Oliver Bäuerle - Die sieben Amulette

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Ein Mönch geht im 14. Jahrhundert in Italien, der späteren Vatikanstadt einen Pakt mit Luzifer ein. Er erfährt ewiges Leben und schwört der Unterwelt unendliche Treue. Der Mönch wird aber irgendwann so stark und mächtig, dass er sich die Welt zu Untertan machen will und hintergeht Luzifer. Fast ein Jahrhundert später gelingt es geistlichen Priestern des Vatikans, den grausam mordenden und Seelen aufnehmenden Mönch zu bändigen. Sieben Amulette entstehen und werden von Helfern des Vatikans in der ganzen Welt verteilt. Hunderte Jahre später tauchen sie wieder auf und werden von ihren Findern als Glücksbringer getragen. Der Höllenmönch sendet eine Herrschaft von Monstern aus um sie aufzuspüren. Ein Amulett nach dem anderen wird so gefunden, der Träger auf grausame Weise ermordet und das Amulett von dem Höllenmönch in sich aufgesogen.

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Fasziniert hatten die anderen zugehört, als sich Mary Hattles, die so sexy angezogene Chrysler-Cabrio-Fahrerin, die allen Charme der Welt hatte, als Zweites zu Wort meldete und ihren Weg zum Fundort ihres Amulettes darlegen wollte. Mary, die zu unserem Verblüffen schon fast dreißig Jahre alt war, arbeitete bei einem in die Jahre gekommenen Milliardär in London, der als Hobby die Suche nach Kunstschätzen auf der ganzen Welt hatte. Holzschnitzereien der Indios sowie Tonkrüge und Skulpturen aus der Inka-Zeit. Alles, was ein Sammlerherz, oder, wie manche denken, ein wenig Verrückter so sammelt. Mary jedenfalls war es egal, sie verdiente eine Menge Geld, denn knauserig war der alte Milliardär nicht. Er wusste, wie schwer es war, mit der Bürokratie der einzelnen Länder umzugehen und wie lange es dauern konnte, einige Kunstschätze nach England zu bekommen. In Mary hatte er jemanden gefunden, die für ihr Alter einen ausgezeichneten Sachverstand, und bis jetzt jede noch so kniffelige Aufgabe gelöst hatte. Mit ihrem Aussehen konnte sie zudem jedem Mann den Kopf verdrehen und wenn nötig das Blut aus dem Kopf in andere Körperteile fließen lassen. Er suchte ständig nach neuen Kunstgegenständen, die sein riesiges Anwesen in England schmücken sollten. So auch damals.

>> Mary, hier habe ich eine Liste der verschiedensten Gegenstände, die meine Begierde geweckt haben. Reise für mich bitte nach Bombay, prüfe ihre Echtheit und bringe die Schätze für mich so kostengünstig wie möglich nach England zurück. <<

Mary war einverstanden und machte sich auf nach Indien, zu einem Kunsthändler, der viele Dinge unter dem Ladentisch verkaufte. Dinge, deren Herkunft fragwürdig und deren Verkauf skrupellos waren. So war der Inder eben, der seinen Namen mit Jayanti angab, was in unserer Sprache soviel wie „ der Siegreiche “ heißt. Er bekam fast immer, was er wollte. Überall, wo er auftauchte, fürchteten ihn die Menschen, denn man sagte, er würde übernatürliche Kräfte besitzen. Was immer Profit abwarf, weckte sein Interesse und er streckte seine Fühler danach aus. Nach einer Woche in Bombay signalisierte Jayanti über einen Kurier, dass er sich mit Mary in einem geheimen Versteck treffen wollte, um ihr die gesuchten Kunstgegenstände zu zeigen. Sie bekäme genug Zeit, um alles in Augenschein zu nehmen und auf seine Echtheit zu prüfen. Der Kurier, ein übel nach Schweiß riechender Inder, der für seine Körpergröße übernatürlich kräftig war, brachte Mary in einem alten Geländewagen, natürlich mit verbundenen Augen zu einer alten Lagerhalle, in der Jayanti auf sie wartete. In der Halle, die mit Kunstgegenständen überfüllt war, lagen auf einem Tisch sämtliche Gegenstände, die ihr Chef suchte. Penibel und fein aufgereiht, für ihre Überprüfung bereit. Seltene Vasen, für Marys Begriff schrecklich aussehende Fresken mit Fratzengesichtern, Teppiche alles lag dort wie gewünscht. Mary, die mit Jayanti schon zweimal Geschäfte gemacht hatte, machte sich sofort daran, die Echtheit der Dinge, die ein Vermögen Wert sein mussten, zu überprüfen. Nach zwei Stunden war alles, was ihr Chef in England aufgelistet hatte, zu ihrer Zufriedenheit überprüft, und nach einer zähen Verhandlung war auch ein Preis, den ihren Chef mit Sicherheit akzeptieren würde, ausgehandelt, ein Scheck ausgestellt und alle Schätze in Transportkisten verstaut. Jayanti versprach Mary einen sicheren Transport nach England und sie hatte keinen Grund zur Sorge, denn bisher hatte immer alles zu ihrer vollsten Zufriedenheit geklappt. Wenn diesmal etwas schief gehen sollte, würde sie ihr Chef mit Sicherheit mit Betonklötzen am Bein im Meer versenken, denn ein sechsstelliger Betrag wäre futsch. Aber darum machte sich Mary keine Sorgen, vielmehr darüber, dass sie auf dem Weg zum Geländewagen von Jayanti zurückgerufen wurde.

>> Mary, komm noch mal her! >>

Eiskalt lief es ihr den Rücken herunter, denn sie wäre nicht die Erste, die ein Treffen mit ihm nicht unbeschadet überstanden hätte. Aber zu ihrer Verwunderung löste sich bald ihre Anspannung, als Jayanti mit einer kleinen kunstvoll aussehenden Vase auf sie zukam.

>> Danke für dein verkäuferisches Geschick, als Geschenk habe ich eine Vase als Erinnerung für Dich. <<

Er drückte sie ihr in die Hand.

>> Danke schön. <<

Mary steckte die Vase ein und fuhr Richtung Flughafen. Die Vase im Gepäck ging, ohne Probleme auszulösen, durch alle Kontrollen, bis sie bei ihr in London zu Hause auf dem Wohnzimmertisch stand. Am nächsten Tag legte sie ihrem Chef einen ausführlichen Bericht vor. Er war sehr zufrieden, klopfte auf Marys Schulter und stellte ihr einen mehr als großzügigen Scheck aus. In dem hauseigenen Labor steckte Mary einige Teststreifen ein, die das Alter der Vase bestimmen sollten, die ihr der Inder in Bombay geschenkt hatte. Sie wollte unbedingt wissen, wie wertvoll die Vase war. Zu Hause setzte sie sich daran, das Alter und die Epoche der Vase zu bestimmen, aber mit ihrem Mikroskop und trotz aller Aufzeichnungen, die sie hatte, konnte sie keinen Anhaltspunkt finden, wie alt die Vase war. Sie war auf alle Fälle älter als alles, was sie vorher gesehen hatte. Unzufrieden stellte sie die Vase auf den Tisch, zu weit an die Kante eines Glas Untersetzers. Die Vase fing an zu kippeln, und bevor sie zugreifen konnte, fiel sie herunter und zerbrach mit einem lauten Klirren in tausend Einzelteile. Ein Adrenalinschock durchfuhr sie, doch als sie sich bückte, fand sie am Boden, neben den Scherben, ein kleines Medaillon. Eine Kette mit einem dolchartigen Anhänger, dessen Herkunft sie nicht ausfindig machen konnte, aber die Schönheit und der Glanz faszinierten sie, und seit diesem Tag trägt sie das Amulett um den Hals. Ich legte Holz auf das fast ausgegangene Feuer, das mir vorkam wie eine langsam einschlafende Bestie. Schnell wurde das Holz ein Raub der Flammen und es wurde wieder richtig hell. Wir, die in einer Runde um das Lagerfeuer saßen, waren so gespannt Marys Erzählung gefolgt, dass wir uns nicht um das Feuer gekümmert hatten, so gefesselt waren wir von ihrer Geschichte. Nun wollten wir hören, wie die vier anderen aus unserer Runde zu ihrem Amulett gekommen waren.

Jack Stone stand auf, der grauhaarige Mitfünfziger der mit seinem Chrom überschütteten Lexus alle Blicke auf sich zog. Jack hatte keinen Anzug mehr an, sondern ein kurzärmeliges Hemd, das einige Flecken aufwies, sowie eine zu kurze Jeanshose und billige Turnschuhe. Sie gaben dem Mann, der an der Weggabelung so stattlich vor uns stand, einen Anblick, in dem wir ihn kaum wiedererkannt hätten. Jack begann zu reden, jeder von uns war fasziniert von seiner klaren Aussprache und Sprachgewandtheit.

>> Ich bin von Beruf ein selbstständiger Bestattungsunternehmer. <<

Wir alle konnten uns ein innerliches Lachen nicht verkneifen, denn Manager wäre eher seine Berufsrichtung gewesen, die wir uns hätten vorstellen können. Wie dem auch sei, auf jeden Fall sprach er frei von der Seele weg und erzählte uns seine Geschichte.

>> Vor einigen Jahren bekam ich den Auftrag vom Staate Missouri in Amerika, eine Familie zu beerdigen, die in einer alten Villa ermordet wurde. Am Nachmittag hörte ich in den Nachrichten, dass sich in unserer kleinen Stadt Gilliam eine Familientragödie zugetragen hatte. Ein Familienvater hat dort seine Frau und seine fünf Kinder brutal umgebracht, bevor er sich dann selbst das Leben genommen hatte. Am Abend klingelte dann das Telefon, der Sheriff unseres Bezirks rief bei mir an, und beauftragte mich, die Überreste der Familie einzusammeln und für die Beerdigung fertigzumachen. Er gab mir die Adresse und ich machte mich sofort auf den Weg zu der Villa, die etwa dreißig Meilen von meiner Firma entfernt lag. Es wimmelte dort nur so von Polizisten. Der Polizei Inspektor Sam Perlin nahm sich meiner an und beschrieb mir die fürchterliche Tat. Ich ging in das Haus und inspizierte die einzelnen Räume und kam nach einer Weile mit Entsetzen wieder heraus. Alleine konnte ich die Arbeit nicht schaffen, zu schrecklich waren die Bilder, die ich dort immer wieder vor mir sah. Ich rief meinen Mitarbeiter Bill an, der mir bei schwierigen Dingen behilflich war, wenn z.B. Selbstmordopfer, die vor einen Zug gesprungen waren wieder eingesammelt werden mussten. Bill war hart gesotten, und nichts konnte ihn so schnell aus der Ruhe bringen. Er kam eine dreiviertel Stunde später an. Wir zogen einen Plastik Kombi und Handschuhe über, und gingen mit Kunststoffsäcken bewaffnet in das Haus, die Polizisten blieben draußen. Im Haus angekommen, eine seltsame Stille überkam uns, schritten wir durch die Räume, bis ins Wohnzimmer. Wo wir auch hinschauten, überall waren Blutspritzer zu sehen. Die vom Wohnzimmer abgehende Treppe nach oben war mit dunkelrotem Blut, das teilweise mit kleinen Stückchen Fleisch durchzogen war, fast angetrocknet und klebte an den Wänden. Es wirkte wie ein nicht fertiggestelltes Gemälde auf uns. Je höher wir nach oben schauten, umso mehr Blut war zu sehen. Eine riesige Lache bedeckte den ganzen Boden des Flures. Der Fußboden, er schwamm! Im Wohnzimmer sahen wir, mit schaudern die aufgetürmten Leichen. Wir hatten viel Erfahrung mit Toten, aber das, was wir hier sahen, überschritt alles, was wir vorher gesehen hatten. Der Berg mit Leichen oder vielmehr der Berg mit Leichenteilen, der vor uns lag, machte uns bewusst, mit was für einer schrecklichen Tat wir es hier zu tun hatten. Meine jahrelange Erfahrung mit solchen Tragödien ließen alle schrecklichen Dinge, die sich hier abgespielt haben mussten, wie einen Film noch einmal vor meinen Augen ablaufen. Bill ging vor und untersuchte die erste Tote, ein fünf Jahre altes Mädchen. Sie hatte noch ihr Nachthemd an, ihre Arme waren abgeschnitten, ihr Gesicht wirkte irgendwie friedlich, doch ihre Augen waren weit aufgerissen und in ihrem Blick sahen wir, dass ihr blankes Entsetzen wiederfahren war. Die Kleine hatte tiefe Wunden am Hals und in der Brust. Jemand hatte ihr mit einer Schere oder einem stumpfen Messer die Halsschlagader durchtrennt, und danach ihren Ausblutenden kleinen Körper mit einem harten Gegenstand mürbe geschlagen, sodass überall die Haut aufplatzte und Knochen splitterten. Das musste die Kleine noch bei vollem Bewusstsein miterlebt haben, denn keine dieser Schläge war tödlich, nur das Ausbluten ließ sie langsam sterben. Sie merkte schließlich nicht mehr, da kein Blut mehr aus ihren Adern sprudelte und ihr kleiner Körper Ruhe fand, dass ihr Vater mit einer Gelassenheit beide Arme mit einer Handsäge abschnitt, und sie neben ihren kleinen Körper legte. Der Vater ging ins nächste Zimmer, wo die achtjährigen Zwillinge friedlich in ihren Betten schliefen. Die ältere der beiden Schwestern starb schnell, sie wurde im Schlaf erdrosselt, die andere hatte kein Glück bei ihrem Tod. Als sich der Vater, nach dem Erwürgen der ersten Tochter ihrer Zwillings Schwester zu wand, musste diese schon wach im Bett gesessen haben, denn ihr vollgepinkeltes Bett ließ ahnen, welche Angst sich in ihr wieder spiegelte. Der Vater schlug ihren kleinen Kopf mehrfach gegen das Bettgestell. Blutspritzer wiesen darauf hin. Danach stach er ihr ein Messer ins Gesicht, und Schnitt die Wange bis zum linken Auge auf. Als das Auge, wie ein aufgeschlagenes Ei auslief, setzte er zum nächsten Stich an, der vom Mund bis zum Hals ging. Er drückte das Messer fest in die Haut der achtjährigen, aus deren Mund nur kleine krächzende Geräusche kamen. Tief bohrte sich der harte Stahl in das Fleisch, ihr Widerstand wurde langsam geringer. Der Vater, der mit einer unbändigen Wut vorging, ließ nicht von ihr ab, er zog das Messer hinaus und rammte es erneut in den Brustkorb, sodass mehrere Rippen brachen. Ein lautes Krachen musste zu hören gewesen sein, bevor die Kleine unter wahnsinnigen Schmerzen sterben musste. Auch die Arme beider Zwillinge sägte der Vater mit einem wahrscheinlich, wahnsinnigen Gesichtsausdruck mit der Handsäge ab, und legte sie neben die toten Körper. Dann drehte sich der Vater um und ging Richtung Treppe. Er wollte in den zweiten Stock, dort hin, wo die beiden Jungen, neun und zehn Jahre alt, schliefen. Er schlich die Treppe hoch, dass langsam unter seinen Füßen zu trocknen begonnene Blut, klebte an den Stufen, und musste schreckliche Geräusche verursacht haben. Im oberen Stockwerk angekommen, öffnete er die Kinderzimmertür der Jungen, in der Hand ein Messer und ein kleines Beil wie es zu schlachten von Hühnern benutzt wurde. Er schritt auf das Bett des zehn Jahre alten Jungen zu, und setzte das Messer an seinen Hals. Dann schnitt er mit aller Kraft durch die Kehle des Jungen, der plötzlich die Augen öffnete und mit tiefrot, Blut unterlaufenden Augen seinen Vater anflehte, und zu fragen schien, was habe ich verbrochen. Er krallte sich fest, überall waren blutige Handabdrücke des Kleinen zu sehen. Der Bruder, der im anderen Bett schlief, musste aufgewacht sein und sprang auf seinen Vater zu, er wollte seinem zum Sterben verurteilten Bruder helfen. Er zerkratzte mit aller Gewalt das Gesicht seines Vaters. Hautfetzen von den Wangen hingen an seinem Gesicht herunter, und Blut strömte aus seinen Wunden. Schließlich schaffte es der Vater, den zweiten Sohn von seinem Rücken zu schütteln und schlug erbarmungslos mit dem Beil zu. Die Wucht des Stahls traf den kleinen über dem rechten Ohr. Ein Teil des Kopfes mit einem großen Bündel Haaren daran, sowie das Ohr fiel zu Boden. Der Junge stand unter Schock mit offenem Mund vor seinem Vater. Erst als das Blut aus der riesigen Wunde zu spritzen begann, musste er vor Schmerzen schreien, da schlug der Vater abermals zu und traf die Mitte des kleinen Kopfes. Wieder und immer wieder musste er zuschlagen, bis das Beil ganz durch den Kopf glitt. Stücke des Schädels, teile des Gehirns, riesige Bündel von Haaren und vor allem Blut, war auf dem Boden verteilt und lief durch die ritzen der Holzdielen in den Fußboden. Der neun Jahre alte Junge zuckte noch einige Male, dann war sein Körper ruhig, nur ein Keuchen vom anderen Bett war zu hören, denn ausgeblutet, war der andere Junge noch nicht. Der Vater wandte sich erneut um, und schlug nun auch auf den nach Hilfe flehenden Jungen ein. Gnadenlos schlug er auf den Körper. Der ganze Oberkörper glich einer roten Masse, die aussah, als ob sie aus dem Fleischwolf kam. Die Augen des Jungen wurden starr. Der letzte Rest seines Lebens war ausgehaucht, mit solch einer Qual, wie es sich wohl keiner vorstellen mag. Die Augen voller Panik, fragend nach dem warum? Der Vater verließ den Raum und ging die Treppenstufen hinunter bis ins Erdgeschoss, seine Wunden im Gesicht bluteten stark und hinterließen, eine Spur des Grauens. Vor dem Schlafzimmer seiner Frau angekommen stoppte er kurz, er wusste, dass sie schlief, mehrere Schlaftabletten taten ihren Dienst. Dann kam er näher, setzte sich neben sie auf das Bett, strich ihr noch einmal über das Haar und stach dann erbarmungslos auf seine hübsche Frau ein, die plötzlich die Augen öffnete, und wie wahnsinnig vor Schmerzen zu schreien begann. Blut spritzte an die Decke und Wände. Es war so, als ob ein Raubtier seine Beute zerreißt. Dann nahm er sein Beil und schlug auf das Gesicht seiner Frau ein, bis nichts mehr davon zu erkennen war. Sie starb ebenfalls unter Qualen, die nicht vorstellbar waren. Auch ihr sägte er beide Arme ab, nur die Jungen verstümmelte er nicht. Seine Familie war ausgelöscht, keine Lebenszeichen mehr. Schließlich brachte er alle Leichen und Leichenteile ins Wohnzimmer und stapelte sie übereinander, als wolle er sie verbrennen. Blut, überall Blut ein schrecklicher Schauplatz. Der Vater lag aber nicht bei seiner Familie, er war im Keller der Villa in einem Gewölbe unter dem Wohnzimmer. Er hatte sich in eine laufende Tischkreissäge gelegt, regelrecht geplatzt sah sein Körper aus, Eingeweide, Därme, alles hing am Tisch herunter. Auch er musste gelitten haben. Warum es in dieser, nach außen so harmonisch aussehenden Familie zu so einer Tragödie gekommen war, konnte bis jetzt niemand sagen. Einen Tag später hatten ich, und mein Helfer alles beseitigt, die Kinder und auch die Eltern gewaschen, und ihnen saubere Kleidung übergezogen. Alle wurden in einfache, aus Spanplatten gefertigte, Särge gebettet. Beim Zusammenräumen der alten blutverschmierten Wäsche fiel mir ein kleines Amulett in die Hände, was einen unwiderstehlichen Reiz auf mich ausübte. Da es keine Erben, oder Verwandte mehr gab, beschloss ich, das Medaillon im Gedenken an die Familie, als Talisman zu behalten. Ich hoffte, dass niemandem auf der Welt jemals noch einmal so ein schreckliches Unglück passieren möge. <<

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