Heinz Hoffmann - Nicht eingreifen!

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Die Lebenswege des wohlhabenden Guntram und der Studentin Sabine kreuzen sich bei der Suche nach dem Sinn des Lebens. Ein Mord, mehrere Entführungen, sowie göttliche Einflussnahme begleiten ihren Weg auf skurrile, turbulente und nachdenkliche Weise. Die Geschichte rankt sich um die Frage, ob es wirklich einen Sinn des Lebens gibt, oder ob das Leben eigentlich sinnlos ist.

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„Ja, also, einer der Jungen aus dem fünften Stock ist die Treppe hinuntergefallen und ich musste ihm helfen. Krankenwagen rufen und so. Da hatte ich keine Zeit mehr für den Abwasch. Und jetzt muss ich mich erstmal von dem Stress erholen.“

„Das ist ja mal eine ganz neue Ausrede! Du weißt, dass wir dir ein Ultimatum gestellt hatten. Wir können unsere Wohngemeinschaft mit dir nicht mehr fortsetzen. Claudia hat auch schon einen Nachmieter gefunden. Wir sind der Meinung, dass du zum Monatsende ausziehen musst, also hast du noch etwas mehr als zwei Wochen Zeit, dir eine neue Bleibe zu suchen.“

„Aber…“

„Da gibt es jetzt kein Aber mehr. Wir haben das endgültig so beschlossen.“

Sabines Mitbewohnerin hatte das Gespräch unvermittelt beendet und gab ihr keine Gelegenheit zur Widerrede. Man hatte ihr die Karte gezeigt, die ein Fußballschiedsrichter gemeinhin in der Gesäßtasche verwahrt. In ihr breitete sich eine große Leere aus. War das Gottes Dank für ihre Hilfsbereitschaft gegenüber dem kleinen Jungen auf der Treppe? Die Leere in ihr wich nunmehr einer großen Wut gegen die ganze verdammte Welt mit ihren gleichgültigen, Ich-bezogenen Menschen. Sie dachte: Alle denken nur an sich, nur ich denk an mich und musste unwillkürlich bei diesem Gedanken grinsen. Sie zog ein innerliches Resümee:

1 Studium: Sinnlos.

2 Suizid: Letztes Mittel. Kann noch warten.

3 Wohnung: In gut zwei Wochen passé.

4 Abwasch und Einkaufen: Für die nächste Zeit nicht erforderlich.

5 Hilfsbereitschaft: Gibt ein gutes Gefühl.

6 Ist-Zustand: In Not, doch weniger schwer, als die Menschen in Südostasien und auf dem Rettungsschiff und der kleine Bengel im Krankenhaus.

7 Plan: Erstmal Kaffee trinken. Wird sonst kalt.

3

In seinen Gedankenspielen wurde Guntram morgens um 9:41 Uhr jäh vom Klingeln seines Telefons unterbrochen. Das alte, massive schwarze Bakelit-Telefon mit Wählscheibe, an dem seine Eltern sehr gehangen hatten, konnte er eines Tages nicht mehr benutzen, weil sein Telefonanbieter das analoge Fernsprechnetz einstellte und auf digitale Kommunikationstechnik wechselte. Sein Handy benutzte er in der Regel ausschließlich außer Haus, und aus einer nostalgischen Laune heraus hatte er das alte Telefon von einer Computerwerkstatt technisch umrüsten lassen. Es stand wie zu Lebzeiten seiner Eltern stationär auf einer Kommode an der Flurgarderobe und klingelte wie ehemals schrill und fordernd.

Als er nach dem siebten Klingeln an der Kommode angekommen war und den Hörer von der Gabel nahm, meldete er sich wie immer: „Guntram von Franckenbergh am Apparat.“

„Hier spricht Manfred“, kam es aus der Muschel zurück.

„Welcher Manfred?“, wollte Guntram wissen.

„Na, der Manfred!“

„Und weiter?“

„Was weiter?“

„Na, Ihr Nachname!“

„Es gibt keinen. Übrigens, du musst mich duzen.“

„Sie haben keinen Nachnamen und ich soll Sie duzen? Warum?“

„Wenn du mich nicht duzt, leg ich wieder auf.“

„Also gut. Du hast keinen Nachnamen und ich soll dich duzen? Warum?“

„Im Allgemeinen haben Götter keine Nachnamen und werden geduzt.“

„Du bist ein Gott?“

„Aber ja!“

„Und warum rufst du mich an und meldest dich nicht auf andere Weise?“

„Auf welche andere Weise sollte ich mich denn melden?“

„Na, so als Stimme aus dem Off. Vielleicht mit einem leichten Donnergrollen im Hintergrund oder so.“

„Dann würdest du doch glauben, du hast sie nicht mehr alle und wir kämen nicht in einen Dialog.“

„Ja, da hast du allerdings recht.“

„Ich habe immer recht.“

„Und warum rufst du mich auf meinem alten Bakelit-Telefon an und nicht auf meinem Handy?“

„Damit du auch rangehst. Ich habe die Rufnummernunterdrückung aktiviert und ich weiß, dass du meistens nicht an dein Handy gehst, wenn auf dem Display unbekannt erscheint. Dein Bakelit-Telefon hat kein solches Display.“

„Woher weißt du das denn?“

„Ich weiß alles , denn ich bin ein Gott.“

„Ach so. Ist ja klar.“

„Eben.“

Guntram überlegte fieberhaft, wer ihn da wohl auf den Arm nehmen wollte und wie er dem Anrufer auf die Schliche kommen könnte und sein Interesse war geweckt und sein Ehrgeiz, das Rätsel zu lösen, ebenfalls und er wollte sich jetzt keine Blöße geben, sich mit einem ungelösten Rätsel abzufinden und in diesem Spiel den Kürzeren zu ziehen, denn es musste sich um ein Spiel handeln, zu dem er herausgefordert worden war und dem er jetzt nicht mehr ausweichen wollte und außerdem hatte er keine Bekannten oder Freunde, die ihn etwa hätten auf den Arm nehmen wollen. Er musste jetzt handeln und entschied sich für den Gegenangriff: „Ich will einen Beweis.“

„Beweis wofür?“

„Dass du ein Gott bist.“

„Reicht es denn nicht, dass ich immer recht habe und alles weiß?“

„Na, da kann ja jeder kommen und das von sich behaupten.“

„Das ist keine Behauptung, sondern eine Tatsache.“

„Wo warst du denn zum Beispiel gestern Mittag?“

„Na hier.“

„Wo ist denn hier ?“

„Wo ich immer bin eben.“

„Wo bist du denn immer?“

„An jedem Ort des Universums gleichzeitig. Nun, äh, soweit das, was gerade geschieht, in mein Ressort fällt.“

„Und was mir gestern Mittag geschehen ist, fiel nicht in dein Ressort?“

„Du meinst den Vorfall in dem Autobahnrestaurant, in dem ein junger Mann seine Schwester erschossen und dich dabei am Ohr erwischt hat, richtig?“

„Genau“, Guntram war jetzt etwas überrascht, dass sein Gesprächspartner informiert war, doch das konnte er aus den Nachrichten erfahren haben und war keineswegs ein Beweis seiner Göttlichkeit.

„Nun, das fiel nur teilweise in meinen Aufgabenkreis, also in diesem Fall nur das Geschehen, das unmittelbar dich betraf. Für die anderen drei Beteiligten war ein Kollege zuständig.“

„Und warum habt ihr diese Tat nicht verhindert?“

„Wir beobachten nur.“

„Habt ihr denn nicht die Macht, bei sowas einzugreifen?“

„Doch, natürlich. Aber, wie gesagt, wir beobachten die Menschen bei ihrem Treiben nur.“

„Aber dieser Vorfall machte doch überhaupt keinen Sinn.“

„Ach, ihr Menschen mit eurem ewigen Sinn . Immer muss alles einen Sinn machen. Das führt letztendlich doch zu nichts. Aber zu meiner Ehrenrettung muss ich erwähnen, dass ich versucht habe, den Kollegen zum Einschreiten zu bewegen.“

„Du warst aber nicht besonders erfolgreich bei deinem Versuch.“

„Das ist richtig, aber der Kollege rangiert in einer höheren Kategorie. Wenn er auf mich gehört hätte, wäre es erst zum Schuss gekommen, nachdem du gegessen hättest.“

„Ach, du wolltest nicht die Tat selbst verhindern, sondern sie nur hinauszögern?“

„Ja. Dein eigentliches Begehr war, etwas zu essen. Deshalb hast du das Restaurant betreten und nicht etwa, um diesen Vorfall zu verhindern.“

Manfred war erstaunlich gut informiert, fand Guntram, doch auch das ließ sich durch einen einfachen Rückschluss ermitteln, denn man betritt ein Restaurant üblicherweise in der Absicht, etwas zu essen. Er musste einfach gezielter nach Dingen fragen, die nur er und niemand sonst wissen konnte, aber ihm fiel beim besten Willen auf die Schnelle nichts Passendes ein und daher versuchte er, erstmal das Gespräch am Laufen zu halten, denn er konnte es partout nicht ertragen, wenn jemand versuchte, ihn zum Narren zu halten: „Also, gesetzt den Fall, dass du tatsächlich ein Gott bist…“

„Ja?“

„Warum rufst du ausgerechnet jetzt und ausgerechnet mich an?“

„Langeweile.“

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