Jeannette Hagen - Das Prinzip .garage

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Jede Gründung, jeder Gründer ist anders.
Und doch vereint jene, die den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben, der Mut anzupacken, die Motivation, sich nicht von Hindernissen aufhalten zu lassen und die Philosophie des MACHENS, die es braucht, um die Pläne aus dem Wunschdenken heraus in die Realität zu holen.
Und genau darum geht es in den Interviews, die die Autoren für dieses Buch aufgezeichnet haben – zu zeigen, dass es sich lohnt, Ideen umzusetzen, Nägel mit Köpfen zu machen und sich nicht von Hiobsbotschaften über die schlechte Wirtschaftslage von seinem Vorhaben abbringen zu lassen. Dabei geht es nicht um millionenschwere Start-Ups, sondern um sogenannte Mikrogründungen. Die Gründer selbst erzählen offen über ihre Motivation, über Stolpersteine und Adrenalinschübe und vermitteln so wertvolles Wissen, das sich in Ratgebern in dieser Form selten finden lässt.
"Das Prinzip .garage" steht dabei gleichzeitig für die individuelle Art der Beratung, die deutschlandweit in allen Standorten der .garage Gründerzentren praktiziert wird und die sich in den einzelnen Geschichten widerspiegelt. So widmen die Autoren jedes Kapitel einem Schwerpunkt, den es bei Gründungen zu beachten gilt. Ob das Leben als Freelancer, die Gründung im Team oder die Besonderheiten des Social Entrepreneurship – in diesem Buch lernen Sie von den Erfahrungen der Gründer. Das macht das Wissen lebendig und lebensnah.

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Und im Rahmen dieser Auseinandersetzung tauchte plötzlich die Frage auf, was ich denn wäre oder was ich tun würde, wenn ich noch einmal ganz von vorn anfangen könnte. Die Antwort war, ich hätte gern Psychologie studiert. Aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt meinen 37. Geburtstag schon gefeiert, und da fängt man nicht noch einmal ganz von vorn an. Jedenfalls musste ich mir eingestehen, dass ich die Energie dazu nicht mehr aufbringen wollte. Aber die Veränderung kam trotzdem, denn die Fitnesskette, für die ich gearbeitet habe, ging in die Insolvenz und der Club wurde geschlossen. Zunächst habe ich mich noch in einem Konkurrenzclub beworben. Dort habe ich allerdings für mich keine adäquate Stelle gefunden, jedenfalls keine, die eine neue Herausforderung bedeutet hätte. Und dann hat meine Arbeitsvermittlerin irgendwann zu mir gesagt: „Herr Merdanovic, machen Sie sich doch selbstständig.“ „Womit denn?“ habe ich sie gefragt. Selbstständigkeit oder ein eigenes Unternehmen zu leiten – das war für mich so weit weg. Ich habe mich in meinem Bekanntenkreis umgehört und viel Negatives gehört, was mich abgeschreckt hat. Argumente wie: Du musst Dich um alles selbst kümmern. Oder allein das Schlagwort Steuern. Aber auch andere Sachen, unter denen ich mir einfach nichts vorstellen konnte. Und, ich hatte ja zunächst auch überhaupt keine Idee, bei der ich mir hätte vorstellen können, dass sich damit Geld verdienen ließe.

Wenn man das, was du bisher erzählt hast, zusammennimmt, dann waren doch eigentlich die Grundlagen für den Unternehmer in dir schon angelegt und ausgebildet.

Stimmt. Aber das war mir da noch nicht so bewusst. Erst als ich auf der Internetseite der .garage berlin war, bekam der Gedanke Raum, dass es mich sehr interessiert, wie man ein Unternehmen aufbaut. Und dann spielten mehrere Zufälle zusammen. In dem Haus, in dem ich wohnte, gab es eine Frau, die eine besondere Tortenvariation mit einem historischen Namen kreiert hatte – die Königin Luise Nusstorte. Sie hatte einen Bäcker, der die Torte gebacken hat und es gab eine besondere Verpackung, so eine Art Dose. Irgendwie hat mich die Idee, die dahinter steckte, also auch dieser historische Ansatz, nicht mehr losgelassen. Mehr noch, ich hatte plötzlich den Gedanken, eine eigene Marke schaffen, die das alte Berliner Stadtschloss, das ja nun wieder aufgebaut wird, integriert. Zunächst entwickelte sich meine Idee dahin, dass man unbedingt einen Laden eröffnen müsste, der den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses thematisiert. Der also alles anbietet, was im entferntesten Sinne mit Hofkultur zu tun hat. Aber ich wollte nicht acht Stunden in einem Laden stehen, das konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen.

Konntest du dir zu diesem Zeitpunkt schon vorstellen, Schokolade zu machen?

Darum ging es spannenderweise immer noch nicht. Aber irgendwie bin ich dann auf den Namen „Höflich“ gekommen. Abgeleitet von „Hof“, weil wir überlegt haben, wie man Hofkultur in einem Namen unterbringen kann. So entstand Höflich, das hatte ja auch einen Bezug zum Stadtschloss. Mit der Zeit gefiel mir die Idee, daraus eine eigene Marke zu kreieren immer mehr. Sie sollte die Thematik „höflich sein“, „“sich trauen, höflich zu sein“ transportieren und thematisieren. Das ist ja ein Wert, der heutzutage völlig unterschätzt wird.

Im Grunde stand ich vor derselben Herausforderung wie damals, als ich in der Fitnessbranche gearbeitet habe. Es ging mir darum, eine starke Idee zu transportieren. Eben den Wert „höflich zu sein“ und zwar mit genau dieser Doppelbedeutung. Historisch abgeleitet von der Hofkultur, aber eben auch menschlich im Sinne eines höflichen Umgangs miteinander. Da steckt so viel drin. Ich wollte die Menschen ansprechen, die noch Wert auf einen höflichen Umgang legen. Fairtrade ist auch ein höflicher Umgang – mit den Produzenten. In einem Unternehmen kann es einen höflichen Umgang geben. Und nun schließt sich der große Kreis: Alles, was mich bisher interessiert und angezogen hatte, war plötzlich in dieser Marke verbunden.

Jetzt verstehe ich, warum es nicht unbedingt Schokolade hätte sein müssen. Da schwingt noch etwas Übergeordnetes mit. Eine Art Leitkultur für dich als Unternehmer. Erzähl uns bitte, wie es weiter ging.

Ich tat genau das, was ich immer machen wollte. Ich stellte mir ein Team zusammen und war plötzlich selbst der Kapitän, der das Schiff steuerte.

Aber ohne Erfahrung als Unternehmer. Und wie sah es mit dem Kapital aus?

Das hatte ich nur begrenzt. Aber ich hatte die Gabe, andere von meiner Idee zu begeistern. Zum Beispiel zwei Inhaber einer kleinen Werbeagentur, die ich ganz früh, schon bei der Ausarbeitung, ins Boot geholt habe. Ich bin einfach zu ihnen hingegangen, habe die Idee vorgestellt und habe aber gleich gesagt, dass ich eigentlich kein Geld habe und trotzdem eine grafische Darstellung von dem bräuchte, was ich gern umsetzen möchte. Sie waren von Anfang an so von der Idee begeistert, dass sie gesagt haben, dass sie das gern sponsern wollen. Durch diese Vorleistung hatte ich Präsentationsmaterial, mit dem ich in die Geschäfte gehen konnte. Mein Plus war, dass sie von der Idee so begeistert waren und darum auch bis heute noch dabei sind. Und wenn Höflich Schokolade groß wird, dann bekommen sie natürlich ihren Teil ab.

Und für die Schokolade hast du dir dann auch eine Firma gesucht?

Zunächst habe ich mich informiert, was ich bräuchte, um selbst eine Manufaktur aufzubauen. Ich habe sogar einen Businessplan dafür geschrieben, aber schnell gemerkt, dass mir das über den Kopf wächst und dass es auch gar nicht mein Ziel ist, die Schokolade selbst herzustellen. Also habe ich mir stattdessen überlegt, wie die Schokolade sein soll, damit sie zu Berlin und zu Höflich passt. Meine Vision war es, „die Praline aus Berlin“ zu kreieren. Ein bisschen kantig, aber geschmackvoll. So entstand die Knusperpraline.

Was ist denn dein Geheimrezept, Menschen so einzubinden und für dich zu gewinnen, dass sie sogar bereit sind, in Vorleistung zu gehen?

Ganz ehrlich – das habe ich mich auch schon gefragt. Ich glaube, wenn jemand aus einer eigenen Überzeugung heraus mitmacht, dann ist das etwas ganz anderes, als wenn jemand nur mitmacht, um seine Stunden abzurechnen. Vielleicht habe ich es geschafft, auch bei den anderen die Leidenschaft zu wecken. Für jeden der neu anfängt, ist es wichtig, Menschen zu haben, die wirklich begeistert sind. Die Energie, die dann in die Arbeit hineingesteckt wird, ist eine völlig andere. Es wird nicht einfach nur etwas abgearbeitet. Wenn das Geld da gewesen wäre und ich die Beteiligten einfach nur hätte beauftragen müssen, wer weiß, ob das dann so geworden wäre. So waren alle motiviert. Und das muss man sagen: Die eigene Motivation ist etwas, das man den Leuten nicht mitgeben kann. Sie ist entweder da oder nicht.

Noch einmal zurück zu deiner Theorie, dass man sich als Unternehmer nicht mit dem Produkt als solches identifizieren muss, sondern mit der Vision.

Ich habe immer das Gefühl, dass man das gar nicht laut sagen darf, weil eigentlich jeder erwartet, dass man sich mit Leidenschaft für das Produkt interessiert. Manche behaupten, wenn man leidenschaftlich hinter seinem Produkt steht, dann passiert der Rest von selbst. Und an der Stelle habe ich oft diskutiert und dagegengehalten, weil ich denke, die Leidenschaft muss derjenige haben, der das Produkt fertigt. In meinem Fall muss also der, der die Schokolade macht, die Leidenschaft haben, damit die Schokolade gut ist. Und ich erledige das, was ich mit Leidenschaft mache, nämlich eine Unternehmensvision entwickeln, Menschen zusammenbringen, eine Marke etablieren. Sicher gibt es Fälle, bei denen sich das deckt, bei denen der Hersteller auch der Vertreiber, der Konzepter und der Vermarkter ist. Aber oft ist es anders.

Also musste ich die Leute finden, die das, was ich mir ausgedacht habe, umsetzen können und aufbauen. Aber wie gesagt, es hätte nicht Schokolade sein müssen. Mir ging es auch nicht um den Herstellungsprozess an sich, sondern um das Konzept. Meine Aufgabe war es festzulegen, wie das Produkt aussehen soll. Ich wollte etwas haben, das zu Berlin passen musste, also etwas mit Ecken und Kanten, nicht zu fein. Aber eben hochqualitativ. Das habe ich entschieden. Aber wenn ich mich dann weiter in diesen ganzen Entstehungsprozess der Schokolade vertieft hätte und den auch noch begleitet hätte, dann hätte ich mich mit Sicherheit darin verloren. Meine Aufgabe war es, die zu finden, die das machen und produzieren.

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