Hansjürgen Engel - Pauls Erwachen

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Paul fühlt sich von einer «Albanerbande» verfolgt, von seinem besten Freund hintergangen und vom eigenen Vater als naiven Jungen hingestellt, der endlich seine Kinderträume ablegen solle.
Unter heftigen Seelenqualen leidend, erfährt der Knabe in nächtlicher Kinderzimmer-Einsamkeit eine im Herzen wundersam spürbare Ermutigung, sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter den Erscheinungen dieser Welt und den wohlfeilen Erklärungen der Erwachsenen zu machen. Auf seinem Wege trifft er auf einen alten, weisen Mann, der ihn lehrt, die Welt mit anderen Augen zu sehen.
In ihren immer tiefgründiger werdenden Gesprächen geht es zuletzt um die existentiellen Fragen des Lebens, um Sinn und Zweck allen Daseins, weil der Junge sich nicht scheut, unvoreingenommen zu fragen, was ihn bewegt und was er nicht versteht, und der alte Mann ihn auf ebenso gütige wie anschauliche Weise lehrt, was zu hören in dieser geschäftigen Welt selten nur auf offene Bereitschaft trifft.

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“Das muss das Licht sein, das vom Haus herüberscheint und auf meine lange Nase fällt”, konterte die Mutter schließlich Pauls frivole Bemerkung mit einem Schuss Selbstironie. Sie hatte sich wieder im Griff und kramte mit flinken Händen einen Gegenstand aus einem Leinenbeutel, den die beiden Zeltabenteurer im Halbdunkel nicht erkennen konnten. “Hier habt ihr Opas Jagdhorn. Wenn heute Nacht irgendetwas sein sollte, was euch ängstigt, dann blast kräftig hinein, und wir sind sofort zur Stelle. Und nun schlaft gut.”

Paul und Seppi erwiderten fröhlich im Duett: “Ihr auch!”

“Ob die Albaner tatsächlich kommen werden?” Paul versuchte, seine Stimme so unaufgeregt wie möglich klingen zu lassen, als er die Mutter außer Hörweite wähnte. Dabei ging ihm wieder ein angstvoller Schmerz durch Mark und Bein, heraufbeschworen von einem Gedanken an die drei verschlagenen Brüder, der so unverhofft in seinen Kopf geschossen kam wie ein Fußball in der Fensterscheibe landet.

“Da bin ich mir ganz sicher”, entgegnete Seppi mit der Selbstüberzeugung eines Revolverhelden. “Aber sollen sie nur anrücken, wir werden sie schon überraschen.” Sprach es und vergewisserte sich unter dem Lichtstrahl der Taschenlampe zum wiederholten Male, dass die Steinschleuder tatsächlich so griffbereit lag, um sie jederzeit zücken und einsetzen zu können.

Der Mut des Freundes verschlug Paul die Sprache. Bisher kannte er Seppi mehr als Hasenfuß denn als Hasardeur. Und ausgerechnet heute, wo alles furchtbar ernst zu werden drohte, womöglich ein Kampf um Leben und Tod bevorstand, sollte wie von Zauberhand verwandelt ein furchtloser Held neben ihm liegen? Diese Vorstellung erwies sich als zu sperrig für Pauls Mondgesicht. Er konnte es nicht begreifen. Wieder kam er sich klein und kindisch vor, fühlte wie ein feiger Idiot, die Knie vor Angst schlotternd, während sein Freund in stoischer Ruhe das Kriegsgerät sichtete.

So lag der verängstigte Knabe still und starr in seinem Schlafsack und richtete die Ohren auf wie Rhabarberblätter nach einem Regenguss, um ja kein noch so fernes Geräusch zu verpassen. Aber weil der Tag lang und anstrengend war und ringsum alles nachtschlafend ruhig, gerade so, als hätte jemand einen Schalldämpfer über die lärmende Welt gestülpt, wurden dem Geburtstagskind die Augenlider allmählich schwer wie Samtvorhänge und vermochten der geistigen Befehlsgewalt nicht länger zu trotzen.

Harter Kampf auf weichem Rasen

Ein fürchterliches Geräusch schreckte Paul auf. Er schoss in seinem Schlafsack hoch in die Sitzposition und horchte gebannt nach draußen. Alles war still, nur ein leises Säuseln der Blätter klang durch die Plane. “Seppi, hast du das gehört?” Paul flüsterte mit brüchiger Stimme in die Schwärze der Nacht, die sich des Zeltes vollkommen bemächtigt hatte. Keine Antwort. “Seppi, Seppi!”, presste er scharf und flehend zwischen den zitternden Lippen hervor. Wieder nichts. Er tastete nach dem Schlafsack des Freundes - leer.

Paul spürte das Klappern seiner Zähne und das Schlottern der Kinnlade. Was war das nur gewesen? Wo war sein Freund? Waren die Albaner bereits im Anmarsch und hatten Seppi überwältigt? Paul suchte panikartig nach der Taschenlampe - vergebens. Auch das Jagdhorn und die Steinschleuder konnte er nirgends greifen, sosehr er auch danach zu grapschen suchte. Da wurde dem Jungen die verzwickte Lage schlaglichtartig klar: Er war allein und wehrlos und den anrückenden Albanern hilflos ausgeliefert.

“Uuuiieeh! Uuuiieeh!” Paul zuckte zusammen. Die schrillen Töne kamen aus dem Garten. Kein Zweifel. Aber wie? Und von was nur? Dann war es wieder ruhig. Gespenstisch ruhig. Was sollte er nur tun? Wie ein Häufchen Elend kauerte der Knabe auf dem Zeltboden, die Finger in die Gummiplane gekrallt. Das Herz ratterte wie ein Presslufthammer, in den gespitzten Ohren dröhnte die Stille der Nacht. Panikattacken töteten jeden Gedanken, bevor er an Klarheit gewann. Paul harrte und horchte, in die Stille der Nacht draußen und das bebende Gemüt innen, dort albanische Schläger, hier bange Seele.

Plötzlich, wie von weiter, weiter Ferne, ein leises, kaum vernehmbares Hauchen. Der verängstigte Junge lauschte gebannt in sein Innerstes, lauschte vorbei am keuchenden Atem, tiefer noch als das ratternde Herzen. Da! Leise, leise! Nun gewahrte er es abermals, das geheime Flüstern. “Alles wird gut, alles ist gut. Hab nur Vertrauen.“

Augenblicklich kam dem Jungen der noch frische Traum in Erinnerung, als er das nächtliche Monster mit einem Schlag zu einer harmlosen Mücke hatte schrumpfen lassen. Und er spürte an Leib und erstarrten Gliedern, wie eine wundersam wiederbelebt Beherztheit einem verzagten Gemüt neuen Mut einzuflößen vermag Vorsichtig wie eine Katze auf der Pirsch kroch Paul unter dem Schlafsack hindurch zum Zelteingang. Der Reißverschluss war halb offen. Langsam schob er seinen Kopf durch die Öffnung und lugte mit zu Berge stehenden Haaren nach draußen. Nichts zu sehen, kohlrabenschwarze Nacht.

Plötzlich blinkte rechts zwischen den Obstbäumen ein faustgroßes Licht auf. Und nur Sekunden später blitzte es linker Hand in gleicher Höhe. “Das sind die Albaner, sie kommen von zwei Seiten”, schoss es Paul durchs Hirn. „Sie nehmen das Zelt in die Zange“, war er sich sicher. Doch wo war Seppi? Wo steckte er, wo nur?

Die Antwort kam umgehend. Und sie bestand aus einem fürchterlichen, blechernen Scheppern. Und zugleich zerschnitt ein heller Schrei das schwarze Tuch der Dunkelheit: “Mist!”

Pauls Ohrmuscheln waren weit geöffnet, und sein Kopf steckte zwischen dem Reißverschluss des Zelteingangs, während der zitternde Körper noch im Inneren lag. Irgendjemand war über das dosenbehängte Alarmseil gestürzt. Aber wer?

“Halt! Stehen bleiben!” Eine Männerstimme dröhnte durch die Nacht wie ein Kommando über einen preußischen Kasernenhof.

Bewegung kam auf den Rasen. Paul konnte die Vibration unter seinen Händen spüren, die sich am Zelteingang in Gras und Erde gebohrt hatten und wie fest verankert schienen.

“Ich krieg dich!“ Wieder das raue Brüllen aus einer Männerkehle.

Dann jagte ein Schatten dicht an Pauls Kopf vorbei ums Zelt, verfolgt von einem Riesen, der mit weit ausgefahrenen Armen nach dem wendigen Flüchtling packte und auch einen Stofffetzen zu fassen bekam. Doch im gleichen Augenblick, weil das Körpergewicht sich verlagerte und die langen Beine auf dem feuchten Rasen keinen Halt mehr fanden, fiel die wild rudernde Gestalt in sich zusammen, ganz so, als hätte ein Marionettenspieler die Seile seiner Figur gekappt. Gerade noch erschallte ein ziemlich verzweifelt klingendes “Verdammt!“ durch die Nacht, da krachte das männliche Unheil auch schon auf den hinteren Teil des Zeltes, das unter der Last zusammenfiel, als hätten viel zu dürre Bohnenstangen dem Einschlag zu widerstehen versucht.

Die andere, deutlich kleinere Person, die Paul zunächst nur als Schatten wahrgenommen hatte, überstand die rüde Verfolgerattacke ebenfalls nicht schadlos. Sie schleuderte einige Meter über das klamme Gras und krachte schließlich ungebremst gegen einen der alten, knorrigen Obstbaum.

Für Sekunden war Stille ringsum. Paul wagte keinen Atemzug mehr, lag wie erstarrt auf dem Boden, halb im Freien und halb noch immer mit den kurzen Beinen unter der zusammengebrochenen Zeltplane, die ihn mächtig schnürte, weil sie von dem havarierten und wie ohnmächtig daliegenden Häscher äußerst hart beschwert wurde.

“Aua, aua!“ Ein klägliches Jammern hallte mit einem Male durch die Nacht.

Franziska! Das war Franziska. Für Paul gab es nach dieser wie eine Befreiung empfundenen Wahrnehmung kein Halten mehr. Er schälte sich energisch aus der Zeltplane heraus, sprang auf die Beine und rannte schnurstracks hin zu der Stelle, von wo die klagenden Laute gekommen waren und wo die wimmernde Schwester tatsächlich um einen der Bäume gewickelt lag. In der rechten Hand hielt sie eine Taschenlampe so krampfhaft über dem Boden in die Höhe, wie es bei Kindern zu beobachten ist, die in ihrer Freude über die gerade erhaltene Eistüte über die eigenen Beine gefallen sind und unbedingt zu retten versuchen, was gleich zu Boden stürzen droht. Paul, kaum am Unglücksort angelangt, entriss er Franziska auch schon die Lampe und leuchtete seiner Schwester mitten ins Gesicht, weil ihm im Schatten des Lichtkegels etwas Unheimliches gewahr geworden war.

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