Johannes Michels - Bücklers Vermächtnis

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Bücklers Vermächtnis: краткое содержание, описание и аннотация

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Zuerst ist es nur eine alte, seltsame Fotografie ihres Urgroßvaters die Sophies Neugier weckt. Die junge Studentin versucht die Umstände zu ergründen die zu dieser Aufnahme führten. Dabei schlittert sie ungewollt in ein gefährliches Abenteuer. Eine Reise ins Unbekannte.

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Für seine kriminelle Machenschaften waren ihm auch seine Intelligenz und seine Redegewandtheit von Nutzen. So schaffte er es ohne große Mühe zwielichtige Gestalten um sich zu scharren und eine schlagkräftige Räuberbande zu gründen. Sie überfielen Höfe und Mühlen. Auch reiche Kaufleute und die verhassten Franzosen blieben von Überfällen nicht verschont. Im Gegenteil, letztere erfuhren den ganzen Hass, den Bückler für sie übrig hatte. Er machte sie verantwortlich für das Leid, das die Bevölkerung hinnehmen musste. Arbeitslosigkeit, Hunger und Plünderungen. Aber auch ganz persönliche Ereignisse trugen dazu bei, dass sich sein Groll gegen die französische Besatzungsarmee richtete. So beging er auch Verbrechen gegen die französische Obrigkeit, was die Suche nach ihm nur noch verstärkte. Einige male schon war der Schinderhannes, so wie ihn das Volk mittlerweile nannte, in die Fänge der Justiz geraten. Aber immer wieder gelang es ihm aus seinem Gefängnis zu flüchten. Es schien keine Mauern zu geben die den Freiheitsdrang des Schinderhannes einzudämmen vermochten.

Aber nun zog sich die Schlinge der Gendarmerie immer enger zu. Dazu kam dass die anfängliche Sympathie und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung gegenüber ihm schwand. Zu oft hatte er auch redliche, unschuldige Bürger überfallen und das Volk nahm dies nicht mehr hin. Es war an der Zeit dem Räuberleben zu entsagen. Hier und jetzt wollte er einen Schlussstrich ziehen. Aber wieder einmal sollte es anders kommen.

Bückler war gerade im Begriff den geheimen Pfad zu verlassen und auf eine Lichtung zu reiten, als er einen Schrei vernahm. Ohne Zweifel hatte kein Tier geschrien, sondern es war der Schrei eines Menschen. Bückler spähte zwischen den Bäumen hindurch in die Richtung aus welcher der Schrei gekommen war. Er gab seiner Neugier nach, wendete sein Pferd und ritt in diese Richtung weiter.

Noch immer kniete Foch vor dem Pferdekadaver und starrte diesen unverwandt an. Sein Kopf war leer, kein klarer Gedanke vermochte sich in ihm zu bilden. Foch war überwältigt von der Ausweglosigkeit seiner Situation. Wie sollte es weiter gehen? Er hatte keine Ahnung. Eher automatisch als überlegt, rappelte er sich auf und schleppte sich zu den Satteltaschen. Der schwere Pferdekörper lag auf einer von ihnen. Foch nahm erst die obere Tasche und legte sie beiseite, dann begann er seine Hand zwischen Pferdekörper und Boden zu schieben. Mühevoll tastete er sich nach vorn, bis er das harte Leder der Satteltasche spürte. Dann begann er an ihr zu zerren. Das Gewicht des Goldes und des Pferdes verlangten ihm sein gesamtes Kraftreservoir ab. Nur mühsam, Zentimeter um Zentimeter, brachte er die Tasche näher an sich heran. Der Schweiß stand ihm vor Anstrengung auf der Stirn und sein Atem ging immer schneller. Als er die Tasche zur Hälfte heraus gezogen hatte, verschnaufte er kurz und zerrte dann noch einmal kräftig an ihr. Die Tasche glitt plötzlich unter dem Pferd heraus und Foch verlor sein Gleichgewicht. Rittlings fiel er auf den noch feuchten Boden. Schwer atmend, aber zufrieden mit dem Ergebnis, rappelte er sich wieder auf, als er erschrocken zur Seite blickte. Dort stand ein Reiter. Ein junger Mann, etwa in seinem Alter. Auf dem Kopf trug er einen grünen Hut mit breiter Krempe. Er hatte braunes, mittellanges Haar, das nach hinten zu einem Zopf zusammengebunden war. Sein ovales Gesicht zierte ein Backenbart. Funkelnde blaue Augen beobachteten Foch ganz genau. Er trug eine schwarze Jacke und blaue, mit Leder aufgeschlagene Pantalons, die in braunen Lederstiefeln steckten. Hoch aufgerichtet saß er auf einem Rappen mit weißer Blesse. Eine ganze Weile standen sich Foch und Bückler so gegenüber.

Erst dann brach der Schinderhannes das Schweigen: »Was sucht Ihr auf dem nassen Waldboden, Soldat? Etwa Pilze?«

Foch fiel die heisere Stimme seines Gegenübers auf und auch der Sarkasmus, welcher in dessen Worten lag, blieb ihm nicht verborgen. Aber dann erhellten sich plötzlich Fochs Gedanken, als er begriff, dass dieser Reiter die Rettung für ihn bedeuten konnte. Dort vor ihm war ein Pferd und die so dringend benötigte zivile Kleidung. Er schätzte schnell die Größe des Reiters ab und kam zu Schluss, dass sie seiner in etwa entsprach. Jetzt hieß es geschickt vorzugehen.

»Mein Pferd ist, wie Ihr seht, verendet«, entgegnete Foch verbindlich und wies hinüber zu dem Kadaver. Er setzte eine traurige Mine auf um damit seine wahren Absichten zu kaschieren. Er bemerkte die Überraschung im Gesicht des Reiters, der wohl von einem französischen Soldaten keine in einem perfekten Deutsch gehaltene Antwort erwartet hatte.

Bückler drückte die Fersen in die Flanken seines Pferdes und ritt um den Kadaver herum, um ihn genauer in Augenschein zu nehmen. Danach richtete er seinen Blick wieder auf Foch. »Wie ist Euer Name, Soldat?«

»Henri Colbert«, log Foch ihn an.

»Was macht Ihr hier allein im Wald?«

Foch gefiel die Neugier des Reiters in keiner Weise. Er wusste immer noch nicht was er von diesem halten sollte.

»Ich wurde von meiner Einheit getrennt und irre seit vergangener Nacht durch diesen Wald. Könnt Ihr mir sagen wo ich mich befinde?« Foch beobachtete den Reiter ganz genau, doch in dessen Gesicht regte sich keine Miene. Es war schwer einzuschätzen, ob der Reiter den Ausführungen Fochs Glauben schenkte.

Bückler ignorierte die Frage Fochs und schlug einen schärferen Ton an. »Was ist in den Taschen?«

Foch setzte ein verlegenes Grinsen auf. »Nur Proviant!«

»Ihr tragt schwer an Eurem Proviant, Herr Colbert. Was habt Ihr denn darin? Ein Zentner Schweinshaxen?«

Der Reiter musste beobachtet haben, mit welcher Anstrengung er die Tasche unter dem Pferd hervorgezogen hatte. Fochs Herz begann schneller zu schlagen. Er fühlte wie Panik ihn zu übermannen drohte. »Seht doch selbst nach!«, forderte er den jungen Mann auf, in der Hoffnung ihn am Boden überwältigen zu können. Zu Fochs Unmut machte der Reiter keine Anstalten vom Pferd herabzusteigen.

»Euer Ton gefällt mir nicht, Soldat, ganz und gar nicht. Habt Ihr überhaupt einen Passierschein?«

Foch spürte, dass die Situation immer bedrohlicher wurde. Hielt er diesen Reiter vor wenigen Minuten noch für einen arglosen Reisenden, so war er sich jetzt nicht mehr so sicher. In seiner Not fiel ihm nichts besseres ein als zu fragen: »Von wem soll denn dieser Passierschein ausgestellt sein?«

Der Reiter verfiel in ein schallendes Gelächter, bevor er Foch antwortete. »Ich bin überrascht dass Ihr fragt, angesichts des Ortes an dem Ihr Euch befindet?«

Foch sah sich irritiert um.

»Ihr seit im Soonwald und hier stellt die Passierscheine Johannes durch den Wald aus.«

Fochs Knie wurden weich. Jetzt war er sich im Klaren mit wem er es zu tun hatte. Er war hier nicht auf einen kleinen Wegelagerer gestoßen, sondern auf den Räuberhauptmann Johannes Bückler, den alle nur den Schinderhannes nannten. Jeder französische Soldat kannte diesen Namen und seinen Steckbrief. Mit Johannes durch den Wald unterzeichnete der Schinderhannes für gewöhnlich seine Erpresserbriefe und Passierscheine. Foch wurde sich bewusst, dass sein Leben an einem seidenen Faden hing. Dieser Räuber würde ihn unter keinen Umständen laufen lassen und das hieß für Foch, er musste diesen Mann überwältigen.

»Also, Soldat, was ist in den Taschen?« In Bücklers Stimme lag Nachdruck.

Fochs Gehirn arbeitete auf Hochtouren. Wenn er den Inhalt der Taschen zeigte, würde Bückler ihn auf der Stelle töten und das Gold an sich nehmen. Besser war es, wenn Foch den Überraschungsmoment auf seiner Seite hatte. Ohne weiter darüber nachzudenken, sprang er nach vorn und versuchte an Bückler heranzukommen, um ihn vom Pferd zu ziehen. Der Rappe scheute leicht und eh sich Foch versah spürte er Bücklers Fußtritt in seinem Gesicht. Von der Wucht nach hinten gestoßen schlug er hart auf dem Waldboden, in der Nähe des Berghangs, auf. Blut spritze aus seiner gebrochenen Nase und er drückte instinktiv seine Hand auf sie.

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