Johannes Michels - Bücklers Vermächtnis
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Nicht wirklich überzeugt von der Äußerung seines Freundes griff La Fayette dennoch nach den Satteltaschen und schulterte sie. Dann verließen die Offiziere weiter scherzend das Zelt des Lagerkommandanten.
Auch Foch löste sich von seinem Platz an der Zeltrückwand. Er kämpfte sich durch den immer noch fallenden Regen zurück zu den Latrinen, wo mittlerweile Laternen aufgestellt waren. Er meldete sich beim Korporal zurück und nahm die Arbeit wieder auf. Aber mit seinen Gedanken war er nicht beim Graben, sondern ganz wo anders. Auch später als er auf seiner Pritsche lag, ließen ihn die Gedanken an das Geschehene nicht los.
La Fayette schien auf einer bedeutenden Mission zu sein. So viel war sicher. Aber merkwürdig war es schon. Zwanzig Mann um eine Depesche zu transportieren. Der Soldat in der Kutsche, ein Chef d’Escadron, der für diese Truppenstärke einen zu hochdekorierten Rang besaß, dann die schweren Satteltaschen, die er unentwegt mit sich herum schleppte... All das ergab keinen Sinn, dachte Foch. Es sei denn..., sein Herz begann schneller zu schlagen, verstohlen sah er sich im Mannschaftszelt um, als ob jemand seine Gedanken erraten könnte. Aber um ihn herum war es ruhig. Die Soldaten lagen alle im Schlaf und ergaben sich ihren Träumen. Ein monotones Schnarchen lag in der Luft, das von ihrem Schlaf zeugte.
Es sei denn..., man berücksichtigte die Andeutungen La Fayettes. Dann machte plötzlich alles Sinn. In den Satteltaschen befand sich Geld oder Gold. Dies würde erklären warum die Taschen so schwer waren. Und weiter würde es erklären, warum sich ein Soldat in der Kutsche befand. Es war eine Finte. Sollte, aus welchen Gründen auch immer, dieser Transport nicht geheim bleiben und überfallen werden, so würden die vermeintlichen Räuber ihren Angriff auf die Kutsche konzentrieren. Der Chef d’Escadron hätte flüchten können. Plötzlich wurde Foch auch die Bedeutung des Kavallerieoffiziers klar. Diese Männer waren ausgezeichnete Reiter, mit ihrem Pferd fast verwachsen. Dass dieser sehr gut ausgebildete Offizier einer einfachen Räuberbande, die ohnehin ihre Beute in der Kutsche vermutete, leicht entkommen konnte stand außer Frage.
Fochs Mundwinkel umstrich ein Lächeln. So musste es sein. Aber warum sollte der Präfekt Adrien de Lezay-Marnesia dieses Geld bekommen? Foch erinnerte sich zurück, was La Fayette sagte: Wir wissen doch beide, dass dieser Frieden nicht ewig halten wird. Und dann ist es besser gewappnet zu sein, nicht wahr? Informationen sind da das Wichtigste und die sind bekanntlich käuflich.
Dafür brauchte der Präfekt das Geld, um Leute zu bestechen. Menschen, die wichtige Positionen in den Fürstentümern inne hatten, wie exempli gratia die Diener des Staates. Damit Frankreich wusste wie es auf der anderen Seite des Rheins aussah. Truppenbewegungen, Truppenstärke, wirtschaftliche Lage, Stimmung des Volkes, strategisch wichtige Punkte, all diese Informationen waren von enormer Bedeutung für Frankreich. Bedeutend deshalb, um Vorkehrungen treffen zu können, falls dieser Frieden zerbröckelte.
Foch gratulierte sich selbst zu seinem Scharfsinn. Aber was konnte er mit dieser Schlussfolgerung anfangen? Welchen Nutzen konnte er daraus ziehen? Fest stand, dass es eine ganze Menge Geld sein musste was sich in den Satteltaschen befand, höchst wahrscheinlich war es sogar Gold, wenn man bedachte wie schwer La Fayette daran trug. Die Menge würde mit Sicherheit ausreichen um ihm, Frederic Foch, ein sorgloses Leben zu bereiten. Der Gedanke soviel Geld sein Eigen nennen zu können gefiel ihm. Aber wie könnte er an dieses Geld heran kommen, fragte er sich. Schon morgen war es aus seiner Reichweite. So blieb nur die Nacht zum Handeln. La Fayette hatte die Satteltaschen bestimmt mit in sein Zelt genommen. Er würde sie wie seinen Augapfel hüten, dessen war sich Foch bewusst. Es war ein heikles Unterfangen sich ins Zelt zu schleichen und die Taschen zu stehlen. Dazu kam, dass das Zelt bewacht wurde. Und selbst wenn er es schaffen sollte unbemerkt mit den Taschen das Zelt zu verlassen, wie sollte es dann weitergehen? Foch war hin und her gerissen. Die Verlockung nach Reichtum kämpfte gegen die Angst entdeckt zu werden.
Er würde sich ein Pferd nehmen und gen Westen reiten, da ihm die Überquerung des Rheins zu gewagt erschien. Da er perfekt deutsch sprach, würde er unter der Bevölkerung keinen Verdacht erregen, er könnte untertauchen und dann einen neuen, ausgereifteren Plan schmieden, um weiter den Fängen der Armee zu entgehen. Je mehr er über das weitere Vorgehen nach erfolgreichem Diebstahl nachsann, umso größer wurde die Gewissheit, dass sein Vorhaben gelingen konnte.
Der Regen hatte nachgelassen, als Foch sich unter der Zeltwand nach draußen rollte. Nur noch vereinzelte Wolkenfetzen zogen vom Wind getrieben am Himmel entlang und der Vollmond lugte dann und wann zwischen ihnen hervor. Im Lager war es still.
Die Zelte als Schutz benutzend, schlich sich Foch zum Zelt des Chef d´Escadron. Er wusste genau wo es stand, denn es war das einzige neu aufgestellte Zelt, vor dem ein Soldat Wache schob. Zumindest sollte er dass. Aber der Wachsoldat kauerte neben dem verschlossenen Eingang auf dem Boden und war eingenickt.
Foch war erleichtert. Das würde die Sache vereinfachen. Darauf bedacht kein Geräusch zu erzeugen, schlich er sich von hinten ans Zelt. Er spürte wie seine Knie zu zittern begannen und sein Herz wie wild in der Brust hämmerte. Es war ein großes Risiko dem er sich da aussetzte und jetzt in diesem Augenblick bestand noch die Möglichkeit umzukehren. Ein innerer Kampf entbrannte noch einmal. Feigheit gegen Mut, Anstand gegen Gier, Vernunft gegen Torheit. Doch noch ehe dieser Kampf ausgefochten war, nahm Foch sein Messer aus der Tasche und durchschnitt die Lederriemen der Zeltwand und damit auch den Widerstreit seiner Gefühle und Gedanken. Geräuschlos zwängte er sich durch die Öffnung und verharrte in der Hocke. Die Dunkelheit im Zeltinnern ließ nichts erkennen und Foch wartete eine Weile, bis seine Augen sich an die Finsternis gewöhnt hatten. Langsam zeichneten sich Silhouetten ab und er erkannte genug um sich zurecht zu finden.
Schräg vor ihm lag der Chef d’Escadron auf einer Pritsche und schlief. Foch vernahm den regelmäßigen Atem des Offiziers. Sein Blick wanderte durch das Zelt und suchte nach den Taschen. Seine Augen flogen hastig von einer Ecke in die andere, ohne dass sie fündig wurden. Doch da, endlich, unter der Pritsche zeichneten sich schemenhaft die gesuchten Satteltaschen ab. Foch stöhnte innerlich auf. Er würde die Taschen nie unter der Pritsche hervorziehen können, ohne dass La Fayette erwachte. Langsam ließ sich Foch auf alle Viere herab und kroch weiter nach vorn zur Pritsche um die Lage besser einschätzen zu können. Er spürte wie seine Hosen an den Knien von dem aufgeweichten Boden durchnässt wurden, aber das war bedeutungslos. Foch war jetzt nur noch wenige Zentimeter von dem Feldbett entfernt. Er senkte seinen Kopf und erkannte nun ganz deutlich die Satteltaschen. Seine Einschätzung von vorhin bestätigte sich. Die Chance diese dort herauszuziehen, ohne dass der Chef d´Escadron erwachte, war äußerst gering. Aber um aufzugeben war es in Fochs Augen zu spät. Er war zu nah an seinem Ziel. Foch löste die Hände vom Boden und richtete sich auf. Er befand sich nun unmittelbar vor dem schlafenden Offizier. Auch jetzt vernahm er die Stimmen in seinem Innern, der Kampf schien sich aufs Neue zu entfachen. Und abermals nahm Foch das Messer, doch diesmal waren es keine Lederriemen die er durchschneiden wollte, sondern La Fayettes Kehle. Der Offizier lag auf der Seite und hatte ihm den Rücken zugewandt. Foch ergriff das volle, dunkle Haar des Soldaten und riss dessen Kopf brutal nach hinten, so dass die Kehle ungeschützt war. Seine Hand, die das Messer hielt, schnellte nach vorn. Foch vollzog einen kräftigen, tiefen Schnitt der sich vom einen Ohr bis zum anderen erstreckte. Sofort spritzte Blut aus den durchtrennten Halsschlagadern und schoss in einer gewaltigen Fontäne an die Zeltwand. Ein Röcheln entfuhr dem Offizier und in seinem Todeskampf begann er mit den Armen um sich zu schlagen, was Foch jedoch nicht gefährdete. Der Mann aus Nancy fixierte nun mit beiden Händen den sich windenden Körper des Opfers und wartete. Das Röcheln schwang um in ein Gurgeln, bedingt dadurch, dass sich das Blut in die eröffnete Luftröhre und somit in die Lunge ergoss. Seines Blutes beraubt ließen die verzweifelten Befreiungsversuche La Fayettes immer mehr nach, bis sein Körper schließlich in sich zusammenfiel und regungslos auf dem Feldbett verharrte. Foch wartete noch einen Augenblick, dann drehte er den Offizier auf den Rücken, um sich zu vergewissern, dass dieser tot war. Der stattgefundene Todeskampf stand La Fayette noch im Gesicht geschrieben und er starrte Foch mit weit aufgerissenen Augen an, als ob er nicht glauben könne, was soeben geschehen war. Fochs Herz raste. Schweiß tropfte ihm von der Stirn. Sein Atem ging schwer. Seine Augen flogen hinüber zum Zelteingang, in der Befürchtung die Wache könnte etwas bemerkt haben. Aber es schien nicht so. Draußen war alles still. Foch wischte sich das Blut von den Händen und den Schweiß aus dem Gesicht. Dann zog er leise die Satteltaschen unter der Pritsche hervor. Er musste einige Kraft aufwenden, denn wie vermutet, hatten sie ein großes Gewicht. Er öffnete eine und griff hinein. Es befanden sich Geldsäcke in ihnen. Foch griff nach einem und riss ihn auf. Zum Vorschein kamen Dukaten. Goldmünzen mit einem immens hohen Wert. Foch unterdrückte einen Freudenschrei und beförderte Münze und Sack wieder zurück in die Tasche. Dann schleppte er die Satteltaschen durch die aufgeschnittene Zeltplane nach draußen. Im Lager war es nach wie vor ruhig. Ohne weitere Zwischenfälle schleppte er die Taschen zur Pferdekoppel, sattelte ein Pferd und führte es erst an den Zügeln weit genug vom Lager fort, bevor er aufstieg und im Schutze der Nacht verschwand.
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