Hansjürgen Engel - Pauls Erwachen

Здесь есть возможность читать онлайн «Hansjürgen Engel - Pauls Erwachen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Pauls Erwachen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Pauls Erwachen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Paul fühlt sich von einer «Albanerbande» verfolgt, von seinem besten Freund hintergangen und vom eigenen Vater als naiven Jungen hingestellt, der endlich seine Kinderträume ablegen solle.
Unter heftigen Seelenqualen leidend, erfährt der Knabe in nächtlicher Kinderzimmer-Einsamkeit eine im Herzen wundersam spürbare Ermutigung, sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter den Erscheinungen dieser Welt und den wohlfeilen Erklärungen der Erwachsenen zu machen. Auf seinem Wege trifft er auf einen alten, weisen Mann, der ihn lehrt, die Welt mit anderen Augen zu sehen.
In ihren immer tiefgründiger werdenden Gesprächen geht es zuletzt um die existentiellen Fragen des Lebens, um Sinn und Zweck allen Daseins, weil der Junge sich nicht scheut, unvoreingenommen zu fragen, was ihn bewegt und was er nicht versteht, und der alte Mann ihn auf ebenso gütige wie anschauliche Weise lehrt, was zu hören in dieser geschäftigen Welt selten nur auf offene Bereitschaft trifft.

Pauls Erwachen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Pauls Erwachen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Der Vater schüttelte stumm und stur den Kopf. “Paul”, sagte er mahnend, “Paul...”

Doch der Junge ließ nicht locker, er hatte sich in Rage geredet und den Arm der Mutter von sich geschüttelt, ohne es recht zu bemerken. Aber ein unbeteiligter Beobachter hätte wohl den Eindruck gewinnen können, dass der Sohn die Mutter unbewusst der Komplizenschaft mit dem Vater zieh und in seiner Empörung auch keinesfalls Beschwichtigung wollte. “Dann gibt es natürlich auch kein Christkind“, bellte er über den gläsernen Couchtisch. “Und das Sandmännchen ist nur was für Babys, klar. Und der Harry Potter, dieser Zauberlehrling, der existiert schon gar nicht, was? Alles Märchen…” Zuletzt war sein Ton immer leiser geworden, die Zunge schwer von Traurigkeit.

Der Vater nickte. Sofern Mitgefühl mit dem Filius ihm unter der Haut spürbar gewesen sein sollte, so ließ er sich davon in seiner Reaktion auf die Emotionen des Jungen jedenfalls nicht leiten. Auch musste er nicht lange um eine Antwort ringen, für ihn lag alles klar auf der Hand. “Es tut mir leid, Paul“, sagte er mit dem sonoren Tonfall eines Schaffners, der einen Fahrgast darüber aufklärt, dass er im falschen Zug sitzt. „Alle diese Figuren gibt es im wirklichen Leben nicht. Das sind Märchen, ersonnen für kleine Kinder, um ihnen einen möglichst sanften Übergang zur manchmal rauen Welt da draußen zu ermöglichen. Und aus diesem Kindskopfalter bist du nun wahrlich raus. Je rascher du die Weihnachtsmännerwelt verlässt, desto früher kommst du im richtigen Leben an. Das ist die Realität, eine andere gibt’s nicht.”

Jedes Wort, das er sprach, ging wie ein Hieb durch Pauls Herz. Der Vater sah und fühlte nicht, welche Barmherzigkeit es gewesen wäre, dem Sohn das alles zu verschweigen oder wenigstens auf schonende Weise nahe zu bringen. Vergebens.

Franziska streute noch Salz in die Wunde. Sie sah sich durch den Vater in ihrem nassforschen Urteil über Pauls Weihnachtsmanndusselei bestätigt und als große Schwester, als die sich fühlte, dem Häufchen Elend im mächtigen Ohrensessel so unendlich überlegen: “Es wird Zeit, dass mein Brüderchen aus seiner Traumwelt erwacht, sonst meint er am Ende noch, ich wäre eine Zauberfee, die ihm jeden Wunsch von den Lippen abliest und erfüllt.”

Alle mussten lachen, selbst Seppi, von dessen üblem Spiel keine Rede mehr war, und der sich über die zuweilen träumerische Anwandlungen des Freundes schon seit geraumer Zeit wunderte. Nur Paul saß regungslos. Er fühlte sich unendlich einsam, gebranntmarkt als naiver Bub und gedemütigt wie ein Gläubiger im Reich der Gottlosen. Und ihn schmerzte die Brutalität, mit der er eines Traumes sich beraubt sah, einer Hoffnung, eines Lebenslichtes, ohne das die Welt für ihn an Wärme und Wonne verlor. Über seinen Rücken rannen kalte Schauer.

Als Paul schließlich im Bett lag, war es schon weit nach Mitternacht. Doch er konnte nicht einschlafen. Sein Kopf glich einem Affenfelsen: die Gedanken wuselten wild durcheinander. Die geheimnisvolle Stimme im Zelt, das Tohuwabohu im Garten und die Schocktherapie seines Vaters: All das war zu viel auf einmal für seinen kleinen Verstand und das zarte Gemüt.

Gut, dass er den Harry Potter als realen Helden abschreiben sollte, war in Pauls Augen kein großer Verlust. Dessen Abenteuer hielt er zwar für spannend und amüsant, sie regten seine Phantasie an und kitzelten die Lachmuskeln. Aber ihnen fehlte ganz Wesentliches: Sie berührten sein Herz nicht. Das war beim Weihnachtsmann völlig anders. Wenn Paul nur den Anfang des Gedichtes “Von drauß’ vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr...” hörte, wurde sein kleines Herz wie ein frommes Geheimnis bewegt. Ganz so, als käme der Weihnachtsmann wie ein himmlischer Bote einmal im Jahr herbeigeeilt aus einer anderen, zauberhaften, für die vom nüchternen Verstand gelenkten Menschen so unerreichbar fernen Welt und als wollte er die Erdenbürger erwecken und ihnen das ersehnte Licht bringen, das sie selber in ihrem überwiegend als düster empfundenen irdischen Dasein allenfalls als flackerndes Flämmchen noch wahrzunehmen in der Lage sich fühlten. Ein Licht, von dessen Herrlichkeit der Pfarrer in der Christmette immer so voller Leidenschaft zu predigen verstand, das er seinen Zuhörern aber nicht im Herzen erfahrbar zu machen zu Gabe besaß, weil ihn selber eine übersinnliche Berührung jenseits aller Worte wohl niemals erreicht haben mag.

Wenn es aber den Weihnachtsmann gar nicht gab, wie sein Vater in einer Selbstsicherheit behauptete, die keinen Widerspruch zu dulden schien, dann konnte auch dieses Reich, aus dem er stammen musste, das Land aller überirdischen Sehnsüchte, gar nicht existieren. Paul schüttelte sich. Dieser Gedanke hatte für ihn etwas Beängstigendes, Bedrohliches, die Hoffnung Raubendes - und er war noch nicht einmal zu Ende gedacht.

Denn wenn es diese Welt des wahrhaftigen Lichts jenseits allen künstlichen Leuchtens nicht gab, wenn sie allein naiver Gutgläubigkeit entsprang oder esoterischen Heilsversprechungen, wie der Vater sich zuweilen am Küchentisch auszudrücken pflegte, wenn die Mutter ihm wieder einmal reichlich enthusiastisch von einer neuen Buchlektüre berichtete, wenn das also alles nicht stimmte, von was nur sollte dann noch Überzeugungskraft sich nähren und Raum sein für einen allmächtigen Herrscher im Himmel und auf Erden? “Dann gibt es auch keinen GOTT und keinen Jesus Christus und keine Engel, die uns beschützen!” Paul saß mit einem Male aufrecht in seinem Bett. Er hatte wie im Fiebertraum geredet und fasste sich an die Stirn, weil er sich selber körperlich gewahr zu werden das dringende Bedürfnis verspürte. Sie war kalt und nass.

Lange noch wurde der Junge auf hart empfundener Matratze von düsteren Gedanken geplagt, derer sich zu erwehren ihm nicht gelingen wollte, so sehr er sich auch mühte. Schließlich aber, weil alle Anstrengung groß war und die Zeit weit schon in der Nacht vorangeschritten, kam doch der Schlaf über ihn und erlöste den erschöpften Paul von seiner quälenden Verwirrung. Er sackte tief hinab ins Reich der Träume und nahm keinen Unterschied mehr wahr zwischen dem, was eben noch auf dem Laken an bildhaften Gedanken sich ihm offenbart hatte und jener mystischen Begegnung, von der hier die Rede sein soll.

Конец ознакомительного фрагмента.

Текст предоставлен ООО «ЛитРес».

Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.

Безопасно оплатить книгу можно банковской картой Visa, MasterCard, Maestro, со счета мобильного телефона, с платежного терминала, в салоне МТС или Связной, через PayPal, WebMoney, Яндекс.Деньги, QIWI Кошелек, бонусными картами или другим удобным Вам способом.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Pauls Erwachen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Pauls Erwachen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Hansjürgen Blinn (Hrsg.) - Wilde Küsse
Hansjürgen Blinn (Hrsg.)
Hansjürgen Blinn (Hrsg.) - Erregende Lektüren
Hansjürgen Blinn (Hrsg.)
Hansjürgen Blinn (Hrsg.) - Bella Italia
Hansjürgen Blinn (Hrsg.)
Hansjürgen Wölfinger - Im Dorf der Elfen und Kobolde
Hansjürgen Wölfinger
Hansjürgen Wölfinger - Im Spiegelland
Hansjürgen Wölfinger
Hansjürgen Wölfinger - Baby Bär Geschichten
Hansjürgen Wölfinger
Отзывы о книге «Pauls Erwachen»

Обсуждение, отзывы о книге «Pauls Erwachen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x