffshavarie? Ich habe Sie schließlich deswegen vorladen lassen. Weil Sie Malteser sind, meine ich. In einer Bucht dieser Insel, mit flachen Stellen, wo bei einem Sturm vor knapp zwei Jahren ein Handelsschiff auf Felsen gelaufen ist und von den Wellen zerschlagen wurde. Mit einer Art Strand, auf den sich die Besatzung retten konnte. Vermutlich Ende Oktober, vor knapp zwei Jahren also. Die Orion aus Myra in Lycien. Hatte Weizen geladen. Besatzung und Passagiere zusammen zweihundertvierundsechzig Mann. Militär und Gefangene dabei. Was wissen Sie darüber?«

»Nichts.«

Nun war der auch noch eingeschnappt. Rohe Eier, diese Zivilisten. Tullius versuchte es mit einem weniger barschen Ton, kam sich jetzt selbst wie ein Schauspieler vor.

»Was meinen Sie mit nichts? Ein Schiff geht verloren und seine Ladung, doch kein einziges Menschenleben – so was spricht sich doch herum! Da wird doch drüber geredet! Sind Sie wirklich von Malta? Wo waren Sie denn im besagten Oktober? Vor zwei Jahren.«

»Zu Hause.«

»Und kennen Sie eine Bucht, auf die diese Beschreibung zutrifft?«

»Sicher. Ich hol doch mein Salz von da.«

»Wie?«

»Na, an der Westseite von dieser Bucht, wo der Fels nich so hoch ist, da hab ich meine Saline. Da sind so flache Becken ausgehauen, also das können Sie auf Malta mal überall machen, solange der Kalkstein noch naß ist, können Sie den leicht mal sägen oder schneiden, mit 'm Messer können Sie das, aber wer das mal bei meiner Saline gemacht hat, weiß keiner nich. Die ist mal alt, das waren vielleicht schon welche von Karthago, bei uns weiß das keiner. Ist mal 'ne gute Saline. Da schwappen schon bei mittlerem Seegang die Wellen über und füllen die Becken. Ein paar Tage mal gutes Wetter, und ich kann das Salz zusammenschieben lassen. Dafür reicht ein Mann. Nur, wenn's mal eilig ist, bring ich 'n Zweiten mit oder wenn mal besonders viel Salz angefallen ist, der soll da aber nicht übernachten. Dann machen die nur Scheiß. Da ist kein Schiff nicht havariert. Nicht in Ihrem Oktober, auch nicht davor und danach. Da fährt doch keiner nich hin. Die Häfen sind mal alle im Osten und im Süden von Malta. Aber so ein Unglück wie Sie sagen, war auf ganz Malta nicht. Schon lange nicht mehr. Genau wie Sie sagen, noch und noch hätten sie drüber geredet, und dann hätt' ich das auch mal gehört.«

»Gibt es einen Felsen oder ein Riff in besagter Bucht?«

»Na sicher! Mitten drin. Mal 'n echter Karwenzmann.«

»Sie meinen damit einen Felsen von beträchtlicher Größe und Erscheinung?«

»Genau. Der steht da im Wasser. Wenn da mal 'n Schiff draufstößt, dann kommt da kaum einer raus. Soll'n mal sehen wie die Wellen da durcheinander laufen! Schon bei wenig Wind. 'N sehr guter Schwimmer braucht mal 'ne Menge Glück, wenn er die eine Stelle finden will, wo er an Land hochkriechen kann. Ist doch alles Steilufer da, verstehen Sie, für 'n Mann im Wasser mal sicher zu hoch.«

»Ja gut, ich war schließlich noch nicht da. Deswegen befrage ich Sie ja hier. Ich wüßte auch nicht, was ich da sollte.«

»Damit haben Sie mal recht, da müssen Sie auch nich hin. Ist nichts zu holen da, außer mein Salz, klar! Aber sonst? Alles trocken, alles ödes Land so sechs, sieben Meilen um die Bucht. Ziegenweide höchstens mal im Frühjahr. Bringt nichts ein. Weiß gar nicht mal, wem das gehört. Zahl' ja nicht mal Wegegeld, wenn ich mein Salz hole.«

»Wie bitte? Kein Eigentümer dort? Kein Gutsbetrieb?«

»Na wie denn? Da überlebt doch keine Katze! Meinem Arbeiter muß ich sogar das Trinkwasser auf die Saline bringen lassen, sein Essen, alles – bloß kein Salz nich! Tschuldigung, sollte mal'n Witz sein.«

»Ich lache dann in der Mittagspause, wenn Sie erlauben. Zwei Fragen noch. Erstens. Gibt es an ihrer Bucht eine Felsenhöhle, in der eine größere Gruppe Menschen Schutz suchen könnte? Und gibt es, zweitens, giftige Schlangen auf der Insel Malta?«

»Nein.«

» Was – nein? Etwas genauer wenn's geht!«

»Alles nein! Da ist keine Höhle nich, vielleicht 'n Mauseloch, aber mal keine für Leute zum drin sitzen. Und Schlangen hat's ja noch nie gegeben bei uns. Wie sollen die denn nach Malta kommen? Über Meer? So was hab ich ja noch nie gehört!«

»Haben Sie eventuell von einem Legaten Publius gehört? Dessen Vater in besagtem Oktober sehr krank war, Malaria vermutlich, und ein gewisser Paulus aus Tarsus soll ihn geheilt haben? Und der soll großen Zulauf von Kranken gehabt haben danach?«

»Unser Legat heißt mal nich Publius, der hat auch keinen Vater nich mehr. Und wenn bei uns mal einer krank ist, kommt der Arzt. Haben wir reichlich von. Uns kommt kein Fremder nich ins Haus. Mit Malara – meinen Sie da das Sumpffieber mit? Was mal kommt und geht?«

»Ich meine Malaria! Ja, es heißt auch Wechselfieber oder Sumpffieber.«

»Klar. Kenn ich von Griechenland, gibt's aber bei uns nicht, hat's noch nie nich gegeben bei uns. Kann ich Sie mal versichern! Viel zu trocken, Malta ist zu trocken dafür. Kein Sumpf nich bei uns. Krankheiten mal reichlich, könnten wir von abgeben, Ärzte auch, aber keine Malara nich.«

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