Hans-Hermann Beirich - Totenschuhe

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Auf dem Schreibtisch lagen drei Fotos. Drei unaufgeklärte Frauenmorde, die niemanden mehr interessierten. Hauptkommissar Akkermann drückte die Ellenbogen in die Schreibtischunterlage und legte das Kinn auf die Fäuste. Die Frauen schauten alle ähnlich. Ein wenig überrascht, bevor die nackte Angst sie für den Rest ihres Lebens packte.
Viel Zeit hatte er nicht mehr. Er war jetzt 58 Jahre alt. Drei davon hatte er verbraucht, um den Mann zu fassen, der ihm jährlich eine erdrosselte Frau präsentierte. Jetzt saß die Nächste mit einer Drahtschlinge um den Hals in der Waschküche eines Stuttgarter Mehrfamilienhauses. Als Akkermann zum Tatort fährt, liegt ein schmutzig grauer Himmel wie ein bleierner Deckel auf den umliegenden Weinbergen. Und drei Etagen über der Toten steht eine Frau am Fenster und baut aus den Scherben ihres Lebens ein tödliches Alibi für ihren Mann.

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Er hob abwehren die Hände. Was machte er hier eigentlich? Ihr war offensichtlich nichts passiert. »Ich wollte mich nur erkundigen, ob sie alleine gut heimgekommen sind. Aber wie ich sehe, habe ich mir umsonst Gedanken gemacht. Nass bin auch ich geworden.«

»Ich war nicht alleine. Herr Grünner war da.«

»Grünner? Der von unten?« Er biss sich auf die Lippen. »Herr Grünner hatte natürlich den gleichen Weg. Schließlich wohnt er hier.«

»Herr Grünner hat das getan, wozu sie offenbar zu feige waren! Und jetzt gehen Sie, mir reicht es!«

»Zu feige? Wozu denn bitte zu feige? Jetzt sagen Sie doch mal? Stellen hier Behauptungen auf. Ich glaub es ja wohl nicht!«

Sie schob ihn zur Seite und öffnete die Tür. »Bitte!«

»Nein, nein, nein!« Er horchte kurz ins Treppenhaus und sprach mit gedämpfter Stimme weiter: »Sie sagen mir jetzt, was Sie damit meinen.«

Regina Lindner schlüpfte in ihre Sandalen und zog den Wohnungsschlüssel ab. »Dann gehe ich!«

5

Karin Straub sah ihren Mann entgeistert an, ihre Mundwinkel zitterten. »Wie du aussiehst!«

Martin Straub drehte den Kopf zur Seite, damit sie seinen Atem nicht roch. »Wie sehe ich denn aus?« Er zog das Kinoprogrammheft aus der Jackentasche und legte es mit den Schlüsseln auf das Regal neben der Wohnungstür.

»Ha! Du bist vollkommen nass und alles ist dreckig.«

»Es regnet.«

Karin zupfte an seinem Ärmel. »Da fehlt ein Knopf!«

»Den muss ich verloren haben.«

Sie trat einen Schritt zurück. »Wieso bist du so dreckig?«

»Ich bin ausgerutscht.« Er zog das Sakko aus. Es fehlte tatsächlich ein Knopf.

»Ich musste zur Seite springen, weil mich sonst der Bus nass gespritzt hätte.«

»Wenigstens sind die versichert.« Sie wartete auf eine Reaktion von ihm. »Wegen der Reinigung.«

»Das glaube ich kaum.«

»Was glaubst du kaum?«

»Dass die SSB die Reinigung zahlt.« Unauffällig holte er die Zigarettenpackung aus der Jacke und schob sie in die Hosentasche. »Ich gehe mich umziehen«, sagte er und gab ihr das Sakko.

»Ich bringe dir was.«

Er ging ins Badezimmer. Die Zigaretten waren trocken geblieben. Er versteckte sie zusammen mit dem Feuerzeug in einer leeren Mundwasserschachtel im Spiegelschrank. Als er ihn schloss, schaute ihn sein Gesicht an. Die Wangenknochen stachen spitz hervor. Er hätte jedes Barthaar auf der weißen Haut zählen können. Der Kehlkopf zitterte. Er legte seine Finger darauf, es schmerzte. Dann zog er mit dem Zeigefinger das linke Augenlid herunter. Interessiert beobachtete ihn der rechte Augapfel. Er wollte das Auge schließen, aber es gelang ihm nicht.

Karin klopfte an die Tür und öffnete sie im gleichen Moment. Sie reichte ihm seinen Schlafanzug. »Du hast ja immer noch die nassen Sachen an!«

»Gleich«, sagte er und schloss die Tür. Er wollte den Schlafanzug nicht anziehen. Er hätte wie ein Kind ausgesehen, das zu früh ins Bett geschickt wird.

»Die Jacke können wir in die Reinigung geben. Das müssen die uns aber ersetzen. Ich rufe da morgen an. Oder ich gehe hin. Ich brauche sowieso meine neue Monatsmarke.«

Er schaute in den Spiegel und fuhr mit der Hand über die rechte Wange. »Lass es.«

»Was meinst du?«

»Ich sagte, lass es. Morgen ist Samstag.«

»Arbeiten die da nicht?«

Er öffnete die Tür und stieß fast mit ihr zusammen.

»Ich wollte die Hose holen«, sagte sie.

»Hier.«

Sie warf einen kurzen Blick darauf, sagte aber nichts.

»Die könnte auch eine Reinigung vertragen«, sagte er und holte sich frische Kleidung aus dem Schlafzimmerschrank.

Sie legte die Hose zum Trocknen sorgfältig über eine Stuhllehne. »In der Küche ist was zu essen.«

»Ich habe keinen Hunger.«

»Ein Bier ist auch da. Wenn du willst.«

Er ging in die Küche. Auf dem Tisch standen eine Flasche Hefeweizen, ein Weißbierglas und ein Teller mit Brot, Käse und einer geviertelten Gurke. Er schenkte sich das Bier ein und nahm sofort einen Schluck. Sie würde jetzt nicht mehr merken, dass er schon etwas getrunken hatte.

Karin setzte sich zu ihm an den Tisch. Hektisch drehte sie eine Haarsträhne zwischen den Fingern.

»Deine Hemden sind gebügelt.«

»Ich dachte, die sind bügelfrei.«

»Für ein Bewerbungsgespräch reicht das so aber nicht.«

»Ich sitze da nicht im Hemd.« Er starrte das Bierglas an. Es war zur Hälfte leer; er hatte zu schnell getrunken.

»Deine Unterlagen sind von der Allianz zurückgekommen.«

»Ach, schon?«

»Frau Karger hat sie gebracht.«

»Arbeitet die jetzt bei der Post?«

»Sie wollte nicht, dass die Sachen verknicken.«

»Nett!«

»Du weißt doch, wie die Umschläge in den Briefkasten gestopft werden.« Sie nahm das Messer und schnitt kleine Käsewürfel. »Wie war der Film?«

Er nahm ein Stück Käse und kaute bedächtig darauf herum. »Es ist schon was anderes, wenn man’s im Kino sieht als im Fernsehen.«

»Also hat es sich gelohnt.«

Er trank einen Schluck und schaltete das Radio ein. »Vielleicht kommen Nachrichten.« Er probierte einige Sender aus, schaltete das Gerät ab und ging ins Wohnzimmer. Der Fernseher lief ohne Ton. Es war irgendeine Quizshow.

»Suchst du die Bewerbungsunterlagen?«

Er drehte sich um. Sie stand in der Tür und lächelte ihn an. Angespannt drehte sie eine Haarsträhne zwischen den Fingern. »Ich habe sie nämlich schon abgeheftet. Nur, falls du sie suchst.«

»Schon klar.«

»Willst du noch fernsehen?«

Sie beobachtete ihn. Er wusste, dass sie ihn beobachtete. Sie machte das immer.

»Ich wollte nur wissen, ob ich ihn ausmachen kann.« Sie reichte ihm die Fernbedienung.

»Dann mach ihn halt aus«, sagte er und ging hinaus. Sie hörte, wie er die Toilettentür schloss. Mit einer kurzen Handbewegung warf sie ihre Haare über die Schulter, schaltete den Fernseher aus und legte die Fernbedienung auf die TV-Zeitschrift.

Straub hockte verkrampft auf dem Klo und starrte gegen die Tür. Sie ging über den Flur. Sie würde ihn hören und fragen, ob es ihm nicht gut ginge. In seinen Därmen rumorte es. Nein, es ging ihm nicht gut.

Er legte seine ganze Kraft in die Beine, drehte sich halb stehend um und drückte auf die Klospülung. Dann lies er sich fallen und schiss haltlos die Kloschüssel voll. Als die Wasserspülung verstummte, zerknüllte er hastig Papier und stopfte es unter sich. Über seine Fingern rannen warme Tropfen. Er wische sie mit Klopapier ab und betätigte noch einmal die Spülung.

Nach einiger Zeit war er sich sicher, dass nichts mehr kommen würde. Er machte sich sauber und zog sich an. Danach klappte er die Klobrille hoch und suchte nach Spritzern, die er mit feuchtem Toilettenpapier wegwischte. Anschließend reinigte er gründlich mit der Bürste die Schüssel. Er spülte zum dritten Mal.

Als er sich die Hände wusch, überkam ihm eine unbestimmte Leichtigkeit. Er würde jetzt hinausgehen und das Bier austrinken und vielleicht auch etwas essen. Und schlafen. Er stellte das Fenster auf Kipp und öffnete die Tür. Karin stand vor ihm.

Sie schob mit beiden Händen ihre Haare hinter die Ohren. Sie hatte zwei ungleiche Ohrläppchen. Das eine war angewachsen, das andere nicht. Er hatte das mal geliebt.

»Geht es dir nicht gut?«, fragte sie.

Schnell machte er die Tür hinter sich zu. »Doch? Wieso?«

»Nichts, ich dachte nur.«

»Gut geht es mir«, sagte er und ging in die Küche.

Der Tisch war schon abgeräumt. Nur das Glas mit dem Rest Bier hatte sie übrig gelassen. Er kippte das Bier hinunter und entsorgte das Glas im Geschirrspüler. Die leere Flasche lehnte in einem Metallträger neben der Spüle.

Karin Straub war ins Badezimmer gegangen. Die elektrische Zahnbürste surrte. Jetzt hatte er zwei Minuten Zeit. Er schnappte sich den Flaschenträger, steckte die Wohnungsschlüssel in die Hosentasche und holte den Kellerschlüssel aus dem kleinen Holzkasten neben der Wohnungstür. Mit großen, federnden Schritten sprang er die Treppe hinunter. Den Träger hielt er etwas schräg, damit die Flasche nicht gegen das Metall schlug.

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