Hansjürgen Engel - Pauls Erwachen

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Paul fühlt sich von einer «Albanerbande» verfolgt, von seinem besten Freund hintergangen und vom eigenen Vater als naiven Jungen hingestellt, der endlich seine Kinderträume ablegen solle.
Unter heftigen Seelenqualen leidend, erfährt der Knabe in nächtlicher Kinderzimmer-Einsamkeit eine im Herzen wundersam spürbare Ermutigung, sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter den Erscheinungen dieser Welt und den wohlfeilen Erklärungen der Erwachsenen zu machen. Auf seinem Wege trifft er auf einen alten, weisen Mann, der ihn lehrt, die Welt mit anderen Augen zu sehen.
In ihren immer tiefgründiger werdenden Gesprächen geht es zuletzt um die existentiellen Fragen des Lebens, um Sinn und Zweck allen Daseins, weil der Junge sich nicht scheut, unvoreingenommen zu fragen, was ihn bewegt und was er nicht versteht, und der alte Mann ihn auf ebenso gütige wie anschauliche Weise lehrt, was zu hören in dieser geschäftigen Welt selten nur auf offene Bereitschaft trifft.

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Paul riss die Augen auf; er saß aufrecht im Bett und starrte in das grelle Licht der Deckenlampe. Seine Mutter stand im Türrahmen, die Hand am Beleuchtungsschalter.

“Was ist los?“, rief sie mit besorgter Stimme. „Du hast fürchterlich geschrieen, durch Mark und Bein gehend.”

Paul starrte die Mutter ungläubig an. Er war sich nicht sicher, ob er träumte oder wachte. Sein Blick senkte sich zur rechten Handfläche: dort klebte eine tote Stechmücke. Nun realisierte er, wo er war, aber er begriff den Zusammenhang nicht.

“Ja, schlecht geträumt”, murmelte er wie geistesabwesend vor sich hin. “Aber jetzt, denke ich, ist alles O. K.” Die Worte kamen nur stockend aus trockenem Munde.

“Tatsächlich? Oder soll ich lieber bei dir bleiben?” Die Mutter stand noch immer in der Tür und musterte ihren Sohn wie ein Sanitäter ein Unfallopfer ansieht, das zwar äußerlich unbeschadet erscheint, aber benommen wirkt und dennoch jedes gut gemeinte Hilfsangebot brüsk von sich weist.

Paul schüttelte den zerknautschten Kopf. “Nein, nein”, entgegnete er mit einer Heftigkeit, die in einem bizarren Kontrast zu seiner Verwirrung stand, “ich werde bestimmt gleich wieder einschlafen.”

Der Mutter Gesicht spiegelte Verständnislosigkeit, aber ihr eigenes Schlafbedürfnis wirkte stärker als die Zweifel an des Sohnes Beteuerungen. So löschte sie das Licht und sagte beim Hinausgehen: “Wenn du doch nicht wieder einschlafen kannst, dann komm zu mir und unter meine wärmende Decke.”

Paul nickte und ließ den Kopf zurück aufs Kissen plumpsen. Nun erst fühlte er den Stoff patschnass an der Haut kleben. Doch das störte ihn wenig. Weit heftiger marterte ihn die Frage, was der Traum zu bedeuten habe, wer oder was dahinter stecke. Ob das etwas mit den Albanern und ihren hinterhältigen Attacken zu tun hat?, fragte er sich und spürte augenblicklich einem unangenehmen Gefühl nach, das im Windschatten dieses Gedankens lauerte, und ihm war, als ob dieses diffuse Gefühl eine hässliche Fratze zöge und nur darauf wartete, ihn abermals mit Wucht zu überfallen.

Doch zugleich wurde er eines weiteren Gedankens gewahr, einer, der ihn mehr ermutigte denn niederdrückte: Ob ihm mit diesem Traum vielleicht eine Botschaft übermittelt werden sollte, woher auch immer kommend, eine Botschaft in Bildern, ein Gleichnis als Lektion, die sein Ameisenverstand aber nicht begreifen, nicht übersetzen, nicht in das Alltagsleben einordnen konnte? Jetzt noch nicht konnte? Und Paul dachte unwillkürlich an sein Gebet und die anschließenden Worte, die er in seinem Inneren erlauscht hatte, und ihn beschlich eine Ahnung, dass beide Botschaften etwas miteinander zu tun haben könnten. Aber was, das begriff er nicht. Und so blieb ihm kaum mehr, als sich innerlich zu wärmen an der dämmernden Gewissheit, dass die traumatische Heimsuchung ihn zwar hatte erschüttern, aber keineswegs überwältigen können.

Ein Geschenk mit Symbolkraft

Am Morgen schien die Sonne und sandte ihre hellsten Strahlen durch das spaltbreit geöffnete Fenster des Kinderzimmers. Die Vögel zwitscherten und trällerten im Geäst der Obstbäume, gerade so, als wollten sie das Geburtstagskind mit einem fröhlichen Ständchen erfreuen. Eine wunderbare Heiterkeit durchflutete Pauls Seele, gleich dem beschwingten Sommermorgen, den er nun mit ganzem Herzen zu genießen suchte.

Als er die munteren Augen zur Zimmertür lenkte, standen dort seine Eltern und seine Schwester im Türrahmen, und als die Blicke sich trafen, sang das Trio sogleich beherzt los: “Zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag viel Glück...”

Mit einem Satz war Paul aus dem Bett, herzte seine Mutter, drückte den Vater an sich, als wollte er die frostige Atmosphäre des Abends in dieser einen Umarmung nachträglich und endgültig auflösen, und setzte der Schwester einen dicken Schmatz auf die Wange. Aller Kummer der Nacht war vergessen, es war ihm leicht wie einem Fisch im Wasser. Paul empfing und empfand die Liebe seiner Familie ohne Einschränkung, und das machte ihn glücklich, und in diesem Augenblick, da er rundum zufrieden war, überkam ihn ein Gefühl von Dankbarkeit. ‚Das Leben meint es doch gut mit mir’, dachte er bei sich und strahlte über das ganze Gesicht.

Dabei hatte er die Geschenke noch gar nicht in Empfang genommen, sie waren seinen Gedanken völlig entrückt, in diesem Moment unwichtig, ohne Belang. Doch das änderte sich rasch, denn schon einen Atemzug später fieberte das Geburtstagskind mit gespannter Erwartung der Bescherung entgegen. Paul wurde nicht enttäuscht: es gab ein elektronisches Spielzeug von seinen Eltern, ein Päckchen, das die Oma geschickt hatte, und - wie immer zu besonderen Anlässen - ein selbstgemaltes Bild von Franziska.

Als das Spielgerät getestet, das Geheimnis um Omas Gabe gelüftet und die Familie bereits an den festlichen Frühstückstisch vorausgeeilt war, fiel Pauls Blick auf das wasserfarbene Werk seiner Schwester, dem er bisher kaum Beachtung geschenkt hatte. Nun sah er genauer hin und glaubte an einen Streich seiner Augen: Das Gemälde zeigte den heimischen Garten mit dem alten Astwerk, das in voller Blütenpracht stand, und mitten auf der Wiese ein lila Zelt, wie er und Seppi es zur gemeinsamen Übernachtung ausersehen hatten. Und weil Franziska nicht Franziska wäre, wenn sie ihren Bruder selbst zu diesem besonderen Anlass nicht hätte necken, genauer gesagt erschrecken wollen, hatte sie direkt über dem Zelt ein fliegendes Ungeheuer platziert. Dieses Monster für sich genommen, hätte Paul wohl kaum das Fürchten gelehrt; einen Papiertiger wusste er wohl von einer leibhaftigen Wildkatze zu unterscheiden. Nein, was ihn erschreckte, war die Gestalt des Dämons: Das war exakt die gleiche, die ihn in der Nacht im Traum heimgesucht hatte.

Da war es wieder: Von einer Sekunde zur nächsten wurde Pauls Herz von Unbehagen und Angst beschwert. Fröhlichkeit und Leichtigkeit eilten davon wie Zugvögel im ersten Herbststurm. Die bange Seele spiegelte sich in des Jungen Umwelt und in Franziskas Geburtstagsgeschenk. Paul glaubte mit einem Male, in dem Monster einen Dämon im eigenen Inneren zu erkennen, der ihn teuflisch anlächelte. Scheußlich! Einfach scheußlich!

Der Junge warf sich aufs Bett und hämmerte mit den Fäusten auf die Matratze. Warum nur, warum diese Qualen? Hatte er nicht um höheren Beistand ersucht, die Schmerzen der Nacht beinahe heldenhaft ertragen, das Gute gelobt und die gemeinen Gedanken verdammt, die vor allem auf die Albaner gemünzt waren? Hatte er sich nicht die besten Vorsätze mit auf den Weg gegeben für diesen Tag, seinen Tag? War alles umsonst gewesen, war er zum Leiden verdammt?

Der Kopf des Jungen rauchte. Ist etwa der Eintritt ins neunte Lebensjahr ein erster Schritt weg von einer unbeschwerten Kindheit, fragte er sich voll Bitterkeit, hin auf einen Weg, wo nicht mehr alles so glatt geht wie bisher, wo auch Mühsal wartet und Beschwernis und wo immer größere Probleme sich auftun, die bewältigt werden wollen? Als dieser Gedanke durch seinen Schädel waberte, wurde Paul hellhörig, und ihn beschlich das aufwühlende Gefühl, dass dieses quälende Leiden einem Opfer gleich kam, welches das Leben von ihm einfordert, um aus der zarten Kinderseele einen robusten Jugendlichen reifen zu lassen, einen, wie die Albaner ihn in seinen Augen längst verkörperten und wonach er sich insgeheim sehnte, wovor ihn aber zugleich schauderte?

Die Jungs halten Kriegsrat

In der Schule hielten Paul und Seppi abseits der anderen Jungen und Mädchen Kriegsrat. Wie könnten sie dem erwarteten Angriff der Albaner begegnen, wie sich wappnen? Seppi schlug eine Zeltwache vor, mal er und mal Paul als Nachtwächter. Wenn die Angreifer anrückten, dann würde der Wachende den Schlafenden wecken, und anschließend würden beide die Feinde mit ihren Steinschleudern attackieren - “so wie der David den Goliath besiegt hat.” Bei der Formulierung des biblischen Vorschlags funkelten Seppis Augen und seine Brust schwoll an wie bei einem Pfau im Hühnerhof.

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