Gerhard Kunit - Schatten und Licht

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Die Schreibweise, die das Leben der so unterschiedlichen Magierinnen Semira und Sylva aus der Perspektive verschiedenster Nebencharaktere schildert, ist ebenso faszinierend, wie die Möglichkeit das Schicksal der beiden Heldinnen von frühester Kindheit an mitzuerleben ohne sich in einem Jugendbuch zu verlieren. So eröffnet sich der Leserin und dem Leser eine fantastische Welt, deren exotische Vielfalt und Farbenpracht sogar an Tolkiens Mittelerde heranreicht. Die Ausprägung der Gildenmagie ist an die Regelwerke der Tabletop Rollenspiele angelehnt, während die Naturmagie verblüffend an Methoden erinnert, die sich uns heute im Rahmen der Humanenergetik erschließen.
"Schatten und Licht – Töchter der Göttin" ist mit seinen vielfältigen Aspekten ein zeitgemäßer Meilenstein epischer Fantasy.

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„Ihr Wissen über die Herstellung von Tränken und Tinkturen ist hervorragend. Wenn sie bei der praktischen Anwendung nur annähernd so geschickt ist und ich ihr ein wenig zur Hand gehe, kann sie sich die Schulgebühren bei mir verdienen.“

Tioman nickte. Fenrik zog regelmäßig Novizen für die Herstellung teurer Tränke heran und speiste sie mit einem Bruchteil seines Gewinns ab. Angesichts Semiras augenscheinlicher Schönheit beließe es der egomanische Magier auch nicht beim zur Hand gehen , aber falls ihr etwas an der Ausbildung lag, ließ sie sich von solchen Widrigkeiten nicht abhalten. Je rascher ihr die romantischen Vorstellungen der Weißen in Bezug auf Ethik und Verantwortung ausgetrieben wurden, desto besser würde sie sich in die lose Gemeinschaft der Schwarzen einfügen. Hier, in Marin, hatte noch jeder gelernt, sich selbst der Nächste zu sein.

„Werte Kollegen, ich danke für Eure Einschätzungen. Semira wird im Rang einer Novizin aufgenommen. Die Prüfungsgebühr und die Einschreibegebühr von jeweils fünfzig Goldmünzen sind sofort im Rektorat zu hinterlegen. Das Schulgeld kann für längstens zwei Monde gestundet werden. Sybilla, ich möchte Dich noch sprechen.“

Der Schulleiter wartete, bis sie alleine waren. „Sybilla, ich möchte, dass Du ihr Vertrauen gewinnst. Das Mädchen kann uns mehrfach von Nutzen sein. Ich teile Deine Einschätzung bezüglich ihrer Intelligenz und Begabung. Entschuldige, dass ich Dich vorhin so rüde unterbrochen habe, aber ich wollte das vor den Anderen nicht vertiefen. Sie könnte zu einer großen Magierin reifen. Besser, wenn sie uns dann eine gewisse Loyalität entgegen bringt.“

Die Ältere nickte. In der Welt der Schwarzen Schulen, in der man nicht einmal seinen Geschwistern traute, schätzte sie seine Offenheit.

„Überdies kann sie uns Kenntnisse der weißen Methodik vermitteln. Obwohl sie noch nicht einmal das Noviziat hat, ist das die seit Langem beste Chance, an das Wissen der Weißen zu gelangen. Sieh zu, dass sie plaudert, aber dräng sie nicht. Es reicht, wenn sie Dich und mich einweiht, mach‘ ihr das bitte klar.“

Tioman zögerte, ehe er alle Karten auf den Tisch legte: „Die Kleine soll Beweise sammeln, dass Fenrik für seine Geschäfte Materialien der Schule einsetzt. Der Gute wird mir zu umtriebig, was seine Beziehungen zur Stadtregierung und zum Magistrat anbelangt. Weiters interessiert mich, ob er die Novizinnen mit Magie verführt, oder ob sie tatsächlich auf seinen abgedroschenen Charme hereinfallen. Spätestens, wenn er sie abserviert, wird sie ihn mit Freude ans Messer liefern.“

Sybilla schwieg. Ihre Miene zeigte keinerlei Regung.

Kann ich ihr vertrauen? Um wie viel mächtiger könnte die Gilde sein, wenn es gelänge die Kräfte der vielen brillanten Köpfe zu bündeln, anstatt ständig auf den eigenen Vorteil und die persönliche Sicherheit achten zu müssen?

Er verwarf die unnütze Grübelei und schob Sybilla einen Beutel hin. „Einhundert Goldstücke. Borg‘ ihr das Geld für die Einschreibung und sag ihr, es käme von Dir. Dass Du an ihr Talent glaubst und das ganze Blah-Blah. Das sollte für eine erste Vertrauensbasis genügen.“

Seine Lippen berührten routiniert ihre faltigen Wangen. Versonnen sah er ihr nach. Die schlanke Gestalt und die langen Haare, die wehende Robe, die mit ihrem elastischen Gang mitfederte, all das regte durchaus seine Phantasie an. Vielleicht sollte er die Kollegin zu einer magischen Verjüngung ihres Gesichts überreden. In seiner Vorstellung glätteten sich die Falten. Frische Haut schmiegte sich an ein Gesicht, das dennoch nie mehr als Durchschnitt wäre. An Shila Ferdons frische, jugendliche Schönheit könnte Sybilla Ternakis niemals heranreichen.

Tioman Haranet ya Chernez klingelte. Seine Dienerin erschien in der Türe und verneigte sich. „Magistra Ferdon soll mir bei der Analyse für Stadtmeister Rilling assistieren. Eile dich.“

Er griff nach einem Flakon aus Kristallglas und verteilte zwei Spritzer Parfum auf Brust und Nacken. Dann wandte er sich dem reich verzierten Wandspiegel zu und strich die ergrauenden Haare glatt. Er sah einen attraktiven Mann im besten Alter, und Shila war klug genug dies anzuerkennen. Die Analyse, ob Stadtmeister Rillings Amulett noch ausreichend geladen war um einen Giftanschlag zu verhindern, war wichtig und einträglich, konnte aber warten.

Macht an sich, war etwas Schönes, Begehrenswertes, aber ihr eigentliches Geheimnis lag darin, sie zu genießen. Im Gegensatz zu Fenrik war er sich bewusst, dass seine Attraktivität primär mit seiner Stellung zusammenhing. Er ging zu dem Diwan in der Ecke und ließ sich in die weichen Polster sinken. Seine Gedanken schwelgten bereits in den sanften Berührungen von Shilas kundigen Händen. Sie würde ihm widerspruchslos zu Willen sein und ihm dabei leidenschaftliche Begeisterung vorgaukeln. Der oberste Lehrmeister der Akademie zu Marin schätzte es, wenn jeder wusste, wo sein Platz war.

* * *

Sybilla Ternakis, Lehrmeisterin für Wandlung zu Marin

Semira war seit einem Jahr an der Akademie und hatte sich als äußerst gelehrig erwiesen. Mit den offenen und zugleich harten Spielregeln der schwarzen Schule, kam sie überraschend gut zurecht. Sybillas Finger strichen über das polierte Holz ihres Schreibtischs, während sie rekapitulierte.

Fenrik ya Turdon spannte Semira tatsächlich für seine privaten Geschäfte ein und das Mädchen erlag den Avancen des erfahrenen Charmeurs mit Haut und Haaren. Von Semira erfuhr Sybilla, wie schamlos er seine Gespielinnen ausnutzte. Im ersten halben Jahr verdiente er mit ihrer Begabung und ihrem Fleiß ein kleines Vermögen, während Semira ihn mit der ganzen Hingabe und Begeisterung einer liebenden Frau verwöhnte. Ihre Verbesserungen bei den Rezepturen gab er unverblümt als seine Ideen aus und sie nahm es hin.

Dann wurde er ihrer überdrüssig. Sybilla ballte die Fäuste, als sie daran dachte. Wenn er es einfach beendet hätte, wie die viele Beziehungen vorher. Immer ausgefallener und abartiger wurden Fenriks Wünsche, und er forderte deren Erfüllung mit Nachdruck ein. Zuletzt schien es, als wollte er sie zerstören, als gönnte er das schöne Geschöpf niemand anderem, bis sich die junge Frau unter bitteren Tränen von ihm losriss und die kranke Beziehung beendete. An jenem Abend vertraute sie sich Sybilla an und weinte sich in ihren Armen in den Schlaf. Da beschloss sie, Semira eine echte Freundin zu sein.

* * *

Der melodische Ton des magischen Chronometers erinnerte Sybilla Ternakis an ihren Termin mit Tioman. Zeit , dachte sie mit einem Seitenblick auf das Artefakt. Wir können sie messen, zählen und einteilen? Aber könnten wir auch ihren Fluss verändern? Zärtlich strich sie über den Lederrücken des Kompendiums der magischen Zweige . Hier, so hoffte sie, fände sie endlich Hinweise auf die verschollene Akademie der Zeit in Ralland.

Sybilla Ternakis rollte eine Haarsträhne durch ihre Finger, während sie das goldene Türschild zum zehnten Mal überflog. „Tioman Haranet ya Chernez, Oberster Lehrmeister“, stand da in fein ziselierten Lettern. Ungeduldig schaute sie zu der Schreiberin an dem Stehpult, aber die zuckte nur mit den Achseln.

Endlich öffnete sich die gepolsterte Doppeltüre und ein gut gekleideter Bürger stapfte missmutig an ihr vorbei. Gerbald, der Amtmann , schoss es ihr durch den Kopf. Dann winkte sie Tioman in sein Arbeitszimmer und kam gleich zur Sache. „Mir scheint, der gute Fenrik ist zu weit gegangen. Du hast Gerbald gesehen. Der Magistrat hat ein Schreiben abgefangen, welches Fenrik ya Turdon belastet und ein schlechtes Licht auf die Akademie wirft. Man hat mir zur Untersuchung der Vorgänge eine Abschrift überlassen. Hier, lies selbst.“

Er reichte ihr ein Pergament und sie überflog die Zeilen:

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