Harro Pischon - Der Gotteswagen

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Beate Lehndorf ermittelt in ihrem zweiten Fall: Im winterlichen Berlin werden zwei Mädchen tot aufgefunden, weggeworfen wie Abfall. Nach der Flucht einer jungen Frau aus dem Privatgefängnis einer evangelikalen Sekte konzentrieren sich die Ermittlungen auf «Das wahre Leben». Die Geschichte der Sekte reicht zurück in die DDR und der «Hirte» war in die Machenschaften der Stasi verstrickt. Sein ehemaliger Führungsoffizier ist inzwischen seine rechte Hand. Beate Lehndorf kümmert sich auch privat um die geflohene Circea und versucht noch weitere Gefangene zu finden. Doch der Arm der Sekte reicht bis in Polizeikreise, sodass ein verdeckter Ermittler des LKA in Gefahr gerät.

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„Hey, du!“, sprach ich ihn leise an.

„Redest du mit mir, junge Frau?“, gab er zurück. Ich war überrascht, wie angenehm seine Stimme klang und mit welcher Sicherheit er sich ausdrückte.

„Ja, kannst du mir bitte helfen?“

„Wie denn? Ich hab kein Geld, wenn du schnorren willst.“

„Ich will nicht schnorren, ich brauch einen Platz zum Schlafen – und nicht in der Mission. Ich muss aufpassen, ich werd' nämlich verfolgt.“

„Au, das kenn ich, das hat ein Kumpel von mir auch. Der hat keine ruhige Minute mehr.“

„Hältst du mich für verrückt?“

„Nein, nein, du hast deine Gründe, ganz klar.“ Natürlich hielt er mich für bekloppt. Aber er war so rücksichtsvoll, es mich nicht spüren zu lassen.

„ Was das Schlafen angeht, ich bin im Winter oft in einem blinden Tunnel am Potsdamer Platz. Wenn du willst, kannst du mitkommen. Ein paar Decken kratzen wir dort noch zusammen, da schlafen etliche Kumpels von mir.“

Wenig später liefen wir durch einen geräumigen, aber ansonsten leeren Tunnel. Immer wieder blakten Petroleumlampen, da und dort auch eine Fackel, seltener eine Taschenlampe. „Batterien sind teuer, wenn auch leicht zu 'beschaffen'“, meinte Otto, mein Begleiter. Der Tunnel hatte ein bemerkenswertes Gefälle. „Wenn wir weiterlaufen, kommen wir bis unter die Philharmonie.“

„Wofür sollte dieser Tunnel sein?“, fragte ich. „Den haben sie damals beim Ausbau des Potsdamer Platzes gegraben, falls mal eine U-Bahn-Linie vom Alex nach Westend fährt. War aber zu teuer.“

An einer Stelle lagen ein paar Männer, eingehüllt in mehrere Lagen Kleidung, versehen mit Decken, Zeitungspapier und anderen Isoliermaterialien. Otto begrüßte alle mit Handschlag und wechselte ein paar Worte, auch über mich. Jeder rückte etwas heraus, sodass ich schließlich eine Schlafstätte bauen konnte. Otto reichte mir aus seinem Rucksack eine Flasche. „Hier, nimm noch 'n kleinen Schlaftrunk.“ Es war ein billiger Rotwein vom Discounter, Dornfelder lieblich. „Trinkt ihr nicht meistens billigen Wermutwein?“ Otto lachte: „Ja, liest man immer wieder. Der dröhnt auch am meisten, hat knapp 20% Alkohol. Inzwischen ist aber ein Rotwein von Aldi oft billiger und hat auch seine 13-14%.“ Ich setzte die Flasche an den Hals, und ließ einen Viertelliter in die Kehle rinnen. Meine Anspannung ließ nach und ich überließ mich meiner ersten Nacht in der Freiheit.

Das ging einige Tage so. Tagsüber versuchte ich mit Betteln an Geld zu kommen. Ich streifte durch den Bahnhof und das Sony Center, blieb immer in Bewegung und sprach leise Leute an, ob sie mir einen Euro geben. Aber die meisten gingen unwillig weiter. Ich hatte ständig Todesängste, dass man mich entdecken und aufgreifen könnte. Außerdem brüllte der Hunger in meinen Eingeweiden, er ließ sich mit Alkohol nur notdürftig betäuben. Oft wachte ich in der Nacht auf und krümmte mich vor Schmerzen. Wie an Geld kommen? Eine stinkende, verwahrloste Pennerin hatte keine Chance einen Aushilfsjob zu finden. Außerdem war es zu gefährlich. Nicht einmal als Straßennutte hatte ich eine Chance. Wer sollte mich in diesem Zustand haben wollen? Ich fragte Otto, wo ich denn mal duschen könnte und meine Klamotten waschen. Er ging zu einem Berber und machte etwas mit ihm aus. „Geh morgen mal mit Ralf. Der kommt in ein Hotel, da kannst du in einer Mitarbeitergarderobe duschen.“ Also trabte ich am nächsten Tag mit Ralf los. Über eine Tiefgarage kamen wir in den Keller eines Hotels und durch einige Türen gelangten wir in einen Umkleideraum mit Metallschränken. Dahinter gab es auch Toiletten und Duschen. „Guck mal, oft haben welche ihr Duschzeug liegen lassen. Und mach schnell!“ Ich knackte ein Schloss mit einem Schraubenzieher, den ich immer bei mir trug, als Werkzeug und Waffe. Da hing echt ein Zimmermädchenkostüm – schwarzes Kleid und weißes Schürzchen, leider keine Unterwäsche. Ich griff es mir rasch, verschwand in der Dusche, wo noch eine Flasche mit einem Rest Shampoo lag und seifte mich ein. Dann zog ich die Zimmermädchenkluft an, warf meine alten Sachen in einen Papierkorb, zog meinen Mantel drüber und verschwand mit Ralf wieder. Ich fühlte mich wie ein neuer Mensch. „Danke, Ralf, wenn ich zu Geld komme, geb ich dir was ab. Du hast was gut bei mir.“

„Lass gut sein, Mädel. Mach's gut.“ Ich dachte, mit diesem Kostüm müsste ich an einen Freier kommen. Am Ende der Kurfürstenstraße, in respektvoller Entfernung von den osteuropäischen Nutten, stellte ich mich an die Straße und öffnete meinen Mantel, wenn ein Autofahrer vorbeikam, wie ein Exhibitionist. Aber unter meinem Mantel steckte ja ein Zimmermädchen mit weißem Schürzchen. Nachdem ich einige Male in ein Autofenster geflüstert hatte: „Für zwanzig blas ich dir einen“, ließ mich einer in seinen Passat einsteigen. Er fuhr in eine stille Seitenstraße, parkte und öffnete seine Hose. Ich ließ mir erst das Geld geben, holte dann sein Glied heraus und stimulierte es mit der Hand, bis es steif genug war, um ein Kondom überzuziehen. Dann beugte ich mich über ihn. Als er fertig war, zog ich das Kondom ab und stieg aus. Das ging noch dreimal so und am Abend hatte ich achtzig Euro in meiner Manteltasche. An einem Baum gelehnt musste ich kotzen. Einer hatte mich so fest im Genick gepackt, dass mir der Hals wehtat. Noch einmal würde ich das nicht schaffen, diese stöhnenden Kerle mit ihren stinkenden Schwänzen zu bedienen.

„Alles ok mit dir?“, fragte eine Stimme hinter mir. „Geht schon wieder“, sagte ich und sah mich um. Hinter mir stand ein schlanker Junge mit schwarzer Lederjacke und mit einem langen, dicken Schal um den Hals. Er hatte ein freundliches Gesicht und widerspenstige schwarze Haare. Über der Schulter hing eine Sporttasche. „Muckibude?“, fragte ich und nickte mit dem Kopf in Richtung Tasche. Er grinste: „Nee, ich treff mich mit paar Kumpels für 'ne kleine Action.“ „Was für 'ne Action?“, fragte ich weiter. „Is illegal und geheim“, grinste er wieder. „Dann haben wir ja was gemeinsam“, sagte ich, plötzlich leichtsinnig geworden. „Wie?“, meinte er. „Ich bin auch illegal und geheim“, erklärte ich.

„Erzähl kein' Quatsch.“

„Nee, ehrlich.“

„Wie meinste das jetzt, willste nich erzählen?“

„Erst mal brauch ich was zu essen, ich sterbe vor Hunger. Komm, lass uns da vorne reingehen.“ Ich zeigte auf einen Imbiss mit vegetarischem Döner. „Und du sagst mir auch, was du Geheimes vorhast. Ich lad dich ein.“ Wir machten uns über zwei üppige Döner her, ich zahlte mit einem Zwanziger. Er sah mich merkwürdig an, sagte aber kein Wort.

„Erschtt du“, sagte ich mit vollem Mund und er rückte damit heraus, dass er zu einer Gruppe von Sprayern gehörte, die nachts auf S-Bahn-Gleisen und Bahnhöfen herumturnten. „Wahnsinn“, sagte ich, meine Lebensgeister erwachten wieder mit halbwegs vollem Magen, „kann ich mitkommen?“ Er sah mich prüfend an und meinte dann: „Warum nicht, wenn du Zeit hast und gegebenenfalls rennen kannst.“ Ich nickte versonnen, „das bestimmt“.

„Und was ist nun an dir so illegal und geheim?“, fragte er.

„Erst mal musst du mir sagen, wie du heißt“, gewann ich Zeit. Er druckste etwas herum und sagte dann: „Die anderen nennen mich Klärchen.“ Nun war es an mir zu grinsen und ich meinte: „Siehst gar nicht so aus.“

„Nee, weiß ich“, sagte Klärchen. „Das ist nur, weil ich Klarinette spiele, bin manchmal in so 'ner Klezmerband. Aber jetzt bist du dran.“ Ich schaute ihn lange und prüfend an, hielt ihn aber eigentlich für vertrauenswürdig.

„Ich wurde von irgendwelchen Spinnern eingesperrt und gefangen gehalten. So richtig bei Wasser und Brot und manchmal nicht mal das. Ich hatte mich nicht an die Gesetze und Regeln gehalten und musste dafür bestraft werden. Sie hielten mich ohnehin für so eine Tochter Satans wegen meiner Neigung zur Rebellion. Vor ein paar Tagen bin ich abgehauen, bevor ich abkratzte. Wahrscheinlich sind zwei meiner Freundinnen schon draufgegangen.“

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