Heinz Hoffmann - Nicht eingreifen!

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Die Lebenswege des wohlhabenden Guntram und der Studentin Sabine kreuzen sich bei der Suche nach dem Sinn des Lebens. Ein Mord, mehrere Entführungen, sowie göttliche Einflussnahme begleiten ihren Weg auf skurrile, turbulente und nachdenkliche Weise. Die Geschichte rankt sich um die Frage, ob es wirklich einen Sinn des Lebens gibt, oder ob das Leben eigentlich sinnlos ist.

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„Aber es gibt doch mehr als genug andere Menschen auf der Welt, mit denen du dich unterhalten könntest.“

„Das stimmt schon, aber es gibt keinen weiteren Menschen, dessen Eltern bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind, ihrem Sohn eine ganze Menge Geld hinterlassen haben, der mit einem alten umgebauten Bakelit-Telefon telefoniert, das auf einer Kommode in der Nähe der Flurgarderobe steht und der gleichzeitig ein Sinnermittler ist, der gestern eine sinnlose Tötung miterlebt und seitdem seine Unterhose nicht gewechselt hat. Das hat mein Interesse geweckt.“

„Meine Unterhose? Ich habe heute noch nicht geduscht.“

„Nein, nicht deine Unterhose. Alles zusammengenommen. Das Gesamtpaket.“

Damit war ihm Manfred doch zuvorgekommen. Alles zusammen konnte eigentlich niemand sonst wissen, insbesondere das mit der Unterhose. Ob Manfred nun wirklich ein Gott war, ließ Guntram zunächst dahingestellt. Auf jeden Fall war er ganz offensichtlich ein verblüffend interessanter Gesprächspartner: „Sag mal, Manfred, was interessiert dich an mir so sehr, dass du mich anrufst?“

„Deine Zukunft“, war Manfreds lapidare Antwort.

„Meine Zukunft?“, fragte Guntram überrascht. „Ich dachte du weißt einfach alles.“

„Ja, prinzipiell schon. Vergangenheit und Gegenwart, wobei die Gegenwart doch so eng mit der Vergangenheit verbunden ist, dass sie mit der Vergangenheit quasi eine Einheit bildet, denn einen Wimpernschlag nach ihrem Geschehen gehört sie ihr bereits an. Mit der Zukunft ist es ein bisschen kniffliger, weil wir ja bekanntlich nur beobachten und nicht eingreifen. Das macht die ganze Geschichte ja so wahnsinnig interessant.“

Nachdem sich Guntram mit einem sehr vorsichtigen Kniff in den Unterarm vergewissert hatte, dass er nicht etwa träumte, fasste er die Sache eher für sich selbst zusammen: „Du gehörst also zu einer Gruppe von Göttern, die das Treiben der Menschen aus Interesse beobachten und ihr greift prinzipiell nicht in das Geschehen ein.“

„Wir beobachten nicht nur die Menschen, sondern einfach alles, was so im Universum geschieht“, verbesserte Manfred.

„Ihr beobachtet einfach alles, was so im Universum geschieht und greift grundsätzlich nicht in das Geschehen ein.“

„Korrekt.“

Guntram wollte der Sache etwas weiter auf den Grund gehen: „Aber, wenn du jetzt gerade mich beobachtest und sogar mit mir sprichst, gehen dir dann nicht die anderen Dinge, die im Universum aktuell passieren, durch die Lappen?“

„Eigentlich nicht, denn das, was ich gerade mache, geht so rasend schnell, dass praktisch keinerlei Zeit vergeht.“

Guntram sah auf seine Uhr, die immer noch 9:41 Uhr anzeigte: „Das heißt, wir könnten uns jetzt über das Leben, das Universum und einfach alles unterhalten und es wäre danach immer noch 9:41 Uhr?“

„Ja.“

„Okay“, Guntram merkte, dass er jetzt den Horizont seiner geistigen Fähigkeiten erreichte und setzte einige Level tiefer wieder an: „Gibt es denn im gesamten Universum nichts Interessanteres zu beobachten als die Erde und die Menschen und dabei zudem ausgerechnet mich?“

„Du stellst aber einfache Fragen.“

„Ich bin ja auch einige Level zurückgegangen“, gab Guntram zu.

„Verstehe“, erwiderte Manfred. „Es gibt durchaus andere interessante Orte, die es zu beobachten lohnte, doch mein Aufgabenbereich beschränkt sich auf organisches Leben und da ist die Erde zurzeit wirklich das spannendste Objekt.“

„Was meinst du mit zurzeit ?“

„Die letzten zwei bis drei Millionen Jahre.“

„Du meinst seit der Entstehung intelligenten Lebens auf der Erde, wie Lucy, Homo erectus, Homo sapiens usw.?“

„Seit der erneuten Entstehung bewussten Lebens auf der Erde. Mit dem Begriff intelligentes Leben wäre ich da ein bisschen vorsichtig“, korrigierte ihn Manfred.

Guntram war verblüfft: „Willst du damit sagen, es gab bereits vorher, also bevor sich der Homo sapiens entwickelte, denkende Wesen auf der Erde?“

„Aber ja! Doch die waren bei weitem nicht so putzig wie das, was sich danach entwickelt hat. Sie haben nicht an ihrer Selbstzerstörung gearbeitet. Zu ihrem Aussterben bedurfte es tatsächlich eines kosmischen Ereignisses…“

„Das wird mir jetzt zu kompliziert“, unterbrach ihn Guntram. „Beschränke dich bitte lieber auf die letzten zwei bis drei Millionen Jahre.“

„Gerne! Unter allen bewussten Lebensformen des Universums beobachte ich die Menschen auf der Erde am liebsten, weil sie so vollkommen aus der Art schlagen, dass sie einfach unvergleichlich unvollkommen sind.“

„Es gibt also aktuell noch weitere bewusste Lebensformen im Universum?“

„Selbstverständlich. Doch was ich so erstaunlich an euch Menschen finde, ist eure geistige Entwicklung.“

Guntram wusste, dass jetzt etwas Überhebliches von Manfred zu erwarten war, ließ sich aber gleichwohl zu der Bemerkung hinreißen: „Ja, unser Fortschritt und unsere geistigen Fähigkeiten sind schon enorm.“

„Wenn man das satirisch betrachtet, hast du wohl recht.“

Ich habe es doch gewusst , dachte Guntram und forderte: „Wie meinst du das?“

„Nun, wenn ihr euch etwas nicht erklären könnt, vermutet ihr, dass irgendein höheres Wesen dafür verantwortlich sein muss. Dann sind aber einige wenige von euch mit dieser Vermutung nicht zufrieden und denken so lange über das Unerklärliche nach, bis eine irgendwie schlüssige Erklärung gefunden ist.“

„Das ist doch ein Beweis von Intelligenz!“, warf Guntram rasch ein.

„Wenn du meinst…“, erwiderte Manfred, um dann fortzufahren: „Das Lustige an der Sache ist aber, dass die weitaus überwiegende Masse von euch nicht gern lernt, sondern an einmal liebgewonnenen vermeintlichen Erkenntnissen hartnäckig festhält und die neuen Ergebnisse partout nicht anerkennen will.“

Guntram nahm die Rolle eines Verteidigers ein: „Das führt doch aber dazu, dass neue Erkenntnisse stets bewiesen werden müssen und wir nicht blind allen neuen Ideen folgen. So wird eben alles so lange einer gründlichen Prüfung unterzogen, bis das Ergebnis wirklich gesichert ist.“

„Ein prinzipiell kluger Einwand, wenn es denn wirklich so wäre. Das Schlüsselwort für das Verhalten der Masse ist Ablehnung und nicht Prüfung . Deshalb kommt ihr nicht oder wenn, dann nur sehr langsam voran. Allerdings könnte man bei näherer Betrachtung zu dem Ergebnis kommen, dass ihr in den letzten zweihundert Jahren doch gewaltige Fortschritte gemacht habt…“

„Sag ich doch!“, beharrte Guntram.

„Wenn es denn euer Plan wäre, euren Planeten zu zerstören“, fuhr Manfred fort. „In dieser Hinsicht seid ihr hinter der nächsten Kurve bereits auf der Zielgeraden.“

„Warum ändert ihr Götter das denn nicht? Ihr hättet doch die Macht dazu, oder?“

„Wir sind doch nicht für euch verantwortlich! Wir beobachten nur und ein Eingreifen würde die Spannung dabei bloß verderben.“

„Wir sind doch schon dabei, unsere Sünden aus der Vergangenheit zu erkennen und Maßnahmen zu verabreden, den Weltuntergang noch zu verhindern. Den Atomkrieg haben wir vermieden …“

„Ja, damit wäre es in der Tat schneller gegangen.“

„Und wir haben uns aktuell vorgenommen, die Belastung der Atmosphäre mit Treibhausgasen zu verringern …“

„Ihr habt es euch vorgenommen , aber ihr setzt es nicht um!“

„Was könnte die Erde denn noch retten?“

„Euer Aussterben. So, genug geplaudert.“

„Halt!“

„Was denn noch?“

„Wie kann ich dich erreichen?“

„Gar nicht. Wenn nötig, melde ich mich wieder.“ Manfred beendete das Gespräch.

Guntram stand an der Kommode in der Nähe der Flurgarderobe mit dem Telefonhörer am Ohr und hörte das Freizeichen. Dass die Leute aber auch immer so ungeduldig sind, es hatte doch erst sieben Mal geklingelt. Na, dann wird es nicht so wichtig gewesen sein , dachte er bei sich und sah auf seine Uhr. Es war 9:41 Uhr. Er würde jetzt duschen und die Unterhose wechseln.

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