Johannes Michels - Bücklers Vermächtnis

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Zuerst ist es nur eine alte, seltsame Fotografie ihres Urgroßvaters die Sophies Neugier weckt. Die junge Studentin versucht die Umstände zu ergründen die zu dieser Aufnahme führten. Dabei schlittert sie ungewollt in ein gefährliches Abenteuer. Eine Reise ins Unbekannte.

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Zwei Tage und zwei Nächte war er nun bereits auf der Flucht. Bis man die Leiche La Fayettes am nächsten Morgen entdeckt haben würde, dürften etwa sechs Stunden vergangen sein. Das war zwar kein großer Vorsprung, aber die Soldaten wussten auch nicht wo sie nach ihm suchen sollten. Seine Spuren wurden durch den kurz nach seiner Flucht einsetzenden Regen verwischt. Somit konnte Foch davon ausgehen, dass man ihm nicht direkt auf den Fersen war und er von Stunde zu Stunde seinen Vorsprung vergrößern konnte. Allerdings hatte er bei der überhasteten Planung seines Verbrechens eines übersehen und das war die Kleidung. Er trug immer noch die Uniform der Französischen Rheinarmee und damit würde er bei der hiesigen Bevölkerung Argwohn erregen. Er brauchte dringend zivile Kleidung. Aber er konnte schlecht, so wie er aussah, in einen Ort reiten und sich etwas kaufen. Dazu kam, dass er, bis auf die Golddukaten, kein Geld besaß und es war einfach unmöglich mit diesen zum jetzigen Zeitpunkt zu bezahlen, ohne Aufsehen zu erregen. Nein, es musste eine andere Lösung geben. Und jetzt wo er schon einen Raubmord begangen hatte, würde er keine Hemmung haben weiterhin Moral und Anstand beiseite zu schieben.

Er könnte in ein einsam gelegenes Gehöft einbrechen und sich dort Kleidung stehlen, oder aber einen der vielen Landstreicher überwältigen und dessen Kleider an sich bringen.

Vorerst war er hier im Soonwald sicher. Über zwanzig tausend Hektar Wald umfasste das Gebiet. Neblige Wälder die sich auf dem quarz- und schieferhaltigen Boden zwischen dem Hauptkamm des Hunsrücks und dem Nahetal befanden. Teilweise undurchdringliches Dickicht, Moor- und Sumpflandschaften. Ein ideales Gebiet um sich zu verstecken.

Foch trieb sein Pferd weiter den schmalen Pfad entlang. Immer wieder schlugen ihm tiefhängende Äste ins Gesicht und zerschnitten ihm die Haut. Die Dämmerung hatte mittlerweile eingesetzt und die Lichtverhältnisse ließen ein Weiterreiten kaum noch zu. So suchte sich Foch eine große Eiche aus unter der er schlafen konnte. Nachdem er sein Pferd festgebunden hatte, legte er sich hin, doch sein knurrender Magen ließ ihn nur unruhig schlafen. Er hatte seit zwei Tagen nichts richtiges mehr gegessen, nur das was der Wald hergab. Beeren und Wurzeln.

Im Morgengrauen saß er schon wieder auf dem Pferd und ritt weiter Richtung Westen. Sein Plan in ein einsames Gehöft einzubrechen hatte sich immer mehr gefestigt. Er würde dort nicht nur die benötigte Kleidung finden, sondern auch etwas zu essen und zu trinken. Aber dafür musste er aus diesem Wald heraus.

Foch wollte sich einen Überblick verschaffen und trieb sein Pferd einen Berghang hinauf, um sich von dort oben zu orientieren. Der Weg ging steil nach oben und das Tier kämpfte mit dem Gewicht des Reiters und des Goldes. Das letzte Stück war so steil dass Foch abstieg und den Rest zu Fuß gehen musste. Oben angelangt band er das Pferd fest und sah sich um. Unter ihm lag der Soonwald. Und in jede Richtung in die er schaute erblickte er nichts anderes als Wald. In den Tälern stieg der Nebel auf, angezogen von der Sonne und eingerahmt von weiteren, geschwungenen Gebirgszügen.

Zum ersten Mal seit seiner Flucht überkam Foch die Angst. Angst davor, hier in diesem hölzernen Labyrinth gefangen zu sein. Tage und Nächte umher zu irren und so den mühsam erkämpften Vorsprung gegenüber seinen Verfolgern wieder zu verlieren. Fochs Blick schweifte nochmals über die Baumwipfel des Waldes. Irgendwo dort unten war sein Weg. Er würde ihn finden müssen, wenn er sein Leben nicht verlieren wollte. Er drehte sich um und ging zu seinem Pferd, das sich genüsslich über die Nadeln eines Baumes hermachte. Foch spürte wie ihm siedend heiß wurde. Im ersten Augenblick blieb er wie erstarrt stehen, als könne er nicht fassen, was er da sah. Dann ergriff ihn die Panik und er rannte zu seinem Pferd und zerrte es wie von Sinnen von der Eibe fort, an der es zu fressen begonnen hatte. Foch spürte seinen Herzschlag bis hinauf zum Hals. Er öffnete dem Fuchs das Maul, griff hinein und erwischte noch ein paar zermahlene Zweige mit giftigen Eibennadeln, die er angeekelt auf den Boden warf. Er hielt das Pferd immer noch am Zügel, sah entsetzt in dessen Augen und wartete. Binnen Minuten würde sich das Schicksal seinen Pferdes und somit auch seines entscheiden. Sein Blick wanderte nochmals zur Eibe. Warum war ihm der Baum eben nicht aufgefallen, dann hätte er das Pferd nie in die Nähe dieser Pflanze gebracht. Aber jetzt war es zu spät für solche Überlegungen. Jetzt half nur noch zu hoffen, dass der Gaul noch nicht zu viele Nadeln gefressen hatte. Foch wusste genau um die Gefährlichkeit, die die Eibe besaß. Das Gift in ihren Nadeln konnte Pferde innerhalb von Minuten zusammenbrechen und sterben lassen.

Foch fixierte mit den Augen wieder sein Pferd. Ärgerlich zerrte er etwas an den Zügeln, worauf das Tier begann den Kopf nach hinten zu werfen, um dem festen Griff zu entgehen.

»Halt still du blöder Gaul«, entfuhr es Foch zornig und er hielt das Pferd noch kürzer am Zügel, worauf dieses ungeduldig begann auf der Stelle zu trampeln. Dann beruhigte sich der Fuchs jedoch wieder und hielt endlich still. Foch beobachtete die Reaktionen des Pferdes. Nichts deutete auf eine Vergiftung hin, aber das war ja auch das tückische an der Eibe. Minutenlang standen sich Pferd und Reiter so gegenüber, ohne dass etwas passierte. Foch begann allmählich zu glauben, dass die Sache glimpflich ausging, als das Pferd ohne Vorwarnung in den Beinen einknickte und zu Boden fiel. Schnaubend riss der Fuchs den Kopf nach hinten, bevor der Körper zur Seite auf den mit Reif bedeckten Waldboden fiel. Sekunden später war das Tier tot.

Foch sah entsetzt auf den leblosen Körper hinab. Panik und Wut schwollen in ihm an und entluden sich in einem Schrei, der die Vögel in den Bäumen aufschrecken ließ. Dann schmiss er die Zügel, die er die ganze Zeit festgehalten hatte, voller Wucht auf den Kadaver. Er ließ sich auf die Knie fallen und spürte, wie die Verzweiflung seinen Zorn verdrängen wollte. Ohne Pferd kam er nicht weit. Und schon gar nicht mit den schweren Satteltaschen voller Gold.

Es war ein sonniger Frühlingsmorgen. Keine Wolke war am Himmel zu sehen. Die Bäume des Soonwaldes leuchteten in prächtigen Farben. Eine einzigartige Vielfalt zeigte sich in ihm. Birken, Kiefern, Erlen, Eichen, Hasel, Hainbuchen, Linden, Ulmen und Eiben. Dazu kamen in den wasserreichen Schluchten und Seitentälern Eschen und Ahorn. Unzählige Farnarten und Gräsersorten waren hier beheimatet und sind es auch heute noch. Auch die Fauna zeigte sich vielfältig. Rehwild, Schwarzwild, Rotwild und Hasen. Aber auch Wölfe, Füchse und Marder und viele Vogelarten. Unter diesen auch Raubvögel wie Steinadler, Habicht, Falken und Milane. Aber an jenem Morgen waren dies nicht die einzigen Räuber im unendlich erscheinenden Soonwald. Noch einer war in ihm unterwegs und er schien es noch nicht einmal eilig zu haben, obwohl er wusste, dass eine hohe Belohnung auf seine Ergreifung ausgesetzt war. Aber dieser Wald war für ihn wie ein schützendes Heim, er gab ihm Deckung und Nahrung. Und so ritt er im Schritt auf einem geheimen Pfad, den nur er und ein paar seiner Spießgesellen kannten. Johannes Bückler war unterwegs in den Taunus, wo er hoffte ein neues Leben beginnen zu können, denn er wollte dem Verbrechen entsagen. Er würde sich einen anderen Namen zulegen, Jakob Ofenloch , und hoffte so seinen Häschern zu entkommen. Er glaubte sich dort in Sicherheit weil die rechtsrheinischen Gebiete nicht von den französischen Behörden kontrolliert wurden. Schon öfter hatte er sich dort versteckt, wenn es hier zu brenzlig für ihn wurde und die Gendarmerie ihm zu nah an den Fersen hing.

Der Räuberhauptmann Bückler hatte eine eindrucksvolle, wenn auch zweifelhafte Karriere hinter sich. Geboren war er, als Kind armer Eltern, 1778 in Miehlen im Taunus. Sein Vater war Abdecker, wie auch dessen Vater. Und so erlernte auch Johannes Bückler diese scheußliche Tätigkeit. Die Abdecker, auch Schinder genannt, schlachteten Tiere aus, zogen ihnen das Fell oder die Haut ab und beseitigten die Tierkadaver. Bückler erinnerte sich nicht gern an diese Zeit zurück. Damals wurde der Grundstein für seine kriminelle Laufbahn gelegt. Von seinem damaligen Lehrmeister berechtigt wegen Diebstahls angezeigt, erhielt der junge Bückler auf dem Kirner Marktplatz eine öffentliche Prügelstrafe. Diese überaus harte Bestrafung, setzte dem damals sechzehnjährigen so zu, dass dadurch sein ganzes weiteres Leben beeinflusst wurde. Anstatt geläutert sein Dasein in eine anständige Bahn zu lenken, obsiegte der Trotz gegenüber der Obrigkeit. Dazu kamen die kostspieligen Ausschweifungen seines jungen Lebens, die finanziert werden wollten. Diebstahl, Raub und Erpressung wurden sein Handwerk. Auch vor Gewalt schreckte Bückler nicht zurück.

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