Hansjürgen Engel - Pauls Erwachen

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Paul fühlt sich von einer «Albanerbande» verfolgt, von seinem besten Freund hintergangen und vom eigenen Vater als naiven Jungen hingestellt, der endlich seine Kinderträume ablegen solle.
Unter heftigen Seelenqualen leidend, erfährt der Knabe in nächtlicher Kinderzimmer-Einsamkeit eine im Herzen wundersam spürbare Ermutigung, sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter den Erscheinungen dieser Welt und den wohlfeilen Erklärungen der Erwachsenen zu machen. Auf seinem Wege trifft er auf einen alten, weisen Mann, der ihn lehrt, die Welt mit anderen Augen zu sehen.
In ihren immer tiefgründiger werdenden Gesprächen geht es zuletzt um die existentiellen Fragen des Lebens, um Sinn und Zweck allen Daseins, weil der Junge sich nicht scheut, unvoreingenommen zu fragen, was ihn bewegt und was er nicht versteht, und der alte Mann ihn auf ebenso gütige wie anschauliche Weise lehrt, was zu hören in dieser geschäftigen Welt selten nur auf offene Bereitschaft trifft.

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Der Vorschlag mit der Steinschleuder imponierte Paul. Rudi und seinen Brüdern eins vor die Birne zu klatschen, dieser Gedanke war ihm keineswegs unsympathisch, er elektrisierte ihn geradezu. Doch diese Begeisterung wurde umgehend gedämpft, als der Steppke sich die Nachtwache bildlich vorstellte. Er alleine für eine oder zwei Stunden in dunkler Stunde einsam und allein vor dem Zelt harrend: Paul erschauderte. Aber offen zugeben wollte er das natürlich nicht.

“Ich weiß nicht”, druckste er, mit den Worten heftig ringend, das ihm der frühreife Adamsapfel bebte, “ob der, der vor dem Zelt wacht, nicht vielleicht doch einschläft, und dann werden wir am Ende beide überrumpelt. Gibt es nichts anderes, etwas ganz sicheres, was uns bei Gefahr alarmieren könnte?”

Seppi überlegte. Seine Stirn zog tiefe Falten, und die Lippen schürzten sich zu einer Schnute. Pauls Absage an die Wache ging ihm gegen den Strich. Doch dann ereilte ihn eine neue Idee. “Wir könnten im weiten Bogen um das Zelt eine Schnur zwischen den Obstbäumen spannen und Büchsen daran befestigen - so zehn Zentimeter über dem Boden. Im Dunkeln sehen die Albaner diese Fallstricke nicht, werden drüberstolpern und uns durch den Lärm wecken. Dann greifen wir zu unseren Steinschleudern und attackieren die verdatterten Angreifer mit Geschrei.”

Pauls Augen strahlten auf wie zwei aufgeblendete Autoscheinwerfer im Tunnel. “So machen wir es.”

Seppis Vorschlag entfaltete die Wirkung einer schmerzbetäubenden Pille. Paul konnte den Geburtstag mit seinen Gästen so ausgelassen feiern wie im nächtlichen Gebet erfleht. Eingeladen waren Christian, Egon, Thomas, Eugen, Fahad, ein Iranerjunge aus der Nachbarschaft, dem der Schalck im Nacken saß, und natürlich Seppi. Mädchen waren keine erwünscht. Selbst seine Schwester hatte Paul eindringlich gemahnt, von der Gartenparty fern zu bleiben. Allenfalls ein Auftritt als Kellnerin würde geduldet. “Und wenn du auftauchst, dann ohne dämliche Bemerkungen; ich will nicht, dass die ganze Familie durch dich blamiert wird”, hatte Paul ihr seine größten Befürchtungen ins Gewissen geimpft.

Die Jungs hielten den Spaßfaktor auf konstant hohem Niveau. Sie hüpften in Jutesäcken um die Wette, balancierten rennend rohe Eier auf Esslöffeln über den kurzgetrimmten Rasen und versuchten, einen Lederfußball im Eiltempo durch Slalomstangen zu treiben. Zwischen den körperbetonten Spielchen wurden Witze erzählt, um sich in heiterer Gelassenheit von den körperlichen Aktivitäten zu entspannen. Fahad entpuppte sich als König der Possenreißer; da blieb kein Auge trocken. Einmal allerdings traf der aufgeweckte Iranerknabe bei Paul einen wunden Lachnerv.

Der Witz begann als Frage an das Geburtstagskind: “Warum rennst du denn so vorne weg, Paul?” - “Ich will verhindern, dass zwei Jungen sich prügeln.” - “Wer denn?” - “Rudi und ich.”

Die ganze Korona grölte los, allein Paul würgte das Lachen im Hals wie ein gieriger Reiher den zappelnden Fisch. Warum wählte Fahad ausgerechnet Rudis Namen, er hätte doch auch jeden anderen nehmen können? An Zufall wollte Paul nicht glauben und dickfellig darüber hinwegzugehen, war wider sein Naturell. Was für ein Spiel war im Gange, führte gar jemand im Hintergrund Regie und hatte mitwissende Darsteller eingespannt, während er selber im öden Tal der Ahnungslosen taumelte? Während Paul mit stierem Blick seine Gedanken sezierte, tönte der Ruf der Mutter über die Spielwiese: “Würstchen und Pommes sind fertig.”

Nach dem gemeinsamen Abendessen wurden die anderen Jungen nach und nach von ihren Eltern abgeholt. Nur Seppi blieb. Er und Paul holten mit klopfenden Herzen das kleine, lilafarbene Zelt aus dem Keller; die Nacht rückte näher und näher. Das Iglu sollte im Zentrum der Wiese stehen, so dass in gebührender Distanz das Alarmseil zwischen den Obstbäumen gespannt werden konnte. Diesen in ihrem Kriegsrat ausgeheckten und in der anschließenden Manöverkritik als genial empfundenen Plan hüteten die beiden Abenteurer wie ihren Augapfel, der eine mit bangem Herzen, der andere mit bebender Brust.

Paul und Seppi hatten am Tag zuvor auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten alle möglichen Abfalltonnen und -eimer durchwühlt und rund um einen Supermarkt nach leeren Aluminiumdosen gefischt. Ihre Ausbeute war zum Glück und gegen die Konkurrenz professioneller Dosensammler ausreichend groß gewesen und wurde in einem Kellerraum deponiert, in den selten ein Lichtstrahl fiel und dessen Mauern so dick waren, dass Klopfgeräusche nicht nach draußen drangen. Die Jungs hatten nämlich noch ein Loch in den Boden der Dosen hämmern müssen, um den Durchzug des Fangseils zu gewährleisten. Ein langes Seil hatte Seppi bei seinem Großvater organisiert, der in einem Geräteschuppen jede Menge Taue in unterschiedlichen Größen und Stärken aufbewahrte; schließlich stammte der alte Herr als Tirol und war im besten Mannesalter einmal alpiner Bergführer gewesen. Nach Einbruch der Dunkelheit, wenn der Rest von Pauls Familie sich ins Haus zurückziehen würde, wollten die beiden Freude sich ans klammheimliche Werk machen und die Alarmanlage der Marke Eigenbau installieren.

Das Schicksal nimmt seinen Lauf

Beim Zeltaufbau half Pauls Vater. “Er hat zwar zwei linke Hände”, meinte Franziska mit dem ihr eigenen Spott auf den Lippen, “doch das wird er wohl noch schaffen, ohne dass am Ende die Zeltspitze sich in den Boden bohrt und die Heringe in den Himmel ragen.”

Das Iglu stand schneller, als der große Zeiger der Uhr von der Zwölf zur Sechs gewandert ist, kam der Beschreibung im Packzettel recht nahe, und Pauls Vater meinte denn auch in einem Anflug von Selbstüberschätzung seiner handwerklichen Talente, dieses Zelt sei an den Befestigungsschlaufen so festgezurrt, dass kein Ochse es würde umrennen können, so denn je einer über den Rasen gejagt kommen sollte.

Franziska relativierte die väterliche Feststellung der Standfestigkeit umgehend: “Hoffentlich kommt heute Nacht kein Sturm auf, sonst geht es meinem Brüderchen wie dem fliegenden Robert - und wir sehen ihn nie wieder.” Und sie schaute dabei mit einem Wimpernaufschlag in die Runde, als wäre ihr diese Vorstellung so unsympathisch nicht. Wenn Pauls Blicke hätten Giftpfeile entsenden können, seine Schwester wäre auf der Stelle leblos umgefallen.

Als die Nacht hereindämmerte, war alles gerichtet - bis auf das Fangseil. Im Zelt lagen die beiden Schlafsäcke, zwei Flaschen Mineralwasser und eine Taschenlampe. Die Jungs trugen Trainingsanzüge, was eine weitere Entkleidung in diesem rustikalen Campingambiente entbehrlich machte. Sie alberten in ihrem kleinen Iglu umher wie zwei junge Welpen; die Gefahr, die drohend über der nahen Nacht schwebte, war Paul in diesem Moment so wenig bewusst wie einem rasenden Autofahrer das Stauende hinter einer Kurve.

Pauls Mutter kniete vor dem Zelt. Sie war ein umsichtiger Mensch, zur Vorsicht erzogen, aber keine ängstliche Natur, hatte vielmehr auf Seppis Eltern beruhigend eingewirkt, als besorgte Fragen aufgekommen war, ob bei diesem Abenteuer an alle Eventualitäten gedacht sei. Doch nun beschlich auch sie ein mulmiges Gefühl, als vor dem Abschiedsgruß ein letztes Mal ein tiefer Blick auf die beiden schmächtigen Knaben fiel. Dass jemals Kinder aus einem Zelt im heimischen Garten entführt worden wären oder in dieser Gegend wilde Tiere ihr Unwesen trieben oder junge Camper sich auf schlafwandlerischer Tour verirrt hätten, davon hatten die mütterlichen Sensoren zwar keine bedeutungsschweren Signale empfangen. Und dennoch geisterten in dieser Minute solche abstrusen Gedanken durch den aparten Kopf und verwirrten das Gemüt.

“Mutti, deine Nasenspitze ist ja weiß wie ein Betttuch!” Pauls kecke Bemerkung klatschte wie ein feuchter Waschlappen in die wie abwesend wirkenden, alles andere als weiblich-weichen Gesichtszüge. Die Frauenhand fuhr instinktiv zur Nase, und die Jungs brüllten vor Lachen. Da konnte auch die Mutter nicht anders. Indes geriet ihr Lächeln zur Qual; sie war wie ernüchtert von der Macht ihrer Gedanken. Während die Jungs friedlich balgten, hatte sie sich in ihr eigenes Unheilszenario verstrickt. Nun, in diesem einen lichten Moment von Selbsterkenntnis, kam ihr die Frage in den Sinn, ob nicht Einbildungen und Missverständnisse womöglich mehr Irrungen und Wirrungen in diese Welt zu bringen vermögen als aller Lug und Trug.

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