Doris Bühler - Timeflyer

Здесь есть возможность читать онлайн «Doris Bühler - Timeflyer» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Timeflyer: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Timeflyer»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Eine Reise in die Vergangenheit, – und wenn es nur vier Jahre wären, – wem würde das nicht gefallen? Für Karin Wieland, Versuchsperson für zwei Tüftler, die im Geheimen an einem Gerät basteln, das derartige Reisen möglich macht, erfüllt sich dieser Traum. Sie platzt mitten in das Leben des jungen mittellosen Kalle Schwarzkopf, der nicht ahnt, daß er einmal der berühmte und gefeierte Rockstar Blackhead Charly sein wird. Und der auch nicht ahnt, daß das Mädchen Angela, in das er sich unsterblich verliebt hat, eben jene Karin Wieland ist, die den Weg aus der Zukunft zu ihm gefunden hat.
Da beide in ihrer eigenen Zeit gefangen sind, greift Karin zu einem Trick, durch den es ihr zwar gelingt, diese Liebe in ihre Gegenwart zu retten. Aber…
Letztendlich muß sie einsehen: Das Schicksal läßt sich nicht manipulieren.

Timeflyer — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Timeflyer», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

1. DREI JAHRE ZUVOR - START IN EIN NEUES LEBEN

Sommer 1983

Der Himmel war grau und verhangen, und als der Zug Durlach in Richung Karlsruhe-Hauptbahnhof verließ, fielen die ersten Tropfen. Sie hinterließen kleine durchsichtige Spritzer auf den staubigen Scheiben.

Der junge Mann im letzten Abteil lehnte sich mit dem Rücken gegen das Fenster und streckte die langen Beine aus. Er trug verwaschene Jeans und eine abgetragene schwarze Lederjacke, darunter ein T-Shirt, auf dem noch schemenhaft der Schriftzug von Supertramp zu erkennen war. Den hohen blau-weißen Turnschuhen war anzusehen, daß sie schon weit gelaufen sein mußten.

Sein Gepäck stand auf dem Sitz gegenüber: Eine vollgestopfte rote Sporttasche mit abgestoßenen Ecken und eine Umhängetasche aus dunkelblauem Denim. Daneben, versteckt in einer fleckigen Stoffhülle, eine Gitarre. An der Jeanstasche baumelte ein Namensschildchen, hinter dessen trübem Plastikfenster mit Filzstift Karl-Heinz Schwarzkopf geschrieben stand.

Der junge Mann pfiff ein paar Takte, schaute aus dem Fenster und verfolgte die vorüberziehende Häuserreihe der Stuttgarter Straße, bis der Zug in das Dunkel der Bahnhofshalle eintauchte wie in den Rachen eines riesigen Untiers.

“Karlsruhe Hauptbahnhof - Karlsruhe Hauptbahnhof! Bitte aussteigen, der Zug endet hier."

Der Waggon war vollbesetzt gewesen, nun wälzte sich eine lange Schlange von Fahrgästen im Mittelgang dem Ausgang zu. Der junge Mann nahm sein Gepäck auf und zwängte sich dazwischen.

Auf dem Bahnsteig blieb er einen Augenblick lang stehen. Für Sekunden tauchten Bilder in seiner Erinnerung auf. Bedrückende Bilder aus seiner Kindheit. Seine Mutter ganz in Schwarz gekleidet, mit verweinten Augen. Er war fünf Jahre alt gewesen, damals, als sein Vater starb. Fast spürte er wieder den festen Griff von Tante Veras Hand, mit dem sie ihn festhielt, aus Angst, er könnte ihr davonlaufen, denn er hatte sich heftig dagegen gewehrt, mit ihr nach Rastatt zu fahren und seine Mutter in ihrem Kummer alleinzulassen.

Er blinzelte und versuchte, die Erinnerungen von sich abzuschütteln wie ein lästiges Insekt. Das war lange her, seit damals hatte sich vieles verändert. Viel zuviel, dachte er. Und nicht unbedingt zum Guten.

In der Bahnhofshalle schaute er sich fasziniert um. Er mochte Bahnhöfe. Sie machten vergessen, wer man war, woher man kam und wohin man ging. Man war ein Reisender unter Reisenden, ein Tropfen im Strom des Geschehens. Er mochte das bunte Durcheinander von Läden und Ständen, von Automaten und Telefonzellen, Werbeplakaten und Lichtern. Mitten in der Halle blieb er stehen und schaute hinauf zum Kuppeldach, von dem das vielfältige Stimmengewirr widerhallte: Rufe, Schreie, Lautsprecherstimmen. Die Luft war erfüllt von Sehnsucht und Fernweh, als könnte man sie greifen. Und von Freiheit. Vor allem war es die Freiheit, die er tief in sich hineinsog.

Am Ausgang, neben den Ankunfts- und Abfahrtstafeln, stellte er die Taschen ab, lehnte die Gitarre behutsam dagegen und zog ein zusammengefaltetes Zettelchen aus seiner Jackentasche. Schwanenstraße 6. In Gedanken hörte er Josch sagen: ‘Ganz in der Nähe der Pyramide, nicht weit weg vom Marktplatz. Findest du bestimmt.’

Inzwischen war der Regen stärker geworden und platschte auf die Überdachung der Rolltreppe, die unter die Straße führte und zu den Haltestellen der Straßenbahn. Dabei trat ihm die junge Frau in den Weg, die an einem Stand Schmuck verkaufte. “Sieh mal, wie gefällt dir das?” fragte sie und hielt ihm ein silbernes Kreuz an einem dünnen Kettchen entgegen. Er sah sich den Anhänger an, hob den Kopf und fing einen Blick aus ungewöhnlich blauen Augen auf. Er lächelte, zuckte bedauernd die Schultern und lief weiter.

Es war Feierabendzeit. Unter dem Glasdach der Haltestelle drängte sich eine Traube wartender Menschen, die Schutz vor dem Regen suchte. Zwischen einer alten Frau und einem dicken Herrn mit Brille war gerade noch so viel Platz, daß er sich dazwischenzwängen konnte. Weiter hinten beschwerte sich jemand lautstark darüber, daß man sich nun kaum mehr rühren konnte.

Die alte Frau neben ihm lächelte ihm zu, und verwundert bemerkte er ein paar Tränen, die ihr über die Wangen liefen. Ihr Anblick rührte ihn, ohne daß er gewußt hätte, warum. Sie mußte kranke Augen haben, dachte er sich, oder sie war einfach nur traurig. Vielleicht erinnerte er sie an ihren Sohn oder an einen Enkel, den sie lange nicht gesehen hatte. Nicht nur, weil ihm die Großstadt fremd und ungewohnt war und er sich mit den Bussen und Bahnen nicht auskannte, sondern aus einem Gefühl heraus, das er sich selbst nicht erklären konnte, sprach er die alte Frau an und fragte sie nach der richtigen Straßenbahn in Richtung Marktplatz und Pyramide.

“Ich habe den gleichen Weg,” sagte sie. “Ich werde Ihnen sagen, wenn die richtige Bahn kommt, und auch, wann und wo Sie aussteigen müssen.”

Die Pyramide war kleiner, als er sie in Erinnerung hatte. Als er davor stand und sich unschlüssig umschaute, regnete es noch immer, und er wußte nicht, in welche Richtung er gehen sollte. Ein paar Kinder in gelben Regenmänteln hüpften lachend und kreischend über die Pfützen auf dem Gehsteig, doch wo es zur Schwanenstraße ging, wußten auch sie nicht. Erst eine Gruppe junger Mädchen konnte ihm weiterhelfen. Sie hatten ihn eine Weile kichernd und tuschelnd hinter ihren Regenschirmen hervor beobachtet und bekamen rote Köpfe, als er sie ansprach.

Ziemlich durchnäßt erreichte er schließlich das Haus Nr.6 in der Schwanenstraße: Eine häßliche graue Fassade, die ihn aus dunklen Fensterhöhlen drohend anzustarren schien. Die Haustür war nur angelehnt, sie ließ sich nicht schließen, weil jemand das Schloß herausgebrochen hatte. Im Hausflur war es schmutzig, roch nach Essen, Moder und Urin. Die Ölfarbe an den Wänden war abgeblättert und hatte bizarre Muster aus brüchigen Resten hinterlassen. Schmierfinken hatten Sprüche und Parolen darübergekritzelt und -gesprüht. Am Fuße der Treppe gab es acht verbeulte Briefkästen, Reklamezettel und Zeitungen hingen unordentlich aus ihren Schlitzen. Einige der Namensschildchen waren unleserlich, andere fehlten ganz.

Er wußte nicht, auf welcher Etage Josch wohnte. Zögernd schaute er die Holztreppe hinauf, bevor er den ersten Schritt tat. Sie knarrte, während er langsam höher stieg. Als er die beiden Türen im ersten Stock erreichte, wurde eine von ihnen heftig aufgerissen und eine junge Frau kam heraus. Ärgerlich zuerst, sie mochte ihn für einen anderen gehalten haben. Dann hellte sich ihr Blick auf. "Hi," sagte sie, "zu wem willst'n?"

"Ich suche Josch," antwortete er.

"Ah!" Sie nickte und zog an einer Zigarette.

"Der wohnt doch hier, oder?"

"Ja," sagte sie und wies mit dem Kopf die Treppe hinauf, "einen Stock höher. Aber der ist noch nicht zu Hause. Und Biene auch nicht."

"Und wann kommt er zurück?"

"Spät." Sie lachte ohne jeden Grund.

"Okay." Er wandte sich um und stieg weiter hinauf.

"Wenn du willst, kannst du solange bei mir auf ihn warten."

Er hob abwehrend die Hand. "Nein, danke. Nicht nötig."

"Aber du bist ganz naß!" rief sie ihm nach.

Er gab ihr keine Antwort mehr.

Inzwischen hatte er die nächsten beiden Türen erreicht. Auf der einen klebte ein Zettel mit der Aufschrift Wagenhals, in die andere hatte jemand mit einem spitzen Gegenstand Müller eingeritzt. Er kannte Joschs Familiennamen nicht, und nachdem er auf beiden Seiten geläutet und sich nichts gerührt hatte, stellte er seine Taschen und die Gitarre ab und setzte sich auf die oberste Treppenstufe. An das Geländer gelehnt döste er vor sich hin, und die merkwürdigsten Gedanken gingen ihm durch den Kopf. Vielleicht würde sein Leben eine ganz andere Richtung nehmen, jetzt, da er es selbst in die Hand genommen hatte. Mit ein bißchen Glück konnte er vielleicht sogar wieder Arbeit in einer Schreinerei finden und die abgebrochene Lehre zu Ende bringen. Wer weiß, vielleicht würde er sogar irgendwann seine eigene kleine Werkstatt haben. Eine wahnwitzige Idee, zugegeben, aber warum nicht? Er mochte die Arbeit mit Holz. Das Schreinern hatte ihm immer viel Spaß gemacht, es war nur der Meister gewesen, mit dem er nicht zurechtgekommen war. Eigentlich war ihm schon damals der Gedanke gekommen, aus Bretzingen wegzugehen, er war nur wegen Mama und den Mädchen geblieben. Wenn er jedoch geahnt hätte, daß sich die Probleme mit Walter derart zuspitzen würden...

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Timeflyer»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Timeflyer» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Timeflyer»

Обсуждение, отзывы о книге «Timeflyer» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x