Hans-Hermann Beirich - Totenschuhe

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Auf dem Schreibtisch lagen drei Fotos. Drei unaufgeklärte Frauenmorde, die niemanden mehr interessierten. Hauptkommissar Akkermann drückte die Ellenbogen in die Schreibtischunterlage und legte das Kinn auf die Fäuste. Die Frauen schauten alle ähnlich. Ein wenig überrascht, bevor die nackte Angst sie für den Rest ihres Lebens packte.
Viel Zeit hatte er nicht mehr. Er war jetzt 58 Jahre alt. Drei davon hatte er verbraucht, um den Mann zu fassen, der ihm jährlich eine erdrosselte Frau präsentierte. Jetzt saß die Nächste mit einer Drahtschlinge um den Hals in der Waschküche eines Stuttgarter Mehrfamilienhauses. Als Akkermann zum Tatort fährt, liegt ein schmutzig grauer Himmel wie ein bleierner Deckel auf den umliegenden Weinbergen. Und drei Etagen über der Toten steht eine Frau am Fenster und baut aus den Scherben ihres Lebens ein tödliches Alibi für ihren Mann.

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Sie stellte die Bierflasche auf den Küchentisch. Regentropfen schlugen gegen die Fensterscheiben. Sie ging auf die andere Seite der Wohnung und schaute aus dem Wohnzimmerfenster. Unten spannte Werner Grünner umständlich seinen Schirm auf und ging rechts die Straße hinauf. Er trug einen grauen Regenmantel. Nach wenigen Schritten kehrte er um und wechselte die Straßenseite. Er hielt den Schirm dicht vor das Gesicht. Die rechte Hand hatte er tief in der Manteltasche vergraben.

3

Dampfige Neonleuchten tauchten die Tankstelle in ein trübes Gelb. Zwischen den Zapfsäulen parkte der Mercedes-Kombi, ein älteres Modell, schwarz. Aus dem Shop kam ein schlanker Mann, etwa Ende zwanzig. Unter seinem Arm klemmten einige Bierdosen. Martin Straub bemerkte nicht, dass er zu ihm und Regina Lindner rübersah. Er hatte nur das grellbunte Hemd im Blick. Der Kombi beschleunigte und blieb nach drei, vier Metern abrupt stehen. Der Mann im bunten Hemd rannte hinterher. Er stellte zwei Dosen aufs Dach und stieg ein. Wieder fuhr der Wagen kurz an. Die Beifahrertür wurde geöffnet und ein hagerer Mann in einem ärmellosen T-Shirt pflückte die Dosen vom Dach.

Straub löste sich aus Regina Lindners Arm und bückte sich. Im gleichen Moment hatte er seinen Schnürsenkel aufgerissen. »Moment, mein Schuh ist aufgegangen«, rief er. Regina Lindner hörte ihn nicht. Vor ihr preschte der Mercedes auf die Straße.

»War das nicht der Wagen, der Sie nass gespritzt hat?«

Straub zuckte mit den Schultern. Bedächtig band er seinen Schuh zu. »Ich hab nicht drauf geachtet.«

Er wollte gerade weitergehen, als er zehn Meter hinter Regina Lindner den Mann mit dem bunten Hemd stehen sah. Daneben parkte der Mercedes. Über der geöffneten Beifahrertür hing der Hagere.

»Warten Sie, ich muss noch was aus der Tankstelle holen!« Ohne sich weiter umzusehen, lief Straub auf die Zapfsäulen zu. Er sprang um einen roten Golf herum und ging direkt auf die breite Eingangstür des Shops zu. Die Glasscheiben wurden lautlos zur Seite geschoben. Eiskalte Luft klatschte gegen sein Gesicht. Er schüttelte die Regentropfen von seiner Jacke und mit ihnen die Welt draußen. Es kam ihm vor, wie eine Ewigkeit, bis die Tür sich wieder schloss.

An der Kasse zahlte gerade die Golffahrerin. Sie trug eine Jeans und ein kurzes, rotes T-Shirt. Beides schien wie eine zweite Haut auf ihr zu kleben. Straub ging zum Zeitschriftenständer und zog wahllos einige Hefte heraus. Seine Wange schmerzte. Vorsichtig tastete er sie mit den Fingerspitzen ab. Als die Frau an ihm vorbei ging, deutete er kopfschüttelnd auf die Titelblätter der Sexmagazine. Ohne ihn zu beachten, ging sie hinaus.

Hinter dem Tresen regierte ein muskulöser Türke. Er war hier sicher. Zudem konnte man überall lesen, dass die Tankstelle videoüberwacht war. Außerdem wurden die Bänder immer wieder überspielt. Er wäre also praktisch gar nicht hier gewesen.

Er nickte dem Türken freundlich zu und ging zur Kühltheke. Vor dem Regal mit dem italienischen Wein schaute er hinaus. Ein dicker Mann in einem engen Short stützte sich auf seinen Opel und beobachtete skeptisch, wie die Anzeige an der Zapfsäule einen immer höheren Preis forderte. Daneben hing ein japanischer Geländewagen am Tankschlauch. Der Fahrer, sportlich-elegant, betrachtete die Blumensträuße, die in Folie verpackt in Plastikeimern steckten. Ein weißer Ford mit einem Firmenaufkleber an den Türen raste vorbei und auf der anderen Straßenseite ging ein Mann hinter einem Regenschirm versteckt. Regina Lindner konnte er nirgends entdecken.

Er nahm eine eiskalte Bierdose aus dem Kühlregal und trug sie mit drei Fingern zur Kasse.

Der Türke scannte grußlos die Dose.

Straub starrte auf die Straße; der Regen fiel in kurzen, dünnen Strichen senkrecht auf den Boden. Er konnte nichts Außergewöhnliches entdecken.

Das Bier war so kalt, dass er es nur in kleinen Schlucken trinken konnte. Als er zum zweiten Mal ansetzte, kroch der schwarze Mercedes die Auffahrt herauf. Er bückte sich blitzartig.

Die Scheinwerfer tasteten den Zeitschriftenständer ab. Der Wagen hielt kurz an und fuhr im Schritttempo weiter. Er stoppte noch einmal auf der Höhe einer grauen Mülltonne und rollte die Ausfahrt hinunter, bog scharf nach rechts und blieb mit zwei Rädern auf dem Gehweg stehen. Die Scheinwerfer wurden aufgeblendet.

Regina Lindner hielt die Hand vor ihre Augen. Der Mann im grellbunten Hemd fasste in ihre Haare. Langsam rutschten seine Finger an einer dicken Strähne herunter. »Ich glaub, dein Typ hat sich verpisst.«

Seine Hand berührte ihre Wange. Sie wendete den Kopf ab und ging einen Schritt zurück. Ihre Stimme überschlug sich: »Lassen Sie mich sofort los!«

Im gleißenden Licht der Scheinwerfer konnte sie ein breites Grinsen ausmachen. Als er nach ihr griff, riss sie das rechte Knie hoch. Ihr Schuh flog in hohem Bogen auf die Straße. Er packte mit einer Hand ihren Oberschenkel, bog ihn zur Seite und drückte sie, unterstützt von einem kehligen Schnauben, mit der anderen Hand an sich. Abwehrend hob sie die Hände.

Die Scheinwerfer des schwarzen Kombis erloschen. Der Mann im bunten Hemd grinste nicht mehr.

Ein ramponierter Kleinlaster mit der lückenhaften Aufschrift eines türkischen Obst- und Gemüsehandels holperte heran. Die Wischerblätter hasteten ruckartig über die Windschutzscheibe. Aus dem halb geöffneten Seitenfenster quollen Zigarettenqualm und schwülstige Klagelieder.

Als der Wagen vorbeigefahren war, stand Werner Grünner mitten auf der Straße. Mit der linken Hand umklammerte er einen Regenschirm, die rechte steckte in der Manteltasche. Er kam langsam näher.

»Lassen Sie die Frau zufrieden! Hören Sie nicht? Sie sollen die Frau zufriedenlassen!«

Der Mann im bunten Hemd drehte sich um. »Verpiss dich, Alter!«

Grünner beachtete ihn nicht weiter. »Du kannst jetzt gehen, Regina.« Er nickte ihr aufmunternd zu. »Geh jetzt! Geh nach Hause, hörst du?« Bedächtig zog er eine kleine, silberne Pistole aus der Manteltasche und richtete sie auf das bunte Hemd.

Der schwarze Kombi hielt am Straßenrand. Das Beifahrerfenster surrte herunter und der Hagere grinste heraus.

Der Mann im Hemd lachte schrill. »Der Typ hat ’ne Knarre!« Er wandte sich zu Grünner: »Ist gut, ja? Ganz ruhig, ja? War ein Scherz, ja? Kleiner Scherz, ja?«

Grünner sah sich nach Regina Lindner um. Warum lief sie nicht weg?

Gebannt starrte sie ihn an. Sie trippelte einige Schritte rückwärts und streifte den linken Schuh ab. Dann rannte sie davon.

Der Mann im bunten Hemd bewegte sich nicht. Grünner zielte auf seinen Bauch. »Steigen Sie jetzt ein!« Der Kerl sollte jetzt fahren. Regina würde weit genug sein. Und er wollte die drei endlich loswerden. »Machen Sie schon!«

Der Mann öffnete die hintere Tür. »Der ist total abgedreht. Der schießt, sag’ ich euch.« Er saß kaum, da raste der Wagen davon.

Grünner steckte die Pistole ein. Sie fuhren geradeaus, Regina war rechts herum gelaufen. Er sammelte ihre Schuhe auf und folgte ihr.

4

Durch das eingekippte Fenster über der Haustür fiel kaltes Licht auf den grau gesprenkelten Steinboden des Treppenhauses. Regina Lindner lehnte mit dem Rücken an der Tür und versuchte, gleichmäßig zu atmen. Ihre Haare lagen in dicken Strähnen vollgesogen auf den Schultern. Wassertropfen rannen in den Ausschnitt ihres Kleides. In der rechten Hand umklammerte sie ihre Schlüssel. Ihr Rucksack lag zwei Meter von ihr entfernt auf dem Boden.

Inzwischen waren zwei Autos vorbeigefahren. Eines schnell und ein anderes, das ziemlich langsam fuhr. Wahrscheinlich musste der Fahrer auf Fußgänger Rücksicht nehmen, die über die Straße liefen. Bei dem Wetter wartete keiner gerne. Sie wischte mit dem Handrücken die Wassertropfen von der Stirn. Dann tastete sie die Wangen ab. Ihr Kopf glühte.

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