Petra Kuenkel - Mona

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Als Global Citizen hat Mona – eine erfolgreiche Top-Managerin in ihren Vierzigern in einem deutschen Automobilkonzern – alle ihre Karriereziele erreicht. Sie lebt ihre wilde Seite in Berlin, ihre strategische in Stuttgart und ist verliebt in Chris, einen charismatischen Kanadier auf Weltreise, der seinen hochdotierten Posten in einem pharmazeutischen Konzern aufgegeben hat. Aber an dem Tag, als Chris ihr eröffnet, dass er sie verlässt, um nach Afrika zu gehen, ändert sich alles. Warum erhält sie eine unerwartete Einladung nach Indien? Was hat es mit dem vergilbten Manuskript auf sich, das Chris bei ihr liegen lässt? Beim Versuch das Rätsel zu lösen, gerät sie tiefer und tiefer in einen Strudel von Ereignissen, die ihr Leben umkrempeln. Ihr Verdacht bestätigt sich: Chris hat bei dem, was ihr passiert, die Hände im Spiel, und dass sie ihn immer mehr vermisst, ist ihr gar nicht recht.

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Sie hakte mich unter und wir schlenderten schweigend weiter.

„So ähnlich hat er es mir auch gesagt.“

Ich hätte das Thema gerne vermieden. Aber sie fuhr fort:

„Ich halte viel von ihm, Mona. Es gibt Menschen, deren größte Stärke es ist, ein Katalysator für andere zu sein. Christopher ist jemand, der anderen hilft, ihr Potenzial freizusetzen. Ohne die Gespräche mit ihm hätte ich es vielleicht nie gewagt, von einer sozialen Organisation zu einem Automobilkonzern zu wechseln.“

Ich sah sie ungläubig an, während sie unbeirrt fortfuhr.

„Er hat eine gute Intuition, und er sieht in Ihnen ein Potenzial, das mein Mann und ich ebenso in Ihnen sehen, Mona. Was immer es ist, ich glaube, Sie sollten dem nicht ausweichen.“

Bei dem Gedanken an die Unterhaltung stand ich kopfschüttelnd vom Bett auf und stellte mich an das leicht geöffnete Fenster, um den Regen zu beobachten, der noch immer wie eine Wand aus Wasser in die Straße vor dem Hotel stürzte. Unbarmherzig riss er alles mit sich: Unrat, Matten, Spielzeugteile, leere Zigarrenschachteln. Was um Himmels willen sollte der Hinweis, dass ich meine Aufgabe finden müsse? Brauchte ich andere, um zu wissen, was ich tun sollte? Zeigte mein bisheriges Leben nicht, ob im Privaten oder im Beruf, dass ich auf keine Hilfe angewiesen war? Schon gar nicht von Menschen, die ich kaum kannte.

Die Regentropfen prasselten auf das gusseiserne Geländer, das den schmalen Balkon vor meinem Fenster umgab. Jeder Tropfen erzeugte eine Fontäne, die das klare Wasser in alle Richtungen spritzte. Was hatte Deepali auf dem Schiff gesagt?

„Frauen werden verändern, wie wir Ökonomie denken.“ Ich hatte sie verwundert angesehen. „Unser Denken heute ist das eines Haben-Wollens und Vermehrens. Ein ständiger Kreislauf in einem Hamsterrad, in dem wir selbst zum getriebenen Tier werden. Das muss sich ändern. Die Wirtschaft der Zukunft wird den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Und die Liebe. Genau das werden Frauen tun. Dafür müssen wir kämpfen.“

Sie hatte mich herausfordernd angesehen und die Frage angefügt, ob ich bereit sei für eine Revolution.

Ich schloss das Fenster, als würde dieser Akt dem Regen ein Ende setzen können und nahm den Umschlag mit dem Manuskript vom Nachttisch. Mir war danach, in das Märchen zu versinken und an meine Großmutter zu denken. Ich las:

Ciarán hatte sich früh am Morgen von ihr verabschiedet und war hinunter zum Strand gelaufen, um die Barke zu rufen, die ihn über den See in die Welt jenseits der Insel brachte. Er blieb nie länger als einige Tage, doch dieses Mal war es besonders kurz. Etwas hatte ihn gedrängt, das Morgaine nicht nachzufragen wagte. Sie hatten sich in der Nacht geliebt, und für Stunden ineinander verschlungen wach gelegen, als hätten sie die Zeit anhalten wollen. Nie fragte sie, wann er ginge, wohin er gehen würde, was er tun würde oder wann er wiederkäme. Das war gegen die Regeln der Tradition. Ein Mann war frei zu tun und zu lassen, was er für sinnvoll hielt. Eine Frau war frei, sich jederzeit einen anderen Liebhaber zu nehmen. Morgaine hatte von diesem Recht nie Gebrauch gemacht. Sie begehrte nur Ciarán und hatte nie gefragt, ob er andere Frauen neben ihr hatte. Körperliche Liebe war ein ritueller Weg, die Verbindung mit der großen Kraft zu erneuern. Eine andere Person als Eigentum für sich zu beanspruchen, hätte den Fluss der Energie zerstört. Eifersucht war für sie ein Indiz für einen nicht ausreichend kultivierten Geist. Morgaine lächelte. Aber ich würde es merken, dachte sie, seine Hände würden sich anders anfühlen, wenn er dasselbe mit einer anderen Frau täte. Freiheit bedeutete eben nicht, alles zu machen, was man konnte. Aber es zu dürfen.

Ein verheißungsvoller Herbstmorgen vertrieb den Dunst vom See. Die Sonne bahnte sich einen Weg durch den tiefliegenden Nebel. Zwischen den schwer mit Früchten behangenen Apfelbäumen hatten die Priesterinnen das Gras ein letztes Mal vor dem nahenden Winter geschnitten. Die Ernte der Früchte würde bald beginnen. Sehnsüchtig betrachtete Morgaine den stillen See, auf dem in der Ferne die Barke ihren Geliebten davon trug. Am Ufer reihten die Frauen die Körbe für die Apfelernte auf. Sie lachten und spielten fangen mit den Kindern, die wild umhertobten. Morgaine freute sich über die Unbefangenheit, mit der die Frauen ihrer Arbeit nachgingen. Ihre eigene Lehrpriesterin hatte ihr eingeschärft, dass es innere Haltungen gab, die man als Erwachsener neu lernen musste, um wahrhaftig zu „sehen“. Nur Selbstvergessenheit verbunden mit innerer Aufmerksamkeit half dabei, sich in die Geschehnisse zu finden und so alles in seinem Zusammenhang zu verstehen. Man musste lernen, den Lauf der Zeit als Ganzes zu betrachten, um daraus zu entscheiden, was zu tun war und wie man das Muster eines zusammenwirkenden Geschehens ändern konnte. Morgaine hatte verschiedene Arten ausprobiert, genau das ihren eigenen Schülerinnen deutlich zu machen. Es war nicht einfach zu verstehen. Man musste es erfühlen. Erst die Erfahrung lehrte einen das Prinzip. Am Anfang der Lehrzeit sagte sie immer zu ihren Schülerinnen: „Die Welt entwickelt sich, weil sie beobachtet wird, weil wir sie sehen. Die Wirklichkeit ist kein Faktum, sondern ein Ergebnis dessen, was Menschen sehen, dann benennen und danach tun. Wenn ihr lernt, eure Gabe – wahrhaftig zu sehen – zu entwickeln, tragt ihr eine große Verantwortung.“ Die jungen Frauen, stolz darauf als Priesterschülerin ausgewählt worden zu sein, verstanden das am anfangs nicht. Morgaine seufzte, als sie an die Vergangenheit dachte, in der ihr alles so vertraut und verlässlich vorgekommen war. Die Zukunft hingegen erschreckte sie mit ihrer Ungewissheit. Hoffentlich würde der Besuch bei der Eremitin ihr mehr Klarheit verschaffen.

Mira, ihre treue Dienerin, trat aus dem niedrigen Haus und grüßte ehrfürchtig. Sie hatte für ihre Herrin einen Beutel mit Naturalien gepackt und eine Decke so zusammengerollt, daß man sie tragen konnte. Beides stand schon auf der knorrigen Holzbank an der Hauswand, auf der Morgaine gerne die Morgensonne genoss. Heute war dafür keine Zeit. Sie musste rechtzeitig aufbrechen.

Für die kühlen Nächte“, sagte Mira in sorgenvollem Ton. „Es ist ja schon Herbst.“

Morgaine nahm ihr Reisegepäck entgegen und bedankte sich.

Herrin, wollen Sie wirklich alleine gehen?“, fragte die Dienerin zaghaft. Sie war immer unruhig, wenn Morgaine eine ihrer Wanderungen alleine unternahm. Schließlich war diese die Herrin vom See, und es war Miras Aufgabe, dafür zu sorgen, daß sie gesund blieb und ihre Aufgaben wahrnehmen konnte.

Mach dir keine Sorgen, es ist nicht weit.“

Mira nahm all ihren Mut zusammen: „Darf ich fragen, wohin Sie gehen? Ich meine, falls Ihnen etwas zustößt, dann kann ich Sie suchen!“

Morgaine überlegte, ob Mira sah, was sie selbst nicht sehen konnte. Sie fühlte in sich hinein, aber fand keine Beunruhigung.

Mira, du musst lernen, mir zu vertrauen und dem Leben zu vertrauen. Es ist zu viel Sorge in deinem Geist, das hindert dich an deiner Entwicklung. Dieses Mal, sollst du es wissen: Ich gehe zur Eremitin auf den Berg. Ich werde morgen Abend rechtzeitig und gesund wieder da sein.“

Nach dem Gespräch mit Ciarán über die Welt jenseits ihrer Insel hatte Morgaine beschlossen, sich mit der Eremitin zu besprechen und dann den Rat der neun weisen Priesterinnen einzuberufen. Sie wollte wissen, was zu tun sei, um die Insel vor der Welt zu schützen. Da sie die Lösung weder sehen noch erfühlen konnte, erhoffte sie sich eine Hilfestellung der weisen alten Frau, die schon weit länger als sie selbst die hohe Kunst des Sehens ausübte.

Bis zum Mittag wanderte sie über üppige Herbstwiesen. Dann näherte sie sich dem großen dunklen Wald, der den einzigen Inselberg wie einen undurchdringlichen Vorhang aus Dickicht bedeckte und erst kurz vor dem Gipfel eine unwirtliche Gesteinsformation preisgab. Dort, am Ende eines schmalen Pfades, war die Höhle der Eremitin. Als es in der Nachmittagssonne kühler zu werden begann, warf sich die Herrin vom See eine wollene Decke über die Schultern. Sie ging schnellen Schrittes auf den Wald zu, bis sie die Öffnung fand, die wie ein magisches Tor den Weg ins Dickicht zuließ. Sofort spürte sie das heftige Treiben, Eichelhäher kündigten sie an, Rehe stieben aufgeschreckt davon. Ein Fuchs wartete an einem Baum und verschwand erst, als Morgaine näher trat. Sie spürte, wie das kleine Volk sich zuflüsterte, daß die Herrin vom See unterwegs sei, aber es zeigte sich ihr niemand. Ob sie ahnten, warum sie diese Wanderung machte? Ob sie mehr über die Welt wussten, als sie? Das kleine Volk hatte gelernt zu erscheinen und sich zugleich unsichtbar zu machen. Das schützte sie vor der Welt.

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