Heinz Hoffmann - Nicht eingreifen!
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Sabine hatte ihren Kaffee ausgetrunken und studierte die spärlich vorhandenen Wohnungsangebote in der Zeitung, als die Bedienung an ihren Tisch kam, um wegen des Schichtwechsels zu kassieren.
„Haben Sie noch einen Wunsch?“
„Oh, nein, danke. Ich möchte hier nur noch ein paar Minuten sitzen bleiben.“
Es war schon fast halb fünf und Sabine scheute sich davor, schon jetzt in die Wohngemeinschaft zurückzukehren. Ach was, d achte sie sich, es wird schon nicht mehr viel Diskussionsbedarf geben. Die haben mich ja ohnehin schon rausgeschmissen. Sie blätterte noch ein wenig in der Zeitung und stieß auf eine kleine, unscheinbare Anzeige, in der ein Sinnermittler seine Dienste anbot und gleichzeitig einen Assistenten oder eine Assistentin suchte. Komische Dienstleistung. Was der wohl macht? Sie war interessiert, hatte aber momentan keine Idee, was sich dahinter verbergen mochte. Deshalb steckte sie die Zeitung ein und nahm sich vor, darüber in Ruhe nachzudenken. Vielleicht würde sie morgen früh einfach mal da anrufen. Nur so zum Spaß. Rein interessehalber. Ihre Probleme von heute Morgen waren für den Moment in den Hintergrund getreten. Vordringlich war jetzt die Wohnungssuche. Sie spürte wieder etwas Lebensmut aufkeimen. Offenbar hatte ihre Gesamtsituation sie in diese Krise geführt. Ihr Entschluss, das Studium an den Nagel zu hängen, stand nun fest, und diese eher beiläufig getroffene Entscheidung erzeugte in ihr ein deutliches Gefühl der Befreiung, das durch die Tatsache noch verstärkt wurde, dass sie bald nicht mehr Teil dieser problematischen Wohngemeinschaft wäre. Mit einer seit langer Zeit nicht mehr empfundenen Zuversicht machte sie sich auf den Weg in ihre zukünftige Ex-Wohnung. Schon morgen würde sie die Weichen für ihr weiteres Leben neu stellen.
Das Zusammentreffen mit ihren Mitbewohnerinnen gestaltete sich erstaunlich locker und freundlich. Keine Vorwürfe und Anfeindungen mehr. Sabine meinte darüber hinaus, so etwas wie Mitgefühl für ihre aktuelle Lage bei den beiden zu verspüren und fragte sich, warum das Zusammenwohnen in letzter Zeit eigentlich so streitbefangen gewesen war. Sie saßen an diesem Abend sogar gemeinsam bei einigen Gläsern Wein im Wohnzimmer und ließen die fraglos auch sehr schönen Zeiten aus den Anfängen ihrer Wohngemeinschaft Revue passieren, sodass Zweifel an der Notwendigkeit ihrer Trennung aufkamen, die Sabine mit den Worten ausräumte: „Nein, es ist alles gut so. Unsere Trennung gibt mir die Möglichkeit, mein Leben jetzt umzukrempeln und ganz von vorn anzufangen.“
Als sie am nächsten Morgen an ihrem Schreibtisch saß, hatten ihre Mitbewohnerinnen die Wohnung bereits verlassen und Sabine konnte sich voll und ganz auf ihre neue Zukunft konzentrieren. Sie griff nach der Zeitung, die sie gestern aus dem Café mitgenommen hatte und sah sich nochmal die unscheinbare Anzeige dieses Sinnermittlers an. Er sucht also einen Assistenten oder eine Assistentin für was auch immer er macht. Vom Geschlecht „divers“ hat er offenbar noch nichts gehört. Er muss ein Mann sein, denn er nennt sich „Sinnermittler“ und nicht „Sinnermittlerin“. Wenn ich mein Studium hinwerfe, brauche ich einen Job. Also los!
Sie sah auf die Uhr und stellte fest, dass es 10:14 Uhr war. Zu dieser Zeit könne man anrufen, ohne zu stören, befand sie und wählte die in der Anzeige angegebene Nummer.
Nach einer Weile meldete sich eine Stimme: „Guntram von Franckenbergh am Apparat.“
„Guten Tag, hier spricht Sabine Sundermann. Ich melde mich auf Ihre Zeitungsannonce.“
„Als Kundin oder Bewerberin?“, wollte die Stimme wissen.
„Das kann ich noch nicht so genau sagen“, antwortete Sabine.
Guntram forderte sie mit einem „Aha?“ heraus und gab ihr somit Zeit, sich näher zu erklären.
„Ich weiß nicht, was ein Sinnermittler macht und deshalb ebenso wenig, was die Aufgaben seiner Assistentin wären“, gab sie zu.
Wegen der jungen Stimme seiner Gesprächspartnerin ließ er ein langsam gesprochenes großväterlich nachdenklich sonores „So so …“ folgen, damit sie den Eindruck bekäme, er würde sich Gedanken über seine Formulierung in der Zeitungsanzeige machen, was er aber nicht tat, denn er hatte seine Berufsbezeichnung in der Anzeige bewusst so gewählt, um dadurch eine gewisse Neugier zu erzeugen, was in diesem Fall ganz offensichtlich gelungen war. Es störte ihn auch nicht, dass Sabine die erste Interessentin war, die sich auf seine sechste, auch schon wieder fünf Tage alte Annonce meldete, denn so passte es exakt in seinen Plan. Neugierig sollten die Menschen in seiner Umgebung schon sein, sowohl Kundschaft als auch Angestellte.
Sabine stellte sich ihren Gesprächspartner als einen zerstreuten, älteren, leicht verstaubten Herrn um die sechzig in einem altmodischen Tweed-Anzug vor. Ja, weißhaarig, zumindest stark graumeliert, möglicherweise in einem weißen Kittel. Noch bevor der Alte womöglich gedankenversunken den Hörer wieder auflegte, hielt sie das Gespräch mit den Worten am Leben: „Also, unter dem Begriff Sinnermittler finde ich in meinem Wortschatz zurzeit noch keine Entsprechung, daher hoffe ich, dass Sie mir Ihre Tätigkeit einmal näher erläutern.“
Guntram wollte seine Interessentin nicht wegen einer zu schnellen Erklärung wieder vom Haken verlieren, vermutete aber, da sie auch auf sein Stellenangebot eingegangen war, dass sie vornehmlich an einem Job, als an einer Dienstleistung interessiert war, deren Inhalt sie nicht kannte: „Haben Sie irgendwelche Referenzen?“
Sabine störte es etwas, dass ihr Gesprächspartner sie offenbar als mögliche Kundin schon ausgeschlossen und sie als Bewerberin eingeordnet hatte und konterte: „Muss man Referenzen vorweisen, um Sie als Sinnermittler zu engagieren?“
Oh, sie wollte es weiterhin offengelassen wissen, ob sie sich als mögliche Kundin oder als Bewerberin meldete. Was mochten ihre Beweggründe für den Anruf sein? Es konnte nach seinem Dafürhalten nur zwei Gründe geben: Entweder war sie ein reiches, verzogenes Mädel, das sich aus purer Langeweile irgendwelche Dienstleistungen erbringen lassen wollte, dann wäre sie seine erste Kundin. Oder sie suchte tatsächlich einen Job. In beiden Fällen wäre sie durchaus interessant für ihn. Außerdem gefiel ihm ihre Schlagfertigkeit. Um sie nicht versehentlich zu vergrämen, musste er jetzt einlenken: „Ich muss gestehen, dass ich wohl manchmal etwas unhöflich bin. Sie haben mich gebeten, Ihnen den Gegenstand meiner Tätigkeit zu erläutern und ich frage Sie nach Referenzen. Das war wirklich nicht sehr nett. Es ist allerdings nicht ganz einfach, mein Sachgebiet in wenigen Sätzen umfassend zu erklären und ich glaube, das Telefon ist nicht unbedingt das passende Medium dafür. Deshalb schlage ich vor, dass wir uns an einem Ort Ihrer Wahl treffen und ein persönliches Gespräch haben, wenn Sie einverstanden sind.“
Meine Taktik geht auf , dachte Sabine, ich habe schon ein Vorstellungsgespräch und antwortete: „Ja, damit bin ich einverstanden. Wollen Sie zu mir kommen oder soll ich Sie in Ihrer Praxis oder Ihrem Büro aufsuchen?“
Meine Taktik geht auf , dachte Guntram, ich habe eine potenzielle Kundin oder eine potenzielle Assistentin. Wenn wir uns, wie sie anbietet, bei mir träfen, wäre meine Position eine günstigere , sodass er sagte: „Sie können sehr gern zu mir kommen. Wann passt es Ihnen zeitlich?“
Sabine tat so, als würde sie in ihrem Terminkalender blättern: „Machen Sie einen Vorschlag.“
Guntram tat so, als würde er in seinem Terminkalender blättern: „Heute Nachmittag um 15:00 Uhr hätte ich Zeit für Sie. Anderenfalls …“
„Was für ein Zufall!“, rief Sabine. „Das passt mir ausgesprochen gut.“ Hoffentlich klang das nicht zu euphorisch , dachte sie sofort, nachdem sie ihre Worte in ihr Smartphone gesprochen hatte.
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